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  1. #81
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    Standard

    ..die Welle darf eben nicht von der Seite kommen - ich glaub, dieses Video (ohne es hier gesehen zu haben) - ging schon durch jede Community :-D

    Der Hafen soll berüchtigt dafür sein, hab ich mir sagen lassen..
    ... und immer eine handbreit Wasser unterm Kiel .. in Kiel ..

    www.yachtcharter-kiel.com

  2. #82
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

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    Von Norbaer: Die meisten Tourensegler trauen sich noch nicht mal zum Vordeck geschweige denn ein Vorsegelwechsel. Vorsegel an oder abschlagen machen manche nur ein mal im Jahr.
    Die meisten Tourensegler machen weniger Spinnakermanöver (oder Gennaker) im Jahr als ein Regattasegler in einem Rennen.
    Die meisten Tourensegler kennen 6 Beaufort nur von der Windanzeige im Hafen, aber nicht vom Wellenbild auf See.
    Wer mal aktiv Regatta gefahren ist weis das eine Schwimmweste oder gar eine Lifeline enorm stört und gefährlich kontraproduktiv ist, und diese nur bei Offshoreregatten getragen werden. (Vordecker ausgenommen!)

    Also Segeln ist Wassersport und da wird man auch mal Nass!
    100 x "haben wir immer so gemacht" und Glück ist kein Argument dass einen Staatsanwalt oder Richter überzeugen wird, wenn dann 1x einer umkommt. Mit der Kielyacht durch die Brandungszone surfen (egal ob Heimthafen oder nicht) ist und bleibt gefährlich (ob das gute oder schlechte Seemanschaft ist kann jeder für sich beantworten). Leichtsinnig und grob Fahrlässig ist es allemal dieses ungesichert und ohne Rettungsweste zu tun.

    Auch wenn sich echte Seebären (oder Norbaeren) an der nachgeschleppten Leine wie Wolf Larssen oder Baron Münchhausen zurück an Bord ziehen, so halte ich es doch lieber wie die Crew in dem Triple P Video (von Norbaer "verlinkt") und trage meine Rettungsweste (auch im Cockpit)

    p.s. auch Tourensegler trauen sich aufs Vordeck, wenn schon nicht zum Segelwechseln, sodann aber zum Sonnenbaden
    Geändert von Ausgeschiedener Nutzer (04.03.2014 um 19:18 Uhr)

  3. #83
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    i.O. mach doch, ist doch nicht mein Schiff



    Nicht wenn der Geschwindigkeitsunterschied mehr als zwei kn ausmacht. Ohne für mich den Titel "vorbildlicher Skipper" zu reklamieren.



    Dein Glauben wird Dich stark machen




    Den Treibanker vergiss mal, wir scheppern nicht ohne Lateralplan auf den Strand. Die Anhänge stellen einen großen Teil der Lateralfläche, die Situation ist nicht vergleichbar.



    Natürlich ist die Welle schneller (als ein Verdränger), und sie läuft auch raum unter den Schiff her. Es geht hier ausdrücklich nicht um den speziellen Fall der Welle in Ufernähe, da taugt der Treibanker aus o.a. Gründen eh nicht.

    Gruß Franz
    Hallo, Franz,

    ich bin in dieser Frage eher bei Mike. Du solltest mal das ganze Buch lesen; ist in der DDR unter dem Titel "Für 100$ um die Welt" von Prof. (?) Gilde erschienen. Ist auch ohne die Geschichte mit dem Seeanker lesenswert!Das Wichtige ist die Taktik beim "vor der Welle reiten": Der Seeanker hat nämlich am hinteren Ende (wo das Loch von 5 bis 10 cm ist) eine weitere Leine. Er beschreibt seine Taktik nun so: Wenn die Welle / Brecher herankommt, lässt er den Treibanker wie einen Bremsfallschirm vorn offen. Damit verhindert er das Querschlagen, das Schiff läuft weiter geradeaus. Der Treibanker hält das Heck mittig. In dem Moment, wo die Welle unter ihm durchgelaufen ist, setzt er das andere Ende durch und zieht damit die Spitze des Treibankers in Fahrtrichtung, bei wesentlich verringerter Bremswirkung. Nun Vollgas, oder alle Mann rudern, um weiter Richtung Land/Hafen zu kommen. Kommt die nächste Welle, wird die Leine an der Spitze wieder gefiert, und der Anker bremst wieder, wie vorn.
    Dass er nicht mit dem Treibanker am Grund hängen bleibt, regelt er durch das "Ankerflott" und den Ballast, den er im vorderen, offenen Ring des Seeankers eingebaut hat. Damit schwebt der Treibanker knapp unter der Wasseroberfläche.
    Ich kenne die Geschichte nicht aus eigenem Erleben, aber in dem Buch wird das sehr glaubhaft beschrieben. Ebenso, wie er den Treibanker beim Beiliegen verwendet, das würde ich genau so versuchen.
    Eventuell gibt's das Buch noch antiquarisch. Meins war eine ganze Weile verborgt, und ich bin sehr froh, es jetzt nach fast 20 Jahren wiederbekommen zu haben und würde es nicht mehr verborgen.
    LG Thilo

  4. #84
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    Zitat Zitat von Profillemäuschen Beitrag anzeigen
    Das Wichtige ist die Taktik beim "vor der Welle reiten":
    Mit fehlt es an der Phantasie, zu glauben, das könne bei so einer Situation bei einer Hafeneinfahrt helfen.

    Zudem: Wenn man sich den Brecher ansieht, der das Schiff getroffen hat, bin ich mir nicht sicher, ob es günstiger gewesen wäre, in dieser speziellen Situation nicht quer zu schlagen. Wenn der Niedergang offen war, wäre die Welle vermutlich komplett eingestiegen und der Pott ggf abgesoffen. OK, dass kann man verhindern.....wenn man dran denkt.

    Wenn der Treibanker knapp unter Wasser ist, wird er von den Wellen auch mitgenommen. Wenn die Leine sehr lang ist, wird es sicherlich spannend, die einzuholen, wenn man um die "Ecke" rum und im geschützten Hafen ist.

    Wenn ich das Video richtig interpretiere, ist der Skipper ja auch schon nach StB, um in den Schutz der Mole zu gelangen, mit nem wirkssamen Schleppanker hätte er die Kurskorrektur so nicht machen können.

    Die Welle kam einfach 2 Sek. zu früh
    42!

  5. #85
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    Thilo, ich möchte weder Mike, erst recht nicht Herrn Voss den Respekt verweigern.
    Ich möchte aber nicht unter erschwerten Bedingungen mit einem Treibanker hinten dran einen Hafen anlaufen.
    Mir ist kein Fall bekannt bei dem jemand unter diesen Bedingungen den Treibanker ausprobiert hat, und ich möchte nicht der erste sein.
    Einen weitläufigen Strand mit einem Kanu, einem Strandkat oder einem A-Cat mit gezogenen Schwertern anzulaufen ist ein völlig anderes Märchen, davon verstehe ich nichts.
    Viele Male schon bin ich von der Welle zügig in den Hafen oder durchs Gatt geschoben worden um dann festzustellen, halb so schlimm. Nie ist die Welle unter dem Schiff durchgelaufen. Das weiß man vorher nicht. Soll man prophylaktisch mal einen Treibanker setzen in der Hoffnung dass der an der Tonne oder über der Barre (zuweilen nur zwischen 2 und 3m Tiefe) nicht hakt Man hat reichlich zu tun um im Fahrwasser zu bleiben. Je nach Strömung ist zuweilen erhebliches Vorhalten geboten. Merkt man erst wenn es so weit ist. Man ist darauf konzentriert die entsprechende Tonne zu verifizieren. Obendrein hat man reichlich mit Schot und Ruder zu tun. Da werde ich mich nicht mit so´nem Dingens betun.
    Jedem der´s versucht Glück und Erfolg, er kann ja mal drüber berichten. Außerdem halte ich es für fraglich, dass der Anker eine vergleichsweise schwere Yacht mit erheblichen Anhängen und stark schwankenden Geschwindigkeiten stabilisieren kann.

    Gruß Franz

  6. #86
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    Zitat Zitat von Acer Beitrag anzeigen
    Mit fehlt es an der Phantasie, zu glauben, das könne bei so einer Situation bei einer Hafeneinfahrt helfen.
    das kann ich verstehen

    Zitat Zitat von Acer Beitrag anzeigen
    Zudem: Wenn man sich den Brecher ansieht, der das Schiff getroffen hat, bin ich mir nicht sicher, ob es günstiger gewesen wäre, in dieser speziellen Situation nicht quer zu schlagen.
    nee, wenn ich das video sehe,
    dann weiss ich, dass die sache gestanden hätte, weil sie nicht querschlägt,
    gerade deswegen, weil sie anhänge hat,
    hast du dir das video angeguckt ?
    die können froh sein , dass nicht noch der mast gekommen ist,
    und das sie überhaupt überlebt haben,
    das wäre eine ideale situation für einen treibanker gewesen,
    eingestellt auf 3-4m tiefe
    platz war auch genug links und rechts,
    wichtig ist, so wenig wie möglich fahrt zu machen,
    wenn der brecher unten durchgeht !!!
    dann schwimmt die sache oben auf,

    wenn kein gefährlicher brecher in der nähe ist,
    stellt man den anker auf geringen widerstand
    um fahrt aufzunehmen

    Zitat Zitat von Acer Beitrag anzeigen
    Wenn der Niedergang offen war,
    man macht ihn zu

    Zitat Zitat von Acer Beitrag anzeigen
    wäre die Welle vermutlich komplett eingestiegen und der Pott ggf abgesoffen. OK, dass kann man verhindern.....wenn man dran denkt. Wenn der Treibanker knapp unter Wasser ist, wird er von den Wellen auch mitgenommen.
    der anker wird auf 3m tiefe justiert,
    dort wird er nicht von den wellen mitgenommen !!!

    Zitat Zitat von Acer Beitrag anzeigen
    Wenn die Leine sehr lang ist, wird es sicherlich spannend, die einzuholen, wenn man um die "Ecke" rum und im geschützten Hafen ist.
    wie schon thilo schrieb
    gibt es ein ende am anker,
    wenn man daran zieht , hat er einen geringen widerstand,
    das boot kann ganz normal fahrt machen

    Zitat Zitat von Acer Beitrag anzeigen
    Wenn ich das Video richtig interpretiere, ist der Skipper ja auch schon nach StB, um in den Schutz der Mole zu gelangen, mit nem wirkssamen Schleppanker hätte er die Kurskorrektur so nicht machen können.
    doch, wenn man das prinzip begriffen hat,
    erstens muss man nicht gleich um die ecke flüchten,
    zweitens hat der anker bei entsprechender einstellung einen geringen widerstand,
    man kann ihn also auch schnell einholen

    im übrigen ist jede situation auf dem meer eine andere,
    das macht ja ua. den reiz des segelns aus,
    der erfahrene skipper hat die sache zu beobachten,
    um dann eine der situation adäquate entscheidung zu treffen,
    zb,
    - ab wann werfe ich den anker,
    - welche strecke fahre ich
    - wann hole ich den anker wieder ein,
    - was macht der rest der crew in der zeit
    - wie ist der wind
    - wie ist die strömung
    usw.

    Zitat Zitat von Acer Beitrag anzeigen
    Die Welle kam einfach 2 Sek. zu früh
    ja, bin ich hier bei einem lotteriespiel,
    oder hab ich die sache im griff

    mike
    Geändert von mike stolle (06.03.2014 um 13:08 Uhr)
    http://www.studiobunker.de/vector_foil_proa_test4.htm

  7. #87
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    Zitat Zitat von mike stolle Beitrag anzeigen
    die können froh sein , dass nicht noch der mast gekommen ist,
    dann schwimmt die sache oben auf,
    Wenn der Mast in dieser Situation nicht gehalten hätte, hätte er kein Mast werden dürfen, die Belastung war gering.

    Diese aufzuaufzuaufzu Treibankerspielchen mögen auf offener See mit entsprechendem Wellenabstand funktionieren. Das ein Treibanker in einer Situation wie auf dem Video diese nachhaltig verbessert hätte, glaube ich erst, wenn ich es sehe.

    Die "Sache" sprich Boot schwimmt gleicher massen auf, egal ob nun quer oder gerade; hier Brandungswelle, da schwimmt es sich eh sehr schlecht. Aber schon richtig, wäre das Boot in Fahrtrichtung geblieben, wäre es angenehmer/ungefährlicher gewesen, obschon es nicht überraschend wäre, wären da auch einige von Bord geflogen.

    Ich meine, in "unserer" Situation hätte das Timing perfekt stimmen müssen, d.h. der Treibanker hätte kurz vor dem "Einschlag" bremsen müssen und das bei voll gespanntem Seil. Wie man auf dem Video sieht, wanderte das Heck nur ganz wenig aus, etwas Lose im Seil oder ein von einer anderen Welle/Strömung etwas angeschubster Anker und das Resultat wäre vergleichbar.
    42!

  8. #88
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    Zitat Zitat von mike stolle Beitrag anzeigen
    der anker wird auf 3m tiefe justiert,
    dort wird er nicht von den wellen mitgenommen !!!

    http://static.panoramio.com/photos/large/3277802.jpg

    mike wiso soll so eine welle in 3m tiefe (3m gemessen ab wo?) nicht mehr wirken???
    ich denke ein solcher brecher wirkt bis zum grund, bzw er entsteht überhaupt erst wenn die wirktiefe der vorangegangenen welle den grund berührt

    kennst du die wassertiefe an der querschlagstelle?

  9. #89
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    Bin ich froh Ostseesegler zu sein.

    Gruß
    Gerrit
    Der, der mit der Ostseewelle tanzt

  10. #90
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    Die Wassertiefe laut Karte ist dort 4.5m.
    Ich möchte in einem solchen Brecher nicht festgehalten werden, auch nicht von einemTreibanker.

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