Hier mal ein kleiner Erfahrungsbericht über die Software „HomePort“ von Garmin. Man findet ja leider nirgendwo nachvollziehbare Handbücher über die Funktionsweise, nicht mal vom Hersteller, und die integrierte Hilfe-Funktion? Na ja!

Seit wenigen Tagen ist „HomePort“ kostenlos bei Garmin als Download erhältlich. Viele Internethändler bieten das Programm gleichwohl immer noch für rund 30 Euro an. Das ist im Grunde schon mal eine positive Meldung, die Garmin für sich verbuchen kann. Erstaunlich, zumal das Unternehmen eher bekannt dafür ist, mit Hilfe von einsamen Insellösungen jeden Cent aus der Kundschaft rauszupressen …

Warum eigentlich HomePort, wenn man z.B. schon Basecamp hat? Das war z.B. meine erste Frage, die ich mir dann auch gleich selbst beantworten konnte. Basecamp, das weiß ich jetzt, routet den Weg zwischen zwei Punkten immer – soweit möglich – über Land. Wenn man eine Route von Burg auf Fehmarn (Grüne Tonne) zum Beispiel bis Schleimünde mit Basecamp konzipiert – auch unter der Fehmarnsundbrücke hindurch – routet Basecamp brav über Land, selbst wenn eine Seekarte (z.B. EU021R) als elektronische Karte zugrunde liegt. Nur HomePort nutzt allein den Seeweg. Das war schon mal das erste Aha-Erlebnis.

Die zweite Erkenntnis: Man muss den Chip mit der Seekarte nicht ins Lesefach des Rechners legen, wie vielfach beschrieben. Homeport holt sich die Daten vom Navigationsgerät (z.B. Oregon 550) automatisch, wenn es via USB-Kabel mit dem Rechner verbunden ist und vom Rechner erkannt wurde. Die mit Hilfe von Homeport erstellten Daten wie Routen, Wegepunkte oder Tracks werden von Homeport zunächst mal auf dem Rechner gespeichert. Man kann sie über den Button „An Gerät senden“ jederzeit übertragen. HomePort bietet dann aber zwei Speicherplätze zur Auswahl: den internen Speicher des mobilen Navigationsgerätes oder aber den Wechseldatenspeicher im Gerät, auf dem die Seekarte deponiert ist. Ich benutze den internen Speicher, um die Daten auch nach einem Kartenwechsel im Gerät zu haben.

Das Erstellen einer Route erschließt sich bei HomePort leider nicht so intuitiv wie z.B. bei OpenSeaMap. OpenSeaMap führt den Kartenausschnitt automatisch nach, wenn man mit dem Mauszeiger an den Kartenrand stößt. HomePort macht an dieser Stelle erstmal garnichts. Man muss zuvor über „Ansicht“ in der Menüleiste im Untermenü „Kartensteuerelemente“ erstmal auf „Ein“ klicken, um den Kartenausschnitt dorthin bewegen zu können, wohin die Route führen soll. Das hat bei mir leider auch eine Weile gedauert, bis ich das rausgefunden habe.