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  1. #11
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    Moin,

    Seekarten dienen einer verschwindenden Minderheit - warum sollten die aus Steuermitteln vollfinanziert werden?
    Würde man diesen Anspruch weiter multiplizieren, klettern unsere Steuern ins dorthinaus - das Gequake wäre genausogroß.
    Letztendlich müssen Seekarten bezahlt werden - entweder von deren Usern oder wenn die sich von der Allgemeinheit aushalten lassen wollen, eben vom Rest der Nation (natürlich nur von denen, die Steuern zahlen - die Mehrheit der segelnden Pensionäre kriegt sie für lau; ist das der Hintergrund? - ok war ein Witz -). Welche Belege habt Ihr denn für die These "doppelt bezahlen"? Und woher wollt Ihr wissen, dass es sich nicht nur um eine schnöde Teilkostendeckung handelt?

    Gruß Andreas

  2. #12
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    Zitat Zitat von Andreas120 Beitrag anzeigen
    die Mehrheit der segelnden Pensionäre kriegt sie für lau; ist das der Hintergrund? - ok war ein Witz -)
    Off Topic: Pensionen werden voll versteuert (Renten teilweise).

  3. #13
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    @andreas120. Stimmt nicht ganz. Die logische Konsequenz ist nicht, dass die Steuern erhöht werden sondern die staatliche Leistung nicht erbracht wird.

    Die öffentliche Bereitstellung staatlicher Informationen ist in den USA halt Standard. Sieht von außen prima aus ("wurde ja aus Steuergeldern schon bezahlt") hat aber den Nachteil, dass dann eine öffentliche Leistung nur erbracht wird wenn dazu ein politischer Beschluss gefasst wurde. Sonst muss sie komplett privat finanziert werden.

    Seekarten sind ein prima Beispiel! gibt es kostenlos zum Download. Feuerwehr ist ein schlechtes: wenn du deinen Beitrag nicht vorab zahlst wir dann eben bei dir nicht gelöscht.

    Darum gibt es bei uns eine Mischfinanzierung öffentlicher Leistung. Ich halte sie trotzdem für besser, auch wenn jeder von uns für Dinge zahlt, von denen er gerade mal nichts hat.....

  4. #14
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    Zitat Zitat von Andreas120 Beitrag anzeigen
    Seekarten dienen einer verschwindenden Minderheit - warum sollten die aus Steuermitteln vollfinanziert werden?
    Du übersiehst dabei, daß auch die Berufsschiffahrt auf Seekarten angewiesen ist. Den volkswirtschaftlichen Schaden, wenn kein Tanker oder Containerschiff mehr einen deutschen Hafen anlaufen könnte, will ich mir gar nicht vorstellen.

    Betriebswirtschaftlich betrachtet ist sicher korrekt, die Nutzer an den Kosten direkt zu beteiligen, aber ein Staat kann halt nunmal nicht nur nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt werden.

    Die Nutzung der Seekarten durch uns Sportschiffer ist doch eher ein Abfallprodukt, wenn man mal von den Sportbootkarten-Verlagen DK und NV absieht.
    Michael
    http://www.sioned.de

  5. #15
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    Ich finde die die Idee der Mischfinanzierung nicht unbedingt abwegig. Ich glaube was mich wurmt ist die gefühlte Intransparenz dabei: es ist nicht klar, wie viel der Arbeit des BSH durch Lizenzierung des Kartenmaterials finanziert wird und welcher Anteil aus steuern kommt - vielleicht ist das aber veröffentlicht (muss ich noch mal suchen).

    Desweiteren verzerrt die Tatsache, dass das Kartenmaterial nur über Drittanbieter verfügbar ist den meiner Meinung nach den Markt. Ich muss um an die Daten zu kommen zu einem BSH "Partnerunternehmen" gehen und die wollen mir natürlich auch gleich noch ihren ihren "Mehrwert" verkaufen. Noch eine Intransparenz: was kostet dem Partner die Lizenz und für wieviel werden die Kartendaten weiterverkauft?

    Wenn ich eine Software entwickeln wollen würde, die mit elektronischen Seekarten arbeitet, dann muss ich entweder selber das Material bei einem BSH partner lizensieren oder meine Nutzer müssen das Material von einem Drittanbieter kaufen. Der will dann natürlich auch daran verdienen usw...

    Ok. "Verzerrung" ist vielleicht überspitzt, aber es ist dennoch eine dieser für den Endverbraucher extrem ineffizienten Wertschöpfungsketten in denen eigentlich unnötige Zwischenhändler fleissig mitverdienen ohne eine wirkliche Leistung zu erbringen.

  6. #16
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Hatten wir nicht neulich schon einmal so einen " Krümelkackerthread" ?

    pogo

  7. #17
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    Zitat Zitat von VoidPointer Beitrag anzeigen
    Ich finde die die Idee der Mischfinanzierung nicht unbedingt abwegig. Ich glaube was mich wurmt ist die gefühlte Intransparenz dabei: es ist nicht klar, wie viel der Arbeit des BSH durch Lizenzierung des Kartenmaterials finanziert wird und welcher Anteil aus steuern kommt - vielleicht ist das aber veröffentlicht (muss ich noch mal suchen).

    Desweiteren verzerrt die Tatsache, dass das Kartenmaterial nur über Drittanbieter verfügbar ist den meiner Meinung nach den Markt. Ich muss um an die Daten zu kommen zu einem BSH "Partnerunternehmen" gehen und die wollen mir natürlich auch gleich noch ihren ihren "Mehrwert" verkaufen. Noch eine Intransparenz: was kostet dem Partner die Lizenz und für wieviel werden die Kartendaten weiterverkauft?

    Wenn ich eine Software entwickeln wollen würde, die mit elektronischen Seekarten arbeitet, dann muss ich entweder selber das Material bei einem BSH partner lizensieren oder meine Nutzer müssen das Material von einem Drittanbieter kaufen. Der will dann natürlich auch daran verdienen usw...

    Ok. "Verzerrung" ist vielleicht überspitzt, aber es ist dennoch eine dieser für den Endverbraucher extrem ineffizienten Wertschöpfungsketten in denen eigentlich unnötige Zwischenhändler fleissig mitverdienen ohne eine wirkliche Leistung zu erbringen.
    Nun komm mal von Deiner Klagemauer weg ! Die Datenformate des BSH sind in Fachzeitschriften veröffentlicht, ebenso die BA und SHOM- Formate. Dann ist es halt so, aber damit ist ja bekanntlich so mancher "Softwareentwickler" hoffnungslos überfordert, man muss sich halt mal mit dem BSH in Verbindung setzen und höflich anfragen, ob und unter welchen Konditionen man die Kartendaten bekommen kann. Was daran so schwer sein soll, begreif ich nicht !
    Die "Mischfinanzierung" kann man im Jahresbericht des BSH nachlesen, wenn man denn wirklich daran interessiert ist. Auch hier kann man man beim BSH anfragen, wo man den Jahresbericht findet und wie man an die Bilanz herankommt.

  8. #18
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    Also, das jemand der die Daten hat auch weiss wie man sie verarbeitet, kann man mal unterstellen. Ansonsten driftet das ins komplett sinnlose ab.

    Ums "Klagen" sollte es wirklich nicht gehen. - tut mir wirklich leid wenn das so rüber kam. Ich finde es einfach bemerkenswert das mit dem Thema halt so unterschiedlich umgegangen (DE/USA) wird - und finde es ganz interessant darüber ein paar Infos und Meinungen von anderen zu lesen...

  9. #19
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    @voidpointer

    das ist auch auffallend anders, aber das sind nun einmal die grundsätzlichen Unterschiede zwischen D (bzw Europa) und den USA.

    Hier wird der Staat mit seinen hoheitlichen Aufgaben grundsätzlich erstmal akzeptiert (und dann wird diskutiert, was genau dazu gehört, wie die Briefträger, die früher Beamte waren und heute eben keine mehr sind), darum zahlst du auch Geld, wenn du dir beim DWD einen Wetterbericht bestellst.
    Dort in den USA gibt es die grundsätzliche Haltung, dass der Staat sich aus möglichst vielem raushalten soll, darum darf er kein Geld erheben, wenn etwas durch schon Steuern finanziert wird. Dann gibt's eben auch mal was umsonst (darum funktioniert vieles andere nicht).
    Die Welt ist eben unterschiedlich.

  10. #20
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    Eine interessante Frage. Ich möchte hier einmal eine Einwurf machen den ich zwar nicht beweisen kann (bin kein Jurist) aber vielleicht liege ich ja richtig. Wenn nicht, dann lasse ich mich durchaus gern eines Besseren belehren.
    Ich würde postulieren, dass die Bundesrepublik zumindest in ihrem Hoheitsgebiet, genau die gleichen Kartendaten erheben und auswerten würde, auch wenn kein einziges Sportboot auf Nord und Ostsee fahren würde. Und zwar aus zwei Gründen.
    Zum einen vermute ich, dass die Bundesrepublik dazu aus rechtlichen Gründen verpflichtet ist um die Sicherheit des Berufsverkehrs zu gewährleisten, evtl. sogar auch durch internationale Vereinbarungen.
    Zum zweiten wird das Militär auf gar keinen Fall auf solche Daten verzichten. Eine Invasion der Russen ist zwar unwahrscheinlich geworden, aber es wird trotzdem darauf bestehen.
    Die Sportbootfahrer währen also nicht der Grund für diese Arbeit, sie sind nur leicht greifbare Kostenträger.
    Und da sind die Amis, welche ja sonst nicht gerade des Sozialismus verdächtig sind, eben an dieser Stelle konsequenter. Wenn der Staat etwas sowieso tut, dann soll jeder Staatsbürger davon profitieren können.
    Mit besten Empfehlungen
    Geändert von steggano (27.11.2013 um 20:58 Uhr)

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