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  1. #31
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Nochmal, [...] Der Gesetzestext sagt nix darüber aus, ob die Daten kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssen....$
    GeoZG § 11 Allgemeine Nutzung;
    (2) Geodaten und Metadaten sind über Geodatendienste für die kommerzielle und nicht kommerzielle Nutzung geldleistungsfrei zur Verfügung zu stellen...

    Was das nun genau für das BSH bedeutet kann sicher das BSH am besten kommentieren... ich hab eine freundliche Mail geschrieben und schau mal was die meinen :-)

  2. #32
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    Zitat Zitat von VoidPointer Beitrag anzeigen
    GeoZG § 11 Allgemeine Nutzung;
    (2) Geodaten und Metadaten sind über Geodatendienste für die kommerzielle und nicht kommerzielle Nutzung geldleistungsfrei zur Verfügung zu stellen...

    Was das nun genau für das BSH bedeutet kann sicher das BSH am besten kommentieren... ich hab eine freundliche Mail geschrieben und schau mal was die meinen :-)
    Klasse ! Da bin ich mal gespannt, was die antworten !!

  3. #33
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    Es gibt dazu sogar eine Richtlinie wo die ENC explizit als vom Geozg betroffene Daten drin stehen! Ich habe beim BSH unter Hinweis auf die Richtlinie angefragt, ich habe auch beim DSV angefragt der wiederum beim BSH. Das BSH sagt: Die ENCs seien keine Daten, sondern ein "Produkt". Die Richtlinie interessiert sie nicht, man wolle mit dem Ministerium in Verbindung treten und die Richtlinie ändern lassen.

  4. #34
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    Zitat Zitat von cat rig Beitrag anzeigen
    Es gibt dazu sogar eine Richtlinie wo die ENC explizit als vom Geozg betroffene Daten drin stehen! Ich habe beim BSH unter Hinweis auf die Richtlinie angefragt, ich habe auch beim DSV angefragt der wiederum beim BSH. Das BSH sagt: Die ENCs seien keine Daten, sondern ein "Produkt". Die Richtlinie interessiert sie nicht, man wolle mit dem Ministerium in Verbindung treten und die Richtlinie ändern lassen.
    Die angesprochene Richtlinie ist übrigens diese hier: http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Do...ublicationFile
    Die ENCs vom BSH werden auf Seite 13 unter Punkt 3.3. aufgeführt.

    PS. Ich muss auch mal bei Gelegenheit mit dem Finanzministerium in Verbindung treten und die eine oder andere Richtlinie ändern lassen :-)
    Geändert von VoidPointer (28.11.2013 um 15:08 Uhr)

  5. #35
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    Genau die. Juckt aber das BSH null die Bohne.

  6. #36
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    Und hier nun die Antwort vom BSH:

    Das BSH produziert S-57 Daten (ENC) für die Berufsschifffahrt innerhalb der EEZ.
    Dies ist international so geregelt. Die amtlichen ENC der nationalen HOs werden
    zum Regionalzentrum (RENC) nach Taunton (UK) gesandt.
    Dort wird das „Puzzle“ zu einem gesamten Datensatz zusammengefasst und
    nach einer Endprüfung der Daten verschlüsselt (siehe Anlage) dem Vertrieb übergeben.

    Sie könnten diese verschlüsselten Daten dann in einer unserer Vertriebsstellen erwerben.
    http://www.bsh.de/de/Das_BSH/Organis...llen/index.jsp

    Der von Ihnen zitierte Gesetzestext bezieht sich auf Geodaten.
    Hiervon sind Produkte, wie die ENC, ausdrücklich ausgeschlossen.
    Ich würde jetzt noch mal fragen wo denn dieser ausdrückliche Ausschluss zu finden ist, aber es scheint halt genau so zu sein wie cat rig auch schon geschrieben hat...

    LG,
    Lars

  7. #37
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    Das BSH muss für seinen Haushalt auch Einnahmen erwirtschaften. Ist doch beim DWD nicht anders, die Basisdienste sind (für den Nutzer) kostenlos, alles was darüber hinaus geht, kostet Geld.

  8. #38
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    Zitat Zitat von VoidPointer Beitrag anzeigen
    Und hier nun die Antwort vom BSH:
    Ich würde jetzt noch mal fragen wo denn dieser ausdrückliche Ausschluss zu finden ist, aber es scheint halt genau so zu sein wie cat rig auch schon geschrieben hat...
    LG,
    Lars
    Das ist ein juristischer Winkelzug : die Geodaten (Rohdaten) sind vielleicht kostenlos zu haben, aber nicht verwendbar (datenformate etc.). Wenn diese Geodaten nun in ENC's umgewandelt werden, wird aus den kostenlosen Geodaten nun ein Produkt, das man verkaufen kann. Der Staatsbetrieb generiert Einnahmen, der Bund kann den Etat dementsprechend reduzieren, der Steuerzahler spart Geld............
    Das kann man ändern, in dem man vor einem Verwaltungsgericht auf die kostenlose Herausgabe der ENC-Daten unter Berufung auf die oben genannte Richtlinie klagt, was nicht kostenlos sein wird.....

  9. #39
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    Ich hab auf's Nachfragen noch mal eine detailliertere Anwort bekommen - Im Grunde scheint es darauf herauszulaufen, dass das BSH nicht der "Eigentümer" aller in die ENCs einfliessenden Daten ist. In Fällen, wo die Daten den Bundesländern gehören würde ich annehmen, dass diese eigentlich auch unter die selbe Regelung fallen müssten. Was dann mit den anderen Daten aus der "Privatwirtschaft" ist, wäre natürlich so eine Sache... Hier einfach mal die Erläuterung:
    [...]
    Selbstverständlich sind ENC auch Geodaten. Da haben Sie vollkommen Recht.
    Ich bezog mich auf das Geodatenzugangsgesetz.

    Mit Bezug auf die Ihre Anfrage möchte ich Ihnen hiermit die Anwendung des Geodatenzugangsgesetzes, das die Richtlinie 2007/2/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. März 2007 zur Schaffung einer Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft (INSPIRE-Richtlinie) umsetzt, auf die Geodatenbestände des BSH erläutern.

    Die Anwendbarkeit des im November 2012 novellierten Gesetzes auf die vom BSH erhobenen Geodatenbestände ist durch die Bestimmungen des §4 (1) 1-4 GeoZG gegeben. Das BSH stellt für diese Daten mit seinem Geodatendienst „GeoSeaPortal“ einen kostenfreien Zugang bereit, der derzeit noch auf die Anzeigemöglichkeit der enthaltenen Informationen auf Bildschirmen beschränkt ist. Die betroffenen Datenbestände sind thematisch und quantitativ sehr umfangreich. Die Bereitstellung von Download-Diensten für diese Daten befindet sich derzeit in der Konzeptionsphase und wird voraussichtlich bis Ende 2014 für alle Datenklassen umgesetzt sein. Im Vorgriff auf die erforderlichen Modifikationen des GeoSeaPortals werden ab sofort Tiefendaten kostenfrei durch direkte Übertragung an die uns bekannten Bedarfsträger und auf Nachfrage abgegeben. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Herrn Jürgen Monk (juergen.monk@bsh.de). Das Entgeltverzeichnis des BSH wird entsprechend laufend angepasst.

    Im Rahmen seiner gesetzlichen Aufgaben stellt das BSH darüber hinaus aggregierte Datenprodukte her, die nicht von der INSPIRE-Richtlinie erfasst werden. Dabei handelt es sich insbesondere um die digitalen Seekartendaten „Electronic Navigational Charts“ (ENCs), für deren Erstellung sich das BSH im großen Umfang weiterer Geodaten Dritter bedient.

    Die kartographierten Inhalte einer ENC stehen nur teilweise in Bundeseigentum. Viele Anteile basieren auf den Angaben von Einrichtungen der Bundesländer bzw. stehen im privaten Eigentum, z.B. für Hafenanlagen und Offshore-Einrichtungen. Diese Daten werden dem BSH mit der Zweckbindung der Veröffentlichung in digitalen und gedruckten Seekarten überlassen.

    Diese im Rahmen des Novellierungsverfahrens des GeoZG vom BSH vertretene Position hat das BMU als federführendes Ressort in einer Klarstellung bestätigt. Auf dieser Grundlage behält das BSH weiterhin sein durch internationale Vereinbarungen fixiertes Vertriebs- und Lizenzierungssystem für digitale Seekartendaten bei und wird für Geodaten, die nicht unter das GeoZG fallen, auch weiterhin Lizenzverträge abschließen.

    Das BSH wird seine sich aus der Novellierung des Geodatenzugangsgesetzes ergebenden Verpflichtungen zur unbeschränkten Abgabe von INSPIRE-konformen Daten für die Datenanteile von ENCs nachkommen, für die

    a) das BSH die Referenzversion bereithält (GeoZG §4, Abs. (3)), und
    b) die im Bundeseigentum stehen (GeoZG §4, Abs. (4)).

    Dafür werden zukünftig folgende Datensätze INSPIRE-konform über die Geodateninfrastruktur des BSH bereitgestellt werden:

    · Seegrenzen,

    · Geographische Bezeichnungen,

    · Verkehrsflächen, Schutzgebiete und Seezeichen,

    · Vermessungsdaten,

    · Unterwasserhindernisse (mit Beschränkungen auf die Gefährdung der Überwasserschifffahrt),

    · Küstenlinie.

  10. #40
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    Standard Ein wesentlicher Aspekt fehlt bei allen Beiträgen

    Zitat Zitat von VoidPointer Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    Amerikanische Seekarten sind über das Internet in elektronischer Form frei zugänglich (http://www.nauticalcharts.noaa.gov/m...artViewer.html) Sowohl zum Online anschauen als auch der Download der vollen ENC Dateien zur Nutzung in beliebiger Software (oder Kartenplottern).
    Die Logik dahinter ist, soweit ich weiss, dass ja NOAA durch (Amerikanische) Steuergelder finanziert wird und die Karten daher der Öffentlichkeit gehören die die Erstellung bezahlt hat (Public Domain) (Das gilt praktischer Weise auch für die US INT 1: http://www.nauticalcharts.noaa.gov/m...1/ChartNo1.pdf)

    Das BSH wird ja nun auch durch Steuergelder finanziert, leider gibt es dort aber keine öffentliche Verfügbarkeit der elektronischen Karten. Diese werden nur über Drittanbieter verkauft.

    Weiss jemand wieso das so ist? Ist der Verkauf der Karten Teil der Finanzierung des BSH? Gute Lobbyarbeit der Verlage? :-)

    LG,
    Lars
    ----------------------------------
    Neben den ganzen Argumenten (teilweise richtig und sachlich - manche nicht hilfreich da unsachlich) fehlt ein wesentlicher Aspekt. Die amtlichen elektronischen Seekarten (ENCs) sind Bestandteil des weltweiten Netzwerks von ENCs unter Regie der IHO. Der Vertrieb dieser Daten wurde von der IHO so konfiguriert, dass er über regionale Centren (RENCs) abgewickelt wird. In Europa gibt es zwei: das IC-ENC in UK und PRIMAR in Norway. Die Mitgliederstaaten produzieren amtliche ENCs nur in den AWZ. Es ist eine der Aufgaben der RENC die Datenpuzzle zu einem lückenlosen Datenbild zusammenzufügen. Der Preis der ENCs für den Endkunden, ergibt sich auch aus dem Aufwand des RENC. Eine kostenfreie Abgabe von ENCs wäre also nur(!) im Rahmen internationaler Regelungen über die Regionalzentren und die IHO Mitglieder möglich. Dass die Amerikaner hier ihre eigene Suppe kochen - das kann nicht verwundern - ist aber nicht Maßstab für das durch die IHO eingeführte kostenpflichtige Vertriebssystem. Der deutsche Staat hätte unabhängig von diesen internationalen Verbindlichkeiten kein Problem damit die ENCs kostenfrei abzugeben - der Beweis? - die Inland-ENCs sind frei verfügbar über ELWIS downloadbar.

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