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  1. #1
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    Standard Mittelmeer - Nordsee. Zurück nach Deutschland

    Ahoi und frohes neues Jahr,

    ich würde gerne dieses Jahr mein 33 Fuss Segelboot, Tiefgang 1,65 m aus Griechenland nach Deutschland zurückholen.

    Da ich bisher fast ausschließlich Informationen über die entgegengesetzte Richtung gefunden habe, versuche ich es mal über dieses Forum.

    - Welche Jahreszeit ist für eine Ost-West Durchquerung des Mittelmeers optimal?

    - Welche Route würdet Ihr für eine Reise mit Kindern (2 und 6 Jahre) empfehlen? (D.h. hauptsächlich Tagesetappen)
    Ich überlege wie man die Tour aufteilen könnte, um evtl. auf Etappen ohne Kinder Strecke zu machen. Dann wäre aussen rum zumindest eine Option.

    - Woher bekomme ich die nötigen Informationen über die Kanalroute(n) Mittelmeer-Nordsee (z.B. Wassertiefen, Fließgeschwindigkeiten, Kosten, minimale reine Fahrtzeit inkl. Schleusen...etc)?

    - Wo kann man auf den Wasserstraßen das Boot günstig und sicher für ein paar Wochen (im Wasser) oder ein paar Monate (dann evtl. an Land) parken?

    - Welche Literatur würdet Ihr empfehlen.

    Ich freue mich über alle nützlichen Tips und Informationen.

    Stephan

  2. #2
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    Mit Tagesetappen dauert das sehr sehr lange. Ungefähr dreimal länger als wenn Du durch segelst, aber auch nur wenn Du lange Tagesetappen machst, die "Abkürzungen" z.B. durch die Biskaya nicht mitgerechnet.

    Evtl. wäre aber auch die Tour durch die französischen Kanäle eine Alternative? Rhone rauf und dann entweder zum Rhein oder nach Belgien.

  3. #3
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    Hallo Stephan,

    hier Infos von ADAC: http://www.adac.de/_mmm/pdf/Merkblat...meer_57398.pdf

    hoffe, einiges ist auch für dich dabei.

    Ibo

  4. #4
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    Standard

    Hallo Ibo,

    danke für die Antwort.
    ich kann den Link leider nicht öffnen - keine Ahnung woran das liegt...

    Gruß

  5. #5
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    Hallo, über die Teilstrecke Marseille-Frankfurt-Bamberg-Nürnberg kann ich Dir was sagen. Für die Durchquerung Frankreichs brauchst Du das Handbuch "Binnengewässer Frankreichs", Edition Maritim, + Einzelflußkarten Rhone, Saone, Rhein-Rhonekanal. In DE weiter die Einzelkarten entsprechend Deinem Ziel. Ist dann zwar etliches doppelt, ich würde trotzdem alles wieder nehmen. Ein Autonavi mit Openstreetmap bzw Openseamap ist äußerst hilfreich. Vor den "Sportbootkarten" von Wolfgang Banzhaf(Verlag Rheinschiffahrt), die ich für Main und Main-Donaukanal hatte, warne ich Dich. Erstens ist ein großer Teil der Infos veraltet, und wenn die Bücher nur ein bischen feucht werden, sind sie sofort gänzlich unleserlich. Tiefgang ist am Rhein-Rhonekanal am niedrigsten, 180cm mit etwas "Luft". In Frankreich ist Vignettenpflicht, also Frankreich möglichst in einem Rutsch. Wir haben die Reise (zwangsweise) unterbrochen im Stadthafen von Dole (weil der Urlaub zu ende war) und nochmal im Stadthafen von Mühlhausen, es ginge auch in Dannemarie. Den Rhein runter ist aufregend, raufwärts fast unmöglich.
    Die engen Schleusen am Rhein-Rhone-Kanal waren sehr schwierig zu fahren, weil man in der Schleuse das Schiff mit Maschine aufstoppen muß, dabei dreht der Radeffekt das Schiff weg->bumm, scratch. Die Schleuse stört das wenig. Runterwärts kann der Rudergänger die Schleusenmauer nicht sehen, er muß blind fahren, oder einen guten Einweiser haben.
    Dieser Teil ist für Kinder gut geeignet, es gibt immer was zu sehen (und in den vielen Schleusen was zu tun). Wenn man die 150 Schleusen hinter sich hat, kann man es, allerdings sind dann die Kratzer schon drin. Ich habe in Erlenbach/Main überwintert, weil in DE die Sportboothäfen im Winter bis auf wenige Ausnahmen geschlossen sind, und man muß in Kanälen für jede Nacht einen Hafen haben (Ankern verboten), an den großen Flüssen gibt es auch ein paar Stellen, wo man Ankern kann.
    Ich habe die Reise unter großem Zeitdruck unternommen, wenn man mehr Zeit hat, ist es richtig vergnüglich.
    viele Gruße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  6. #6
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    Zitat Zitat von der Alte Beitrag anzeigen
    Hallo Ibo,

    danke für die Antwort.
    ich kann den Link leider nicht öffnen - keine Ahnung woran das liegt...

    Gruß
    googeln: adac mittelmeer -> ist eine pdf-datei

    ibo

    (kann dir die datei auch per mail senden (1,4MB))
    Geändert von ibo (03.01.2014 um 12:31 Uhr)

  7. #7
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    @ sucher: Vielen Dank, das klingt ja auf jeden Fall sehr spannend.
    Ich habe auch gelesen, dass man z.T. durch kilometerlange Tunnel fährt.
    Das Buch ist auf jeden Fall gekauft.

    @ Ibo: Die ADAC Seite konnte ich sogar auch noch aufrufen. Auch sehr hilfreich. Danke.

    Gestern haben wir überlegt, ob die Route über den Kanal du Midi und den englische Kanal nicht Vorteile hat.
    Erst durch das Mittelmeer segeln, dann Mast legen und wochenlang Motorboot fahren und dann Reise zu Ende...?
    Das wirft natürlich ganz neue Fragen auf...

    Für alle, die auf der Suche nach ähnlichen Infos sind: Auf

    www.vfn.fr

    kann man Vignetten für die französischen Kanäle online kaufen und erhält Informationen welche Kanalabschnitte wegen Instandsetzungsarbeiten in welchem Zeitraum gesperrt sind.


    Für alle nützlichen, praktischen Infos bin ich weiterhin dankbar!!!

