Seite 1 von 8 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 80
  1. #1
    Registriert seit
    22.07.2005
    Ort
    Kiel
    Beiträge
    828

    Standard Die Abkürzung ging in die Hose !

    f_4ee33a8dc2.jpg


    Bei Westwinden der Stärke sieben will die „Nordic Blue" das schlecht betonnte Molengat durchfahren und läuft auf Grund. Besatzung gerettet

    Zur Immobilie geworden: Die Nordic Blue
    Für das Schiff aber kommt jede Hilfe zu spät – die 19-Meter-Rennyacht wird zum Totalschaden. Sie gehört der Nordic-Hotelkette aus Kiel, die sie für Incentives nutzte. Zu den Umständen des Unglücks erklärt Maarten Nood, Leiter der KNRM-Rettungsstation in Den Helder, gegenüber YACHT online: „Wir erhielten am Samstagabend die Alarmierung von der Küstenwache über eine Yacht auf Grund mit unbekannter Position, da die Besatzung keine genauen Angaben über den Schiffsort machen konnte. Auf Anweisung der Küstenwache wurde dann von Bord der Yacht eine Seenotrakete abgeschossen. Daraufhin konnte das Schiff im Molengat lokalisiert werden."

    Nicht mehr viel übrig: Man mag sich gar nicht vorstellen, mit welcher Macht Wind und Wellen an der „Nordic Blue" wüteten
    Dieses Fahrwasser führt von Norden her in die Marsdiep, also den Anlauf nach Texel. Dabei geht es wenige hundert Meter am Strand der westlichsten Watteninsel vorbei. Da die KNRM bei Niedrigwasser beim Havaristen ankam, lief zuvor das Wasser im Molengat gegen die vorherrschende Windrichtung. „Bei solchen Bedingungen bleibt man da besser weg. Der Umweg durch das südlich gelegene Schulpengat sind zwar 15 Meilen, aber es ist viel sicherer. Zumal, da im Frühjahr diesen Jahres die Betonnung im Molengat ausgedünnt wurde", so Nood weiter. Die jetzt noch vorhandene Restbetonnung ist unbeleuchtet.

    Von See aus gesehen wird deutlich, wie hoch die Yacht auf dem Strand liegt
    Bei Ankunft der Retter lag die Yacht bereits so weit auf dem Stand, dass selbst die flachgehenden Jet-Ribs der KNRM nicht mehr herankamen, Schleppversuche wurden erst gar nicht unternommen. Die vier Besatzungsmitglieder des Havaristen wurden mit einem kleinen Schlauchboot vom Strand aus gerettet, sie sind wohlauf. Facebook-Kommentare auf der Seite der KNRM Den Helder von Yachtbesatzungen, die die Aktion am Funk verfolgten, lassen auf Panik an Bord der „Nordic Blue" schließen. Man habe sehr seltsame Positionsmeldungen abgegeben und nicht beim Einpeilen des Funksignals geholfen.

    Wieso sich die "Nordic Blue" nachts im Molengat aufhielt, ist derweil noch unklar. Der Eigner, die Nordic-Blue-Hotelgruppe, will in Kürze eine Pressemitteilung zu dem Vorfall verfassen.
    Gruß

    Foo

  2. #2
    Registriert seit
    05.11.2003
    Beiträge
    3.317

    Standard

    Wieso mussten die mit einem Schlauchboot gerettet werden? Hätten doch auch zu Fuss nach Hause gehen können?

  3. #3
    Registriert seit
    07.09.2008
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    173

    Standard

    Ojeh. Wäre lehrreich zu wissen, warum sie nicht lieber den Umweg über Schulpengat riskiert haben.

  4. #4
    Registriert seit
    04.06.2012
    Beiträge
    1.164

    Standard

    Wie kommt man denn auf die Idee, mit einer 19-Meter-Rennyacht durch das Molengatt zu fahren? Und auch noch bei 7 bft, Strom gegen Wind, nahe Niedrigwasser, ablaufend, und dann auch noch nachts, mit unbeleuchteten Tonnen?? Jeder einzelne dieser Punkte reicht, um nicht da dadurch zu fahren, weil viel zu riskant, aber alles zusammen ist das quasi vorsätzliche Strandung.

    Das Teil wird doch mindestens 2,20 oder 2,40 Tiefgang gehabt haben. Selbst wenn man genau an den Tonnen entlangfährt, gibt es da Stellen, die nur 3,70 tief sind. Bei der Brandung dort bei 7 bft muss man zwangsläufig aufsetzen. Wenn man nur 50 Meter vom den Tonnenstrich abweicht, wird es ganz schnell richtig flach. Die Ecke ist ganz dunkel, man sieht nachts bei schlechtem Wetter überhaupt nichts, und schon gar nicht irgendwelche kleinen, unbeleuchteten Tonnen im Seegang. Außerdem wimmelt es in dem Gebiet in den frühen Morgenstunden von Fischtrawlern, die ständig ihren Kurs ändern.

    Das ist mir echt ein Rätsel. Entweder kennt man sich da aus, dann wird man sicher außen rum fahren, auch wenn das drei Stunden kostet. Oder man kennt sich nicht aus, aber dann fährt man doch nicht nachts bei Starkwind durch eine kleine flache unbeleuchtete Rinne.

