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  1. #21
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    Zitat Zitat von Nachtsegler Beitrag anzeigen
    Hatten wir diese Art Diskussion nicht schon beim Thema Einlaufen in Portugiesischen Hafen ? Mit dem Unglück ?
    Ja, nur da gab es die Informationen nur von Hörensagen - hier gibt es ein Video. Über das Unglück in Portugal gibt es ja inzwischen einen Untersuchungsbericht http://www.well-sailing.de/fileadmin...MERI_TUULI.pdf, da kann sich jeder selbst ein Bild machen.

    Ob der Skipper vor Zumaia von einer Regatta kam und/oder die Verhältnisse in der Gegend kannte ist reine Spekulation. Klar ist, daß es schon vor Einlaufen eine mächtige Dünung gab und dann muß man damit rechnen, daß es dort, wo es flacher ist, noch schlimmer wird. Und es ist auch bekannt, daß es schwierig ist, einen MOB wieder an Bord zu bekommen - das hat schon unter wesentlich einfacheren Verhältnissen nicht geklappt. Man muß sich nur mal vorstellen, wenn man selbst das Schiff führt und die Leute gehen bei dieser Dünung weiter draußen über Bord. Schon da ist es ungemein schwierig, die alle wieder heil an Bord zu bekommen. Bei diesen Verhältnissen sind doch Sorgleinen ein Minimum Sicherheit.

    Es war großes Glück dabei, daß die Leute im Wasser ohne Schaden aushalten konnten, bis das Motorboot kam. Und daß so schnell überhaupt ein Retter vor Ort war.

    Sicher ist es leicht, die Schiffsführung anderer zu kritisieren, wenn man im warmen Stübchen vor dem Bildschirm sitzt. Nur meine ich, daß es in diesem Fall offensichtlich ist, daß der Skipper nicht für die Sicherheit seiner Crew gesorgt hat und obendrein seinen Fehler nicht mehr selbst beheben konnte.

    Wenn man einige Zeit segelt, dann bleiben Fehler nicht aus (jedenfalls bei mir ist das so). Auch ich habe schon Sachen gemacht, die in die Kategorie "gnadenlos dumm & hoch gefährlich" fallen. Und wie der Zumaia-Skipper habe ich großes Glück gehabt, daß nichts passiert ist (und obendrein kein Video darüber gedreht wurde).

    Das Gute ist ja, daß man aus eigenen Fehlern und denen anderer lernen kann. Das sollte man auch tun, anstatt sowas mit "Pech gehabt" und "kann passieren" lässig durchzuwinken.
    Gezeitenrechnung nach ATT => http://tidal-prediction-worksheet.jimdo.com

  2. #22
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    Zitat Zitat von excos48 Beitrag anzeigen
    Ohne gute Seemannschaft wäre das Boot nach dem knock-down führerlos auf die Felsen getrieben.
    Da täuscht die Perspektive. Das Video ist ja von Land mit Teleobjektiv gedreht worden (Kameraposition schon weiter weg, die örtlichen Verhältnisse kann man ja auf Google Maps anschauen). Da sieht es dann so aus, als wenn die sehr nah am Felsen sind (habe ich auch erst gedacht). Tatsächlich ist aber noch gut Platz. Die gute Seemanschaft bestand darin, daß sich der Rudergänger am Rad festgehalten und nach Aufrichten der Yacht Ruder gelegt hat. Na ja, das ist doch der übliche Reflex, oder?
    Gezeitenrechnung nach ATT => http://tidal-prediction-worksheet.jimdo.com

  3. #23
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    übrigens hingen da vor dem Einlaufen die Schlafsäcke zum Trocknen oder lüften bereits auf dem Großbaum.
    Und der Niedergang wird dann auch offen gewesen sein.
    Man hatte wohl etwas nass drinnen ?

    Hauptsache alle sind gesund und munter.
    aber gute Seemannschaft (Trööt-titel) sieht eben anders aus.
    Auch wenn der Skipper am Ruder das Boot im Griff hatte.
    QUERULANT = https://blog650.wordpress.com
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  4. #24
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    Ironischerweise scheint es übrigens, dass sich die Vorschiffleute ziemlich akrobatisch an Bord halten können, während einige (inkl. Rudergänger) aus dem Cockpit gespült werden...

  5. #25
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    Meinung:
    1. Immer per Funk , Handy beim Haffen Kapitän sich informieren und dann nachdenken wie,vorher kann man auf die Karte schauen.
    2. Sicher hätte man die Leute in das Cockpit bringen müssen und anleinen.
    3. Mit gleitfähigem Beiboot ein Mann opfern und mit hohe Geschwindigkeit Gefahr Stelle
    durchfahren, wenn hat ihm, und sehen wie hoch und schnell ist die rollende Welle.

    Der Skipper konnte mit dem Yacht eigenen Leuten nicht helfen, wegen weiteren rollenden Wellen.
    Der Mo-Bo Fahrer mit dem starken Motor musste darum immer Kreise drehen, er ist flinker als die Yacht.

