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  1. #21
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    Zu Carsten,
    was ist das für ein Primokon mit Glimmer. Natürlich wird Chlorkautschuk als Bindemittel oder Haftgrund verwendet, z.B. Anstrich für die Fahrbahnmakierungen, Betonversiegelung, oder auch Zinkoxide werden mit Chlorkautschuk versehen. Aber ein Primokon hat mit Chlorkautschuk nichts gemeinsam. Primokon ist nichts anderes ist als Naptha (eingedicktes Erdöl) und Hydrocarbon (Kohlenwasserstoffverbindung) als Aromat, damit es besser riecht da macht Glimmer keinen Sinn.
    mfg

  2. #22
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    Auf der Werft stand ne sehr alte Dose. 1990er oder so. Ich frage , ob ich das nehmen kann, wenn noch gut. Primocon. In roter Schrift drauf. Das Zeug aufgeruehrt, es war ok. Es ist Metall drin, glimmert. Sonst ist es grau. Man nahm es als Grundierung bei Stahlschiffen,sagte der Chef. Heut nehmen sie wasvon Hempel. Fuer Eisenkiel, so sagte er, sehr gut. Ach, und von Chlorkautschuk steht auch was drauf. Evtl. früher anders gewesen als jetzt ? C.

  3. #23
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    Carsten Chorkautschuk wird meist mit Alu Partikeln pigmentiert, Die Gründe sind unter anderem Korrosionsschutz auf Eisen (Alu ist unedler als Eisen) und zum anderen wird es mit besserem Verlauf in Verbindung gebracht. Ich bin kein Lacktechniker aber es wäre einleuchtend.

    Ansonsten ist Chlorkautschuk kein Kautschuk (wie viele meinen), ist also kein Elastomer sondern ein Thermoplast. Die Extreme Temperaturbeständigkeit und die hohe Wasserdampfdiffusionsdichtigkeit machen Chlorkautschuk für schweren Korrosionsschutz zur ersten Wahl. Dazu kommt extreme Beständikeit gegen Säuren, Laugen, Feuchtigkeit.

    Das Problem ist der hohe Chlorgehalt (Umweltproblem bei nicht reagierten Produkten) und leider das Lösemittel, es klappt nur gut mit Aromaten. Verarbeitung nur mit Atemschutz/Hautschutz und in gut belüfteten Räumen, am besten im Freien. Feuergefahr! Deshalb gibt es so gut wie keine Chlorkautschuk Primer im Endverbrauchermarkt - es liest halt keiner was auf der Büchse steht!

    Chlorkautschuk Farben/Lake werden gern als Schwimmbadfarben verwendet - soviel zur Wasserbeständigkeit und zur Gefahr von ausreagierten Produkten.

    Und bitte nicht mit Teerepoxid verwechseln, da geht nichts ohne Haftvermittler.
    So long -> Tom

  4. #24
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    Zitat Zitat von carsten.sauerberg Beitrag anzeigen
    Auf der Werft stand ne sehr alte Dose. 1990er oder so. Ich frage , ob ich das nehmen kann, wenn noch gut. Primocon. In roter Schrift drauf. Das Zeug aufgeruehrt, es war ok. Es ist Metall drin, glimmert. Sonst ist es grau. Man nahm es als Grundierung bei Stahlschiffen,sagte der Chef. Heut nehmen sie wasvon Hempel. Fuer Eisenkiel, so sagte er, sehr gut. Ach, und von Chlorkautschuk steht auch was drauf. Evtl. früher anders gewesen als jetzt ? C.
    Zu Carsten,
    alles klar, vor ca. 20-25 Jahren wurde Primokon, was bis Heute nichts anderes ist als Naphta - eingedicktes Erdröl, mit Aluminiumoxid pikmentiert. Damit wurde es dann als Korrosionsschutz im Anlagenbau verwendet. Auch Chlorkautschuk wird nach wie vor als Bindemittel verwendete. Die Entwicklung ist aber weiter gegangen. Seit ca. 95 mit der Einführungen von PVC-Vinylen wird Chlorkautschuk nur noch im Baubereich und der Bauchemie als sehr preiswertes Bindemittel verwendet. Der größten Anteil bei Chlorkautschuk wird als Haftgrund für die Fahrbahnmakierungen verwendet, da es sehr gut auf Asphalt haftet und wird natürlich noch als Bindemittel in Farben, Kleber, auch Korrosionsschutz vewendet.

    Nur auf einer GFK-Yacht wird einer den Chlorkautschuk kaum noch los. Wenn der Michael den Unsinn mit Chlorkautschuk und VC-Offshore einmantschen, wie das einer in seiner schon sehr eigenwilligen Naivität vermittelt umsetzt, dann kann er das Zeug nicht mehr abschleifen, auch nicht mehr abbeizen. Da bleibt also nur noch die Möglichkeit einer Sandstrahlerei was bei dem Boot ca. 2,5 Mille kostet, dann 2 Lagen Lamineren, Spachteln und den weiteren Beswchichtungsaufbau. Kostet bei Rambeck je laufenden Bootsmeter ca. 1500,-€ zzgl. Mwst.

    Ansonsten rate ich den Michael in seinen Anwendungsfall die Lösung mit dem Kran, oder den Spanngurten. Wenn es noch um Geschwindigkeit geht, dann nimm als AF Marine 522 Fastline, das hat sogar noch einen besseren Gleitwiederstand als VC17m und hat dazu noch einen Bewuchsschutz. Wenn es um die Optik geht für ein geiles Unterwasserschiff, dann nimm ein hellgraues Zinkoxid-AF, z.B. Ecoship steingrau das Airles gespritzt wird, dann ist das Unterwasserschiff so glatt wie ein Kinderpopo und da muss auch keiner schleifen.

    Ansonsten muss der Michael zuerst wissen was er genau möchte, dann kann auch die entsprechende Anwendung bestimmt werden. Ob ein Chlorkautschuk ein Kautschuk oder kein Kautschuk ist was sich da irgend einer im Internet zusammen kopiert, ist so unwichtig wie ein Fahrad auf einen U-Boot, denn es geht hier nur um einen geeigneten Haftrgrund und ein Antifouling für eine Übergangslösung bei einer GFK-Yacht die sicherlich keinen Korrosionsschutz braucht, der sich auch ohne Sandstrahlen beseitigen lässt.

    mfg

  5. #25
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    Es gibt keine PVC-Vinyle - PVC ist Polyvinylchorid

    PVC ist ein Thermoplast.

    Chlorkautschuk ist ein Duroplast - warum man Duroplaste nicht schleifen können soll ist mir schleierhaft - Du wirst es mir sicher gleich erklären, Engel.
    So long -> Tom

  6. #26
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    Ich sehe auch kein Problem, einen Chlorkautschukanstrich zu schleifen. Ich gehe mal davon aus, dass die Stahlfischkutter das als Primer kriegen, und die schleifen das natürlich. Z.B an den Bereichen, wo Netz und Trossen drüber scheuern, das schrubben siie es mit der Flex blank, dann kommt da das graue Zeugs drauf und dann der Schlussanstrich. Das kann man bei uns am Hafen beobachten. C.

  7. #27
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    Ich bin sicher Engel verwechselt das - wie viele Menschen - mit Teerepoxid, das beginnt bei Schleifen zu schmieren.

    Ich hab Chlorkautschuk gerade heute auf den Rumpf gerollt, wird hart und ist schleifbar.
    So long -> Tom

  8. #28
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    Zitat Zitat von carsten.sauerberg Beitrag anzeigen
    Ich sehe auch kein Problem, einen Chlorkautschukanstrich zu schleifen. Ich gehe mal davon aus, dass die Stahlfischkutter das als Primer kriegen, und die schleifen das natürlich. Z.B an den Bereichen, wo Netz und Trossen drüber scheuern, das schrubben siie es mit der Flex blank, dann kommt da das graue Zeugs drauf und dann der Schlussanstrich. Das kann man bei uns am Hafen beobachten. C.
    Ich biete seit mehr als 10 Jahren auch CR-Primer als unverseifbare Grundbeschichtung auf Stahl für den Einsatz im
    Stahl- und Schiffsbau im geeigneten Systemaufbau für den Einsatz im Über- und Unterwasserbereich an. Das gleiche gilt auch für weiter entwickelten 2 Komp. benzo(a)pyrenfreie Teerepoxide, die besonders im Stahlbereich, Anker-Kettenkästen sich wegen der hohen mechanischen Festigkeit seit Jahrzehnten bewährt haben. Diese Epoxid haben eine erheblich größere Feuchtedichte, härten spannungsfrei und da genügen auch nur 2 Anstriche zur Sanierung bei einer osmotischen Blasenbildung. Diese Beschichtungen schmieren auch nicht beim schleifen. Dabei handelt es sich um Duroplaste, die eine glasharte nicht mehr verformbares Polymer bilden. Im Gegensatz, Chlorkaustschuk ist ein Thermoplast, das sich z.B. bei Erwärumng beim schleifen verformt, weich wird und dann entsprechend schmiert.

    Ich sehe auch kein Problem darin wenn ein Hobbyologe seinen Chlorkautschukanstrich (Thermoplast) schleift, so wenig wie wenn einer sein GFK-Unterwasserschiff damit streicht. Warum auch, ich bin dann gerne behilfliche, wenn das Zeug wieder beseitigt werden muss denn das kostet dann richtig Geld. Im maritimen Bereich werden CR-Grundierungen nur im Systembereich verwendet, dabei ist die Objektauswahl entscheidend um den Chlokautschuk als Binder oder Grundierung für die verschiedene Anforderungen anzupassen. Es muss also der Einzelfall in Verbindung mit dem System beurteilt werden, was genau detaillierte Angaben erfordert. In der Praxis ist für solche Systemanwendungen der Privatanwender weit überfordert, da die erforderlichen Informationen in den Technischen Datenblättern nicht zur Verfügung stehen.
    mfg

  9. #29
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    Moin Michael,

    zu den Produkten selbst ist ja bereits sehr viel gesagt worden.
    Dein beabsichtigtes Setup hatte ich auch viele Jahre auf der Express und es war auch auf dem jetzigen Boot (allerdings Gelshield 200 statt VCTar2).
    Das VC Offshore war auf Elbe und Ostsee (Eckernförde, Kiel, zuweilen auch einige Wochen Liegezeiten in "pockenbekannten" Häfen) immer recht zuverlässig. Aber, trotz Dünnschichtprinzip baut es mit der Zeit auch auf und beginnt abzuplatzen und imho lässt es sich nicht besonders gut schleifen. Daher jetzt selbstpolierend Micron WA, obwohl die Haptik zunächst jedenfalls spürbar rauher ist. Soll sich in Fahrt nach einiger Zeit geben, muss man aber wohl glauben.... An den Platzierungen hat der Wechsel von VC Offshore zu Micron WA jedenfalls nichts geändert. Um da ins Feintuning zu gehen und Unterschiede zu erkennen, muss man wohl One Design segeln, der Rest ist bloß Psycho, schätze ich.

    Aber zu Deinem Abbeiz-Plan: habe ich vor Jahren mal gemacht, zugegeben mit fieseren Produkten als heute.
    Ich meine aber, eines hat sich nicht geändert: Das Auftragen und Abmantschen ist eine Sache. Den Rumpf hinterher ordentlich klar abzuspülen, damit das Zeug restlos entfernt wird und nicht den Folgeanstrich ruiniert, eine andere. Bei uns war es nur der Kiel, das Boot stand in einer Werft auf gestampften Boden, das Spülwasser.... sowas geht heute nicht mehr.
    => Hast Du den Abbeiz-Plan mit Deinem Winterlager geklärt? Wenn Du nämlich anschließend mit viel Wasser spülst, sollte der Dampfer auf den Waschplatz verholt werden können, damit das Spülwasser aufgefangen werden kann. Die Zeiten haben sich geändert.

    Falls also doch geschliffen werden müsste: Nachdem ich von VC Offshore auf selbstpolierendnes AF umgestiegen bin (selbsterodierendes, Micron EU, war auch dabei) merke ich erst, wie groß der Unterschied in der "Beschleifbarkeit" ist. Das Weich-AF zu schleifen ist regelrecht ein Vergnügen im Vergleich zu VC Offshore.

    Und ob für die eine Saison noch unbedingt die 5. und 6. Schicht auf das Gelshield muss... musst Du selbst entscheiden.
    Mal andersrum: Wenn der Dampfer mit den vier Lagen jahrelang unterwegs war und es zu wenig gewesen wäre, könnte er jetzt ein ziemlich nasses U-Schiff haben. Jetzt am Ende des Winters kann man prima Vergleichsmessungen mit einem Feuchtemesser anstellen. Dein Werftchef hat sicher einen. Wenn nichts auffälliges, würde ich cool bleiben... ;-)

    Grüße!
    Andreas

  10. #30
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    Moin Andreas!

    Ja, ich hatte in der Tat bis vor kurzem den Plan mal Jotun auszutesten, aber da ich letztlich auch keinen wirklichen Preisvorteil erkennen kann, habe ich mich innerlich jetzt auch zu 90% für MICRON entschieden. Ich hätte hier allerdings versucht das Optima zu bekommen. WA Ist also als Nachfolgeprodukt genauso gut?

    Das mit dem Primer sehe ich für dieses Jahr auch nicht so kritisch. Da wird es jetzt wohl einfach Primocon werden, und dann kommenden Winter anständig VCTAR und gut. Wie sich also das MICRON im Vergleich zum VC Offshore schlagen wird, werde ich dann also dieses Jahr sehen. Mit dem Abbeizen habe ich bei meinem letzten Schiff schon gut Erfahrungen gesammelt und mir ein System erarbeitet mit dem ich auch in der Halle effektiv den Rumpf Spülen kann ohne den Boden für die kommenden 1200 Jahre nachhaltig zu ruinieren...

    Off topic:
    Aalregatta / KiWO?

    Gruß,

    Michael

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