Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. #1
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    Standard Schleifen bis zum Wasserpass - Problem!

    Hallo!
    Wenn man vor dem Antifouling-Anstrich das Unterwasserschiff schleift, sollte man ja exakt bis zu Wasserpass hin schleifen. Denn schleift man die Flächen nicht exakt bis zum Wasserpass matt, hält dort der folgende Grundanstrich nicht. Schleift man aber teilweise über den Wasserpass drüber, so ist die glänzende Fläche dort teilweise matt geschliffen, was nicht schön aussieht. Mit diesem Problem haben auch professionelle Bootsservice-Firmen Schwierigkeiten, wie man immer weider sieht. Mit irgendwelchen Klebebändern abzukleben, bringt überhaupt nichts.

    Einmal habe ich mit Nassschleifpapier und Schleifklotz von Hand millimetergenau bis zum Wasserpass hin geschliffen, was aber ungeheuer zeitaufwändig war.

    Wie löst ihr das Problem?

    Gruß
    Cay

  2. #2
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    1.059

    Standard

    ...es ist kein Problem...
    Ich habe noch nie millimetergenau geschliffen, die Farbe will einfach nicht abfallen...
    ;-)

  3. #3
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Hallo,

    ich schleife immer mit Klebeband.

    Wenn es haarig wird, mit einem Dreiecksschleifer oder sonst ein gößerer Schleifer im Schwinggang, ohne Rotation.


    Peter

  4. #4
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    Standard

    "Selbstschleifendes" AF verwenden...

    Hast Du ein GfK-Boot? Dann lass' den obersten cm (oder die obersten beiden) von der AF ungeschliffen, wische sie nur mit gut ab, ggf. mit einem Terpentin-Lappen o.ä. Das AF sollte halten.

    Oder geht es um Primer ("hält dort der folgende Grundanstrich nicht")? Der kommt sowieso nur alle Jubeljahre drauf, dann kann man auch nass direkt an die Kante schleifen. (Nachtrag: Oder den Wasserpass gleich mit neu machen).

    Bei Holz- oder Stahlbooten wirst Du ohnehin den Wasserpass häufiger pönen.
    Geändert von rwe (29.06.2014 um 16:44 Uhr)

  5. #5
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    Standard

    Hallo,
    danke für eure Antworten!

    Ich schleife mit dem Exzenterschleifer einfach langsam, vorsichtig und möglichst nah an den Wasserpass, wie ich das bisher immer machte. Ihr habt schon recht, wenn ein/zwei Millimeter unter dem Wasserpass auf Glanz stehen bleiben, halten Grundierung und Antifouling trotzdem. Ich wollte nur mal wissen, wie andere Bootseigner das so machen.

    @rwe

    Ja, ich habe ein GFK-Boot, werde das alte Unterwasserschiff komplett abschleifen und mit Primer und Antifouling neu beschichten.

    Freundliche Grüße
    Cay
    Geändert von Cay (03.07.2014 um 13:22 Uhr)

  6. #6
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    Standard

    Wenn wir es nicht in diesen Bereich mit hohen mechanischen Belastungen zu tun haben, genügt eine mehrmalige Reinigung mit technischen Aceton oder Trychloräthylen um die Paraffine zu beseitigen. Darauf dann einen penetrierfähigen Vinyl-Primer als Grundierung. Das Zeug haftet auf Glas, Acryl, Email usw. auch ohne schleifen.

    Grundsätzlich solltest du jedes schleifen so weit wie möglich vermeiden. Schleifen bedeutet immer die Oberfläche um ca. den 3-fachen Wert zu vergrößern. Damit wird auch die Feuchteaufnahme um diesen Wert bei einen GFK-Boot erhöht. Bei Segel-Yachten als Dauerwasserlieger wird in der Regel schon lange nicht mehr geschliffen. Die Industrie bietet seit Jahren Grundierungen, die ein schleifen des Gelcoat nicht mehr erfordern. Das beste Beispiel sind doch die größeren Yachten die bis zu 120 m lang sind. Da schleift keiner so ein Unterwasserschiff für ein Antifouling an. Einen solchen Luxus den Gelcoat zu schwächen, ist nur der Sportbootschifffahrt noch vermittelbar und kann sich bei größeren Yachten keiner leisten.

    Bei Trailerbooten wo wir es nicht mit Dauerwasserliegern zu tun haben, wird nur an den mechanisch belasteten Stellen geschliffen. Die erhöhte Feuchteaufnahme kann da vernachlässigt werden, da diese Boote genügend Zeit an Land verbringen um zu entfeuchten. Eine mehrmalige Reinigung mit Aceton oder Trychloräthylen, mit einer feinen Edelstahlwolle bringt mehr als das Schleifen. Nicht umsonst haben wir auch in diesen Wasserpass-Bereich der am stärksten auch durch die Sonneneinwirkung belastet wird, die meisten osmotischen Schäden durch Blasenbildung. Da sollte einer alles tun um den Gelcoat zu schützen und zu erhalten, aber nicht zu schwächen und durch schleifen die Feuchteaufnahme zu erhöhen. Sollte da wirklich mal ein wenig Farbe abplatzen, dann ist es einfacher mit einer Edelstahlwolle zu glätten, ein wenig Primer darüber und dann Antifouling, anstelle dann osmotische Schäden zu reparieren, womit sich viel Geld verdienen lässt. Wenn Du Dein Boot so behandelst, dann musst Du Dir auch nach 20 Jahren in der Adria wenig Gedanken über osmotische Schäden machen.
    mfg

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