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  1. #1
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    Standard Kreuzfahrtschiff Marco Polo mit 1000 Personen läuft vor Norwegen auf Grund

    Wie kann das passieren ?

    "Marco Polo"

    Kreuzfahrtschiff "Marco Polo" mit 1000 Personen läuft vor Norwegen auf Grund



    dpa

    An Bord des Kreuzfahrtschiffes "Marco Polo" befanden sich zum Zeitpunkt des Zwischenfalls vor Norwegen mehr als 1000 Personen (Archivbild)

    Auf der Fahrt der "Marco Polo" durch das nördliche Lofoten-Archipel vor Norwegen hat sich am Sonnabend ein Zwischenfall ereignet. Der in Wismar erbaute Luxusliner saß fest. Verletzt wurde niemand.


    Kopenhagen. Ein Kreuzfahrtschiff mit mehr als 1000 Personen an Bord ist vor Norwegen auf Grund gelaufen. Der Zwischenfall habe sich am Sonnabendmorgen im nördlichen Lofoten-Archipel ereignet, teilte der norwegische Rettungsdienst mit. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand.

    Einige der Passagiere hätten die "Marco Polo" verlassen können. Ihre Nationalitäten waren zunächst unklar. Doch soll ein norwegischer Pilot zu den Reisenden gehört haben.

    An dem Kreuzfahrtschiff wurden keine Schäden gemeldet. Zwei Schlepper seien auf dem Weg, um zu versuchen, die "Marco Polo" zu befreien. Das Schiff ist auf den Bahamas registriert, gebaut wurde es in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern).

    01.11.2014 | 14:46 Uhr

  2. #2
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    Unglaublich. Entweder hat jemand gepennt oder es war Alkohol im Spiel. Anders lässt sich soviel Nachlässigkeit nicht erklären.

    Hoffen wir, dass es nicht eine zweite Costa Concordia wird. Da hieß es zunächst auch: alles in Ordnung.
    Handbreit - Ralf

  3. #3
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    Weder der Kapitän der Costa Concordia noch die Crew der Marco Polo waren betrunken oder sind blööd (Jedenfalls ist nichts derartiges bekannt). Ihr Vertrauen in die Präzision der Technik ist weltfremd.
    Die Reisegesellschaften bieten den Gästen Abenteuer. Die Reisenden genießen den Schauer der Gefahr wenn sich das Schiff auf Steinwurfweite gefährlichen Klippen nähert. Bei der Costa Concordia wollte man unter Ausnutzung der absolut präzisen Navigationsmöglichkeiten einen Zwieback auf die Klippen von Giglio werfen.
    Bei der Konstruktion von genauen Bauteilen ist die Toleranzbetrachtung der entscheidende Konstruktionsschritt. Nur der Laie glaubt, dass ein Meterstock tatsächlich einen Meter lang ist. Eine genauere Fertigung verkleinert das Problem. Behoben wir es nur, wenn die vorhandenen Toleranzen berücksichtigt werden.
    Ob Konstrukteur oder Navigator: Wer nicht mit Genauigkeit umgehen kann, fabriziert Murks!

    Gruß Franz

  4. #4
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    Ich hoffe nur, dass er flugs den Ankerball gesetzt hat

  5. #5
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    Dass will ich nicht hoffen, denn der Dampfer liegt nicht vor Anker, sondern er ist ein Grundsitzer!

  6. #6
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    Habe gerade eine weitere Quelle gefunden.


    Marco Polo in norwegischem Fjord auf Grund gelaufen
    (01.11.14) Am 1.11. lief das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Marco Polo", 22080 BRZ, mit 1108 Personen, darunter 650 Passagieren, an Bord im Buksnesfjord vor Gravdal am Morgen von Tilbury kommend auf Grund. Es war zu weit in die Bucht geraten, als es in Storeidøya anlegen wollte. Beim Drehmanöver kam es direkt vor Bethesda fest. Das Tauchboot "Gard" machte um 10.33 Uhr am Heck fest, wenig später waren auch das Lotsenboot "Øysprinten", die Rettungsboote "Det Norske Veritas" und "Sundt Flyer" aus Svolvær vor Ort.
    Bei einer ersten Inspektion konnte der Kapitän der "Marco Polo" keinen Schaden ausmachen. Die Küstenwache schickte unterdessen die "Nordkapp" zur Unglücksstelle. An Land wartete ein knappes halbes Dutzend Busse des Arctic Guide Service bereits, Passagiere zu Ausflügen zu bringen. Mit Tenderbooten wurden sie nun an Land gebracht. Dabei musste die Polizei sämtliche Personalien aufnehmen, um für den Fall einer Evakuierung Klarheit zu haben, wer sich noch an Bord befand.
    Die "Marco Polo" entwickelte bei fallendem Wasserstand leichte Backbordschlagseite. Vor Ort war ein frischer Westwind, der gegen Abend auf Südsüdwest drehen sollte. Die Rettungsboote drückten an Steuerbord gegen den Rumpf. Gegen 13 Uhr war Niedrigwasser. Um 11.11 Uhr gingen die ersten Passagiere in Storeidøya an Land. Polizeioffiziere gingen im Gegenzug an Bord des Kreuzfahrers, um die Schiffsführung Routineprüfungen zu unterziehen.
    Nachdem die "Nordkapp" gegen Mittag eingetroffen war, stiegen Taucher ab, um den Rumpf des Havaristen zu untersuchen, der mittschiffs aufsaß und teils Sand, teils Fels unter sich hatte. Um 12.30 Uhr wurde ein Seaking Helikopter in Vestvågøy bereitsgestellt. Um 12.40 Uhr waren die Vorbereitungen für eine mögliche Evakuierung abgeschlossen, was eine Aufstellung der Transportmittel, Aufnahmeplätze und Unterkünfte einschloss. Die Universitätsklinik Nordnorwegen bereitete zusätzliche Aufnahmekontingente vor.
    Um 13.18 Uhr wurde auch die "Harstad" der Küstenwache in Marsch gesetzt. Letztlich ging alles glimpflich aus - um 17.17 Uhr glitt die "Marco Polo" mit steigendem Wasser von der Strandungsstelle und ging im Fjord vor Anker.
    Das Schiff wurde auf der VEB Mathias Tesen Werft als "Aleksandr Puskin" erbaut und am 14.8.1965 an die Baltic Shipping Co. im damaligen Leningrad abgeliefert. Sie ging in die Kreuzfahrt und lief im Sommer 1967 auf der Route Leningrad - Bremerhaven - Montreal. 1985 wurde sie für die Far Eastern Shipping Co, Wladiwostok, registriert und an die CTC Cruises verchartert, die sie ab Sydney einsetzte.
    Am 6.2.1990 wurde sie in Singapur aufgelegt, 1991 an die . Shipping & General (Orient Lines), Nassau, verkauft und in "Marco Polo" umbenannt. Im Juni wurde sie auf der Neorion-Werft in Syros umgebaut und ab November 1993 im Mittelmeer eingesetzt. Im Juli 1998 erwarb sie die Orient Lines Europe Ltd, Nassau, im November 2000 wurde sie für die Norwegian Cruise Line, Ltd. Nassau, registriert, ging im Juli 2004 an die Ocean World Ltd, Nassau, Bahamas, und am 23.7.2007 an die Story Cruise Ltd, Nassau, Bahamas. Aktuell lief sie in Charter der britischen Cruise & Maritime Voyages.
    Erst am 16.2. hatte die "Marco Polo" mit Ziel Amsterdam verlassen, nachdem Reparaturen eines Sturmschadens im Englischen Kanal ausgebessert worden waren. Auf der Fahrt nach Tilbury waren am 14.2. vier Scheiben eingeschlagen worden. Ein Passagier kam ums Leben. Eine weitere Frau erlitt Verletzungen und wurde aus der Luft abgeborgen.
    Am 9.3.2013 war die "Marco Polo" vor Sortland auf eine Untiefe gelaufen. Sie hat eine Länge von 176,28 m Metern, eine Breite von 23,55 Metern, einen Tieffgang von 13,5 m Metern und hat eine Passagierkapazität von 820 Personen.
    Quelle:Tim Schwabedissen http://www.esys.org/news/sos.html

  7. #7
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    Standard

    Auf ESYS steht mehr: http://www.esys.org/news/sos.html

    "Es war zu weit in die Bucht geraten, als es in Storeidøya anlegen wollte. Beim Drehmanöver kam es direkt vor Bethesda fest."

    Man kann jetzt natürlich über Alkohol, Tiefschlaf, Übermut oder Genauigkeits-Unfähigkeit spekulieren, aber man sollte dabei nicht vergessen, dass so etwas reine Phantasie-Gebilde sind.

    EDIT: Greif war zwei Minuten schneller.

  8. #8
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    Ich verstehe die Frage "Wie konnte das passieren?" nicht.
    Es war einfach keine Handbreit Wasser unter'm Kiel!
    vermutet
    B.B.

  9. #9
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    Zitat Zitat von B.B. Beitrag anzeigen
    Es war einfach keine Handbreit Wasser unter'm Kiel!
    vermutet
    B.B.
    Ging mir ähnlich. Wie sowas passiert, nunja, Wassertiefe < Tiefgang.

    Warum aber bei jedem eigentlich harmlosen Mißgeschick da gleich so ein Faß aufgemacht wird, verstehe ich nicht. Und man muss auch nicht zwingend besoffen sein, um nen Kahn mal auf Schiet zu setzen
    42!

  10. #10
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    Zitat Zitat von Acer Beitrag anzeigen
    Ging mir ähnlich. Wie sowas passiert, nunja, Wassertiefe < Tiefgang.

    Warum aber bei jedem eigentlich harmlosen Mißgeschick da gleich so ein Faß aufgemacht wird, verstehe ich nicht. Und man muss auch nicht zwingend besoffen sein, um nen Kahn mal auf Schiet zu setzen
    Stimmt, pennen oder schlichte Ignoranz reicht auch.

    Wenn ein Kreuzfahrer auf Grund läuft - auch wenn er nicht sinkt - ist das eine andere Nummer als wenn unsereins mit einer Yacht aufläuft. Bei uns entsteht i.d.R. eher ein kleinerer Schaden, zumindest für die Allgemeinheit.
    Sinkt so ein Riesenpott, gibt es gleich eine Riesenkatastrophe. Darum verstehe ich nicht, dass dort nicht einfach ein deutlich größerer Sicherheitsabstand zu Untiefen gehalten wird.

    Spätestens seit Costa Concordia sollten doch entsprechende Anweisungen existieren.
    Handbreit - Ralf

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