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  1. #1
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    Standard Schlechte Erfahrungen mit Kaufcharter

    Ja, leider habe ich gerade schlechte Erfahrungen mit Kaufcharter gemacht. Obwohl ich eigentlich dachte, dass ich eine seröse Firma als Partner habe, bin ich nun doch schwer enttäuscht. Die Firma ist gleichzeitig Importeur und Händler für Bavaria. Wenn man nicht selbst vor Ort ist und alles genau überprüft ist Tür und Tor für Betrug geöffnet. Da gibt es dann zweifelhafte Reparaturrechnungen, Komponenten fehlen, die Yacht ist unterwegs ohne dass es abgerechnet wird, der Unterwasseranstrich wird voll berechnet aber nur halb gemacht. Dass der prognostizierte Charterumsatz bei weitem nicht erreicht wird kommt noch dazu. Das Charterunternehmen redet sich heraus.


    Ist das eigentlich üblich in diesem Markt? Es gibt doch sicherlich auch seriöse Charterunternehmen oder?

    Wer kann aus seinen Erfahrungen als Yachteigner berichten?

    Grüße
    Bernd

  2. #2
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    Standard

    ja es gibt seriöse.

    da ist die frage: was wollen die eigner hören?

    5 jahre 12 wochen gratis fahren und eine rendite von 21,4 % pa, bei 25 verkaufbaren wochen.

    oder

    5 jahre wert 40% und schifferl generalüberholen.

    was hast du vereinbart?

    chris
    ACHTUNG: manchen beiträgen könnten auch "wiener schmääh" beinhalten

  3. #3
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    Hi Bernd,

    kannst Du es evntl bei Namen nennen? Ich meine wenigstens Revier, Bootstyp, deine Erwartung? Am Ende ist alles relativ - kannst hohen Umsatz mit viel Kleinkram was daneben läuft haben, oder wenig Umsatz und Top-Service. Kannst "Eignergeplfegten" Schiff haben oder ein tolles "Rechnungsmodel". Alles zusammen - glaube ich nicht. Bei Dir scheint beides nicht da zu sein - guter Grund Firma zu wechseln oder die Erwartung war von Anfang an zu hoch.

    gruss, i
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  4. #4
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    Standard

    Es werden einfach die Erwartungen vollkommen falsch an die Kunden vermittelt. Seit Jahrzehnten wissen wir, dass sich Kauf und verchartern, egal in welcher Form niemals rechnet. Unter der Hand wird dir das von jedem der Kaufcharter anbietet zugegeben werden.
    In Zeiten wie diesen kommt noch dazu, dass die Auslastung der Yachten einfach übers Jahr gesehen nicht mehr gegeben ist.
    Herzliche Grüsse aus Wien
    Peter

  5. #5
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    Meine Frage:
    man kauft eine Yacht für ein ordentlichen Batzen Geld, überlässt alles dem Vercharterer und merkt erst viel später, dass u.U. falsch abgerechnet wurde.
    Warum hat man nicht regelmässig nach dem Rechten geschaut ?

    Bei Schäden im Charterbetrieb zahlt doch der Charterkunde, oder etwa nicht ??
    Oder werden die Reparturgelder dem Charter-Kunden abgenommen (in Rechnung gestellt), die Arbeiten nicht ausgeführt und die Gelder fliessen in die Tasche des Vercharterers ?

    Yachttango (falls es Dich hier noch gibt, sag mal was !)

  6. #6
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Meine Frage:
    man kauft eine Yacht für ein ordentlichen Batzen Geld, überlässt alles dem Vercharterer und merkt erst viel später, dass u.U. falsch abgerechnet wurde.
    Warum hat man nicht regelmässig nach dem Rechten geschaut ?

    Bei Schäden im Charterbetrieb zahlt doch der Charterkunde, oder etwa nicht ??
    Oder werden die Reparturgelder dem Charter-Kunden abgenommen (in Rechnung gestellt), die Arbeiten nicht ausgeführt und die Gelder fliessen in die Tasche des Vercharterers ?

    Yachttango (falls es Dich hier noch gibt, sag mal was !)

    Jaja, es gibt mich schon, nicht nur hier... aber warum 100x dasselbe durchkauen?

    Alle Jahre wieder treibt ein Enttäuschter dieselbe Sau durch´s Dorf.

    Zu geizig, sich VORHER (z.B. bei mir, allerdings eben kostenpflichtig) schlau zu machen und qualifiziert beraten zu lassen, rennen die Leute zum nächstbesten Wunderheiler und glauben alles unreflektiert (und ahnungsfrei), was man ihrem realitätsfernen, schiffsschwangerschaftsverblendetem Wunschdenken halt so unterbreitet... manche wollen es auch nicht glauben, wenn man ihnen Hinweise gibt, wissen alles besser.

    Ich habe alle Jahre mehrfach solche Anfragen, es geht um Investitionen in Höhe von hunderttausenden, aber die wertvolle Info will man kostenlos in Foren oder am Telefon abgreifen

    Selbst für eine Telefonberatung um einige hundert EUR denkt man, herumkommen zu können, ganz zu Schweigen von einer qualifizierten Durchsicht der Angebotsunterlagen, der Reliabilität der vorgelegten Kalkulationen, Berücksichtigung der Marktübersicht und Einbezug der Firmenpolicy und Seriosität derselben.
    Dass man vielleicht auf die Idee käme, eine beauftragte Firma selbst zu monitoren, auch mal selbst hinfliegt, dazu ist man zu geizig.

    Die gebratenen Tauben fliegen ja nur so herum....

    Im hier wieder genannten konkreten Fall müsste man sich mal die tatsächlichen Versprechungen, die Stichhaltigkeit der Vorwürfe (unterwegs ohne abgerechnete Charter), die Abrechnungen usw. ansehen.
    Entweder selbst, was angesichts der offensichtlichen Enttäuschuing kaum möglich ist, oder durch einen Beauftragten oder im Rahmen einer Mediation zusammen mit der Charterfirma (vor Ort = Reisekosten + Beraterkosten) , die dann die jeweiligen Aspekte erklären und verifizieren muss.

    Aber auch das ist nicht kostenlos.... leider denken Viele, dass das "Geschäftsleben" (und Yacht kaufen und verchartern ist halt Geschäft) so einfach sei, vergessen die vielen Nebenkosten, z.B. für ein ordentliches Controlling oder glauben, sich das sparen zu können.
    Erstaunlicherweise sind das aber auch oft Leute, die im betrieblichen (wenn es also der Arbeitgeber bezahlt) schnell eben diese Dienstleistungen abrufen, die also auch kennen, nur in eigener Sache kann man es do-it-yourself billiger machen...

    Und wer billig kauft, kauft 2 x
    You get what you pay for

    und

    Enttäuschung ist das Ergebnis zu hoher und damit meist falscher Erwartungen!

    Eine vernünftige, neutrale und fachkundige Beratung kostet VORHER ein paar Hunderter oder gar tausender, prozentual bezogen auf den Kaufpreis peanuts... das garantiert keinen ökonomischen Erfolg, reduziert aber Fallen und Enttäuschungen.

    Zur obigen Sache kann man also nur etwas sagen, wenn man Details beider Meinungen kennt - jede hiesige Debatte führt wieder zu falschen Pauschalaussagen und -verunglimpfungen eines Geschäftsmodelles, das mit den richtigen Parametern durchaus "Erfolg" zeitigen kann - wie der aussieht, das sollte man halt vorher für sich geklärt haben!


    Gruß

    Hans
    Geändert von Yachtango (12.03.2015 um 13:57 Uhr)
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  7. #7
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    Standard

    Bernd, wieso sollte die Firma Dir den Gewinn überlassen, wenn sie ein gekauftes Boot verchartert! Da würde sie doch das selbst kaufen und hätte dann mehr Gewinn.

    also klar, es geht darum, Boote zu verkaufen, die sonst nicht verkauft würden oder mit dem Kapital anderer Leute selbst Geld zu verdienen. Ich fürchte, die machen es alle so..

