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  1. #21
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    Zitat Zitat von LaLaLaLa Beitrag anzeigen
    @2ndtonone, klar ist das Geld knapp. Deshalb - entgegen Recht und Gesetz - nicht zu sanieren kann's nicht sein. Dann wäre der Hallenbetreiber bei den Haftungsschäden schnell insolvent. Aber vielleicht hat NL ja auch EU-Recht nicht umgesetzt?

    @norbaer, ja die sog. "Promabest"-Platten dürfen im Bestand u.U. solange bleiben, bis sie durch Verwitterung anfangen, Asbest freizusetzen. Ich schrieb aber vom "schwach gebundenen" Asbest, weil ich davon ausgehe, dass nur bei dieser Form von Asbest im Brandfall die großräumigen Probleme entstehen. Diese Form von Asbest könnte z.B. bei Stahlhallen als Brandschutz zum Einsatz gekommen sein.
    EU-Recht hin oder her, ein intaktes Dach aus Eternitplatten muss nicht ausgetauscht werden, wenn es in Ordnung ist. In Ordnung heisst, dass vom Dach her keine asbesthaltigen Stäube herabregnen (Zahl der gemessenen Asbestfasern/m3 Luft muss unter einem Grenzwert liegen).
    Bei der Sanierung eines solchen Daches, vor allem, wenn sie nicht fachmännisch erfolgt, kommt es u.U. zu erheblichen Asbest-Emissionen.

  2. #22
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

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    Ja, 2ndtonone, siehe zweiter Teil meiner Antwort an Norbert. Du hast ihn zitiert.

    Es gibt ganz unterschiedliche Arten von Asbest: Die zementgebunden Promabest-Platten, bei denen Asbest erst bei Verwitterung in kleinen Mengen austritt und den schwach gebundenen Asbest (der z.B. um Stahlteile zum Brandschutz gespritzt wurde), der beim kleinsten Lufthauch riesige Mengen dieser gefährlichen Fasern freisetzt.

    Heutige Promat-Platten (oder ähnliche Produkte) sind für den Laien und aus größerer Entfernung kaum von den alten asbesthaltigen zu unterscheiden. Also keine Sorge: Bei weitem nicht jedes Dach mit welligen Zementplatten hat was mit Asbest zu tun!

  3. #23
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    Zitat Zitat von LaLaLaLa Beitrag anzeigen
    Hammer ist, wie extrem schlampig die Holländer anscheinend mit dem Thema Asbest umgehen. .......
    Hammer, wie man mit so wenig Worten so´n Kokolores erzählen kann.
    Wie man das in D macht, kannst Du auf einem Wirtschaftsweg in Köln Marsdorf parallel zur Autobahn sehen. Seit drei Jahren liegend da ca. 60-80m² dieser Platten, ständig abnehmend. Weder Ordnungsamt noch Polizei kümmern sich drum, jedenfalls nicht mit Erfolg. Wilde Mülldeponien in dieser Häufigkeit, hier sogar Sondermüll, findest Du in NL nicht.
    Bei der Gefahrenabwehr nach dem Brand werden Prioritäten gesetzte. Die Vorgehensweise der der Einsatzkräfte wird von Fachleuten nach Abwägung durchgeführt, das können nur Stammtischler besser machen.
    Ob die Eternitplatten, wenn sie moosbewachsen friedlich auf Dächern liegen, eine Gefahr darstellen kann ich nicht beurteilen. Das Entsorgen ist jedenfalls eine delikate Arbeit für Fachleute. M.E. jedoch egal ob diese Arbeit heute oder morgen erledigt wird.
    Wenn, wie in R. durchgeführt, erst mal die Asbestpartikel mit Wasser gebunden werden kann das in diesem Fall das Mittel der Wahl sein.

    Gruß Franz

  4. #24
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Kokolores

    Wie man das in D macht, kannst Du auf einem Wirtschaftsweg in Köln Marsdorf parallel zur Autobahn sehen. Seit drei Jahren liegend da ca. 60-80m² dieser Platten, ständig abnehmend.

    Das Entsorgen ist jedenfalls eine delikate Arbeit für Fachleute.

    Wenn, wie in R. durchgeführt, erst mal die Asbestpartikel mit Wasser gebunden werden kann das in diesem Fall das Mittel der Wahl sein.
    Kein Kokolores. Und wenn ich in D wilde Deponien mit Sondermüll sehen würde, würde ich auch das Ordnungsamt verständigen. Bei den Promabestplatten gibt es tatsächlich unsägliche Häuschen-Besitzer, den die fachgerechte Entsorgung zu teuer ist. Habe ich selbst erlebt, wie so etwas gehen kann, als mir ein Handwerker anbot "die Platten sind asbesthaltig, wenn ich die entsorgen muss, wird es teuer - wollen sie da nicht selber ..."

    Und nein: Asbestfasern mit Wasser niederzuschlagen bring Garnichts - "i.d.R." trifft also nicht. Solange die Fasern nicht fest (!) gebunden sind, sondern nur lose auf dem Erdreich liegen, bleiben sie eine Gefahr. Die Fasern können sich immer wieder längs teilen und damit um ein Vielfaches vermehren. Die kanzerogene Gefahr wächst damit über Jahre weiter.

    Was natürlich etwas hilft, ist die Fasern über die Kanalisation wegzuspülen. Dann landen sie irgendwann im Meer und sind erst mal genauso weg wie andere Schadstoffe. Oder aber die Niederländer nutzen den Klärschlamm zum Düngen von Tomaten - dann hast du sie irgendwann selber im Mund

  5. #25
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    Lesen (nicht hier im Forum) bildet nicht unbedingt, aber hilft manchmal.
    Dass man das relativ locker sah, liegt daran, dass es im Anschluss an den Brand den ganzen Tag heftig geregnet hatte. Natürlich wird da irgendwie und irgendwann in der Umwelt landen. Letztlich ist Asbest allerdings ein natürliches Produkt und geht wieder dahin, wo es her kommt.
    Zum Thema Umgang mit Asbest, ich verantworte Gebäude aus den 70.-er Jahren. Kein Mensch kann oder will mir sagen, was da wirklich verbaut wurde.
    Ich habe über Wochen Messungen machen lassen, ohne auch nur den geringsten Hinweis auf Schadstoffbelastung, insbesondere Asbest zu bekommen.
    Wegen technischer Defekt waren dann nahezu alle Brandschutzklappen auszutauschen. Siehe da, zwischen den Zinkplatten waren die mit Asbest gefüllt.
    D.h., ohne einen nachvollziehbaren Anhaltspunkt werde ich keine Konstruktion abreissen lassen, nur weil was auch immer drin sein könnte. Dass dann so eine Halle dann abfackelt anstelle ordnungsgemäss abgerissen zu werden, gehört dann eben zum Risiko unserer Wohlstandgesellschaft.
    Kein negativer Zungenschlag, ich weiss es zu schätzen, dass ich diese Wohlstandsgesellschaft erleben durfte.
    Im Urwald auf der Jagd nach essbarem wäre für mich nicht der Hit gewesen.

  6. #26
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

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    Firsty, du hast die falschen Leute zu deinen Immobilien gefragt. In den 70ern waren Asbestschnüre gang und gäbe (ob man das so schreibt?). Nicht nur bei Brandschutzklappen, sondern auch in den heute als häßlich empfundenen Fassadenelementen. Und unter Estrich und in den Falzen der Brandschutztüren ...
    Hatte mal in meinem Verantwortungsbereich eine Gutachtermannschaft - u.a. auch zu diesem Schadstoff. Wir haben richtig Kohle gemacht, weil die Gutachter, die vorher an so einem Bau dran waren systematisch etwas vergessen hatten (ist halt extrem schwer 100% zu finden). Dann war Baustopp bei der Sanierung und alles andere kontaminiert. Dann kamen meine Leute und waren die Retter. Lang ist es her, heute redet in D kaum noch einer von schwach gebundenem Asbest, weil das meiste saniert ist.

    Wie ich schon sagte, vieles wird vielleicht übertrieben und wir in D sind die Weltmeister im Angsthaben. Insofern kann ich dir im Tenor zustimmen. Grenzwerte, die an der "frischen Luft" an vielbefahrenen Kreuzungen von Großstädten dank asbesthaltiger Bremsen schon überschritten waren - und wir haben uns damals gewundert, warum die Sanierungsfirma die Freimessungen im Bürobau neben dran nicht hinkriegte. Andererseits: Grenzwerte für kanzerogene Stoffe festzulegen ist schwer. Eine Faser reicht ggf. für Lungenkrebs, wirklich kein schöner Tod. Und deshalb habe ich mich über das, was da in NL betrieben und offiziell verlautbart wird, gewundert. Nicht bedacht habe ich allerdings, dass die Verantwortlichen vermutlich kaum eine andere Wahl haben, als alles positiv darzustellen, denn den ganzen Stadtteil zu sanieren ist illusorisch.


    Um aber noch etwas allgemein zu diesen Bränden von Bootshallen zu sagen. Es gibt da noch ganz andere gefährliche Stoffe bei den Bränden der vielen Plastikboote. Frage: Weiß jemand, wie mit den Ablagerung dieser hochtoxischen Stoffe auf/in den unbeschädigten Booten umgegangen wird?

  7. #27
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    Was viele nicht wissen: in zahlreichen alten Badezimmern schlummert Asbest, das gerne in Fliesenklebern verwendet wurde.

    Nett beim Renovieren...
    Handbreit - Ralf

  8. #28
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    Die Innenstadt von Roermond ist wieder freigegeben.

    Gruß Franz

  9. #29
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    Schon wieder Feuer im Maasrevier.
    In Wessem, einige Kilometer stromauf von Roermond hat es in dieser Nacht wieder in einem Hafen gebrannt.
    http://nos.nl/artikel/2013353-grote-...en-wessem.html
    Der Verdacht der Brandstiftung erhärtet sich immer mehr. Pyromanie, Hass auf die "reichen" Yachtbesitzer? Bleibt nur der Wunsch nach einer schnellen Klärung.

    Gruß Franz

  10. #30
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    Echt traurig ...
    www.fam-kv.de

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