Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
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    Standard Laser-Nachfolger?

    Devoti will anscheinend das Einzelstück "Punk" in Serie bringen:

    http://www.youtube.com/watch?feature...&v=SacBcSjek8A

  2. #2
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    Sieht ganz interessant aus. Dass so ein Boot ein Nachfolger für den Laser als Regattaklasse wird, kann ich mir aber nicht vorstellen. Einhandboote die schicker und / oder besser trimmbar sind als der Laser, gibt es seit langem. D-One war bislang auch ein Schuss in den Ofen, jedenfalls hierzulande. Die Laserklasse lebt m.E. davon, dass die Boote einheitlich und relativ zu anderen Regattabooten immer noch billig sind, und nicht davon, dass der Laser ein so tolles Boot wäre. Deshalb ist es letztlich auch egal, wie viel schneller das neue Design ist. Warum hat es die beknackte Heckschotführung mit Leinen-Traveller und so einen tiefen Baum? Wohin die Materialschlacht mit Flügelmasten und Foliensegeln führt, sieht man beim Finn. Es erhöht v.a. gewaltig den Preis. Klar, wenn es one-design bleibt, wird es sicher etwas günstiger.

  3. #3
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    Tja, das ist wohl eine gute Zusammenfassung der Erfolgsaussichten.

    Ohne Flügel, Ausleger oder Trapez ist das aufrichtende Moment eines Einmannbootes aufgrund des sehr kurzen Hebels gering.

    => Entweder man wählt eine sehr kleine Segelfläche um die krängende Kraft zu reduzieren, oder man verschiebt den Segeldruckpunkt nach unten, um ihren Hebelarm zu reduzieren. Kleine Segelfläche macht langsam, das andere erfordert ein tiefes Unterliek. Der "Punk" hatte glaube ich ursprünglich einen Gabelbaum als kleinen Ausgleich.

    Die ursprüngliche Schotführung war sehr speziell, mal gucken wie die Serie wird.
    Zumindest ist das Cockpit so aufgeräumter und eine Traveller-Schiene ist heute ja nicht mehr angesagt.
    Speziell bei einem Einmannboot ohne Wanten, bei dem die Großschot extrem weit aufgefiert wird, ist es aber natürlich nett beim Halsen alle Parten gleichzeitig in die Hand nehmen zu können...

  4. #4
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    Für mich sieht die Devoti Zero etwas zu flach aus (besonders am Bug) und ein bisschen Skiff-like ohne ein Skiff zu sein. Eben eher wie ein Einzelstück. Alleine diese sehr abgerundete Rumpf-Deckverbindung sieht für mich irgendwie unhandlich aus. Ich glaube, als "Nebenherboot" zum Dickschiff wäre das nix für mich.

    Die neue RS Aero hingegen mag ich sehr leiden. Die hat glaube ich das gute vom Laser, aber das nervige Zeug wurde weggelassen. Die Schot macht vermutlich weniger Probleme. Auch der Baum ist eher auf Seniorenniveau...Gefällt mir!

    Holger

  5. #5
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    Standard RS Aero

    Ja, schick die RS Aero, aber warum nicht gleich OK-Jolle, sieht doch fast genauso aus. Gut, Leichtgewicht und vermutlich gestreckte Linien zum schnelleren Raumschotsfahren bei dem neuen Entwurf haben was für sich. Einheitsmasten sicherlich vom Preis gut. Aber es fehlt dann auch der Vorteil von OK, Finn, Europe, Contender, dass man das Material auf das Seglergewicht abstimmen kann und damit mehr Chancengleichheit erreicht. Und der Vorteil, dass die genannten funktionierende Regattaklassen sind.

  6. #6
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    Zitat Zitat von ElbeOderHavel Beitrag anzeigen
    Ja, schick die RS Aero, aber warum nicht gleich OK-Jolle, sieht doch fast genauso aus. Gut, Leichtgewicht und vermutlich gestreckte Linien zum schnelleren Raumschotsfahren bei dem neuen Entwurf haben was für sich. Einheitsmasten sicherlich vom Preis gut. Aber es fehlt dann auch der Vorteil von OK, Finn, Europe, Contender, dass man das Material auf das Seglergewicht abstimmen kann und damit mehr Chancengleichheit erreicht. Und der Vorteil, dass die genannten funktionierende Regattaklassen sind.
    Naja, da hast Du schon Recht, aber ich sehe das so: Ich würde das Boot nicht zum Regattieren (oder zumindest selten) benutzen. Verbreitung wäre also nicht so wichtig für mich. Immerhin gibt es drei verschiedene Segelgrößen bei der Aero. Für mich würde das reichen. Und gegenüber OK-Jolle (habe ich auch gerne gesegelt):
    - Einfaches Steckschwert
    - Viel mehr Platz im Boot (mehr Möglichkeiten für Längstrimm)
    - Höherer Baum
    - Grob halb so viel Gewicht auf der Rampe zu bewegen
    - Vermutlich mehr Formstabilität
    - Kein verdeckt laufendes Trimmgeraffel
    - Kein Holzdeck (okay, kommt auch mal bei der OK vor)
    - Teilbarer Mast
    - Effizienteres Segel

    Ich vermute, es gäbe noch mehr zu sagen.
    Mir gefällt einfach das Konzept als ganzes.

    Holger

  7. #7
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    Zitat Zitat von ElbeOderHavel Beitrag anzeigen
    Aber es fehlt dann auch der Vorteil von OK, Finn, Europe, Contender, dass man das Material auf das Seglergewicht abstimmen kann und damit mehr Chancengleichheit erreicht.
    Das war beim Laser auch kein Hinderniss, sich als erfolgreichste Bootsklasse durchzusetzen, zumal ja die drei unterschiedlichen Segelgrössen angeboten werden.

    Mit nur 30 kg Rumpfgewicht ist die Aero darüberhinaus leicht auf dem Autodach zu transportieren, was gegenüber den genannten Jollen ein enormer Vorteil ist.

  8. #8
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    Mehr Info:

    http://www.suntouched.co.uk/suntouchedsailboats_064.htm

    http://rssailing.com/uploads/files/0...pdf?1393581338



    Ich finde es interessant, dass sich nach all den Gennaker und/oder Trapez-Booten jetzt zwei wichtige Jollenhersteller diesem "Kernsegment" zuwenden.

    Wie schon bei X1/X0 und Devoti Icon fließen die Erfahrungen anscheinend jetzt zurück in länger bestehende Marktsegmente (Zweimannboot mit Spinnaker statt Gennaker, ohne Trapez, z.B. Pirat / Zweimannboot ohne buntes Segel und ohne Trapez / Einmannboot ohne buntes Segel, ohne Trapez, z.B. OK)

    Insgesamt Boote für kleinere Gewässer, die für viele die wöchentliche Realität sind.

    Es ist sicherlich nicht einfach, ein Boot auf den Markt zu bringen, dass preislich nah am Laser bleibt und doch in mehr als einem Bereich deutlich verbessert ist.


    Der Contender war ja auch mal neu und musste gegen die "Etablierten" antreten...

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