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  1. #11
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    Hallo Experten,

    noch eine Frage zum Stichwort "Sondermüll"... irgendwann ist JEDE Yacht am Ende, sei sie auch noch so liebevoll gepflegt, nichts hält ewig.

    Was mich mal interssieren würde: Was passiert eigentlich mit den ganzen alten Schiffen, die keiner mehr will und die einfach am Ende sind? Zum Recyclinghof bringen geht ja nicht - und einen Boots-Schrottplatz gibt es auch nicht, oder?

    Viele Grüße,

    Euer Mister Rocket

  2. #12
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    "Weich" wird GFK nicht. Entweder es delaminiert oder es ist so stabil wie am ersten Tag. Das Osmose Gespenst das hier wieder beschworen wird ist nicht so schrecklich wie uns die Industrie Glauben machen will.

  3. #13
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    Zitat Zitat von Mister Rocket Beitrag anzeigen
    Hallo Experten,

    noch eine Frage zum Stichwort "Sondermüll"... irgendwann ist JEDE Yacht am Ende, sei sie auch noch so liebevoll gepflegt, nichts hält ewig.

    Was mich mal interssieren würde: Was passiert eigentlich mit den ganzen alten Schiffen, die keiner mehr will und die einfach am Ende sind? Zum Recyclinghof bringen geht ja nicht - und einen Boots-Schrottplatz gibt es auch nicht, oder?

    Viele Grüße,

    Euer Mister Rocket
    Man kommt nicht 'drum herum, eine Entsorgungsbetrieb zu beauftragen. Die Zerlegen den Kahn, verwerten was sie verwerten können und schreiben Dir eine Rechnung...
    Du kannst es aber auch selber machen :
    1. Alle Metallteile (Kabel, Motor, Welle,Klampen etc.) ausbauen und sortieren
    2. Holz ab
    3. Mit Kettensäge Rumpf in kleine Stücke zersägen und in einen Hexler geben
    4. Die kleinen GfK-Teilchen beim Recyclinghof als Kunststoffabfall abgeben
    5. Holz ebenfalls zum Recyclinghof
    6. Metalle (Ballast nicht vergessen) zum Schrotthändler...

  4. #14
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    Zitat Zitat von cat rig Beitrag anzeigen
    "Weich" wird GFK nicht. Entweder es delaminiert oder es ist so stabil wie am ersten Tag. Das Osmose Gespenst das hier wieder beschworen wird ist nicht so schrecklich wie uns die Industrie Glauben machen will.
    Weich heisst hier nicht delaminiert, sondern sagt aus, dass unter Last sich das Deck/Rumpf verformt. Ursache: Glasfaserbruch (oder Struktur (Schott, Stringer) ist defekt), bei Decks ist das Sandwich-Material (Schaum, Holz) verrottet (und das hat zur Folge, dass das Deck sich nun delaminiert hat)

  5. #15
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Man kommt nicht 'drum herum, eine Entsorgungsbetrieb zu beauftragen. Die Zerlegen den Kahn, verwerten was sie verwerten können und schreiben Dir eine Rechnung...
    Du kannst es aber auch selber machen :
    1. Alle Metallteile (Kabel, Motor, Welle,Klampen etc.) ausbauen und sortieren
    2. Holz ab
    3. Mit Kettensäge Rumpf in kleine Stücke zersägen und in einen Hexler geben
    4. Die kleinen GfK-Teilchen beim Recyclinghof als Kunststoffabfall abgeben
    5. Holz ebenfalls zum Recyclinghof
    6. Metalle (Ballast nicht vergessen) zum Schrotthändler...
    Ich habe es diesen Herbst auf unserer Werft gesehen. Entsorgung einer verbrannten Moody, so um 12m, kostete 8000,- plus Steuer. Zerlegen mit Flex. Alles in Container, nur der Kiel kam zum Altmetall. C.

  6. #16
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    Das Deck und der Rumpf verformt sich immer unter Last, das ist ganz normal. Das wird, wenn es keine strukturellen Schäden am Laminat gibt (delaminierung) aber mit dem Alter nicht mehr. Natürlich steigt die Wahrscheinlichkeit der Delaminierung mit zunehmenden Alter, das ist aber kein so großes Thema, dass man sich deswegen Sorgen machen müsste. Die Aussage "alte Boote werden mit der Zeit "weich"" ist falsch. Ebenso ist die Ausage falsch, dass alte Boote "besseres" Laminat hatten. Die Harze sind heutzutage besser und die Verarbeitungsmethoden. Das führ zu dem Schluss, dass wenn selbst alte Gfk Boote mit ihren minderwertigen Harzen 40 und mehr Jahre alt werden braucht man sich bei neueren Booten keine Gedanken zu machen.
    Geändert von cat rig (02.10.2013 um 06:52 Uhr)

  7. #17
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    Einen null-Toleranzrumpf im Serienbau findet man nicht. GfK Rümpfe sind alle wabbelig, die Festigkeit erreicht man mit Spantan, Stringern, Schotten, Bodengruppen. Jetzt kommt es darauf an, wie sorgfältig die Werft das geplant hat. Und dann handwerklich umgesetzt. Gute Beispiele: X, Luffe, Dehler, Moody sind anerkannt steife Schiffe im Rumpf, sie verformen sich nahezu nicht. Der Weg dahin: Schotten großzügig anliminiert am Rumpf, Bodengruppen aus Stahl oder dicken GfK Stringern, Längsschotten und Längsstrimnger ebenso am Rumpf anliminiert, sehr gute Krafteinleitung von Wanten, Stagen, Kiel durch großzügige Verstärkungen und Stringer. Solche Rümpfe segeln sich jahrzehntelang nicht weich. Solange die anliminierten Strukturen intakt sind, passiert nichts.
    Schlechtes Beispiel: Bavarias der Jahrtausendwende, als man auf Kampfpreis umschaltete, die ersten Holidays z.B. Die Schotten wurden in Fugen der Innenschale gesteckt, nicht anliminiert, sondern nur eingeklebt, das alles mit Sikafugen kaschiert. Die Bodengruppen zu sparsam ausgeführt, die Längsverteifung erfolgt durch eingeschraubte Borde, Schwalbennester etc. Die Riggkräfte werden im Rumpfbereich zu schwach abgefangen. Auch wenn diese Schiffe ein an sich ordentliches Laminat haben, sind sie eigentlich schon im Neuzustand weich. Auf einer Bav. 36 dieser Zeit, das einmal uns als Startschiff diente, öffneten sich Türen und Klappen rein durchs Schaukeln vor Anker. Das Boot war nahezu neu.
    Alte gute boote, die man auch nach Jahrzehnten kaufen kann: Winner, Dehler, Luffe, X, Comfortina, Hanseat, am gemütlichen Ende Moody, Westerly, HR, Vindö. Diese Aufzählung ist nicht vollständig, es gab sicherlich auch gut gemachte Kleinserienboote, die schwerer zu finden sind. Carsten

  8. #18
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    Zitat Zitat von DESDEMONA63 Beitrag anzeigen
    Wird nicht auch das dickste GFK iregndwann durch Torsion, UV und Verwindung weich und damit instabil, d.h. unbrauchbar?
    Hallo Desdemona,

    ich möchte ein wenig provokant auf Deine Frage antworten: Eine 30 Jahre alte HR 352 ist weniger weich als eine nagelneue Jeanneau oder Hanse. Und das wird sie auch noch 20 Jahre lang bleiben.

    Vielleicht kennst Du schon die Website von Manfred Jabbusch (http://www.white-witch.de/html/am_limit.html). Er hat 2006/2007 seine HR 352 von Trinidad nach Perth überführt (10.000 sm), und zwar einhand mitten durch die Roaring Fourties, durchs Südpolarmeer.

    Er hat auch ein Buch über diese Reise geschrieben. Ich hatte vor einiger Zeit am Rande eines Vortrags Gelegenheit, ihn zu seinem Schiff zu befragen. Er war absolut überzeugt von der HR 352. Du kannst ihn sicher auch anmailen, ist ein umgänglicher und offener Typ.

    Wenn ich durch die Roaring Fourties segeln müsste, und die Wahl zwischen einer 30 Jahre alten HR (oder ähnlichen Kalibern) und einem aktuellen Großserienboot hätte, würde ich mich die HR entscheiden. Der Rumpf ist quasi unkaputtbar.

  9. #19
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    Ich kenne auch kein Boot, dessen GFK so weich ist, dass man es nicht mehr segeln kann.
    Vielleicht würde ich nicht mit jedem dieser Kähne über den Atlantik segeln mögen, aber für die meisten Reviere reicht technisch ein Boot aus alten Joghurtbechern. Bleibt man bei zuviel Wind halt im Hafen.

    Und wenn das Deck weich ist, so what?? Reparieren geht immer, ist aber meist wohl kaum nötig.

  10. #20
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    @cat rig, carsten
    Das Problem der Delamination stellt sich nur bei den Yachten, die von ambitionierten Regattasegler intensiv genutzt auf Regatten eingesetzt wurden. Gerade die alten Yachten haben nicht besseres, sondern ein dickeres Laminat, was unter durchschnittlichen Segelbedingungen so gut wie unkaputtbar ist.

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