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  1. #11
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    Zitat Zitat von Hai-710 Beitrag anzeigen
    Ganz klar, Nautic-Plast (ARP Bootsbau oder so) , hatte die Idee, daß 2 Kiele besser sind als einer, gabs im America's Cup ja auch schon, allerdings muß man dann segeln können, um das Potential voll auszunutzen und den Normalkielseglern wegzukreuzen.
    Nöööö. Zwei Kiele sind hydrodynamisch nie besser als einer, es sei denn man baut gar keinen Kiel, sondern hängt die Bleibombe an zwei Ruder, die so angestellt werden können, dass man "luvgewinn" machen kann. (Das ist die AC-Idee - funktionerte aber auch nur in der Theorie) --> http://www.americas-cup-history.com/...iles/27787.jpg

    Mal ganz ehrlich: Ich kann jeden verstehen, der eine Hai kauft, weil er Stehhöhe haben möchte, einen getrennten Toilettenraum, ein möglichts großes trailerbares Schiff, wenig Tiefgang,..., aber das ändert nichts daran, dass das Schiff nunmal einfach nicht auf gute Segeleigenschaften ausgelegt ist. Da ist auch die Kielversion relativ egal. 20-50% Prozent des Vortriebs auf Amwind gehen allein durch Rumpfaerodynamik verloren. Wie soll das Schiff denn bitte ordentlich kreuzen können? Aber wie gesagt, muss es ja auch gar nicht, hat ja andere Stärken und kommt ja auch schließlich irgendwann in Luv an.

  2. #12
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    Zitat Zitat von pogo Beitrag anzeigen
    Bei Autos redet doch auch niemand von " Fahreigenschaften ".pogo
    Klar kann ich dir die Frage nach den Segeleigenschaften beantworten. Googel kann das aber auch.
    Bei Autos redest du nicht von "Fahreigenschaften". Andere schon:
    z.B.: http://www.fast.kit.edu/lff/1017_1127.php

  3. #13
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    Was ist, wenn jemand einen Bulli kaufen möchte, weil der ihm Platz und eine hohe Sitzposition bietet. Legt man ihm dann Boxter, SLK oder Z4 ans Herz, weil die schneller sind?

    Willy

  4. #14
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    Zitat Zitat von Nichtraucher Beitrag anzeigen
    Was ist, wenn jemand einen Bulli kaufen möchte, weil der ihm Platz und eine hohe Sitzposition bietet. Legt man ihm dann Boxter, SLK oder Z4 ans Herz, weil die schneller sind?

    Willy
    Wer hat denn dem TE etwas anderes ans Herz gelegt?
    Zumal er ja ein Boot gekauft hat, somit also die Entscheidung gefallen ist.

    Was evtl. die Leute hier amüsiert, ist die Aussage, man hoffe auf bessere Segeleigenschaften am Wind. Das ist insofern ein wenig lustig, als es ja für die Hai durchaus besser segelnde und dabei ähnlich geräumige Alternativen gibt. Deshalb wahrscheinlich die zwar wenig konstruktiven, aber richtigen Hinweise, dass die Hai 760 evtl. nicht das richtige Boot ist für Leute, die sonderliches Interesse an guten Segeleigenschaften haben. Trotzdem kann ja der TE damit sehr gut bedient sein und langfristig seinen Spaß finden. Umso besser.

    @pogo: Wir helfen hier gerne. Segeleigenschaften nennt man die Summe aus Geschwindigkeit, Trimmbarkeit, Luv- oder Leegierigkeit, mögliche und sinnvolle Höhe zum Wind, Kurstreue, Wendigkeit, Verhalten bei Welle usw. von Booten. Also die Eigenschaften eines Bootes, die das Segeln selbst betreffen im Gegensatz zu z.B. Manövriereigenschaften im Hafen oder anderem. Hoffe, geholfen zu haben.

    @Hai-710: Mein Boot ist ähnlich groß wie die Hai 760.
    Kann ich an der Regatta auch teilnehmen?

    Holger

  5. #15
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    Standard variabler Tiefgang vs. Festkiel - immer ein Kompromiß auf beiden Seiten

    Hi Nichtraucher Willy,

    da denken wir in mind. 2 Dingen auf gleicher Wellenlänge,
    wie viele andere Segler auch,
    sonst würden alle nur mind. 2 m tiefe Kiele haben, alle H-Boot oder Folke segeln, oder Minis/pogos, weil die schnell sind.

