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  1. #1
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    Standard Suche gute Bauanleitung bzw. digitalen Schnittmusterbogen für Kinder-Segelboot

    Ich möchte mit meinen Kindern (Alter: 9 und 11 Jahre) in den Herbstferien gern ein kleines Boot mit Option zur Ergänzung eines Segels bauen. Nach meinen bisherigen Überlegungen und Recherchen scheint mir der Optimist in Stitch & Glue-Bauweise sehr geeignet (geringe Abmessungen, bewährte Konstruktion und bei Fragen viele Tipps/Hinweise im Netz).

    Da uns der Bau mindestens genauso wichtig ist wie das fertige Boot, wollen wir keinen Bausatz, sondern benötigen insbesondere für den Bootskörper ordentliche Pläne zum zuschneiden der Sperrholzplatten. Analog zum Bau unserer Modelleisenbahn wollte ich die Schnittmuster in Originalgröße ausplotten und anschließend mit Sprühkleber auf den Sperrholzplatten befestigen. Somit entfällt das mühsame übertragen – insbesondere bei geschwungenen Kanten – und das Papier lässt sich hinterher bequem abziehen. Der Rohbau unserer Modelleisenbahn war auf diese Weise zumindest schnell fertig.

    Aus diesem Grund suche ich nun eine gute Plangrundlage – am besten im DXF- oder DWG-Format für AutoCAD. Bzw. welcher der für den Optimist angebotenen Holzbaupläne (gibt es ja z.B. beim DODV oder auch hier) liefert die detailliertesten Angaben?

    Für andere Bootstypen findet man im Netz ja teilweise kostenlose Plangrundlagen, häufig jedoch nur als unvollständige Handzeichnung mit wenigen Maßketten, sodass die Nachbearbeitung der geschwungenen Bauteile sicher sehr aufwändig ist. Sind die o.g. Holzbaupläne für die Optimist hier qualitativ besser?

    Ein fertiger Opti-Bausatz ist hingegen nichts für uns, wir wollen die einzelnen Teile gern selber aussägen.

    Alternativ bin ich auch für Links dankbar, die auf gute und günstige Bauanleitungen für andere Kinder-Segelboote verweisen.

    Danke, Paul.

  2. #2
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    hallo paul

    in der zeitschrift 'palstek' gab es vor ein paar jahren eine bauanleitung für ein beiboot mit segel-option. ich habe dir hier den link herausgesucht. leider ist das rigg nicht bestandteil der anleitung.
    eine reichhaltige auswahl an vernünftigen bootsplänen findest du bei selway-fisher.com – für dein vorhaben sind wohl die ganz einfachen am interessantesten, z.b. skylark oder simplicity.

    wenn du mit deinen kindern bauen willst, ist gerade der umgang mit einer straklatte zum aufreissen sauberer kurven etwas sehr spassiges und lehrreiches. das würde ich jetzt nicht ohnen not durch geplottete 1:1-vorlagen ersetzen!

    viel erfolg
    utnik

  3. #3
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    Tolle Idee, mach das. Mein vierjähriger Sohn ist auch regelmäßig dabei, wenn ich am Boot arbeite und kann inzwischen mit Werkzeugen umgehen und Holz schleifen. Ich will mit ihm zusammen später auch einen Opti bauen.

    Die Original Opti-Pläne findest du u.a. hier:
    https://plus.google.com/photos/10859...137?banner=pwa
    (Die IODA- Internationale Opti-KV gibt auch Pläne und sogar eine Bauanleitung heraus)
    http://www.optiworld.org/epoxy.html

    Interessant sind auch diese vereinfachten Baupläne:
    http://www.cabbs.org/pages/Optimist_Pram.htm

    Von digitalen Plänen habe ich noch nicht gehört, halte die bei dieser Bootslänge und den relativ großen Sägeradien auch nicht unbedingt für nötig.

  4. #4
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    Hallo PaulP, vielleicht ist diese Variante interessant: Statt Sperrholz Platten aus geschlossenporigem Polystyrolhartschaum (gibts im Baumarkt zur Fassadenisolierung). Das muß mit Epoxid-Harz laminiert werden, damit es trittfest wird, müssen auch die Flächen überlaminiert werden. Das ergibt ein sehr leichtes Produkt!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  5. #5
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    Vielen Dank für die hilfreichen Antworten!

    Zum Material:
    Mit Hartschaumplatten (Styrodur) hatten wir bereits bei der Modelleisenbahn hantiert. Die Verarbeitung mit dem Cuttermesser geht ja recht gut, nur beim Sägen und Schleifen bleiben die elektrostatisch aufgeladenen Krümel immer überall kleben. Daher werde ich Sperrholz vorziehen. Insbesondere, weil ich den Moment so schön finde, wenn aus ebenen Sperrholzplatten langsam ein dreidimensional gebogener Bootskörper entsteht. Hatten wir erst kürzlich beim Zusammenbau eines Modellbootes erlebt, an dem wir heute das Stevenrohr mit Epoxy verklebt haben (quasi als kleine Übung fürs große Boot).

    Zu den Plänen:
    Im Netz hab ich auch viele Anleitungen für unterschiedliche Bootstypen gefunden. Zum Beispiel könnte ich mich auch für dieses Kajak von simpel-boot.de begeistern. Bin dann aber doch wieder beim Opti gelandet, da es Mast + Segel und andere Teile sicher auch gebraucht gibt. Hinsichtlich der Pläne wollte ich als Arbeitsgrundlage aber keine Handzeichnungen oder verpixelte Grafiken, sondern ordentlich vermaßte Pläne/CAD-Zeichnungen. Ich denke, dass sich die Anpassungsarbeiten beim Bau des Bootskörpers dadurch reduzieren werden (bin halt Ingenieur und kein Handwerker, daher der Hang zu präzisen Plangrundlagen).

