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Thema: Fischernetze

  1. #11
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    Zum Glück hatte ich bislang noch nie Probleme mit den Netzten im Ijsselmeer trotz 2m TG, sehrwohl allerdings in der Ostsee.....
    Das Problem im Ijsselmeer ist, dass die Fischer dreist ihre Netzte selbst in Fahrwassern legen. Wir liegen in Den oever und dort liegen die Netzte regelmäßig mitten im engen Fahrwasser zur Schleuse. Besonders ärgerlich wenn man nachts ansteuert, da siehste die Dinger definitiv nicht! Zudem ist oft nicht erkennbar welche die erste bzw. letzte Boje ist, sind oftmals alle gleich markiert.
    Blake

  2. #12
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    Zitat Zitat von Aquamareijn Beitrag anzeigen
    Also ich habe die Fähnchen auf dem IJsselmeer bisher immer ignoriert, und zwar mit 2m Tiefgang, allerdings immer unter Segeln. Bisher hab ich noch keine Berührung bemerkt.
    Früher haben wir das - mangels bessern Wissens - auch getan. Aber nicht mit 2m sondern mit einem Stahllankieler. In den 90ern lagen dann in den Hafenbüros immer mal Infoblätter aus, die das erläutert haben - vor allem die Fehleinschätzung "wennschon durch das Netz, dann wenigsten mit gutem Abstand zu den Fähnchen". Und auch, dass die Fischer viele kaputtgefahrene Netze beklagen.

    Ich vermute, dass ein segelndes Boot mit konventionellem Kiel im Zweifelsfall die Netze überfahren und runterdrücken kann. Dafür spricht auch, dass der TE das Netz ja mit der Schraube gefangen hat. Das ignorieren halte ich bei 4m Wassertiefe und 2 Meter Tiefgang weder für Boot noch für die Netze für ratsam.

    Gruß R.

  3. #13
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    wir überqueren die netze auch häufig, möglichst in lee von den einzelfähnchen. seit langer zeit -bei 1,7 tg - nie probleme damit.

  4. #14
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    Im IJsselmeer kennzeichnen die meisten Fähnchen Aalreusen. Die liegen auf Grund und man kann dicht am Fähnchen vorbei, auch bei 2.4m Tiefgang wie wir. Dann die Stellnetze. Die sind an den Flachs und Ufern ausgebracht und mit Holzstangen gesichert und weit sichtbar. Das, was Dir da passiert ist, mit KNMR und so, ist unüblich, da hat der Fischer wohl Mist gemacht.

    Noch nie Probleme mit Netzen im IM gehabt. Ostsee schon. Da auch gerne vor Polen illegale ungesicherte, nicht markierte Treibnetze 1m unter der Oberfläche. Die sind ein Ärgernis, weil man denen nicht ausweichen kann. Dann geht nur noch mit Segeln in den Hafen und Kran bestellen. Ist 15 Jahre her. Ansonsten hat Carsten Recht, Meer ist Wirtschaftszone.

    Hans

  5. #15
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    Ne, Hans. Hat er nicht gemacht. Wenn das Oberflächenwasser kalt wird und von Wind gut durchmischt, kommt der Fisch auch höher. Oder Meeräschen, die schwimmen fast immer weit oben, weil sie von Plankton und kleinen Algen leben, lutschen auch gerne Boote ab. Im Herbst also oft hohe Stellnetze. Das ist so. Carsten

  6. #16
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    Wenn ich wegen Flaute unter Maschine unterwegs bin und im letzten Moment ein Fähnchen sehe, ist mein erster Griff zum Gashebel, auskuppeln um genau das passierte zu verhindern. Unter Segeln bin ich schon öfter versehendlich zwischen zwei Fähnchen durch, nie eine Berührung gehabt, trotz 2m TG.

    Das mit den Netzen vor DenOever kenne ich auch zu Genüge, aber ein Palingbrotje ist ja auch "echt lekker".
    Handbreit - Ralf

  7. #17
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    Standard Re Fischernetze

    Lieber Superb,

    wie so oft, wenn ein "Geschädigter" in der Wassersporthaftpflicht-Versicherung Schäden bei Dir geltend macht (ganz forsche Jungs - meist in den Gewässern des Mittelmeers - machen erst Mal Ansprüche in 5-stelliger Höhe geltend...

    Ruhig bleiben.

    Der eigenen Bootshaftpflicht-Versicherung melden.

    Ich hoffe abgeschlossen...

    Hier kannst Du davon ausgehen, dass diese auf Deiner Seite steht.
    Warst Du nicht mit Deiner Crew betrunken, hast Du die regelmäßigen Beiträge bezahlt, bist Du nicht absichtlich irgendwo rein gefahren... Hier solltest Du dann Deckung über Deine Bootshaftpflicht-Versicherung haben.

    Diese wird für Dich ins "Gefecht" ziehen, falls Du nichts falsch gemacht hast...
    Diese wird/muss für den Schaden aufkommen, falls Du etwas falsch gemacht hast (Verschuldensfrage)

    Seezeichen, Kennzeichnungen, länderspezifische Abstandsregelungen, Ankergewichte, Ausdehnungen der Netze, Tiefe der Netze, etc.,denke ich, können wir alle und sollten wir alle nicht kommentieren.

    Diese Entscheidungen werden aber meist vor Gericht gefällt. Und hier sind wir definitiv "in Gottes Hand".

    Ohne die genauen Umstände des Schadenfalls zu kennen, folgende festgelegten juristischen Regeln für Deinen Schaden:

    Sofern sich der Schadenort (unabhängig von der Flagge Deiner Yacht) in einem Land mit "Verschuldenshaftung" (z.B. BRD oder NL) ereignet hat:

    - Sofern Dir ein Verschulden nachgewiesen werden kann (Z.b. mangelnde Navigation, befahren eines Sperrgebietes, Überfahren eines gekennzeichneten Netzes (!) (Achtung: In Italien und bspw. Kroatien gibt es bei Yachten eine Gefährdungshaftung, ähnlich wie bei Kfz-Versicherungen in D), musst Du (sofern keine Haftpflicht-Versicherung) oder der Versicherer (sofern eine Haftpflicht-Versicherung) für den Schaden analog der landestypischen Gesetze bezahlen. Sollten sich die Forderungen des Geschädigten (wir als Versicherer hatten zum Teil Forderungen von über 2 Mio. für ein Thunfisch-Netz) als überhöht herausstellen, werden die Versicherer für Dich Gutachter, Biologen, etc. beauftragen. Wichtig ist: Du bekommst (im Falle einer vorhandenen Haftpflicht-Versicherung) davon nichts mit.

    -Wenn ein Verschulden nicht nachgewiesen ist, weil bspw.. ein Netz abgetrieben ist, gegen örtliche Bestimmungen vor eine Hafeneinfahrt gelegt worden ist oder schlicht "schlecht" als Fischernetz ausgewiesen worden ist, kannst Du Dich (ohne Haftpflicht) oder Dein Makler/Versicherer sich gegen diese Forderungen wehren. (In D beispielsweise muss der Geschädigte IMMER das Verschulden des Verursachers belegen.

    Schwierig wird es immer dann, wenn z.B. Netze als Fanggebiet ausgewiesen werden und nur unzureichend gekennzeichnet sind. Nach landestypischem Gesetz reichen oftmals 0,75 qm -nicht ausgeleuchtet- als Kennzeichnung. Wenn Du mit ein wenig Schrick mit 8 Knoten z.B. das Fähnchen erst in dem Moment - wenn überhaupt - bemerkst.... Dann wird es für uns als Versicherer erst richtig spannend.

    Auch wenn hier im Forum gilt: Dies ist keine Rechtsberatung...

    Tip1 (Haftpflichtversicherung vorhanden): Alles weiterleiten, Schlafen gehen,... etc.
    Tip 2 (Haftpflichtversicherung nicht vorhanden): Anforderung folgender Unterlagen:

    - gewerbliche Erlaubnis des Fischers mit Zulassung für das jeweilige Fanggebiet. (Die Jungs sind oft "grau" unterwegs...)
    - wenn vorhanden, Einnahmen aus den letzten 5 Jahren aus dem betreffenden Fanggebiet.
    - Kennzeichnungspflicht für Fischernetze im betreffenden Fahrtgebiet.
    - Wetterauskunft (kostet Dich ca. 80€...) - Hilft Dir aber, wenn Du Sturm hattest und nur eingeschränkt navigieren konntest. Benötigst Du natürlich nicht, sofern bei Windstille unter Motor unterwegs...
    - bei Korrespondenz mit dem Geschädigten immer ganz wichtig: "Worin sehen Sie ein Verschulden von mir?"

    ... wenn ich es mir recht überlege...

    Hoffentlich hast Du eine Haftpflicht-Versicherung...

    Ich wünsche einen schönen Abend

    der Chris

  8. #18
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    Den schwarzen Fähnchen im Ijsselmeer kann man garnicht ausweichen. Ich bin mal auf diese Fähnchen gestossen, da war alles vermint. Ich ignoriere das immer, ist auch noch nie was passiert. Allerdings sollte man sich tunlichst von den erwähnten Holzstangen fern halten.

    Auskuppeln nützt übrigens nix. Der Prop dreht ja durch die Fahrt mit. Motor aus und einkuppeln hilft allenfalls. Ich habe allerdings auf diese Weise auch schon mit einem eingeklappten, blockierten Faltprop Gemüse mitgenommen.
    Geändert von cat rig (08.11.2013 um 14:00 Uhr)

  9. #19
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    Zitat Zitat von cat rig Beitrag anzeigen
    Auskuppeln nützt übrigens nix. Der Prop dreht ja durch die Fahrt mit.
    Der Falti nicht.
    Handbreit - Ralf

  10. #20
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    Zitat Zitat von Ralf-T Beitrag anzeigen
    Der Falti nicht.
    cat rig hat es vollkommen richtig beschrieben.

    Der Falti dreht sich !

    Da war doch mal was....

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