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  1. #11
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    Hier eine interessante Meinung zur Verwendung von Schaum unter Wasser. http://www.yachtsurvey.com/structuralissues.htm

  2. #12
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    Jeder (!) Schaum, auch geschlossenporiger nimmt Wasser auf. Der eine mehr, der andere weniger.

    Die Verbindung von der Ruderwelle zum Blatt ist immer ein Knackpunkt. Nach dem Trocknen (siehe Bronsky)
    - das GfK um die Welle wegfräsen (Dremel oder so)
    - den Hohlraum mit Epoxyglas auffüllen. Auf guten Verbund mit dem GfK des Blatts achten
    - nach dem Aushärten wiederum, diesmal eine dünne Nut um die Welle fräsen
    - Diese Nut dauerelastisch auffüllen (Sika oder so)
    Das ist dann ein paar Jahre dicht

    Gruß Franz
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  3. #13
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    Auch wenn ich´s nicht gern sage: Aber Franz Grauwal hat recht.
    So hab ich das dann auch gelöst. Die dauerelastische Nut ist das A und O, da das GfK-Laminat
    keine wasserdichte Verbindung zur Metall-Ruderwelle eingeht, und durch die Hebelwirkung des
    Ruderblattes an dieser Stelle immer Bewegung ist.
    Tschüß, Bronsky

    Rennyachten kreuzen gut, Kreuzeryachten rennen nicht

  4. #14
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    Das Problem scheint erst mal gelöst. Ich hatte ein ähnliche Erfahrung mit dem Ruder meiner SUNBEAM 29 KS. Schöchl lässt im Ruder eine kleine Öffnung, durch das eingedrungenes Wasser im Winter auslaufen soll (keine Ahnung, ob das heute noch so ist).
    Ich habe auch Wasser im Ruder festgestellt, der zum Teil vorhandene Schaum war nicht trocken. Habe dann auf jeder Seite des Ruders ca. 5 Löcher gebohrt und dem Schaum weitestgehend mit Drahthaken herausgepopelt und dann das Ruder einen ganzen Winter an der Zentralheizung getrocknet. Danach wurde das Ruder mit 2-komponentigem Schüttelschaum von Vosschemie (PU geschlossenporig) kontrolliert ausgeschäumt - der Schaum steigt innerhalb von 2 Minuten auf und drückt nicht nach, gut für die Verbindung Stahlgerüst - Laminat. Durch die nur mit Tape zugeklebten Löcher kann man das Steigen des Schaums bis zur Achse kontrollieren. Danach alle Löcher mit Epoxy zulaminiert und die Achse zusätzlich mit Epoxy abgedichtet. Hält jetzt schon 10 Jahre ohne Probleme. Aber keine Arbeit für das Frühjahr, wichtig ist das Trocknen über den Winter!
    Wasser im Schaum heißt auch Wasser im GFK an der ungeschützten Innenseite - d.h. Osmose und Festigkeitsverlust!

  5. #15
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    Diese Ruder bestehen doch aus zwei Halbschalen. Warum nicht an der alten Montagestelle aufschneiden und den Schaum rausnehmen?
    Das mit wenige Löchern bohren und im Heizungskeller trocknen funktioniert doch nicht. Nehmt mal ne Plastiktüte, legt ein nasses Handtuch rein und verschließt diese dann. Nun ein paar Löcher in Tüte und in den Keller. Was glaubt ihr wann das Handtuch trocken ist?
    Beste Grüße

    Dieter

  6. #16
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    @kuckst du: Genau so ist es; Der Schaum wird nicht mehr trocken, da sorgt die Physik dafür.
    Geschlossenporiger PU Schaum hilft gar nichts. Die Zellen sind geschlossen, aber durch die PU Zellwand difundiert Wasser problemlos hindurch. Und nach drei Tagen ist der gesamte Schaum nass.
    Aufschneiden und entkernen ist also die einzige Lösung. Aber bitte nicht in der Naht aufschneiden, sondern etwa 5cm von der Naht wegbleiben und nur einen "Deckel" rausschneiden. Und in jedem Fall auf der Seite aufschneiden, an welcher der Schaft nicht anlaminiert ist. Sonst geht der Deckel natürlich nicht ab. Anschließend nicht mehr mit PU Schaum, sondern mit Epoxy Schaum füllen. Z.B. Sicomin PB170. Der schäumt im Verhältnis 1:6,2. Der Schaum wird fest und verstärkt das Ruder ungemein. Das ist dann quasi eine Epoxymasse mit kleinen Luftblasen. Dieser Schaum nimmt dann wirklich kein Wasser mehr auf, da Epoxy Wasserundurchlässig ist. Im Falle eines Schadens wird nur die beschädigte Stelle nass, Osmose von innen ist fast ausgeschlossen.
    Zum Schluss das Gelcoat entfernen und statt dessen 2 Lagen ca. 100 Gramm Köper oder Atlasgewebe um das gesamte Ruder, um die Nahtstellen jeweils überlappend. Und den Schaft abdichten wie weiter oben angeführt. Dann sollte das Teil für die nächsten 20 Jahre besser als neu sein.

  7. #17
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    Zitat Zitat von kuckst du Beitrag anzeigen
    Nehmt mal ne Plastiktüte, legt ein nasses Handtuch rein ...
    Ich hab gerade kein Handtuch zur Hand, das kein Wasser aufnimmt.
    Der Vergleich ist völlig untauglich.
    Tschüß, Bronsky

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  8. #18
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    Stimmt, das seitliche auftrennen ist der bessere Weg, dann wir auch die Verbindung Ruderschaft/Schale nicht beeinträchtigt.
    Beste Grüße

    Dieter

  9. #19
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

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    Hallo,

    das ist Theorie. Praktisch sind die Schalen nach dem Ablösen nur noch Schrott.


    Peter

  10. #20
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    Warum? Und wieso "die" Schalen? Es wird nur eine Schale abgetrennt. So wie bei einer OP am Gehirn ein Teil des Schädels. Der ist übrigens hinterher auch kein Schrott. Wird eingefroren und hinterher wieder reingeflickt. :-)
    Der Deckel beim Ruder geht übrigens problemlos ab, er klebt nicht im geringsten am nassen Schaum. Vorausgesetzt, man öffnet auf der richtigen Seite, sonst klebt der Deckel am Schaft. Später wie üblich bei GFK anschäften und wieder einlaminieren.

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