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  1. #1
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    Standard Großschotführung Oceanis 311

    Moin aus Hamburg,

    Ich bin neue hier, dies ist also mein erster Tröt!

    Wir haben unsere Neptun 22 verkauft und werden diese Saison auf unserer "neuen" Oceanis 311 (Kielschwerter) die Elbe, Nord und Ostsee befahren. Das Boot ist für uns die Eierlegendewollmilchsau. Zumindestens fast. Etwas stört mich schon jetzt:

    Ich würde die Großschot gerne über ein Pad-Eye oder Traveler mit dem Cockpitboden (oder sonst wo) verbinden, um sie direkt unter Kontrolle zu haben. Die werkseitige Lösung neben dem Schiebeluk finde ich doof!

    Wenn hier jemand Erfahrungen mit einem solchen Umbau hat und qualifizierte Tipps geben kann würde ich mich sehr freuen.

    Liebe Grüße,
    Holger

  2. #2
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    Ich habe das gleiche Boot zwei Nummern größer (361) Meine hat allerdings einen Traveller und die Großschot geht auf eine Winde auf dem Kajütdach. Ich wollte das auch nicht anders haben. Macht in der Praxis keine Probleme. Die 311 hat m.W. keinen Traveller. Die Großschot von den Oceanisen ist i.d.R. etwas dürftig um sie aus der Hand zu fahren. Bei meiner müsste man da die Übersetzung ändern, d.h. länger übersetzen und gescheite Kugellagerblöcke nehmen. Die Frage ist ob man das verstellen in der Praxis auch macht, insbesondere wenn man keinen Traveller hat und sich dann beim fummeln an der Großschot jedes Mal den ganzen Trimm versaut.

  3. #3
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    Holger, ich bin da mehr bei Dir als bei catrig. Sprich mit Deinem Segelmacher, wenn das Boot schwimmt. Der sagt Dir, wad wie geht, besorgt Dir die richtigen Teile und zusammenbauen kannste es selbst. Pelikanhaken, Stückchen Schiene ,Auge aus Nirosta , usw. C.

  4. #4
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    Bei dem Boot würde ich mit definitv keinen Traveller in's Cockpit zimmern. Dafür ist da nämlich kein Platz. Man könnte ihn allenfalls auf die Sitzduchten schrauben, da kommt man von unten wegen der Innenschale aber nicht dran. Das ist Pfusch im Quadrat! Zwischen den Sitzduchten mit Winkeln befestigt ist er viel zu kurz und man kommt von innen auch nicht an die Schrauben.

    Allenfalls könnte man vor dem Schiebeluk einen montieren. Dafür sind bei meiner Montagepunkte in's Deck geformt und von innen gibt's entsprechende Deckel. Wenn die nicht da sind kann man keinen montieren mit vernünftigem Aufwand.

    Carsten: Das Boot ist kein Regattaboot wo man einer ständig am Traveller und der Schot spielt. Wer einen Traveller zum spielen im Cockpit haben will muss sich ein anderes Boot kaufen.

    Was ginge wäre eine andere Großschotführung unter Verwendung der vorhandenen Anschlagpunkte. So eine Variante in Richtung German Mainsheet mit guten Kugellagerblöcken und großer Übersetzung so dass man die Schot locker aus der Hand fahren kann. Zum belegen könnte man an die Kante diese Spinlock Klemmen machen, die gibt's auch drehbar. Damit könnte man dann die Schot aus dem Cockpit aus der Hand fahren. Kostet dann irgendwelche größeren deistelligen Beträge, ein paar Tage Arbeit und dann bedient das Ding keiner.

    Aber wirklich im Ernst: Wenn Dir die Großschot an dem Boot nicht gefällt, dann kauf' Dir das Boot nicht. Du wirst damit nicht glücklich. Kauf Dir ne kleine First. Da ist der Traveller sportlich im Cockpit, die Beschläge sind besser, die Segelfläche größer, der Tiefgang größer, das Boot insgesamt flotter. Hat halt nicht den Komfort von der Oceanis.
    Geändert von cat rig (28.01.2014 um 19:37 Uhr)

  5. #5
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    Zitat Zitat von Diebraunsens Beitrag anzeigen
    ...... Die werkseitige Lösung neben dem Schiebeluk finde ich doof!

    .....
    Mag sein, dass sie das auch ist, aber....
    Segle doch erst mal eine Saison mit der Dose so wie sie ist. Oft kommt es vor, dass man sich nachher mit "untragbaren" Lösungen arrangieren kann.
    Ein Traveller quer rüber macht zusammen mit dem Kampfstand einen Hindernisparcours aus der Plicht. Mur einen Balken stört weniger als man denkt aber zusammen mit der voluminösen Steuersäule möchte ich ihn nicht haben.
    Große Lösung: Radsteuerung über Bord und Pinne mit klassischem Traveller, oder
    kleine Lösung: Lass alles wie es ist.