  8. #8
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    Standard die wollen nur Geld verdienen

    Zitat Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
    Bernd, wieso sollte die Firma Dir den Gewinn überlassen, wenn sie ein gekauftes Boot verchartert! Da würde sie doch das selbst kaufen und hätte dann mehr Gewinn.

    also klar, es geht darum, Boote zu verkaufen, die sonst nicht verkauft würden oder mit dem Kapital anderer Leute selbst Geld zu verdienen. Ich fürchte, die machen es alle so..
    mei - genau DAS meine ich!

    Mit DIESEM Argumet dürfte man überhaupt kein Geschäft oder eine Dienstleistung mehr anbieten

    * wenn Du Dein Haus selbst putzt, sparst Du die Putzfrau, die will eh für´s Putzen (das kannst Du doch selbst auch) nur Geld verdienen

    * wenn Du Eigentumswohnung(en) hast, verwaltet die selbst, spar Dir die Hausverwaltung

    usw.

    Wir sind eine Dienstleistungsgesellschaft und natürlich werden solche Konstrukte geschaffen, um ohne eigene Kapitalnotwendigkeiten, die ja auch begrenzt sind, ein größeres Wachstum und Wirtschaftlichkeit über das mittelbare Kapital der Eigentümer hinaus zu schaffen.

    Ein Schiff selbst gekauft kostet (vereinfacht gesagt) Erlös - Kaufpreisfinanzierung (Zinsen)
    Statt dass die Bank nun Kredit gibt, was ja bei Schiffen als Sicherungsgut auch nicht so leicht unnd nur begrenzt möglich ist, kommt halt der Eigner als Finanzier - sein Vorteil: er muss sich um nichts kümmern, und kann zeitweise selbst segeln, in den Zeiten, in denen er nicht segelt, arbeitet das Wirtschaftsgut zu seinem (hoffentlich) Vorteil, reduziert die Unterhaltskosten.
    Vorteil für die Charterfirma: bessere Auslastung einer Charterbasis (die rechnet sich ja auch nicht für 1 oder 2 Schiffe, sondern da braucht man mehr), und es bleibt halt statt 100% Rohertrag nur 25-40% (oder so).

    Daran ist überhaupt nichts unseriös oder Kundenbeschiss...

    Problematisch wird es, wenn der Kunde völlig illusorische Erlösannahmen hat, bekommt und wenn die Zahlen nicht der Prognose entsprechen, während gleichzeitig (Pech) höhere Reparaturen anfallen, als gedacht.
    Das ist normales unternehmerisches Risiko. (das will aber so mancher nicht wahrhaben, vor allem nicht, wenn es ihn trifft)

    Vor allem aber ist es illusorisch anzunehmen, man könne ein Schiff über Chartereinnahmen voll refinanzieren, und es bleibe unbenutzt .... es kommt auf die richtige und realistische Erwartungshaltung an, dann kann man auch mit seinem persönlichen Modell durchaus zufrieden sein! das muss man aber vorher klar sehen und wissen, wo es haken könnte, und für Unwägbarkeiten oder eintretende Risiken halt vorbereitet sein, statt zu jammern, wenn es nicht so klappt, wie man sich das schöngeträumt hat.
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  9. #9
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    Standard

    jetzt sehe ich aber einer Stellungnahme von Bernd schon sehr interessiert entgegen. Die ist für mich irgendwie überfällig.
    l. G.

    Christian und Christine

  10. #10
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    Standard

    Zitat Zitat von Yachtango Beitrag anzeigen
    ...
    Aber auch das ist nicht kostenlos.... leider denken Viele, dass das "Geschäftsleben" (und Yacht kaufen und verchartern ist halt Geschäft) so einfach sei, vergessen die vielen Nebenkosten, z.B. für ein ordentliches Controlling oder glauben, sich das sparen zu können.
    ...
    Inwiefern kann/soll sich der Yachteigner um das Controlling des Vercharterers kuemmern? Oder meinst Du etwas anderes?

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