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  1. #1
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    Standard Versicherungsfall: Ist das kleinlich?

    Versicherungsfall: Ist das kleinlich?

    Vor mehr als 25 Jahren empfahl ich einem Freund meine Versicherung, Delta Lloyd bei einer großen niederländischen Agentur. Im vorigen Jahr wurde bei einer Diebstahlserie (12 Außenborder) auch der fast neue meines Freundes entwendet.
    Die Versicherung verweigert die Begleichung mit dem Hinweis, der neue AB sei ihr nicht nachgemeldet worden, was auch der Tatsache entspricht. Der Versicherungswert entspricht jedoch dem des Bootes, auch mit dem neuen Motor.
    Ist es kleinlich oder angemessen einem Kunden beim ersten Schaden nach 25 Jahren die Kulanz zu verweigern?

    Wie seht Ihr das?

    Gruß Franz

  2. #2
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    Standard

    Kleinlich finde ich das auch!
    Wenn jedoch in den Versicherungsbedingungen steht, dass neu angeschaffte Teile zu melden sind, hat die Versicherung recht.
    Ein AB, Dinghi usw. sind ja nicht unbedingt automatisch mitversichert. Stell Dir vor, er kauft sich Jetski der geklaut wird und er hat es nicht angegeben, dann würden die wohl auch nicht zahlen.
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  3. #3
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    Kleinlich finde ich das auch.
    Ist es nicht so, dass Zusatzausrüstung bei Vertragsabschluss aufgeführt und bewertet werden?
    Da wird dann ein Betrag festgelegt, den die Versicherung erstatten soll. Wird der Betrag durch Neuanschaffung höher, ist das natürlich zu melden (Prämie erhöht sich ja ggf.)
    Bei mir ist das jedenfalls so. Trailer, Aussenborder, Elektronik hat nichts mit dem Bootswert zu tun.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Firsty Beitrag anzeigen
    .......
    Ist es nicht so, dass Zusatzausrüstung bei Vertragsabschluss aufgeführt und bewertet werden?
    Da wird dann ein Betrag festgelegt, den die Versicherung erstatten soll. Wird der Betrag durch Neuanschaffung höher, ist das natürlich zu melden (Prämie erhöht sich ja ggf.)
    .........
    So wird das auch gewesen sein. Das Boot mit AB wurde vor ungefähr 15 Jahren versichert. Der mittlerweile verschlissene Außenborder wurde durch einen neuen ersetzt. Dieser Austausch wurde der Versicherung nicht gemeldet.
    Der Zeitwert des Boote ist über die lange Zeit selbstverständlich gesunken, Prämie und Versicherungswert blieben allerding gleich. Der Ersatz des alten AB bringt den Bootswert nicht mal auf die ursprüngliche Versicherungssumme.

    Mag sein, dass die Versicherung formal völlig richtig handelt, aber muss sie einen risikoarmen Kunden dermaßen verprellen?

    Gruß Franz

  5. #5
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    das verprellen wird der versicherung wohl ziemlich egal sein. immerhin konnte sie 25 jahre beiträge einstreichen, ohne versicherungsfall.

  6. #6
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Versicherungsfall: Ist das kleinlich?

    Vor mehr als 25 Jahren empfahl ich einem Freund meine Versicherung, Delta Lloyd bei einer großen niederländischen Agentur. Im vorigen Jahr wurde bei einer Diebstahlserie (12 Außenborder) auch der fast neue meines Freundes entwendet.
    Die Versicherung verweigert die Begleichung mit dem Hinweis, der neue AB sei ihr nicht nachgemeldet worden, was auch der Tatsache entspricht. Der Versicherungswert entspricht jedoch dem des Bootes, auch mit dem neuen Motor.
    Ist es kleinlich oder angemessen einem Kunden beim ersten Schaden nach 25 Jahren die Kulanz zu verweigern?

    Wie seht Ihr das?

    Gruß Franz

    Es ist allegemein und hinlänglich allerseits bekannt, dass eine Versicherung im Schadensfall zuerst eine Begründung sucht, für einen gemeldeten Schaden nicht aufkommen zu müssen, wobei vielerlei Ausnahmen hier die Regel bestätigen , wie beispielsweise bei Bagatellschäden.
    Im vorliegenden Fall hats Dein Kamerad offenbar verabsäumt, meldepflichtige und für den Versicherungsschutz relevante Zusatzgeräte/ -Maschinen / -Einrichtungen der Versicherung zu melden. Man kann nun sicherlich die moralische Komponente in die Waagschale werfen , was jedoch letztlich aber auch für den Betroffenen heißt : Lies das sog. Kleingedruckte , denn da liegt der Hund begraben.

  7. #7
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    Besser als eine Direktversicherung ist es wohl, alle Versicherungsverträge über eine Agentur am Heimatort laufen zu lassen. Dann hat der Versicherungsagent, der Dich als Kunden behalten möchte, nämlich die Möglichkeit, ein "gutes Wort" für Dich einzulegen.

  8. #8
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    Zitat Zitat von newfox Beitrag anzeigen
    Es ist allegemein und hinlänglich allerseits bekannt, dass eine Versicherung im Schadensfall zuerst eine Begründung sucht, für einen gemeldeten Schaden nicht aufkommen zu müssen, ... Lies das sog. Kleingedruckte , denn da liegt der Hund begraben.
    mein makler liest alles kleingedruckte,
    denn er ist im gegensatz zu versicherrungsheinis bei fehlern haftbar zu machen.
    Indios & Eulenspiegel
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    letzter Häuptling vom Stamm der Häuptlinge
    lebt nun in Indochina

  9. #9
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    ich bin nun auch seit Beginn unserer Eignerkarriere bei den Niederländern versichert.

    Und habe zwei Schäden gehabt, (beide selbst verschuldet). Bei einem gabe es viel Diskussion bei einem nicht.

    Letztes Jahr verlor ein Bekannter einen Mast. Versicherung hat abgelehnt, Begründung Mast ist gebrochen wegen Konstruktionsfehler. ( eine Dehler 31 ca. 20 Jahre! Konstruktionsfehler??)

    Daraufhin habe ich angefangen das "Kleingedruckte" meiner Versicherung zu studieren. Da sind mir so viele Bedingungen aufgefallen die nur dazu dienen, das die Versicherung möglichst wenig zahlen muss.

    Das Aufälligste war, sobald die Jacht 10 Jahre alt ist (120 Monate) gibt es nur noch Teilwerte. Allerdings keine Beschreibung oder Formel, wie hoch ist denn der Teilwert! Was ist denn ein 15 Jahre altes Rigg Wert? 1000, 5000 oder 15000 Euro?

    Ich werde dieses Jahr nach Pantaenius wechseln! Die haben viel weniger Ausschlussbedingungen. Kostet allerdings auch mit 800€ rund doppelt so viel wie die Versicherung von de kuiper!

    Eine nette Ausschlussklausel war auch der Hinweis auf Haftungsausschluss bei Internationalen Regatten: Auf die Rückfrage meinerseits, wie definiert sich denn der Begriff Internationale Regatten, gab es keine eindeutige Antwort! Ich kann mir schon schön die Diskusion bei einem Schadensfall vorstellen!

    Denn streng genommen ist jede Regatta an der ich teilnehme international: Es fahren immer Boote aus NL, B, F GB und ich als Deutscher mit.
    Ich denke zwar, das diese Klausel sich auf Offshreregatten wie das Fastnet Race beziehen... nur bestätigen konnte das niemand bei der Versicherung.


    Kurz und gut: Wie die Vorredner schon geschrieben haben ganz genau die Bedingungen lesen und bei Unklarheiten nachfragen!! Erst recht die Ein- und Ausschlüsse bei den Versicherungen.
    Geändert von norbaer (09.01.2015 um 07:09 Uhr)
    Gruß Norbert

  10. #10
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    Da es sich um Ersatz eines bestehenden ABs handelt, kann ich die Entscheidung der Versicherung nicht nachvollziehen. Nun juristisch dagegen vorzugehen wird als Deutscher in Holland schwierig.
    Genau davor hatte ich Respekt und entschied mich für einen deutschen Makler, damit ich im Zweifel juristisch dagegen vorgegen kann.

    Generell haben Versicherungen ganze Abteilungen, die dazu da sind, Gründe für Nichtleistung zu finden.
    Handbreit - Ralf

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