    Gruß Franz

  6. #6
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    Cat rig, erstmal scheinst Du das Boot detailierter zu kennen. Also, die Idee mit German mainsheet ist echt nicht dumm. Das Teuerste daran sind wohl die zusätzlichen Winschen, aber wenn man bisschen guckt, findet man auch gebrauchte. Ich habe damals, als wir unser Schätzchen fanden, auch solange gesucht, bis mir die gewünschten 44er Harken st gebraucht vor die Linse liefen. Dann aber zack und kaufen. C.

  7. #7
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    Servus Holger,

    ich kann da meinen Vorrednern nur beipflichten: Die Großschoführung ist elementar nicht nur bezüglich der Konstruktion sondern auch im Zusammenhang mit der Bewohnbarkeit und Handhabung von Sprayhood, Bimini, Platz und Sicherheit in der Plicht etc.

    Ich habe viele Jahre eine Dufour 31 gefahren - die hat - zwar mit Traveler - auch die gesamte Schot-Mimik auf dem Aufbau und eine kleine Winsch. Gerade bei dieser Bootsgröße hat man deutlich mehr Wohnwert, wenn die Schot nicht im Cockpit ist. Ich hab nie einen Grund gesehn, das ändern zu wollen. Ich würde in Ruhe eine Saison mit der ursprünglichen Ausstattung segeln und überlegen,

    - brauchen das Boot und sein Skipper einen Traveler? Dann lässt sich sicher einer an den zwei bestehenden Punkten montieren.
    - muss der Rudergänger schnell und vollumfänglich die Großschot bedienen können? Dann kann man zwei kleine selbst holende Großschotwinschen hinter dem Fockschotwinschen auf dem Cockpitsüll montieren (German Main Sheet ähnlich)

    Nicht würde ich versuchen, die Oceanis den Neptun-Erfahrungen anzupassen, oder ein Fahrtenschiff zum Racer umzubauen.

    Gruß R.

  8. #8
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    Danke für eure Antworten!
    Auf jedenfall werden wir das alles erstmal testen wie es ist. Hätte ich ne reine Rennziege gewollt, hätten wir uns für ein anderes Boot entschieden. Allerdings habe ich im Netz Bilder gesehen mit nem Traveller auf dem Cockpitboden vor der Steuersäule. Ich denke die Schiene macht mehr Sinn um die Kräfte zu verteilen, als den Schlitten zu nutzen. Deswegen die Idee mit dem Pad-Eye als einzigen Fixpunkt. Was allerdings ne Verstärkung des Bodens nach sich ziehen würde...
    Wie auch immer, irgendwie sagt mir mein GEFÜHL, dass man die Großschot griffbereit haben sollte, vor allem bei mehr Wind. Um das Boot überwiegend aufrecht zu Segeln ist die Großschot neben der Windkante auch erste Wahl. . .also,es gibt schon Gründe ;-)

    Soweit so gut. Wenn noch wer weitere Anregungen hat egal in welche Richtung, weiter geht's . .

    LG

  9. #9
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    Standard

    Das mit der Windkante ist kein Problem. Wie die 311 segelt weis ich nicht. Bei meiner ist das so, dass es eine Lage gibt (da segelt sie schon ziemlich "schräg") wo sie optimal läuft, dabei ist das Ruder ca. 5° - 10° nach Lee gelegt. Bei dieser Lage kann sie aber auch noch eine Böh ab, ohne dass sie aus dem Ruder läuft. Mehr Lage bringt aber keinen Speed. Das hat zur Folge, dass man an der Großschot eigentlich nix machen muss, solange der Wind sich nicht dauerhaft ändert. Man trimmt das Boot auf optimale Lage mit etwas Reserve, das ist gleichzeitig die schnellste Variante, und macht bei ner Bö einfach garnix bzw. gibt etwas mehr Ruder.

    Die Großschot aus der Hand zu fahren bringt nur was, wenn man wirklich immer das maximale rausholen will. Wir reden hier aber von hundertstel Knoten in der Durchschnittsgeschwindigkeit und dann auch nur bei böhigem Wind. Auf Tour will sich das aber eigentlich keiner wirklich geben, schon garnicht bei Zweiercrew. Aber wie ich geschrieben hatte könntest Du auch bei Deiner Großschotanordnung aus der Hand fahren, wenn Du die Übersetzung verbesserst. Dann steht einer immer am Groß und trimmt sich einen ab und der andere am Rad und steuert die Böhen aus.

  10. #10
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    Ich würde auch erst mal noch etwas segeln.
    Vielleicht erst mal das bestehende System etwas auffrischen, bessere Blöcke und eine anständige Schot.

    Beneteau hat eigentlich immer sehr durchdachte Systeme, die sich einem manchmal erst nach einiger zeit offenbaren.

    Richtig eingeschoren ist die großschot aber?

    Ansonsten sehe ich das auch so, willst Du eine Rennzicke mit Traveller hätte die wahl eine Frist fallen sollen.
    Wer kann, kann auch mit einer Oceanis segeln! ;)

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