Seite 1 von 19 12311 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 183
  1. #1
    Registriert seit
    17.08.2013
    Beiträge
    8

    Standard Haltbarkeit von GFK Yachten

    Hallo, ich suche die Weißheit und Erfahrungen von Euch.
    Nach langen Jahren der Segelabstinenz will ich mir wieder mit limitierten Budget eine Segeljacht kaufen.
    Meine finanziellen Möglichkeiten reichen leider nur für Jachten, die mindestens 20 oder 30 Jahre auf dem Buckel haben. Wie lange hält eine GFK Yacht, worauf ist zu achten, irgendwelche Materialermüdung oder ähnliche Dinge beschäftigen mich.
    Das das Rigg,Segel,Fallen und Schoten ,Motor und die Elektrik renoviert werden müssen ist mir klar, nur was nütz das wenn der Rumpf unter mir weggammelt.
    Für alle Tipps und Ratschläge dankbar
    Meikel

  2. #2
    Registriert seit
    05.01.2006
    Beiträge
    6.943

    Standard

    Wirbrefitten gerade eine gut 30 jährige H 35 aus Finnland, Baujahr 1981. der Rumpf ist kerngesund, sogar das Gelcoat ist noch auf Glanz polierbar. Das Teakdeck ist nicht am Ende, der Motor, ein 18 er Yanmar, geht auch noch problemlos. Das Ruderblatt ist ok, die Anbindung des Kieles vollkommen intakt. Probleme sind an den Püttingen, die lecken und sind z.T. überlastet, da verstärken wir. Das Katzenfell, mit dem der Rumpf beklebt ist innen, ist fertig. Der Mastfuss muss neu, der Unterbau des Fusses an Deck auch, das Cockpitteak ist recht fertig, die Elektronik rott, die Fenster kommen frisch. Der Zeitaufwand ist beträchtlich, aber rein Finanziell ist das nicht allzu wild. Carsten

  3. #3
    Registriert seit
    19.08.2007
    Beiträge
    1.059

    Standard

    Wir segeln ein 23 Jahre altes Schiff und freuen uns...
    Jedes Jahr muss etwas neu und eine Menge soll neu lackiert werden. Ich möchte dieses Schiff. Dieses!

    ---

    Auf der anderen Seite nehme ich mit Erstaunen wahr, das die Bavaria 9.7 für 59.400 E neu angeboten wird.
    Wenn man nicht festgelegt ist, muss man sich offensichtlich sehr genau überlegen, was man macht.

  4. #4
    Registriert seit
    05.01.2006
    Beiträge
    6.943

    Standard

    Jakob, die 59400 blenden aber auch. 75 werden es, wenn es ein Segelboot sein soll. Dennoch ist das ne Ansage. Andererseits kriegste so eine alte H 35 für knapp 18. und das ist wenig Geld für viele, erschwinglich, machbar, im Bereich eines Opel Astra Tageszulassung. Und so ein Schiff hat sogar einen gewissen Charme, es ist irgendwie zeitlos elegant mit dem Löffelbug und dem langen Heck und dem niedrigen Aufbau. Natürlich ist man mit dem Ankauf nicht fertig, aber das was gemacht werden muss ist mit wenig Geld machbar. Ich denke, 23 und das Schiff ist topp. Da sind wir dann weit weg von der neuen Bavaria. Carsten

  5. #5
    Registriert seit
    19.08.2007
    Beiträge
    1.059

    Standard

    Wir segeln seit langem Schiffe "unserer" Marke, gebraucht, Refit, Freude...

    Ich weiß, was du mir sagen willst...
    Ich verstehe, wenn man keine Bav, Hanse, Ozeans,... will.

    Wenn man aber "ein" Schiff sucht, können die Überlegungen andere sein. Bei 23k ist kein kompletter Reift drin, kein neuer Motor, (Dacron-) Segel eventuell...
    Eine Bav 9.7 ist auch sehr speziell, das muss man wollen. Das das "nackt" ist, ist mir bewusst, auch wenn ich erstaunt bin, was alles dabei ist...es ist nicht "mein" Schiff, regt aber zum Denken an...

  6. #6
    Registriert seit
    02.03.2009
    Beiträge
    1.141

    Standard

    25 Jahre alte Boote können besser sein als 15-jährige. Da ist schon viel ausgetauscht, erneuert und repariert. Leider schlagen sich Teak-Erneuerung, Motoraustausch und neue Segel nicht so im Verkaufspreis wieder, wie es eigentlich angebracht wäre. Also: Mehr auf den tatsächlichen Zustand als auf das Alter achten.
    GFK hält ne kleine Ewigkeit ...
    unterstellt
    B.B.

  7. #7
    Registriert seit
    03.02.2008
    Beiträge
    375

    Standard

    Eine gepflegte und solide gebaute GFK-Yacht praktisch ewig. Allerdings nutzt das nicht viel, wenn die Teile, die auf jeden Fall verschleißen, locker 30T€ bei einer 30-Fuß -Yacht ausmachen können.
    Es kommt auf das gesamte Schiff an, die Hülle macht nur einen kleinen Teil aus.

  8. #8
    Registriert seit
    09.06.2007
    Beiträge
    854

    Standard

    Der Rumpf sollte im Handauflege-Verfahren laminiert sein (z. B. bei Nautor oder die frühen HRs, 1970er und 1980er Jahre) und auf keinen Fall im Balsa-Sandwich-Verfahren (z. B. bei Baltic). Es sollte eine Osmose-Behandlung erfolgt sein (Epoxy), gleich bei Baubeginn oder später als Sanierung.
    Die beste Qualität findet man bei alten GFK-Booten skandinavischer Werften.
    Geändert von IOR (31.01.2015 um 10:42 Uhr)

  9. #9
    Registriert seit
    14.03.2005
    Beiträge
    11.247

    Standard

    Voraussetzung für ein altes Schiff in Wert und Funktionalität zu erhalten ist handwerkliche Geschicklichkeit und die Bereitschaft einiges an Zeit zu opfern. Auch der finanzielle Erhaltungsaufwand ist höher als bei einer Neuen.
    Wir segeln seit 13 Jahren ein französisches Leichtgewicht aus 1982, es fällt jährlich einiges an, aber die Substanz ist ok. Die Knackpunkte wurden in #2 genannt.
    Die alten Dosen hatten vielfach keine Innenschalen, was ein großer Vorteil ist.
    GfK "hält ewig", Die ersten Exemplare aus den 60ern segeln immer noch.
    Achtung:
    - kein Teakdeck. Alte Teakdecks sind eine Quelle ständigen Ärgers, die Erneuerung ein Mordsaufwand
    - kein "überkomplett" ausgerüstetes Exemplar. Unverbastelte Kisten sind übersichtlicher und funktioneller.
    - Falls der erste Motor noch werkelt sollte ein Austausch kalkuliert werden.
    - erste Elektrik ist sicher alle
    - U-Schiff muss glatt sein, Übermalte Streuselkuchen bedürfen eine Grundsanierung.
    - Boot auf den Kiel abstellen, es dürfen keine nennenswerten Verformungen stattfinden.
    Der Rumpf im allgemeinen und das GfK sind i.d.R. i.O. Partielle Reparaturen leicht möglich.

    Gruß Franz

  10. #10
    Registriert seit
    03.02.2008
    Beiträge
    375

    Standard

    Zitat Zitat von IOR Beitrag anzeigen
    Der Rumpf sollte im Handauflege-Verfahren laminiert sein (z. B. bei Nautor oder die frühen HRs, 1970er und 1980er Jahre) und auf keinen Fall im Balsa-Sandwich-Verfahren (z. B. bei Baltic).....
    ...und auf keinen Fall aus (dünnem) Spritzlaminat. Da gab es im Nachbar-Forum den Fall einer Dufour 29, die sich im UW-Bereich großflächig aufgelöst hatte.

    Beim Spritzlaminat werden nur kurze Fasern verarbeitet, die keine großflächigen Verbindungen bilden. Bei mechanischer Wechselbelastung (z. B. durch den Kiel) kann es zur Micro-Rissbildung, Delamination und zur kompletten Zerstörung kommen.

    Bei Werften, die extrem dicke Schichten produziert und zusätzlich noch Matten aufgebracht hatten, hält das allerdings (ist die HR352 nicht so gebaut?).

    Edit: Ist am Ende alles eine Kaffeesatzleserei; wenn man nicht weiß, welches Boot den TO interessiert, kommt man eh nicht weiter, erst dann dann kann man konkret die Situation beurteilen.
    Geändert von Vierzigplus (31.01.2015 um 12:04 Uhr)

Ähnliche Themen

  1. Haltbarkeit VC 17m
    Von Leisure17 im Forum Refit
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 04.11.2012, 21:07
  2. Haltbarkeit VC 17m
    Von drumsetjoerg im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 22.04.2009, 18:14
  3. Haltbarkeit von Seenotsignalmitteln
    Von Gundel3 im Forum Technik & Elektronik
    Antworten: 43
    Letzter Beitrag: 07.04.2005, 15:33
  4. Aussenborder -Öl ..Haltbarkeit ?
    Von Augustiner im Forum Technik & Elektronik
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 09.11.2002, 20:02
  5. haltbarkeit von trinkwasser
    Von frankderneue im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 08.04.2002, 13:58

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •