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  1. #91
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    Mike:
    "doch, wenn man das prinzip begriffen hat,
    erstens muss man nicht gleich um die ecke flüchten,
    zweitens hat der anker bei entsprechender einstellung einen geringen widerstand,
    man kann ihn also auch schnell einholen

    im übrigen ist jede situation auf dem meer eine andere,
    das macht ja ua. den reiz des segelns aus,
    der erfahrene skipper hat die sache zu beobachten,
    um dann eine der situation adäquate entscheidung zu treffen,
    zb,
    - ab wann werfe ich den anker,
    - welche strecke fahre ich
    - wann hole ich den anker wieder ein,
    - was macht der rest der crew in der zeit
    - wie ist der wind
    - wie ist die strömung
    usw."

    Ich will mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, weil ich selbst so eine Situation noch nicht hatte und die Beschreibung nur aus dem Buch s.o. kenne.
    Aber erinnert Euch mal an die Kenterung der Hippopotamus (Sönke und Judith Roever) in Südafrika:

    ... erreichen schließlich die Einfahrt zur Lagune von Knysna.

    Dort werden wir von einer Grundsee überrascht (Fotomontage).

    Wir geraten quer vor die Welle, da wir einen Strömungsabriss ...

    ... am Ruder haben und kentern (110 Grad auf der Seite).

    Zitate aus "1200 Tage Samstag", http://www.hippopotamus.de/index.htm

    ...Geraten quer vor die Welle... ist der entscheidende Satz. Ich denke, das muss man verhindern, wenn man nicht kentern will. Ob der Treibanker bei so einer Grundsee geholfen hätte, weiss ich natürlich auch nicht.

  2. #92
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    "geraten quer vor die welle" klingt immer als wärs schicksal,

    wann oder wer entscheidet denn die richtung in der das schiff quer schlägt???

    und im sinne der seemanschaft: der meiste schaden auf hippothamus entstand durch eindringendes wasser des unverschlossenen niedergangs.... wenigstens das könnte man aus diesen vorfällen versuchen zu lernen

  3. #93
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    Standard

    Wilfried Erdmann hat auf seiner Resie Gegen den Wind schweres Wetter prinzipiell "quer vor der Welle" abgewettert - und ist dabei auch einmal gekentert. Warum er das so gemacht hat, habe ich noch nicht herausfinden können.

    Gruß R.

  4. #94
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    Zitat Zitat von haribo Beitrag anzeigen
    mike wiso soll so eine welle in 3m tiefe (3m gemessen ab wo?) nicht mehr wirken???
    weil der anker sich im moment wenn der brecher über das boot geht,
    ca. 50m dahinter befindet
    der anker wird sicherlich auch nach vorn getrieben
    aber viieel langsamer, also überhaupt nicht der rede wert,

    Zitat Zitat von haribo Beitrag anzeigen
    ich denke ein solcher brecher wirkt bis zum grund, bzw er entsteht überhaupt erst wenn die wirktiefe der vorangegangenen welle den grund berührt
    in 3m tiefe ist die wirkung wesentlich geringer , wie an der oberfläche,
    diese differenz nutzen wir aus

    Zitat Zitat von Großbaum Beitrag anzeigen
    Die Wassertiefe laut Karte ist dort 4.5m.
    Ich möchte in einem solchen Brecher nicht festgehalten werden, auch nicht von einemTreibanker.
    wo ist das problem,
    die welle geht unten durch
    das schiff macht sogut wie keine fahrt in dem moment,
    es schwimmt auf, bleibt mit dem heck gegen die welle,
    die welle ist schneller durch als man denkt,
    alles sehr bequem und komfortabel,
    wenn doch wasser übergeht, ist wenigstens der niedergang zu,
    alle insassen sind gesichert,
    und die segel möglichst geborgen,
    damit sie nicht vom brecher zerissen werden,
    oder das boot niederdrücken,
    sogar die tassen bleiben unter deck im regal

    Zitat Zitat von Profillemäuschen Beitrag anzeigen
    ...Geraten quer vor die Welle... ist der entscheidende Satz. Ich denke, das muss man verhindern, wenn man nicht kentern will.
    genau,
    jeder steuermann in der grossschifffahrt weiss, dass man die welle nicht von der seite nimmt,

    Zitat Zitat von Profillemäuschen Beitrag anzeigen
    Ob der Treibanker bei so einer Grundsee geholfen hätte, weiss ich natürlich auch nicht.
    bei der grösse wie im eingangsvideo auf jeden fall !!!
    und da ginge noch einiges

    Zitat Zitat von haribo Beitrag anzeigen
    "geraten quer vor die welle" klingt immer als wärs schicksal,
    wann oder wer entscheidet denn die richtung in der das schiff quer schlägt???
    der anker !!!
    ohne diesen ist es ein lotteriespiel,
    ballanciere ein seil senkrecht,
    wer war dran schuld , dass es einfällt ?
    theoretisch bleibt es stehen
    aber nicht praktisch

    Zitat Zitat von haribo Beitrag anzeigen
    und im sinne der seemanschaft: der meiste schaden auf hippothamus entstand durch eindringendes wasser des unverschlossenen niedergangs.... wenigstens das könnte man aus diesen vorfällen versuchen zu lernen
    wie gesagt
    der anker verhindert ausserdem das fallen der tassen aus dem schrank, meistens
    das sollte doch jetzt spätestens unsere kaffeesegler überzeugen

    Zitat Zitat von RunTanplan Beitrag anzeigen
    Wilfried Erdmann hat auf seiner Resie Gegen den Wind schweres Wetter prinzipiell "quer vor der Welle" abgewettert - und ist dabei auch einmal gekentert. Warum er das so gemacht hat, habe ich noch nicht herausfinden können. Gruß R.
    direkt quer kann ich mir nicht vorstellen,
    das wäre dumm,
    man kann das schiff 30 grad mit dem bug gegen den wind drehen,
    am besten man setzt ein sturmbesan,
    das hält das heck aus dem wind
    aber direkt gegen den wind wollen wir auch nicht ohne anker,
    denn dann macht das schiff rückwärtsfahrt,
    wenn der brecher kommt,
    und fahrt ist das was wir nicht brauchen in dem moment,
    aber erdmann hatte nur einen mast glaub ich,
    da lässt es sich nicht so gut gegen den wind drehen
    und er hatte offensichtlich keinen anker

    mike
    Geändert von mike stolle (07.03.2014 um 12:00 Uhr)
    http://www.studiobunker.de/vector_foil_proa_test4.htm

  5. #95
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Zitat Zitat von RunTanplan Beitrag anzeigen
    Wilfried Erdmann hat auf seiner Resie Gegen den Wind schweres Wetter prinzipiell "quer vor der Welle" abgewettert - und ist dabei auch einmal gekentert. Warum er das so gemacht hat, habe ich noch nicht herausfinden können.

    Gruß R.
    Wilfried E. ist auch ein Verfechter der Schlepptrosse um sich nach einem Überbordgehen an selbiger wieder in das Boot zu ziehen (hat er nach eigenen Berichten bei 6 Knoten fahrt exerziert). Und zum Schreiben über das abwettern quer vor der Welle fällt mir auch nur ein "Papier ist geduldig" und verkaufsfördernde Textpassagen können ja auch unterhaltsam sein
    Geändert von Ausgeschiedener Nutzer (07.03.2014 um 18:08 Uhr)

  6. #96
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    Zitat Zitat von mike stolle Beitrag anzeigen
    wo ist das problem,
    die welle geht unten durch
    das schiff macht sogut wie keine fahrt in dem moment,
    es schwimmt auf, bleibt mit dem heck gegen die welle,
    die welle ist schneller durch als man denkt,
    alles sehr bequem und komfortabel,
    wenn doch wasser übergeht, ist wenigstens der niedergang zu,
    alle insassen sind gesichert,
    und die segel möglichst geborgen,
    damit sie nicht vom brecher zerissen werden,
    oder das boot niederdrücken,
    sogar die tassen bleiben unter deck im regal
    Einen Treibanker vor dem Einlaufen auszubringen, wäre wohl das Dümmste, was man tun kann:


    • Der Kahn ist schlecht oder gar nicht mehr steuerbar, da die Bootsgeschwindigkeit zu gering ist, so dass man ggf. die Hafeneinfahrt verpasst und auf der Mole landet.


    • Aufgrund der Bremswirkung des Treibankers verlängert sich die Aufenthaltsdauer in dem Bereich gefährlicher, schwerer Brecher so sehr, dass man dann tatsächlich von schweren Brechern erfasst wird.


    • Der Treibanker verhindert es, dass wir schweren Brechern durch Kursänderung ausweichen können.



    Am günstigsten ist es daher, zügig (mit guter Ruderwirkung) in den Hafen einzulaufen, bevor der nächste Brecher kommt.

  7. #97
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    Zitat Zitat von mike stolle Beitrag anzeigen
    der anker !!!
    ohne diesen ist es ein lotteriespiel,
    ballanciere ein seil senkrecht,
    wer war dran schuld , dass es einfällt ?
    theoretisch bleibt es stehen
    aber nicht praktisch

    mike
    nettes beispiel, aber
    das schiff fällt nicht in sich zusammen, sondern es dreht sich nur quer nach bb oder eben stb
    also müsste man es eher mit einer zu balancierenden stange vergleichen und nicht mit nem seil, und die können viele lange senkrecht in einer ansich labilen lage balancieren
    insofern ist die frage ob man mit übung und hinschauen noch ne chance hat die querschlagrichtung zu beeinflussen oder nicht

    mit dem steuer bei der gefahrenen geschwindigkeit hat man im letzten moment keine chance mehr, man hat aber nen moment vorher selber bestimmt die welle nicht genau von hinten zu bekommen, da hatte man also noch einflusmöglichkeiten...
    (evtl würde ein bugstrahlruder noch wirken.....)

  8. #98
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    Bruellruder

    ad

  9. #99
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    gibt es das video noch?

  10. #100
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