  5. #5
    Registriert seit
    04.06.2012
    Beiträge
    1.164

    Standard

    Zitat Zitat von skipklaus Beitrag anzeigen
    Wieso mussten die mit einem Schlauchboot gerettet werden? Hätten doch auch zu Fuss nach Hause gehen können?
    Die ganze Ecke ist unbebaut. Da sieht man nachts die Hand nicht vor den Augen, wenn es bewölkt ist. Und das Schiff hängt ja erst mal bei 1,20 oder 1,50 Tiefe fest. Es ist November, das Wasser hat 8 Grad oder so. Da müsste man durchs Wasser, mit heftiger Brandung und Strömung. Das würde man nicht überleben.

  6. #6
    Registriert seit
    14.03.2005
    Beiträge
    11.193

    Standard

    Zitat Zitat von Barracuda Beitrag anzeigen
    Wie kommt man denn auf die Idee, mit einer 19-Meter-Rennyacht durch das Molengatt zu fahren? Und auch noch bei 7 bft, Strom gegen Wind, nahe Niedrigwasser, ablaufend, und dann auch noch nachts, mit unbeleuchteten Tonnen?? Jeder einzelne dieser Punkte reicht, um nicht da dadurch zu fahren, weil viel zu riskant, aber alles zusammen ist das quasi vorsätzliche Strandung.
    .............
    .............
    .
    Da bin ich auch höchst gespannt,
    zumal eine andere Entscheidung auf der Hand liegt. Entlang der durch Seegang und Strömung recht anspruchsvollen Küste liegt eine Reihe von mächtigen Kardinaltonnen, denen man auch bei Ausfall der kompletten E-Navigation folgen kann. Geht man mit respektvollem Abstand um die S-Tonne auf E-Kurs bis ins tiefe Wasser des Schulpengatt, ist man am Schmitzbackes vorbei.
    Wenn die Rettungskräfte bei Niedrigwasser vor Ort waren, müsste diese Entscheidung ca. ein, zwei Stunden vor NW getroffen worden sein. In dieser Zeit wäre man bei einsetzender Flut am Eingang Schulpengatt gewesen. Der Weg nach den Helder oder Odeschild wäre dann für eine derart große Yacht ein Spaziergang, zumal die Welle durch die Sände strark gemäßigt ist.
    Sollte man sich etwa auf die minutiöse Genauigkeit der Plotternavigation verlassen haben?

    Entscheidend ist: Die Jungs sind im Trockenen! Warten wir auf den Bericht.

    Gruß Franz

  7. #7
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Barracuda Beitrag anzeigen
    Wie kommt man denn auf die Idee, mit einer 19-Meter-Rennyacht durch das Molengatt zu fahren?

    Genau bei dieser Frage fängt die Spekulation samt erhobenem Zeigefinger an !!!!







    Ob sie überhaupt durch das Molengat wollten ?

    Die bisher einzigen Fakten:
    --die Positionsangabe nach erster Grundberührung mit anschliessendem Wassereinbruch war ungenau
    --das Schiff strandete im Molengat auf Texels Strand

    Diese beiden Punkte reichen nicht für eine Analyse.
    Es sind etliche Szenarien möglich.

    Allein die Erwähnung " Molengat" ermutigt aber offensichtlich sehr viele zu weit hergeholten Spekulationen.
    Das ist weder gut , geschweige richtig.


    pogo
    Geändert von Ausgeschiedener Nutzer (05.11.2013 um 10:24 Uhr)

  8. #8
    Registriert seit
    17.12.2006
    Beiträge
    129

    Standard

    Hier die Pressemitteilung der Eigner
    http://www.nordic-hotels.com/angebot...ue-segelyacht/

    Gruß
    Dieter

  9. #9
    Registriert seit
    23.03.2007
    Ort
    Zentrum von Deutschland
    Beiträge
    4.884

    Standard

    sehr aufschlussreich, die Pressemeldung.

    da wären jetzt noch diverse Fragen offen....

    nicht nur wegen des Strandungsortes.
    4 Mann, um diese Jahreszeit, da oben ? - Überführung ?
    mit anscheinend unqualifiziertem Personal ?

    mal sehn, was noch kommt.
    Von der Hotelkette wohl nicht viel.
    Wäre schlechte Werbung

    QUERULANT = https://blog650.wordpress.com
    HORIZONTE = https://blog35215.wordpress.com

  10. #10
    Registriert seit
    04.06.2012
    Beiträge
    1.164

    Standard

    Zitat Zitat von pogo Beitrag anzeigen
    Genau bei dieser Frage fängt die Spekulation samt erhobenem Zeigefinger an !!!!
    Ich bezog sich auf die Aussagen der KNRM, die ja die Rettung durchgeführt und mit der Crew gesprochen hat. Die KNRM hat als (zumindest vorläufige) Unglücksursache die falsche Routenwahl angegeben.

    Wo ist da die Spekulation, Pogo?

Ähnliche Themen

  1. Der Schuss ging nach hinten los
    Von Ausgeschiedener Nutzer im Forum Klönschnack
    Antworten: 23
    Letzter Beitrag: 03.08.2013, 19:53
  2. Regatta: Abkürzung DPIi
    Von coogor im Forum Seemannschaft
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 28.09.2010, 10:39
  3. Rote Hose
    Von 3athlet im Forum Klönschnack
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 07.12.2009, 19:24
  4. Hose zum segeln
    Von U_47 im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 05.05.2005, 23:04

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •