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  1. #1
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    Standard Hacking von AIS Daten

    Fuer uns sicher nicht direkt akut und es war auch ziemlich klar, dass es passieren kann, aber das "Schulterzucken" der Profis dazu finde ich schon interessant:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-927986.html

    VG Micha

  2. #2
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    Na ja, da wird mal wieder aus wenig viel gemacht. Dass die Daten, die ins Internet übertragen werden verändert werden können, sollte niemanden wundern, spielt auf See aber keine Rolle. Und das man einen AIS Sender mit falschen GPS Daten speisen kann, verwundert nun auch nicht wirklich. Das größte Risiko ist also, dass es ein Phantomschiff auf dem Bildschirm gibt, dass in Realität gar nicht da ist. Ein Blick aus der Brücke sollte genügen, um das zu erkennen.

    Gruß

    Tom

  3. #3
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    So what ?

    Marine-Traffic ist eigentlich mehr eine Spielerei. Klar ist es praktisch, Schiffe darauf verfolgen zu können, aber wirklich sicherheitsrelevant ist das nicht. Im Gegenteil, ich finde es hat sogar einen gewissen Charme, das eigene AIS Signal durch Manipulation der Server dort unterdrücken zu können. Muß ja nicht die ganze Welt wissen, wo man gerade rumfährt.
    Reeder kennen die Position ihrer Schiffe auch so über Inmarsat & Co. So betrachtet ist Marinetraffic eigentlich ein gefundenes Fressen für die NSAs dieser Welt.

    Das eigene AIS Signal für die nähere Umgebung zu unterdrücken ? Dazu braucht es kein Hacking, dafür gibt es einen AUS-Schalter.

    Dem eigenen Empfänger von außen falsche Ziele vortäuschen ? Welchen Nutzen hätte das, außer die Crew nervös zu machen und mal zu zwingen, nach draußen zu gucken ?
    Michael
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  4. #4
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    Standard Das kann ich nicht glauben . . .

    Möglicherweise kann man die AIS-Positionen im Internet verändern. Das aber die Anzeigen an Bord der Schiffe auf diese Weise gehackt werden, glaube ich erst, wenn ich es mit eigenen Augen gesehen habe.
    M.E gibt es keine Empfangsmöglichkeit der AIS-Geräte außer dem GPS-Signal. Und genau das wäre ja Voraussetzung für eine solche Manipulation. Außerdem sind die an Land befindlichem Empfangsantennen ausschließlich Empfangsantennen und keine Sendeantennen.
    besser eine heiße Yacht als eine kalte Wohnung!

  5. #5
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    In gewissen Gegenden der Welt ( z.B. vor Somalia oder Oman ) könnte man das ja auch zum eigenen Vorteil nutzen .
    Statt deutsche Segelyacht Omega könnte ja dann die US Hubschrauberfregatte "Texas" dort sein.
    Ich nehme an, dass die Piraten auch Marinetraffic nutzen.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Sailing-Skipper Beitrag anzeigen
    Möglicherweise kann man die AIS-Positionen im Internet verändern. Das aber die Anzeigen an Bord der Schiffe auf diese Weise gehackt werden, glaube ich erst, wenn ich es mit eigenen Augen gesehen habe.
    M.E gibt es keine Empfangsmöglichkeit der AIS-Geräte außer dem GPS-Signal. Und genau das wäre ja Voraussetzung für eine solche Manipulation. Außerdem sind die an Land befindlichem Empfangsantennen ausschließlich Empfangsantennen und keine Sendeantennen.
    Die GPS Daten werden dem AIS-Transponder über eine serielle Schnittstelle zur Verfügung gestellt. Das einzige was du also brauchst um eine gefälschte Position auszusenden ist ein PC/Notebook. Schiffsdaten kannst du direkt im Transponder editieren. Außer der MMSI, die ja nur einmal eingegeben werden kann. Aber auch das dürfte kein ernstzunehmendes Hindernis sein.
    Außerdem, was ist ein AIS-Sender denn ? Ein UKW Sender der ein paar digitale Daten nach einem genau definierten und bekannten Verfahren sendet. So etwas selbst aufzubauen ist nun wirklich keine Hexerei.

    Die Anzeige deines Empfängers wird ja nicht gehackt sonder ihm werden Daten auf dem üblichen Weg geliefert, die er für echt hält und anzeigt.
    Michael
    http://www.sioned.de

  7. #7
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    Standard

    Zitat Zitat von MichaelK Beitrag anzeigen
    Die GPS Daten werden dem AIS-Transponder über eine serielle Schnittstelle zur Verfügung gestellt.
    Ich habe einen AIS-Transponder. Die GPS-Daten empfängt er selbst, da wird nichts zur Verfügung gestellt!
    besser eine heiße Yacht als eine kalte Wohnung!

  8. #8
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Die Sicherheitsforscher haben ihre Erkenntnisse vor Veröffentlichung den Behörden und den für den AIS-Standard verantwortliche Gremien vorgelegt - bislang ohne Reaktion. Die IMO antwortet auf eine Anfrage von SPIEGEL ONLINE: "Wir können das nicht kommentieren - kein Mitgliedstaat und keine Organisation mit Beratungsstatus hat das Thema bei der IMO eingebracht.
    .... weil das Thema irrelevant ist.
    AIS ist eine Navigationshilfe, kein Mensch fährt damit an den Track- oder Autopiloten gekoppelte Ausweichmanöver. Nicht mal die Phippse. Mittlerweile bietet Marinetraffic mit iAIS sogar per App ohne eigenen Transponder die Möglichkeit das eigene Bötchen zur Anzeige bringen. Da ist selbst Hacking schon verschwendete Arbeitszeit.
    Ein Dauerträger mit Musik, Gesabbel oder Störfunk auf Ch.16 oder dem Revierkanal ist wesentlich sicherheitsrelevanter als diese AIS-story

    Gruss
    excos48

  9. #9
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    Standard

    Zitat Zitat von MichaelK Beitrag anzeigen
    Die GPS Daten werden dem AIS-Transponder über eine serielle Schnittstelle zur Verfügung gestellt. Das einzige was du also brauchst um eine gefälschte Position auszusenden ist ein PC/Notebook. Schiffsdaten kannst du direkt im Transponder editieren. Außer der MMSI, die ja nur einmal eingegeben werden kann. Aber auch das dürfte kein ernstzunehmendes Hindernis sein.
    Außerdem, was ist ein AIS-Sender denn ? Ein UKW Sender der ein paar digitale Daten nach einem genau definierten und bekannten Verfahren sendet. So etwas selbst aufzubauen ist nun wirklich keine Hexerei.

    Die Anzeige deines Empfängers wird ja nicht gehackt sonder ihm werden Daten auf dem üblichen Weg geliefert, die er für echt hält und anzeigt.
    Ich bin da wohl begriffsstutzig :
    Mein AIS erhält die Position von einem GPS-Empfänger im Heck, der direkt mit dem AIS gekoppelt ist.
    meine Pos-daten können also nur verfälscht werden, wenn a) das empfangene GPS-Signal verfälscht wurde (Stichwort GPS-Jammer) oder b) wenn ein stärkerer Sender meinen Sender "übertönt" und dabei falsche Pos-Daten sendet.
    Interessanter ist folgendes Szenario :
    Die AIS-Daten (Rufzeichen, MMSI etc.) werden dazu verwendet, ein 2. Schiff irgendwo zu simulieren bzw. ein Schiff in Fahrt zu kennzeichnen. D.h. plötzlich fahren 2 Schiffe mit identischer Kennzeichnung über die Weltmeere. Nutzt das ein Verbrecher aus, kann er unter falscher Identität sein Ding drehen(Identitätsklau) und das "erste", echte Schiff muss nachweisen, dass es sich zum besagten Zeitpunkt nicht dort aufgehalten hat.
    Die bisherigen Trackingsysteme werden kaum prüfen, ob es 2 Schiffe mit gleicher MMSI-Nummer gibt, die im gleichen Seegebiet unterwegs sind. Das System wird beide Schiffe anzeigen.....

    An eine Beeinflussung meines eigenen AIS-Transponders glaube ich nicht, da man da zunächst softwaremässig in das Gerät eindringen muss und wesentliche Daten GPS-Daten etc. verändern muss. Das kann nur ich selber... Da wird die Beeinflussung der Portale(Internet) einfacher sein...

  10. #10
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    ... Interessanter ist folgendes Szenario :
    Die AIS-Daten (Rufzeichen, MMSI etc.) werden dazu verwendet, ein 2. Schiff irgendwo zu simulieren bzw. ein Schiff in Fahrt zu kennzeichnen. D.h. plötzlich fahren 2 Schiffe mit identischer Kennzeichnung über die Weltmeere. Nutzt das ein Verbrecher aus, kann er unter falscher Identität sein Ding drehen(Identitätsklau) und das "erste", echte Schiff muss nachweisen, dass es sich zum besagten Zeitpunkt nicht dort aufgehalten hat.
    Die bisherigen Trackingsysteme werden kaum prüfen, ob es 2 Schiffe mit gleicher MMSI-Nummer gibt, die im gleichen Seegebiet unterwegs sind. Das System wird beide Schiffe anzeigen......
    Genau diese Prüfung und Fragestellung ist Teil des weltweiten Common Maritime Picture welches im Verbund der Nato-HQs erstellt und beobachtet wird. Übrigens auch für den Luftverkehr. Änderungen von Schiffsnamen oder MMSI bei gleicher IMONr. fallen sofort auf. In von Marineschiffen überwachten Seegebieten fliessen alle Erkenntnisse aus Abfragen von Handelsschiffen mit ein. Komplexe Sache, die sehr viel Personal bindet. Habe da vor Jahren mal gedient, als es losging

    Gruss
    excos48

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