    Der Autovergleich ist gut, ich führe den weiter aus:
    Mit nem VW-Bus kommt man quer durch Europa bis Asien, Indien + Afghanistan als bewährte Reiseziele der 70er, z.B. einer Uschi Obermaier.
    Die hätte sich mit ihrem Lebensgefährten auch nen Porsche leisten können (stand dann evtl. auch in der Garage), wären von Hamburg auch schnell nach München gekommen, aber dann durch den Balkan, Ostanatolien, usw. usw. Indien...
    da war der VW-Bus der Langläufer, nicht so schnell wie ein Porsche, aber der Lastesel für einen kompletten Haushalt zum Leben für Monate, trotzdem kommt man mit dem VW-Bus mit Pütt un Pann "bergauf" im richtigen Sinn, bis in die Himalaya Ausläufer und etliche andere Gebirge.

    Spätestens jetzt sollte klar sein, wohin die Reise geht oder gehen könnte

    Für die Nichtversteher Klartext:

    Mit einer Hai 710 KS oder Hai 760 KS oder 760 PSK kann man gemütlich segeln, auch Am Wind.
    Der Kiel (der Porsche-Turbo-Motor) ist dafür nicht notwendig.
    Überhaupt braucht man keine Rennyacht wie H-Boot oder Sprinta Sport (beliebig nach oben skalierbar), welche natürlich bei glattem Wasser auf der Mittwochsregatta schneller (Am Wind) sind als Hai 710 mit Kiel oder KS, oder Hai 760 mit Kiel oder KS oder PSK, jedoch beim Fahrtensegeln die Crew schnell ermüden lassen.
    Weil eben bei Rennyachten oft nur Kriechen in der Kajüte möglich, kaum Stauraum, keine abgeschlossene Toilette, keine brauchbare Pantry, keine völlig separierte Achterkajüte für die Jugendlichen.

    So kann man im September mit einem 7 m Kielschwerter zu zweit, von Deutschland nach Stockholm und den Aalands segeln,
    in 8 Tagen von Deutschland nach Tallinn, davon 3 Tage + Nächte bis Herrvik, das ist Ostseite Gotlands mittig, Tagestörn in den Farösund, 1 Hafentag wegen Starkwinds-stürmisch aus falscher Richtung dort mit Radtour über Farö, nächster Tag weiter mit 2 Tagen + Nächten bis Tallinn.
    Oder ca. 11 Tage von D bis Helsinki.
    Oder 2 Tage + Nächte bis Danzig.

    Diese Törns hätten Kielyachten nicht besser hinbekommen, stelle ich so in den Raum. Den Vergleich habe ich oft genug gehabt.
    Auch gut kreuzende Kielyachten haben nur geringen Reichweitenvorteil, weil auch diese sich auf langen Strecken die Zeit vertun würden mit unangenehmsten Segelbedingungen, als einfach 1-3 Tage warten und dafür mit passendem Wind als Anlieger oder besser die lange Strecke bequem in deutlich kürzerer Zeit als beim Kreuzen abzusegeln.
    Diese Hafentage bei Gegenwind sind planbar in attraktiven Destinationen mit Kulturangebot, oder Natur, wie man es haben will. Solche Hafentage mit Kennenlernen von Land und Leuten sind für mich der eigentliche Grund zum längeren Segeln, wenn ich stattdessen jeden Tag meine 30-50 sm tagsüber machen würde und dadurch kaum die Städt(chen) sehen würde, was wäre der Sinn ? Kann natürlich auch schön sein.

    Natürlich sind wir mit der Hai 710 KS auch schon etliche Male gekreuzt, um schon Strecke im günstigen Wetterfenster zu schaffen, um dann z.B. eine Drehung des Windes mitzunehmen.

    Ein interessanter wichtiger Punkt bez. Segeleigenschaften ist jedoch nicht die erzielbare Höhe Am Wind respektive VMG, sondern das Seeverhalten, Segeleigenschaften im gesamten, Verhalten bei Welle, Lebensqualität, Wohnqualität beim Segeln.
    Und hier hat uns die Hai 710 KS überrascht. Als wir mit den langen Distanzen inkl. über Nacht anfingen, konnten wir immer gut gelaunt, geradezu erholt! in den Häfen an Land gehen, Stadtbummel usw.
    Ich behaupte, daß extreme (schnelle) Konstruktionen für die langen Distanzen nicht unbedingt wesentlich vorteilhafter sind, es sei denn, man hat dort auch eine gewisse Wohnqualität. Für mich interessant ist z.B. dann was ganz modernes wie Mini 650 / pogo, siehe den schnellen ca. 1000 sm Ostsee-Törn von jofrara/Frank, meine ich, offensichtlich konnte er gut genug schlafen und leben.
    Aber auch so eine schnelle Kiste kann dann nicht alles, wie ein Kielschwerter, denke ich.



    Nun könnte man konstatieren:
    prima, das geht ja auch mit Kiel.
    Was geht nicht mit Kiel:
    Die Sicherheit, immer einen Liegeplatz zu bekommen, auch in den hintersten Ecken, jene, die flach sind, sichere Ankerplätze in den schönsten Naturhäfen, wo oft die Zufahrt über eine Barre die Kielboote vor Probleme stellt,
    Trockenfallen im Watt, trotzdem zur Hochseeinsel Helgoland
    Boddengewässer, das schönste Revier Deutschlands,
    Weichseldelta,
    alle 3 Haffs ohne Bauchschmerzen und ständigem Blick zur Betonnung und Echolot usw.

    Man könnte noch zig Reviere aufzählen, wo der variable Tiefgang Vorteile bietet gegenüber dem Kielboot.

    Natürlich ist jedes Schiffsmodell ein Kompromiß,
    oft aus Geschwindigkeit, Wohnlichkeit, Reviervariabilität.

    Wer war denn schon mit dem eigenen Boot und Familie für eine typische Urlaubsdauer in Nordsee, Mittelmeer und Ostsee unterwegs ?
    Per Trailerboot gut machbar, besonders in der Kombi variabler Tiefgang.
    Wer kann denn spontan das Urlaubsrevier wechseln, von der Nordsee zur Adria , weil sich gerade an der Nordsee eine mistige regnerische windige Tiefdrucksommerwetterlage einstellt ?

    Mein Fazit:

    Die Vorteile des variablen Tiefgangs durch Kielschwert, PSK, Hubkiele werden oft unterschätzt zu Gunsten der Vorteile eines tiefen Kiels.

    Man kann es so sehen:
    Mit einem vernünftigen Kielschwertboot kann man (fast) alles machen wie mit dem ähnlichen Kielboot,
    jedoch kann man mit dem Festkiel längst nicht alles machen, was der variable Tiefgang ermöglicht.
    Hai 710 KS www.hai-710.de.vu - Perfektes Segeln mit dem Trailerboot - Törns: www.hai-710.blogspot.de

  6. #16
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    Eigentlich fand ich die Diskussion nicht besonders interessant, weil wie so häufig, immer das gleiche vorgetragen wurde. Aber ein Gedanke fasziniert mich: eine "Schleichseglerregatta" !

    Warum nicht ? Ich glaube zwar nicht, dass meine PSK wirklich schneller wäre (zumal mir jede Regattaerfahrung fehlt), aber es wäre ein ziemlicher Spaß. Die Frage, könnten wir uns auf ein Revier einigen ? Ich habe das IM im Programm.

    Aber jetzt wird es OT. Man müsste einen neuen Fred aufmachen.

    Grüße
    Jürgen
    Jetzt mit Hai 760 DS ergänzt: www.hai-590.de

  7. #17
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    Ja, da ich früher noch 3 andere nette Hai (2 x 710 , 1 760) Eigner kannte, hatte ich schon immer die Idee eines "Klassentreffens" mit "Rallye", eine Art Minitour, unter Aussegelung des Europa-Cups im Hinterkopf

    Ich plädiere natürlich für den Greifswalder Bodden oder das Stettiner Haff, mit sehr viel Flexibilität von Destinationen, das Isselmeer ist insofern gut, nur für uns zu weit abgelegen, es sei denn, wir kämen nur als Mitsegler irgendwo.
    Keine Ahnung, ob sich Hai (gern von 590 - 710 - 760, gibt ja auch noch wenige größere Exemplare) Eigner auf Termin und Ort einigen können und soviele mitmachen, daß es witzig wird.
    Alleine in meinem Heimathafen im Achterwasser gibts uns mit 710 und noch eine 760.
    Ich könnte wetten, daß ein Ex-Hai-710er (mit Kiel) nun mit seiner Haber 800 (mit Schwertern) auch Lust hätte, ich denke, so einen modernen "Motorsegler" (vom Äußeren oberhalb der WL) mit Schwertern und Gaffeltakelung könnte man in den Kreis der Hais eingemeinden.
    Naja, Ende OT.
    Hai 710 KS www.hai-710.de.vu - Perfektes Segeln mit dem Trailerboot - Törns: www.hai-710.blogspot.de

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