  6. #26
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    Auch hier nochmal zur weiteren Information: das ganze ist nach einer Club-Regatta passiert. Die Bavaria 38 hat noch eine Tonne geborgen und ist dann als letztes Schiff zurück in den Hafen gefahren. Davor hatten schon ein halbes Dutzend andere Schiffe ohne Probleme dieselbe Stelle passiert. Der Skipper hat eigentlich alles richtig gemacht, er ist ja schon hunderte Male in seien Heimathafen eingelaufen und kennt die Gefahren sehr genau. Er hat vorher ein paar Runden gedreht, um den Wellenrythmus zu erkennen, und ist dann hinter der letzten großen Welle um die Mole zu fahren. Leider kam dann schon die nächste “Dicke” der neuen Serie hinterher, klarer Fall von dumm gelaufen. Was er nicht hätte machen dürfen, ist, selber über Bord zu gehen. Nach der Kenterung hat dann eines der Besatzungsmitglieder sofort das Steuer übernommen und versucht aus der Gefahrenzone zu kommen, er musste ja damit rechnen, dass noch weitere Brecher kommen. Die Regattaleitung hatte übrigens das ganze beobachtet und ich gehe mal davon aus, dass die nötigen Rettungsmassnahmen eingeleitet waren, der Motorboottfahrer war dann allerdings schneller vorort. Ach, und noch was, man sieht es auf dem Video nicht, aber die Wellen laufen Richtung Strand. Mit höchster Wahrscheinlichkeit wären die Leute dort “angespült” worden, hätte man sie nicht vorher geborgen. Also alles in allem haben die einfach Pech gehabt. (Das Wort “Pech” gibts übrigens im spanischen nicht, man spricht hier wörtlich übersetzt von “schlechtem Glück”, nur mal so nebenbei.)

    Ich staune immer wieder, was man so alles in ein Video reininterpretieren kann, Schlafsäcke zum trocknen, zu wenig Geschwindigkeit, provoziertes Manöver für den Kameramann, usw. Manche haben eben doch eine blühende Fantasie.

  7. #27
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    Zitat Zitat von Albertus2024 Beitrag anzeigen
    Auch hier nochmal zur weiteren Information
    Danke für dize Informatsionen.

    Zitat Zitat von rpm_v4 Beitrag anzeigen
    Ironischerweise scheint es übrigens, dass sich die Vorschiffleute ziemlich akrobatisch an Bord halten können, während einige (inkl. Rudergänger) aus dem Cockpit gespült werden...
    Ja, das hat mix aux gevundert. Aber venn der Rudergänger nixt angeleint ist unt am Rad tsu cteuern ferzuxt, ist er föllig ungezixxert.
    Geändert von tanu (28.02.2014 um 13:56 Uhr)

  8. #28
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    Zitat Zitat von Albertus2024 Beitrag anzeigen
    Auch hier nochmal zur weiteren Information: das ganze ist nach einer Club-Regatta passiert. Die Bavaria 38 hat noch eine Tonne geborgen und ist dann als letztes Schiff zurück in den Hafen gefahren. Davor hatten schon ein halbes Dutzend andere Schiffe ohne Probleme dieselbe Stelle passiert. Der Skipper hat eigentlich alles richtig gemacht, er ist ja schon hunderte Male in seien Heimathafen eingelaufen und kennt die Gefahren sehr genau. Er hat vorher ein paar Runden gedreht, um den Wellenrythmus zu erkennen, und ist dann hinter der letzten großen Welle um die Mole zu fahren. Leider kam dann schon die nächste “Dicke” der neuen Serie hinterher, klarer Fall von dumm gelaufen. Was er nicht hätte machen dürfen, ist, selber über Bord zu gehen. Nach der Kenterung hat dann eines der Besatzungsmitglieder sofort das Steuer übernommen und versucht aus der Gefahrenzone zu kommen, er musste ja damit rechnen, dass noch weitere Brecher kommen. Die Regattaleitung hatte übrigens das ganze beobachtet und ich gehe mal davon aus, dass die nötigen Rettungsmassnahmen eingeleitet waren, der Motorboottfahrer war dann allerdings schneller vorort. Ach, und noch was, man sieht es auf dem Video nicht, aber die Wellen laufen Richtung Strand. Mit höchster Wahrscheinlichkeit wären die Leute dort “angespült” worden, hätte man sie nicht vorher geborgen. Also alles in allem haben die einfach Pech gehabt. (Das Wort “Pech” gibts übrigens im spanischen nicht, man spricht hier wörtlich übersetzt von “schlechtem Glück”, nur mal so nebenbei.)

    Ich staune immer wieder, was man so alles in ein Video reininterpretieren kann, Schlafsäcke zum trocknen, zu wenig Geschwindigkeit, provoziertes Manöver für den Kameramann, usw. Manche haben eben doch eine blühende Fantasie.
    Ahhh das geht mir runter wie Honig! Hatte ich doch richtig interpretiert. (siehe Eintrag #18) Zu den Carbonsegel-Schlafsäcken habe ich dann auch nix mehr gesagt.
    Gruß Norbert

  9. #29
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    Hi,

    ist es in solchen Situationen nicht sinnvoll, von 7 Leuten 5 vor der Einfahrt unter Deck zu schicken und Luke dicht?

    Wenn wir von nur 70kg pro Leut ausgehen, hätte man 350kg mehr Ballast unten statt oben gehabt.

    Willy

  10. #30
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    Ja, klar.

    Kommando: "Leute, geht schonmal unter Deck, ich dreh das Boot gleich kopfüber."
    Tschüß, Bronsky

    Rennyachten kreuzen gut, Kreuzeryachten rennen nicht

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