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  1. #21
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    Hallo latitude, so wünsche ich mir ein Kochrezept: in knappen 6 Zeilen das wesentliche in verständlicher Weise gebracht, und bordgeeignet ist es obendrein. Werde ich sobald als möglich testen!
    Wie wäre das, in diesem Forum einen Thread zum Thema "Kochrezepte für den Bordgebrauch" aufzumachen?
    Vielen Dank
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  2. #22
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    Hatten wir schon...
    das war Mary Read, unsere Spitzenköching aus Wien...

    jedenfalls freuen sich die Fischlein der Weltmeere,
    wenn die seegangsbedingte Fütterung aus halbverarbeiten Köstlichkeiten und gourmierten Häppchen besteht ?
    Das bedeutet, dass man zu qualitativ verbessertem Fisch beisteuert,
    wenn man den Proviant nur im Gourmet-Shop oder Bioladen einkauft.

    Selbstverständlich gibt es auf allen Yachten nur vom Feinsten und Hausgemachtes,
    warum die Skipper auch stundenlang Kartoffel schälen, Zwiebel hacken und dem Coqu au vin
    vorher noch das alkoholisierte Brüstchen massieren....
    während Madamme im Cockpit die Erbsen zählt, Bohnen abzieht und Eier (gewaltfrei) schlägt ?
    Die Digi-Helfer (natürlich mit Zertifikat und Bio-Siegel) fahren das Schifflein.

    Lediglich der verwöhnte Nachwuchs weiß die Qualitäten der gehobenen ( nennt man so auch vor dem kübeln) Bordküche nicht zu schätzen ?
    Irgendwie sind die Päns von McDoof, Microwelle und Dosenmapf geschmacklich irritiert ?
    Jedenfalls behaupten das die Stegnachbarn...

    Und Corned Beef mit viel Zwiebel war schon früher ein Ersatz für Gepökeltes,
    um den Labskaus, Spaghetti surprise oder Hotspot (Kartoffelbrei avec...) an Bord zu machen.
    Bisher hats den meisten Crews geschmeckt.
    Aber das waren ja auch nur einfache Segler und keine Gourmet-Yachties ?

    Oder hat es nur was zu tun mit der Angst vor Rinderwahn ?
    Also gibts auch kein Geflügel mehr - wegen Vögelgrippe und anderen Seuchen..
    und das umettiketierte Gammelfleisch könnte ja auch im Gulasch des Vertrauens sein ?

    Na...dann wird halt eben vegan gesegelt....
    bzw. wegen ständigen Frischbedarfs Hafenspringen gemacht.
    Die Winschenköpfe im Cockpit werden mit der Körnermühle gekoppelt.
    Der Fäkalientank mutiert zur Komposttonne.

    wie ein Vorposter schon fragte: segeln wir schon oder mampfen wir noch ?

    Geändert von Nachtsegler (22.01.2015 um 17:01 Uhr)
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  3. #23
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    Zitat Zitat von Nachtsegler Beitrag anzeigen
    ........ Coqu au vin
    Heißt das nicht Coke et Vin?
    ...und wer schüttet schon Coke in den Wein?

    Franz

  4. #24
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Heißt das nicht Coke et Vin?
    ...und wer schüttet schon Coke in den Wein?
    Franz
    Fraaanz du Banause.....
    das bedeutet auf deutschen Schiffen: "Koch auf Wein..." oder "Koch an Wein"....
    Das wiederum bedeutet, dass der werte 3 Sterne-Chef de plaisir (jedenfalls hat er sie auf der Flasche)
    mehr Wein verkostet, als dass er ihn an die Soße gibt bzw. in diesem Falle das Hähnchen darin badet.

    Man kennt ja als "Drecksack" das sogenannte "Cola-Bier" aber im Wein ? Brrrrhhhhh - igitttttt.
    Wer übrigens kein Corned Beef an Bord duldet, darf auch kein Coca-Cola an Bord haben.
    Das ist erstens unamerikanisch und zweitens das flüssige Pendant zum gekörnten Rindvieh ?
    Oder war es nicht eigentlich "gehörntes Rindvieh" ? Dann müsste es aber "Horned Beef" heißen ?

    Eigentlich ein guter Name für eine Band mit fettem Bläsersatz.

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  5. #25
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    Angst vor Rinderwahn ?

    Hallo Nachtsegler
    Also, wenn ich schon die Wahl habe: Dann lieber Vogelgrippe von einem scharfen Huhn als Rinderwahn von einer alten Kuh!
    Abgesehen davon: Zwiebeln auf einem Segelschiff sind ein absolutes 'must'! Bei Flaute kann mit deren Hilfe Wind produziert werden!
    Gruss Gordini

  6. #26
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    Knoblauch nicht vergessen!!!

    Zwei Hälften mit Olivenöl bestreichen und in grobem Mehrsalz goldbraun grillen/ garen. Dann etwas grobes Salz darauf streuen - unvergeßlich!!! Delikate Vorspeiße mit Weißbrot ( da paßt es) und Vino Verde.

  7. #27
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    Standard Ich liebe alle Tiere. Mit Sauce. Und Salat.

    Wer sich traut den trauten Ofen auch während des Segelns leicht zu befeuern, kann das mal testen:
    Das geniale Rinderschmorgoulasch für die Bordküche angepasst nach einem ungarischem Rezept.

    Vor dem Lossegeln in einem großen Dampfkochtopf etwas Butter mit Zucker zu Butterkaramell brutzeln.
    Geht relativ schnell. Man muss nur aufpassen, wenn das Karamell zu bräunen beginnt.
    Das schlägt schlagartig in's Schwarze um und ist dann ziemlich giftig. Es ist dann so bitter, dass man es garantiert nicht zu sich nimmt, aber die Beste-aller-Steuerfrauen wird noch giftiger werden. Der Topf ist nur noch sehr schwer zu reinigen.
    Für solche Fälle sollte man einen Ersatztopf genau gleicher Bauart und ein Flötenkonzert dabei haben.
    Wenn das Karamell also schön golden wird, Zwiebeln draufkippen.
    VORSICHT: Zucker karamelisiert erst bei sehr hohen Temperaturen! Ein Spritzer davon macht sehr lange, sehr viel Aua.
    Dieser Moment ist entscheidend! Die Zwiebeln nicht umrühren. Die untersten schenken wir dem Karamellgott und werden später mit irrem Geschmack belohnt.

    Nur noch mit Brühe auffüllen, den Deckel druff und tagsüber auf dem Herd bei ca. 80° stehen lassen. Man muss gar nichts machen, außer sicherstellen, dass die Yacht nicht zum Rauchzeichen und der Topf zum Großkaliberwurfgeschoss werden.

    Nach gut drei Stunden das Fleisch dazu. Ggf. nochmal Brühe dazu, so dass alles gut bedeckt ist. Gut süßen Rosenpaprikapulver dazu. Und gerne nach Gusto ein paar Zehen Knoblauch. Sonst nichts. Kein Salz!
    Deckel wieder druff und weiter auf dem Herd bei ca. 80° stehen lassen.

    Abends noch geschälte mundgerecht geschnittene Kartoffeln dazu. Fertigkochen und Abschmecken.
    Da kommt jetzt, so nötig, das Salz dazu. Nach Gusto noch abschmecken.

    Das mag man -wenn man es das erste Mal probiert- nicht gleich sauber hinkriegen. Dreh- und Angelpunkt ist die saftige Weichheit des Fleisches. Im Idealfall sind die Zwiebeln völlig verkocht (und geben eine wunderschön sämige Sauce mit der austretenden Stärke der Kartoffeln), und das Fleisch saftig aber butterweich.
    Das Timing kann man abends noch etwas ausgleichen.
    Nach zwei- dreimal Kochen hat man sich aber auf seiner Hardware eingekocht und kann es punktgenau servieren.


    Und noch ein Gurkensalat, den man schon vorher machen kann und der sich auch ein paar Tage im Kühlen hält,
    falls er den Überfall der Hungrigen überlebt. (Tut er nicht!)

