Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 32
  1. #1
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard Vorsicht beim Rettungswestenkauf!

    Nach Norm halten automatisch aufblasende Rettungswesten max. 10 Jahre. Danach muss man neue kaufen.

    Bei einem Unfall haftet vermutlich der Skipper, falls eine ältere Weste zum Ertrinken eines Crewmitglieds führt. Deshalb halte ich mich an die Norm und kaufe brav neue Rettungswesten, wenn das eingedruckte Produktionsjahr 10 Jahre her ist. Nun der Hinweis an alle Neukäufer von automatischen Rettungswesten:

    Der Handel scheint ein Problem zu haben, neue Westen zu bevorraten. Wenn ihr Pech habt, kauft ihr also Westen, die schon ein oder mehr Jahre alt sind. Also immer auf das eingedruckte Herstelldatum achten!

    Ich habe mich am Ende für automatische Rettungswesten entschieden, die schon vor einem Jahr produziert wurden. Der Händler war sauer, weil er die Dinger erst vor kurzem vom Großhändler angedreht bekam - ich habe einen finanziellen Ausgleich für die verkürzte Lebensdauer bekommen.

  2. #2
    Registriert seit
    31.01.2012
    Beiträge
    3.929

    Standard

    Noch übler bei Rettungsinseln. Kaufst im Frühjahr und sie ist vom Vorjahr, bleiben nur noch 1oder 2 Jahre bis zur ersten Inspektion.

  3. #3
    Registriert seit
    23.06.2011
    Beiträge
    843

    Standard

    ...ein weiteres ( meist nicht erkanntes ) Problem sind Rettungswesten o h n e Schrittgurt...
    Bei einer Veranstaltung in der Winterpause hat ein Vertreter vom BSH in unserem Verein über diverse Ünfälle
    berichtet, bei denen zu bergende Leute aus der Weste einfach "...'rausgerutscht..." sind...

    Einige Westen ( Deckswest von Spinnlook ) haben die gleich 'dran...

    Ich hab meine Westen sofort nachgerüstet ( für den Preis der original Schrittgurte von Secumar hätte ich problemlos eine
    nagelneue " NOname " - Rettungsweste kaufen können... :-)...aber an der Sicherheit sollte man eben nicht sparen...nach dem
    Motto : "...wer früher stirbt ist länger tot...

  4. #4
    Registriert seit
    28.10.2002
    Beiträge
    2.113

    Standard

    Wo wir grad beim Thema sind, ich war bisher davon ausgegangen dass 275N Rettungswesten mit Schrittgurt und Spraycap gewissermassen das "Nonplusultra" in diesem Bereich sind. Sie tragen etwas mehr auf, aber damit kann man meist leben.
    Was mich etwas verwirrt: im Untersuchungsbericht des Unglücks der Meri Tuuli legt das BSU nahe, dass die Verunfallten mit 150 N Westen besser dran gewesen wären:
    Während der Rettung behinderten die aufgeblasenen Rettungswesten die Schiffbrüchigen der MERI TUULI. Es waren 275N Westen mit Sprayhood, die teilweise ausgezogen und zerfetzt aufgefunden wurden. Möglicherweise wären 150N Westen besser zu handhaben gewesen. Im aufgeblasenen Zustand war es nicht möglich, die Heckleiter des Bootes aufzusteigen und in der Plicht war der Skipper behilflich, das Vertörnen und die Beklemmung am Hals eines Seglers durch den Druck der Rettungsweste zu lösen. Auch der Schrittgurt
    erwies sich bei einem Besatzungsmitglied als hinderlich.
    Quelle: http://www.bsu-bund.de/SharedDocs/pdf/DE/Unfallberichte/2014/UBericht_86_13.pdf?__blob=publicationFile

    Was haltet ihr davon?
    Wer hat schon mal "echte" Erfahrungen (auch gern freiwillig oder beim Sicherheitstraining) gemacht und kann einen Vergleich ziehen?

