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  1. #1
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard Albtraum Müritz?

    Aktuell auf Spiegel-Online, leider nur am PC ohne die Spiegel-App anzuschauen: Freizeitkapitäne auf der Müritz
    Highlights beim Schleusen z.B. bei 14:05 min.


    Ich war noch nie da und dachte das ist ein beschauliches Revier. So kann man sich täuschen.

  2. #2
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    Hallo LaLaLaLa, ich war auch noch nicht da, aber das ist doch zu 95% sensationell aufgebauscht. Man hat da auch offenbar sehr lange gesammelt, um genügend Hafen- und Schleusenkino zusammenzubringen, denn einige Szenen kennen die aktuelle Führerscheinregelung nicht. Das einzig wirklich interessante kommt zu kurz: im ersten Drittel kommt eine ganz kurze Szene zu einem ernsten Problem: Die Schleuse ist sehr schmal, der Wasserstand nur eine Handbreit unter der Schleusenmauer. Der Rudergänger kann die Mauerkrone nicht sehen, die Fender drückt es weg, und scratch!
    Ansonsten kommt das Revier doch ziemlich ungeschoren davon, abgesehen davon, daß es kleiner als die Ostsee ist!
    viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  3. #3
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    Ich habe meine "Segeljugend" mit Jolle und Jollenkreuzer an der Müritz verbracht, im Binnenland jedes Jahr über mehr als 20 Schleusen hin und wieder zurück...

    Ein (damals) schönes Revier, wobei die Müritz nur ein Teilziel war. Die Gewässer "davor und daneben" empfand ich immer als interessanter, weil abwechslungsreicher und weniger rauh.
    Anlegen an einem kleinen Sandfleck am Ufer, Heckanker-fertig.
    Solche Liegestellen gab es an der Müritz nur vereinzelt. Das Ostufer war damals schon gesperrt.


    Heute hat der scheinfreie Chartermarkt offensichtlich alles fest im Griff. Diejenigen, die zur Müritz fahren berichten von dramatischen Manövern und teils langen Wartezeiten vor den Schleusen. So weit weg liegt der Bericht damit nicht. Das gesamte Berliner Motorboot Umland findet sich ebenfalls gefühlt auf dem Weg dorthin.

    Die trafen wir dann auch an der Lehnitz Schleuse, wenn wir jetzt das Schiff zur Ostsee (uber Stettin) fuhren...

  4. #4
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    Diese Nummern kann man auf den Kanälen und Flüssen Frankreichs, Irlands oder Englands genauso beobachten.
    Die Leute sind Autos gewohnt, die sofort reagieren und Übersteuern dementsprechend.

    Ja, ist oftmals recht unangenehm solch einem Boot zu begegnen. Interessanter Weise beginnt die Rumeierei erst, wenn man in deren Nähe kommt. Dann bricht Hektik aus.
    Alles im allen habe ich nur Unfälle erlebt, wenn zwei solcher Nasen zusammen treffen. Und das nennt man dann eben nicht Hafen- sondern Flusskino.

  5. #5
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    Wir waren dieses Jahr auch mal wieder auf der Mecklenburger Seenplatte.
    (Hatten 2 Jahre ausgesetzt wegen hausbau)

    Wir waren erschrocken was für Ausmaße der Charterverkehr angenommen hat.
    Da sollte dringen wieder von staatlicher Seite gegengesteuert werden.
    Die gesamte Infrastruktur, sei es Schleusen, Häfen oder Gastronomie
    scheint maßlos überfordert.

    Früher die klassischen 8 x 2,60 Boote passten 2 nebeneinander 4-6 hintereinander.
    Dafür waren die Schleusen ausgelegt, alles war schön und entspannt.
    Weil keine übermäßigen Wartezeiten entstanden. Ein wirklicher Urlaub.
    Diese übertrieben großen Boote von 12 m und mehr überfordern die Kapazitäten der
    Gewässer maßlos. Wartezeiten von teilweise 6 Stunden die Folge.
    Zumal 12m und größer nur mit Charterschein, nicht zu zügigen Schleusenvorgängen
    beiträgt, weil null Praxis und Erfahrung vorhanden ist. Von Schäden ganz zu schweigen.
    Ich bin in 2 Wochen Urlaub 2x das Ankerlicht losgeworden, weil man ja denkt so ein
    liegender Mast geht aus dem Weg wenn man gegenfährt.

    Ich bin für eine gesetzliche Größenbeschränkung von max. 8- 9m per Charterschein.
    Sowas ala Saga 27 und co. Für einen Urlaub mit der normalen 4-köpfigen Familie
    reicht das völlig aus, bei mehr Leuten nimmt man eben 2 oder mehr davon und
    fährt als kleine Flotille zusammen.
    Alles was größer ist, sollte ausschließlich nur mit Führerschein möglich sein.
    Wer es doch größer will ohne Führerschein, muß dann halt einen Skipper buchen.

    Auf der Straße darf ich ja auch keinen 40-tonner fahren, nur weil ich es mal für einen Urlaub
    lang ausprobieren will. Auf der Straße braucht jedes kleine Moped einen Führerschein.
    Auf dem Wasser mit über 12m und 10to und mehr Gewicht unterwegs zu sein
    ohne es zu beherschen kann auf dauer nicht klappen. Spätesten wenn die Verkehrsdichte
    weiter ansteigt, werden die Unfälle noch mehr ansteigen.
    Schwerverletzte gab es ja dieses Jahr schon. Z.b. in Diemitz, als vor der Schleuse 4 Kanus
    für so ein Riesen Charterboot als Fender herhalten mußten.
    Geändert von dehlya_22 (28.08.2014 um 19:27 Uhr)
    LM 27

  6. #6
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    War schon eine Weile nicht mehr mit dem Schiff dort oben, aber das passt schon.
    Das die Schiffe zu groß sind und eben die Schleusen eben nur ein oder zwei Schiffe dann fassen ist ein großes Problem.
    Vor allem zwischen Müritz und Rheinsberg ist das ein Problem, weil da die Charterbasen sind.

    Sobald sich da Verletzte häufen, wird sich was ändern, wie immer.

    Ein ankerlicht abgefahren, Shit Happens.
    Ist mir auch schon passiert, das neue Schiff ist so hoch, da habe ich einem den windex abrasiert.
    Passiert halt, wenn man fährt.

    Zwei mal ist natürlich Pech.
    Wer kann, kann auch mit einer Oceanis segeln! ;)

  7. #7
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    Hallo Ihr, soo schlimm ist es nicht. Prinzipiell kann man in Mitteleuropa kein naturbelassenes Revier mehr erwarten, die "Gute, alte Zeit" ist unwiderruflich und überall weg. Das Problem hat auch mit Frankreich zu tun, dort wird die Führerscheinpflicht an der Bootslänge festgemacht (12m so viel ich weiß) dementsprechend viele (binnen)Boote dieser Länge fahren dort herum, auch mit führerscheinfreien deutschen Urlaubern besetzt. Und es geht auch, trotzdem die (kleinen) französischen Schleusen eher kleiner sind als die an der Müritz. Allerdings ist es ein für mich unbekanntes Phänomen, daß Kaijak- und Kanufahrern erlaubt wird, da mit die Schleuse zu gehen. Das halte ich in jedem Fall für sehr gefährlich und damit unverantwortlich, auch wenn alle Beteiligten ihr Handwerk beherrschen, Die sollten, und können das ganz leicht, umtragen!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  8. #8
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    Ich glaube du warst noch nie auf der Mecklenburger Seenplatte ?

    Schulklassen mit 20 und mehr Kanus sind normal und alltäglich in Schleusen.
    Das war schon so, als es noch gar keinen Charterbetrieb da oben gab.

    Stellen zum Umtragen gibt es so gut wie gar nicht.
    So leicht ist es auch nicht die großen 3 - 5er Kanus + Gepäck von den 3 bis 5 Leuten
    hin und her zuschleppen.

    Ich finde es unverantwortlich, das Schiffsführer mit Booten unterwegs sind
    die sie nichtmal ansatzweise beherrschen.

    Nicht die Paddler sind das Sicherheitsrisiko....
    LM 27

  9. #9
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    Zitat Zitat von dehlya_22 Beitrag anzeigen

    Ich finde es unverantwortlich, das Schiffsführer mit Booten unterwegs sind
    die sie nichtmal ansatzweise beherrschen.

    Nicht die Paddler sind das Sicherheitsrisiko....
    So ist es!
    Da haben ein paar Charter Betreiber mit umausgelasteter Flotte (z.Bsp. KUHNLE) gaaanz laut geschrien und schon gab es diesen Unsinn in MeckPom und Brandenburg.
    Da war es anschließend nur konsequent, die MoBos bis 15PS freizugeben, das noch mehr wildgewordene Radiergummis durch die Gegend kurven...

  10. #10
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    Hallo dehlya, Du hast recht, zumindest zum Kanufahren war ich noch nicht in Mecklenburg. Kanufahren in Süddeutschland und Frankreich habe ich schon ausgiebig betrieben, und besitze auch ein (3er) Kanu. Daher weiß ich einerseits, wie leicht und unverhofft schnell man hineinfallen kann, samt Gepäck für mehrtägige Touren, vor allem, wenn ungeübte Personen dabei sind, andererseits wie es ist, ohne jede Infrastruktur an den Wehren umzutragen. Selbst z.B. an der Altmühl ( www.naturpark-altmuehltal.de/bootwandern/ ) sind, obwohl an jedem Wehr Umtragewege bestens angelegt sind, Wegstrecken bis zu 300m zu bewältigen. Das wird an den Schleusen in Mecklenburg nicht anders sein. Ansonsten ist das Befahren der Schleusen mit Kanus, Kajaks und Schlauchbooten in Süddeutschland und meines Wissens in Frankreich schlicht verboten, und ich meine zu Recht!
    Meine Infos zur Müritz gehen jedoch dahin, daß ein großer Teil der Seenplatte mit Fahrzeugen mit Motor nicht befahren werden darf. Das ist das ideale Revier für Kanus und Segeljollen. Was suchen dann die Kanus in der Schleuse?
    Viele Grüße
    nw
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