    Auf eine Salatgurke nimmt man einen Becher süße Sahne, einen Becher Sauerrahm (Schmand), eine Zitrone samt Fruchfleisch, Salz, Zucker, Pfeffer. Alles verrühren.
    Dill abzupfen, vorsichtig wiegen und alles vermischen. Gurke reinschnippseln (sollte man nur schälen, wenn nicht so dolle).
    Gut schmeckt er in jedem Fall, sehr gut nach einem Tag ziehen.

    Der Gag an diesem Rezept ist das Verhältnis von Zucker, Zitrone und Salz.
    Bis man es raus hat am Besten die drei Zutaten zuerst vermischen und auf das Idealverhältnis bringen. Dann den Rest dazu.
    Auch das hat man sehr schnell raus.


    Und zu guter Letzt noch etwas Delikates, was man gut für fast jedes Grillgut als Würzpaste (ich verwende das Wort "Dip" nicht so gerne ) verwenden kann:
    Gut Zucker in einer Pfanne schmelzen. Ist er flüssig und wird goldbraun kräftig kleingeschnitte Zwiebeln dazu, kurz warten und mit Rotwein ablöschen. Rührend köcheln lassen, bis sich das ganze Reinkaramell am Boden gelöst hat. (Platte kann man sofort abstellen, da sie eh extrem heiß wird. VORSICHT!! Reinkaramell ist wesentlich heißer als Butterkaramell!!)
    Hat man den Bogen raus, hat man eine würzige Paste.
    Passt auf jedes Stück vom Grill drauf.

    Das ist schon das ganze Grundrezept. Man kann sich da dann natürlich mit Kräutern und Gewürzen noch daran austoben.
    Ich bevorzuge die Küche, die mit möglichst wenig Zutaten bestmöglichen Geschmack kreiert.
    nomen est omen

  8. #28
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    Zitat Zitat von Nachtsegler Beitrag anzeigen
    : "Koch auf Wein..." oder "Koch an Wein"....
    Das wiederum bedeutet, dass der werte 3 Sterne-Chef de plaisir (jedenfalls hat er sie auf der Flasche)
    mehr Wein verkostet, als dass er ihn an die Soße gibt . . .
    Ihr wisst schon wie jedes gute Bordrezept beginnt?!

    'Man nehme ein Glas Wein und schütte es in den Koch . . .'

    LG, Frank

  9. #29
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    Corned Beef ist notwendigerweise immer für Labskaus an Bord. Was anderes habe ich daraus noch nie gemacht.

    jan

  10. #30
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    Standard Rouladen

    Hallo,
    auf diese Angebot habe ich mehr als 1 Jahr gewartet. Ich weiß, am besten, gesündesten und leckersten ist die handgemachte Küche.
    Zum Beispiel, eben habe ich von meiner lieben Bordfrau Beinscheiben (vom Rind) bekommen. Gekocht, dann im Backofen, mit Möhren und Tomaten. Hat knapp 2 Stunden gedauert.
    Dazu Salzkartoffeln. Mit einem halbtrockenen St. Emilion runtergespült.
    Aber: Vor mehr als einem Jahr holte ich mir bei Aldi (schon wieder!) eine Dose mit 2 Rouladen für 2,79 €. Das waren die besten Rouladen meines Lebens. Am gleichen Tag zurück und die restlichen 17 Dosen erobert. Die waren so delikat und zerfielen auf der Zunge. Das mußte auch meine süße Sterneköchin (für mich) zugeben. Die waren natürlich schnell verputzt.
    Also hier der Rest der Geschichte: Heute um 7 Uhr aufgestanden und bei Aldi in der Eckernförder Ostlandstrasse wieder 30 Dosen geholt.
    Bei einem späteren Gang in die Stadt beim anderen Aldi die restlichen 14 Dosen erbeutet, dann zum Aldi oben neben Familia und die letzten 9 Dosen erbeutet, nochmal in die Ostlandstrasse, jetzt 50 nochmal Dosen im Wagen. Juchhu!
    Wer jetzt meckert, hat noch nie solche Rouladen gegessen.
    Mein Tip: In Eckernförde gibt's wohl keine mehr, aber anderswo würde ich zuschlagen, wenn man Rouladen mag.

    Guten Appetit
    wünscht

    der Bordeaux

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