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  1. #1
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    Standard Erfahrungen mit Jeanneau-Rümpfen gesucht

    Hallo,

    ich bin auf der Suche nach Menschen, die Erfahrungen mit Jeanneau-Rümpfen der späten 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts (wie das klingt!?) haben und hier darüber berichten mögen. Als Dehler-verwöhnter Skipper interessieren mich in diesem Zusammenhang natürlich speziell die Themen Osmose, besonders bei dem von Jeanneau verwendeten Werkstoff "Aramat", sowie Stabilität bzw. Steifigkeit.

    Vielen Dank im Voraus!
    Globale Erwärmung: Immer mehr Platz zum Segeln aber immer weniger zum Festmachen.

  2. #2
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    Standard Alt aber gut, neu und so lal la

    also ich hatte eine Jeanneau aus den anfänglichen 90ern und besitze jetzt eine aus 2004. Beide sind miteinander kaum vergleichbar. Die ältere( Sunddance 36) war zwar osmoseanfällig und ich mußte sie sanieren (kostete vor 10 Jahren € 5.000.--) dafür fährt sie heute noch und der Nachfolgeeigner ist nach wie vor begeistert und ist jetzt damit im Schwarzen Meer. Meine "Junge" (SO 35) ist zwar bestens ausgestattet und hat alles, was man haben möchte, ist aber von Grund auf ein anderes Schiff. Keine Osmose, nur wenige "Haarrisse" im Decksaufbau, dafür aber ein reines Buchtenschiff. Durch das breite Cockpit tut man sich schwer, wenn man steif segeln will. Als ganzes ist sie nicht so schiffig und nicht für das Leben auf See konzipiert, eher auf Vergnügungsdampfer. Und qualitativ halt auch nur auf das beschränkt, was unbedingt sein muss. Keine große Reserve in der Konstruktion, die alten waren da ganz anders. Ich bereue den Verkauf meiner alten und würde mir keine Neue mehr kaufen. Eher nach einer Gebrauchten schauen und die vorab von einem Fachmann begutachten lassen und erst dann kaufen. Vom segeltechnischen her absolut auch nur nach einer Gebrauchten schauen, meine Alte war um Eckmale schneller als die Neue. Meine Empfehlung: Baujahre 1990 bis max. 1998, handbreit........
    Geändert von franzbilly (18.07.2014 um 11:55 Uhr)

  3. #3
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    Vielen Dank für die Informationen! Hat vielleicht sonst noch jemand etwas Wissenswertes für mich, speziell was Osmose betrifft?
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  4. #4
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    Jeanneau-unabhängig betrachtet ist das Thema Osmose doch wohl eher ein Vergangenheitsthema. Man hat früher Harze verwendet, die nicht osmosefest waren. Mit den heutzutage verwendeten Isophtalsäureharzen sollte das Thema eigentlich durch sein. Welche Harze jeweils verwendet wurden, sollte aus der Bootsbeschreibung hervorgehen.
    Handbreit - Ralf

  5. #5
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    Zitat Zitat von Ralf-T Beitrag anzeigen
    Jeanneau-unabhängig betrachtet ist das Thema Osmose doch wohl eher ein Vergangenheitsthema. Man hat früher Harze verwendet, die nicht osmosefest waren. Mit den heutzutage verwendeten Isophtalsäureharzen sollte das Thema eigentlich durch sein.
    Ach ja?! Hmmm...
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  6. #6
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    Das ist so nicht haltbar. Die Schäden entstehen durch Verarbeitungsfehler.

    Die Schäden, die Jenneau und Beneteau damals hatten, waren nach meinem Wissenstand auf geänderte Zusammensetzung der Harze zurück zuführen. Dies Änderung hatte der Hersteller wohl nicht kommuniziert.
    Zumindest Beneteau hat damals einen Prozess geführt und gewonnen. Von dem Schadenersatzgeld wurde ein eigenes Labor zur Qualitätskontrolle eingerichtet.
    Da heute alle das Problem kennen, stimme ich Ralf zu, dass diese Schäden eher der Vergangenheit angehören müssten.

  7. #7
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    Und zählt 1996 noch zur Vergangenheit?
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  8. #8
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    Ohne Chemiker zu sein, Isophtalsäureharz ist weniger anfällig, Epoxy noch weniger. Welches Harz tatsächlich verwendet wurde, sollte aus der Baubeschreibung zu entnehmen sein.

    Klar ist, das vernünftige Verarbeitung weitere Voraussetzung für Osmoseresistenz ist. Sind Lunker nicht sauber ausgestrichen worden, erhöht dies die Anfälligkeit deutlich.

    Für Korinthis: ja Osmose ist falsch, korrekt muss es heißen "Osmoseschäden".
    Handbreit - Ralf

  9. #9
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    Standard

    Die Schiffe von den Anfang der Neunziger sind sehr sparsam gebaut und neigen zu starker Haarrissbildung.
    Osmoseneigung kenne ich jetzt nicht so, ein richtig behandeltes UW wird sie nicht haben, aber kenne auch eine Jeanneau die Osmose hat.

    Bei Beneteau liegt das anders, die verwenden seit Ende der Achtziger das BWS Verfahren, dieses verhindert den Osmoseschaden.

    Ein anständige UW Sperrschicht ist in meinen Augen wichtig und darauf sollte gerade bei Gebrauchtkäufen geachtet werde.
    Wer kann, kann auch mit einer Oceanis segeln! ;)

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