  8. #8
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    Hallo Alter, das mit den Tunnels schaut im wirklichen Leben etwas anders aus (am Rhein-Rhonekanal sind zwei): sie sind nur wenige 100m lang, und wenn überhaupt nur spärlich beleuchtet. Gleichzeitig ist die Kanalbreite auf das Nennmaß verengt, wie in den Schleusen und etlichen Brückendurchfahrten. Der Rudergänger schwitzt Blut und Wasser, weil er fast nichts sieht, und trotzdem schnell fahren möchte, denn man möchte nicht im Tunnel übernachten. Sicher, es ist ein einmaliges Erlebnis, aber einmal reicht!
    Die Vignette für Frankreich würde ich erst kaufen, wenn wirklich klar ist, wann die Grenze nach Frankreich überquert wird. Es gibt an den Eingangspforten in das Franz. Kanalsystem Verkaufsstellen, wo man das auch bar bezahlen kann.
    Es gibt unendlich viele Gründe für Verzögerungen, man muß auch damit rechnen, daß mal eine Schleuse kaputt ist (weil einer gegen das Tor gefahren ist), und man Tage warten muß, bis es weitergeht.
    Noch ein Wort zur Kommunikation: An den großen Schleusen, wo es auch Berufsschiffahrt gibt, darf man erst nach ausdrücklicher Aufforderung durch das Schleusenpersonal einfahren. Grünes Licht allein reicht nicht!!!. Die zugehörige Kommunikation geht natürlich am einfachsten über Binnenfunk. Man meldet sich an, sobald man das Schild mit der Kanalnummer sieht. Hat man keinen Binnenfunk (in DE UBI!), so geht das auch per Telefon. In FR steht die Nummer so an der Schleuse, daß man sie aus der Ferne per Fernglas lesen kann, in DE ist das schwieriger, die Nummern in Handbuch und Karte stimmen meist nicht, angeschrieben sind sie auch nicht, und wenn, dann ganz klein irgendwo am Anleger. Also vorher recherchieren (die Nummern im Handbuch Binnenschiffahrtsfunk Ausgabe 2013 vom WSV sind übrigens auch falsch).
    Nachdem ich in diesem Thread und auch noch in einem anderen sehr viel Interessantes gelesen habe, noch Folgendes: Zum Festmachen in den großen Schleusen Ist eine Mittelklampe vorteilhaft, also eine feste, wirklich stabile Klampe möglichst genau auf der halben Schiffslänge in der Nähe der Bordwand. Hatte ich nicht, und habe ich bisher auch nicht gesehen. An meinem Schiff wäre die Umlenkrolle für die Genuaschoot eine Möglichkeit gewesen, aber die Kräfte können so stark sein, daß es die zugehörige Schiene herausreißt. Ich habe stattdessen die Winschen für die Genuaschoot genommen, die sind zwar etwas zu weit achtern, erschienen mir aber sehr viel stabiler.
    Fenderbretter: Man besorge sich im Baumarkt zwei lange, breite Bretter oder Tafeln aus billigem Material, möglichst lang 1/2 bis 2/3 Schiffslänge. Die Breite sollte von der Wasserlinie bis zur größten Schiffsbreite reichen. Mit Stropps durch Bohrungen die vorhandenen Fender daran befestigen. Das ganze wie einen großen Fender nach außenbords hängen, Brett nach außen Fender nach innen. Bei den kleinen Schleusen versagen die Fender leicht, denn bei Talfahrt ist der Wasserspiegel ist nur eine Handbreit unterhalb der Schleusenmauer. Hängt da nur ein einfacher Fender, so drückt es den weg und scratch.
    Transport der Masten: Für jemand, der gewohnt ist, mit stehendem Rigg zu fahren, hat das Schiff mit liegenden Masten eine sehr viel größere Beweglichkeit. Die Rollfrequenz ist so erhöht, daß selbst kleine Wellen zu erschreckendem Aufschaukeln der Rollbewegung führen. Alles was nicht wirklich fest ist, fliegt durch die Gegend. Normale Böcke für den Masttransport halten dieser Wechselbelastung nicht lange stand, leiern aus und brechen zusammen. Also Böcke für die Diagonalbelastung extra verstärken, wirklich kräftig! Für die Verzurrung LKW-Gurte mit Ratschen verwenden, als Fixpunkte die jetzt leeren Püttings nehmen. Damit das auch funktioniert, Schäkel für die Püttings vorhalten!
    Es gibt natürlich noch viel mehr zu sagen, ich höre jetzt willkürlich auf.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  9. #9
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    Habs gemacht

    Von Griechenland über Italien bis Port St. Louis. Dann Rhone hoch bis Port sur Saune.

    Überfahrt nach Italien und Süden von Italien, wenn dann nur sehr lange Tagesetappen.
    Wenige Häfen. Ev. Marina Roccella Ionica direkt von GR anlaufen.(kefalonien/zakyntos nach roccella)

    Wir sind der It. Küste hoch und dann über Elba, Capreia nach Frankreich.
    Richtung GR sind wir über Korsika, Sardinien und Sizilien

    Mast in Port St. Louis gelegt und dann die Rhone hoch.
    Rohne hat teilweise recht Strömung. haben da in den Schleusenkanälen teilweise nur noch 1-2 km/h gefahren. War aber auch nach dem nassen Frühling 2013.

    ab Lyon fährt es sich dann aber gut und hübsch.
    Saune ist dann sehr Hübsch mit wenig Strömung.
    dann weiter bis in den Rhein und D steht dir öffen.

    waren bis Elba mit einem Kind 1.5 Jahre unterwegs.
    Fluss mit 2 Kindern.(+ Baby)

    sonst frag mal nach..
    adriankaiser aat gmx.ch

  10. #10
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    Ich will segeln!
    Bin zweimal vom MM (Italien) über Gibraltar und Biscaya nach D. Ich würde es wieder so machen. Bei 6 Wochen ist auch Reserve, um einige Tage auf besseres Wetter warten zu können.
    Man kann das Boot auch mal für 1-2 Monate irgendwo lassen und eine Heimatpause einlegen. Alle 4-6 Tage einen halben Landtag, um Frischware einzukaufen.

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