    Bevor ich die 40 € an den DODV zwecks Zusendung der Holzbaupläne überweise würde mich interessieren, ob diese Pläne meine Erwartungen erfüllen. Also würdet ihr die DODV-Pläne empfehlen oder gibt es über andere Anbieter im Netz bessere/detailliertere Unterlagen für den Opti?

    Danke, PaulP.

  6. #6
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    Hallo PaulP, ja das mit den Krümeln ist bekannt, da hilft ein Staubsauger. Es ist eher sinnlos, mit einem Cuttermesser arbeiten zu wollen-> Hitzdraht (selbst gebaut). Feinbearbeitung wie Holz: Sägen, Hobeln, Schleifen, Oberfräsen mit hochtourigen Heimwerkermaschinen. Wenn man bei dem Material etwas in die Tiefe geht, gibt es wirklich erstaunliche Möglichkeiten, leider für Kinder weniger geeignet. Z.B. kann man den Leichtbau auf die Spitze treiben, ein Boot von Opti-Größe mit <10kg möglich!
    Da ist selbst im aktuellen Flugzeugbau bei weitem nicht alles ausgereizt.
    Alles Erfahrungen aus dem Surfbrettbau!
    Irgendwann werde ich mir mit dieser Technik ein auf mein Schiff perfekt angepaßtes Beiboot bauen.
    Viele Grüße
    nw
    PS: bei den Surfbrettern waren beim Leichtbau Material und Technik NICHT der begrenzende Faktor. Man hätte vielleicht auf unter 3kg kommen können, aber ein Surfbrett mit 4Kg kann man nicht am Strand liegen lassen, schon bei leichtem Wind fliegt es weg.
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  7. #7
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    Zitat Zitat von PaulP Beitrag anzeigen
    Bevor ich die 40 € an den DODV zwecks Zusendung der Holzbaupläne überweise würde mich interessieren, ob diese Pläne meine Erwartungen erfüllen. Also würdet ihr die DODV-Pläne empfehlen oder gibt es über andere Anbieter im Netz bessere/detailliertere Unterlagen für den Opti?
    Ich habe mir seinerzeit die Pläne gekauft (dann aber das Boot doch nicht gebaut, da wir zu viele andere Baustellen hatten und günstig einen Opti fanden) und halte sie für ausreichend gut. Ansonsten gibt es noch ein paar Seiten im Netz (auch die von Dir verlinkte Seite aus der Schweiz), die gut illustrieren. (Ich bin auch kein Handwerker und muss mir immer erstmal eine Vorrichtung für Angelernte konstruieren...)

  8. #8
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    Bin eben fündig geworden und wollte den Link noch abschließend hier posten:

    http://www.boatyourself.com/#!optimist/cl3g

    Über diese Seite von Mathias Gero aus Indonesien kann man sich den Opti als 3D-Modell für Sketchup herunterladen und anschließend ins DWG-Format konvertieren.

    Zusätzlich bietet er einen Download der Schnittmusterbögen für Adobe Illustrator an.

    Sowohl am Modell, als auch in den Plänen sind merkwürdige Laschen für Holzzapfen dargestellt – diese werde ich sicher weglassen und die Teile nur per stitch & glue verbinden.


    Nun noch eine letzte Frage: Wo kann ich günstig Epoxidharz beziehen? Muss nicht unbedingt das beste High-End-Produkt sein. Für unseren Zweck genügt auch die einfache Qualität.

  9. #9
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    Naja, Ebay geht immer, aber dann hast du einfach und billig, aber nicht unbedingt gut. Ich habe mit http://www.timeout.de/ ganz gute Erfahrungen gemacht. Die beraten ordentlich und bieten dir auch Harz und Härter in den Topfzeiten und Verarbeitungstemperaturen an, die du brauchst und schicken zügig. Ich würde mir zum reinen Kleben mit Epoxyharz allerdings überlegen, ob ich nicht die Pumpspender von West-System nehme. Die sind schon eine echte Arbeitserleichterung und sauen auch nicht so rum. Bei den kleinen Mengen spielt der Preis nicht so eine große Rolle und du hast was idiotensicheres, was auch Kinder bedienen können. (Bei Epoxy immer Nitril-Handschuhe). Das West-System bekommst du mit guter Beratung z.B. bei http://www.vonderlinden.de/ aber auch überall anders.

  10. #10
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    Zitat Zitat von PaulP Beitrag anzeigen
    Nun noch eine letzte Frage: Wo kann ich günstig Epoxidharz beziehen? Muss nicht unbedingt das beste High-End-Produkt sein. Für unseren Zweck genügt auch die einfache Qualität.
    Such' mal in den Ausstellerlisten der Boatfit. Da war in den letzten Jahren immer eine Firma aus dem Emsland, Ostfriesland oder so, die gute Preise und eine im ersten Eindruck gute Beratung geboten hat. - Ich selbst habe aber bisher zumeist mit West gearbeitet und noch keine Erfahrung mit deren Produkten. Kommt vielleicht diesen Winter.

    Eine Anmerkung noch zu den West-Pumpspendern. Die sind klasse - sofern Du mit West arbeitest. Sonst bitte erstmal die Mischverhältnisse prüfen (nach Gewicht oder Volumen etc.), auch wenn's häufig hinhauen mag.

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