  5. #5
    Registriert seit
    23.06.2011
    Beiträge
    843

    Standard

    ...ich glaub mit diesen " Riesenwesten " ( 275 N ) sieht man aus und fühlt sich wie ein " Michelin-Männchen "...
    Ich hab' immer nur die " normalen " ( 150 N ) und bin auch schon mal mit so'ner Weste ( die sowieso abgelaufen - also nicht mehr zu warten war ) in vollster Montur in's Wasser gesprungen und fand den Auftrieb mehr als ausreichend...
    Allerdings war das Erklimmen der Badeleiter mit so 'nem aufgeblasenen Ding grenzwertig und im Wasser fühlte ich mich unwohl, da
    die Weste brutal nach oben zog und ich wie'n " Schluck Wasser " 'drin hing... ( damals noch ohne Schrittgurt :-)

  6. #6
    Registriert seit
    24.11.2010
    Alter
    64
    Beiträge
    47

    Standard

    Ich hatte eine 275er beim letzten Sicherheitstraining an und bin damit einigermaßen gut in die Rettungsinsel gekommen. Es stimmt allerdings, dass man sich sehr eingeschränkt fühlt mit dem Riesenwulst vor dem Oberkörper.
    Leider habe ich keinen Vergleich zu einer 150er.

  7. #7
    Registriert seit
    21.07.2008
    Ort
    Bayern
    Beiträge
    165

    Standard

    Ich habe dieses Frühjahr ein ISAF-Training (MTC-Celle) gemacht. Reproduzierbares Ergebnis (im Schwimmbad &#128563 war, dass nur die 275N-Westen HALBWEGS verlässlich gedreht haben, die 150N-Westen hatten ca. 50/50-Chancen, Feststoffwesten haben kläglichst versagt. Meine Erkenntnis: 275N und dennoch den Ernstfall mit allen Mittel vermeiden.
    Ein Unterschied beim Besteigen der Insel war übrigens nicht feststellbar.
    Beste Grüße,
    Christof

  8. #8
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Secumar Beispiel 1: 330 Euro = bei 10 Jahre 33 Euro pro Jahr / bei 8 Jahren 41 Euro pro Jahr
    Secumar Beispiel 2: 450 Euro = bei 10 Jahre 45 Euro pro Jahr / bei 8 Jahren 58 Euro pro Jahr

    Also ich habe meine Euro's schon dümmer ausgegeben.

    Ich würde dieses Thema nicht überweberten.

    Zudem, nach 8 Jahren ist das Ding doch schon abgewetzt ....

  9. #9
    Registriert seit
    30.03.2012
    Beiträge
    411

    Standard

    hängt die Entscheidung bei 150N vs 275N nicht auch von Gewicht, u.a. Jahreszeit (ob man durch nasse Sachen im Wasser +10kg oder +50kg bekommt) und Wassertemperaturen (ob man überhaupt schwimmen oder aktiv agieren kann) ? lg i
    ... crossing oceans like never before
    ... mak7-hasardeur.blogspot.de

  10. #10
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    oHenri, aufgrund seltsamer Normen "verdeckt" mehr als 10% (verkürzte Lebensdauer, mehr Wartung) zuviel zu bezahlen, fällt mir schwer. Neben dem Geld ist vor allem die verkürzte Lebensdauer der Westen abstrus. Das wäre so, als wenn ein neues Auto, dass Ende 2013 produziert und Anfang 2014 ausgeliefert wurde, vom Kunden ein Jahr eher zum ersten TÜV gefahren werden muss.

    Bei den Rettungswesten nervt zusätzlich der 2-jährige Wartungsturnus. Und bei uns am dt. Bodenseeufer mit Bootstüv geht's noch weiter: Vor dem nächsten Boots-TÜV im Herbst trage ich noch den Feuerlöscher zum Prüfer im Nachbarort, damit die Funktionstüchtigkeit per Stempel bestätigt wird, ich schaue mir das Ablaufdatum vom Erste-Hilfe-Kasten an, ob das noch OK ist, etc. Das ist schon alles überzogen. Zum Glück können am Boot die Bremsen nicht schief ziehen ...

    In D ist ein Boots-TÜV wie am Bodensee einmalig, Ich gehe davon aus, dass Ihr Schweizer sowas auch nicht habt.

Ähnliche Themen

  1. vorsicht beim surfen
    Von winnfield im Forum Klönschnack
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 13.10.2012, 18:05
  2. Vorsicht
    Von urowilli im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 09.01.2012, 19:47
  3. Vorsicht beim Wechsel des Kühlmittels
    Von viktor1 im Forum Technik & Elektronik
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 17.06.2011, 21:14
  4. Vorsicht beim geldabheben am Automaten-neue Tricks
    Von charterpartner im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 16.02.2011, 17:06
  5. Vorsicht/Darßer-Ort!
    Von Axel-Jacobs im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 18.08.2002, 21:12

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •