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  1. #1
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    Standard Kocher an Bord

    Hallo welche Kocher ,bzw. welches Betriebssystem habt ihr an Bord. Gas. Petrolium. Spiritus? Was ist zu empfehlen? Der Kocher muß in ein Fach geklappt werden,. Also er steht dann hochgeklappt. Soll mal eine Tasse Tee oder Kaffee oder mal ein Süppchen heiß gemacht werden. Bei mir ist ein 2 Flammen Gaskocher eingebaut. Die Anlage für die Zufuhr Gas gibt es nicht mehr. Vorbesitzer hatte Gasflasche im Bugstaufach liegen. Ohne Be und Entlüftung Würde die Gasflasche auf 3 KG reduzieren und im Heck anbringen wollen. Belüftung, no Problem, und Entlüftung ? Propangas ist schwerer als Luft. Ein Loch nach unten wäre nich so gut Gruß Dirk
    Der Tag hat 24 Stunden. Sollte die Zeit einmal nicht ausreichen, nehmen wir halt noch die Nacht hinzu.

  2. #2
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    Die Vor- und Nachteile wurden hier schon tausendfach teilweise sehr emotional diskutiert, stöber einfach mal ein bisschen im Forum. Nur soviel: Einen Petroleumkocher kannst Du bei deiner Anwendung vergessen. Der möchte in ein feuerfestes Umfeld eingebaut werden, denn die manchmal auftretenden Stichflammen bei ungenügender Vorheizung sind zwar selten aber keine Legende. Und entgegen allen anderslautenden Behauptungen rußt der auch etwas, auch mit modernem (teurem!) spezialgereinigtem Petroleum für Kocher. Das ist auch keine Legende, ein richtig betriebener Kocher riecht zwar nicht, aber die Pantrydecke dunkelt mit der Zeit doch erheblich nach
    Wenn Du nur hin und wieder ein Süppchen kochen willst und etwas Geduld hast würde ich einen einfachen Spirituskicher (Origo) nehmen. Anständigen Spiritus dazu (nicht der bestialisch stinkende Dreck aus dem Baumarkt), dann ist das geruchsfrei, rußfrei und ohne aufwändige Installation von Leitungen. Hochkant wegklappen geht dann aber nur wenn er leer ist, bestimmt gibt es aber auch Kocher die das können.
    Willst du viel und regelmässig kochen würde ich die Gasanlage wiederbeleben. Petroleum hat eigentlich nur dann einen Vorteil wenn Du für lange Zeit Brennstoffvorrat mitnehmen willst ohne die Rennerei nach Füllstationen, Adaptern, passenden Flaschen.... Einfach einen Kanister Petroleum einlagern das reicht Jahre.

  3. #3
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    Widerspruch!

    Nur Petroleumkocher (und die praktisch nicht mehr vorhandenen Spiritusdruckkocher von zB Optimus, was nix anderes als Petroleumkochwr mit Spiritusbrennern sind) lassen sich komplett verschließen und hochkant lagern. "Stichflammen" (in der Realität brennt lediglich Petroleum mit einer höheren Flamme gelb ab) entstehen bei denen nur, wenn man nicht weiß, wie man es richtig macht.

    Diese Kocher wurden und werden gerade auf vielen kleinen Yachten immer noch verwendet weil sie schneller als jeder Gaskocher das Essen warm bekommen. Rußen tun sie auch nicht mehr als Spiritus.

    Sieh zu, dass du gebraucht einen einflammigen Primus 154 bekommst, gibt's sogar mit Schlingerklammern. Haben wir auf dem Folke 15 Jahre gefahren und dort gekocht inkl Babynahrung.

    Wenn das mit den Gasanlagen noch nerviger wird stellen wir den Optimus wieder in das Schiff. Sagt zumindest meine Frau.... Und ich bin nicht der einzige, der das macht.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Buntesegel Beitrag anzeigen
    Widerspruch!
    .....
    Ich denke eigentlich dass ich mir nach 14 Jahren mit meinem Boot (von denen ich bisher knapp die Hälfte der Zeit dauerhaft an Bord verbracht habe) und exessiver Benutzung meines 2-flammigen Primus Petroleummkmochers durchaus erlauben kann, ganz sachlich auch mal die negativen Seiten zu beleuchten.
    Zunächst einmal: Für MICH ist das das System der Wahl und ich würde meinen Petroleumkocher nicht freiwillig hergeben. Aus den schon oben genannten Gründen.

    ABER
    -die Benutzung IST etwas unpraktisch
    Wo man bei anderen Kochern kurz ein Streichholz ranhält und vielleicht noch einen Knopf einen Augenblick gedrückt hält, pumpe ich erst einmal Druck auf das System, fülle dann ein kleines Vorheizschälchen unter dem Brenner mit Spiritus, nicht zuviel dass es überläuft oder während des Vorheizens überkocht (was übrigens trotzdem leicht passiert wenn Verunreinigungen in dem Schälchen sind) und warte. Bis der Spiritus abgebrannt ist. Wenn man sich grade für den Morgenkaffee aus der Koje geschält hat, und da möglichst schnell wieder rein will, kann das gefühlt unendlich lange dauern. Ist der Kocher einmal an "faucht" er mit einer Hitze mit der kein Gaskocher mitkommt und schon gar kein Spiritus.
    Habe ich mal den Tank nicht rechtzeitig nachgefüllt wird die Flamme irgendwann ausgehen, der Restdruck entweichen und dabei das Restpetroleum im heißen Brenner verdampfen und in der Pantry verteilen. Das stinkt erbärmlich und muss sofort gelüftet werden, auf See nicht immer ganz einfach. Habe ich zuviel Petroleum in den Tank gefüllt reicht mangels Luftvolumen der Druck nicht lange und ich muss während des Kochens regelmässig nachpumpen.
    Drehe ich die Flamme zu klein (um etwas warmzuhalten) kann es passieren dass der Brenner abkühlt und ausgeht. Dann geht alles von vorne los.

    - die Umgebung MUSS feuerfest sein
    Auch jetzt noch passiert es mir ab und an, dass etwas (brennender) Spiritus beim Vorheizen aus dem Schälchen läuft. Mein Kocher hängt über einer Edelstahlwanne, ich lasse das also einfach abbrennen (oder gieße etwas Wasser drauf ist ja Spiritus). Hätte ich diese (dichte!) Wanne nicht, könnte das brennende Zeug sonstwohin laufen.
    Die "Stichflamme" bei ungenügender Vorheizung ist nicht sehr groß und selten, aber grad als Anfänger schaffte ich doch dass sie bis zur Decke geht (die bei mir mit Edelstahl verkleidet ist).

    - JA!! es rußt!!
    nicht sichtbar beim Betrieb, aber Du wirst sehen dass die Pantrydecke doch ganz erheblich "nachdunkelt". Das lässt sich zwar bei meinem Boot mit Lackrolle und Pinsel "restlos beseitigen", wohl auch bei einem Folkeboot, aber bei so einer modernen weichen Kunststoffverkleidung an der Decke wirst Du Dich recht bald ärgern.

    Der seelo hat ja nicht geschrieben was für ein Boot er hat, aber die Platzverhältnisse sind offenbar beengt und er plant nur "gelegentlich mal einen Kaffee oder ein Süppchen" zu kochen.
    Da würde ich entweder Spiritus nehmen (der rußt NICHT) oder mir überlegen ob es nicht auch so ein kleiner Camping-Gaskartuschenkocher tut. Petroleum ist meiner Erfahrung nach für seinen Fall völlig fehl am Platze, bis er sich bei gelegentlichem Kochen mit dem System angefreundet hat, ist er ein alter Mann.
    Dem kann man widersprechen wenn man möchte, an meiner Erfahrung ändert das nix
    Ein Freund von mit hat mal gesagt: "50% lieben ihren Petroleumkocher (so wie ich) und 50% hassen ihn."
    Ich weiss nicht was der seelo für einer ist, aber die Chancen stehen nicht schlecht dass er es einmal versucht und dann nie wieder anrührt.
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  5. #5
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    Hallo seelo, eine vierte Alternative: Strom! Wenn man alle Details mit beachtet, ist das gat nicht so abwegig. Von allen Betriebsmitteln dürfte die Elektrizität die ungefährlichste sein. Sie produziert keine wasserhaltigen Abgase (zumindindest nicht am Ort des Gebrauchs), das ist für die Trockenheit im Schiff wichtig.
    Man nimmt eine Induktionskochplatte, die ist klein und gegenüber den anderen Varianten doch sehr preiswert. Man kann sie hochklappen oder sonstwie wegstauen. Bei der Energienutzung hat sie auch mit weitem Abstand die Nase vorn.
    Man sieht gewöhnlich die Energieerzeugung als Pferdefuß der Sache. Da gibt es an Schiff zwei Möglichkeiten: Wandler oder Generator. Wenn man nur gelegentlich was kochen will, ist wohl der Wandler die richtige Wahl, vor allem wenn man an Solarpanel oder Windgenerator genügend Kapazität zum Wiederauffüllen der Batteriebank hat. Will man richtig und häufig Kochen, so nimmt man besser einen Generator. Im einfachsten Fall hilft da ein klener Honda (oder sein China-Klon), der letztlich auch nicht mehr Platz braucht als ein Gasflaschenkasten.
    Hat man erstmal diesen Weg eingeschlagen, so geht auch z.B. eine Mikrowelle problemfrei.
    Viele Grüße
    nw


    PS: Wer etwas herkömmliche Kocherfahrung hat, für den ist eine Induktionsplatte wie eine Offenbarung. Die Charakteristik dieser Heizmethode ist absolut unelektrisch, und am ehesten mit Gas bzw. Petroleum zu vergleichen.
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  6. #6
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    Hallo mit dem Wandler wird es wohl nicht so recht klappen. Die elktrische Version braucht mal eben 1000- 2000 Watt. Die meisten Wandler bringen so um die 300 Watt. Wenn Landstrom zu verfügung steht ist 2000 Watt auch son ein Problem. Die meisten Steckdosen am Steg sind gerade mit 6 Amp abgesichert. Gruß Dirk
    Der Tag hat 24 Stunden. Sollte die Zeit einmal nicht ausreichen, nehmen wir halt noch die Nacht hinzu.

  7. #7
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    Seelo,

    auch wenn ich mich wundere, dass das Thema noch nicht gelöst ist - das sind ja fast zwei Jahre: Ich bin ebenfalls Verfechter von den Primus Herden und ich muss Tralala in allen Punkten beipflichten. Alternative wär dann noch so ein kleiner Kartuschengasherd. Habe soeinen beim Camping verwendet und würde sagen, bei dem von Dir genannten Anforderungsprofil unschlagbar. Sehe den auch oft auf kleinen Booten.

    https://www.amazon.de/Kochmann-GASKO...N%3DB000RC9UG6

    Gruß R.

  8. #8
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    Hallo Seelo, (preisgünstige) Wandler gibt es bis 5kW. http://www.ebay.de/itm/1200W-2500W-S...gAAOSwaB5Xu6IP
    Mit diesem kannst Du eine Induktionsplatte locker betreiben. Wie gesagt, das Energieproblem muß gelöst sein. Es muß also eine Stromquelle vorhanden sein, die die Batterien in absehbarer Zeit wieder auffüllt. Wenn Diese Bedingungenen erfüllt sind, dürfte das die billigste, beste, bequemste, sicherste Lösung darstellen.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  9. #9
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    Es kommt natürlich auch auf die Bootsgrösse an, auf kleineren Booten ist die ganze Elektro Installation eh zu umfangreich, und wenn es draussen einmal "nass" zugeht, sind 220V auch nicht ganz ungefährlich!!! (Beim Netz-Landanschluss sind FI-Schutzschalter ja Standard.)
    Wir haben einen von den kleinen Kartuschenkochern, allerdings in Edelstahlausführung, sind in der Bucht auch nur unwesentlich teurer als die Eisenblech Ausführung. Und so ein Kocher ist auch mal schnell auf den Cockpittisch gestellt und braucht dank Piezozündung auch kein Streichholz zum anzünden.

    Gruss
    Woody

  10. #10
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    Die simpelste Lösung ist der Spirituskocher und um ein Süppchen zu kochen reicht er völlig. Die Origo-Geräte mit den Kartuschen sind auslaufsicher, hochklappen kein Problem. Sie sind absolut sicher, vorausgesetzt man handhabt sie wie vorgeschrieben. Die Leistung ist jedoch schwach. Richtig kochen, vor allem Braten is´nich´.
    Perfekt, wie in der Großküche, ist der Gaskocher. Notwendig ist eine absolut einwandfreie Gasanlage.
    Petroleum (und Diesel) siehe Tralala.
    Strom ist komfortabel wie zuhause. Zuhause hat man jedoch einen Starkstromanschluss mit drei Phasen, 0 und Erde (fünf Drähte), auf dem Boot nicht. Es gibt jedoch keine Unzulänglichkeit, die sich mit hohem Aufwand nicht kompensieren ließe.

    Praktisch und gebräuchlich ist Spiritus und Gas.
    Köcheln mit Spiritus ist kein Problem. Es ist auf die Vergällung zu achten. Die eine stinkt, die andere nicht (hat nichts mit dem Preis zu tun). Handelsüblich ist Spiritus mit 94% und 86% Ethanol. In der Praxis merkt man den Unterschied nicht. Spirituskocher betrieben wir als wir das Boot überwiegend am Wochenende nutzten und auf der Urlaubsreise.
    Seit wir Langzeit unterwegs sind benutzen wir Gas. Täglich (fast) wird gekocht, zuweilen mehrere Gänge. Bei nur zwei Flammen ist die zeitliche Koordination schon mal etwas tricki.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

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