Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 19
  1. #1
    Registriert seit
    10.12.2007
    Beiträge
    155

    Standard Autopiloten für Bavaria 34 mit Pinne

    Hallo, ich möchte meine Bavaria 34 (BJ 1997) mit einem Autopiloten ausstatten. Das Boot ist mit einer Pinne ausgestattet. Der Heckbereich (in dem die Ruderwelle läuft) hat einen großen geschlossenen Bereich, in dem ich den Linearantieb über einen Hebel (ähnlich Ruderquadranten) anschließen könnte. Mir strebt der EV-100 von Raymarine vor, der aber nicht für einen geschlossenen Einbau gedacht ist. Hat jemand von Euch Erfahrung mit dem Pinnenantrieb, wie läuft der Freilauf oder muß man den Antrieb immer wieder aushängen, wenn man die Pinne manuell bedienen möchte. Für Notfall könnte ich einen Zugang zu dem Heckberech schaffen, der es mit erlaubt, den Pinnenantrieb auszuhängen.
    Die anderen Antriebe von Raymarine (z.B. Typ 1) sind sehr teuer und auch für eine 34 Fuß Yacht etwas zu umfangreich.
    Ich will den Pinnenantrieb nicht in der Plicht haben (die ist nicht sehr groß) und wenn der Autopilot läuft, würde ich die Pinne senkrecht nach oben klappen wollen.
    Bin auf Eure Erfahrungen und Kommenare zu meinen Überlegungen gespannt.

  2. #2
    Registriert seit
    09.07.2014
    Beiträge
    214

    Standard

    Hatte mal auf einer 31 Fuß einen AP zum Auflegen auf die Pinne.
    Das ist gaaaaanz großer Murx! Wenn mal ne Böe einfällt und Du mal schnell die Hand frei brachst, fängst an das Teil drauf zu fummeln, Sch.... Bei Schönwetter mag das vielleicht noch leidlich funktioniert, aber in Situaltionen wo es mal drauf ankommt... Und frage nicht wie oft ich das Teil mit einer kleinen Unvorsichtigkeit ausgehebelt habe.
    Beiss die Zähne zusammen und investiere in was ordentliches! Schalter/Hebel rum und AP übernimmt, nicht anders.

    handbreit

  3. #3
    Registriert seit
    05.01.2006
    Beiträge
    6.943

    Standard

    Schau Dir mal Garmin ghp12 an, ob der nicht besser wäre? Carsten

  4. #4
    Registriert seit
    29.02.2008
    Beiträge
    509

    Standard

    Schau Dir doch mal b-calmxp von Heinrich an.

    Persönlich würde ich aber eine Windfahne , z.B. Windgear, auch ein perfektes & geniales Produkt von Heinrich, anbauen lassen.
    Ich spreche aus Erfahrung, mit E-Pilot lasse ich nur bei Flaute & Motor steuern, ab Windstärke 1-2 steuert die Windgear. ich denke, je größer die Yachten, desto eher die Windautopiloten als Strom.
    Aber mit den intelligenten 9-Achsen-Steuerungen (b-calmxp war der Vorreiter) können die E-Piloten nun auch brauchbar bei Wind. Die mehr oder minder anfällige E-Mechanik und der Stromverbrauch, wenn auch mittels Intelligenz/b-calmxp sicher stark reduziert.
    Hai 710 KS www.hai-710.de.vu - Perfektes Segeln mit dem Trailerboot - Törns: www.hai-710.blogspot.de

  5. #5
    Registriert seit
    29.12.2003
    Beiträge
    499

    Standard

    Der Tiller 100 hat keinen Freilauf soweit ich weiß. In der Backskiste würde ich den nicht auf einem Quadranten fahren. Das ist zuviel gefummel. Auf der Pinne ist er jedoch ein guter AP. Und Entkoppeln kann man den Antrieb in Sekunden. Ob das Drücken eines Knopfes schenller geht, wage ich zu bezweifeln. Natürlich ist der Typ 1 komfortabler und auch sicherer. Aber der Preis.... Ist es das wert? Das mußt Du natürlich für Dich selbst entscheiden. Da kann Dir niemand einen Tip geben.
    Eine Windsteuerung halte ich auf der Ostsee für absolut übertrieben. Aber da darf jeder auch anderer Meinung sein.
    Abhängig vom Boot, Kurs und Trim steuern die AP St2000 oder EV100 Tiller auch bei schwerem Wetter noch ganz OK. Bei Welle wird es dann aber irgendwann kribbelig... Da sind sie dann eben limitiert.
    Gruss aus Hamburg / Jan

  6. #6
    Registriert seit
    29.02.2008
    Beiträge
    509

    Standard

    ich find die üblichen Meinungen zu Windautopiloten immer lustig, weil ich die vor 3 Jahren auch noch hatte.
    Seit 3 Jahren lasse ich zu 95% auf der Ostsee mit der Windgear steuern.
    Auch da wos eng ist, z.B. Kurisches Haff, frisches haff, und auf der Peene oder Achterwasser. Klar ist man im Cockpit und ändert ggf. blitzschnell den Kurs.
    Mind. so schnell Kurs anpassen wie das Drücken auf +-10° Tasten beim E-Piloten.
    Windgear steuert auch Sonntagsnachmittags beim Kaffeesegeln.
    Hai 710 KS www.hai-710.de.vu - Perfektes Segeln mit dem Trailerboot - Törns: www.hai-710.blogspot.de

  7. #7
    Registriert seit
    29.11.2009
    Beiträge
    787

    Standard

    Zitat Zitat von Hai-710 Beitrag anzeigen
    ich find die üblichen Meinungen zu Windautopiloten immer lustig, weil ich die vor 3 Jahren auch noch hatte.
    Genauso "witzig" ist die Angewohnheit hier im Forum, dass die Frage des Themenstarters gerne einfach ignoriert wird. Gefragt war nach einem elektrischen Pinnenpiloten, der für die beschriebene Einbausituation geeignet ist. Der EV-100 kommt schon ganz gut mit Wellen klar, nützt nur nix wenn er sich da nicht montieren lässt.

    Die Luxusvariante von NKE kommt vermutlich preislich nicht in Frage? Die Antriebe von Garmin kosten auch mehr als der ganze EV-100.
    Ich bin auch gespannt, ob jemand was bezahlbares mit Freilauf empfehlen kann.

  8. #8
    Registriert seit
    29.02.2008
    Beiträge
    509

    Standard

    Tja, Hackepeter, Du zitierst mich, den Falschen.
    Du hättest contigo zitieren müssen, der sich Gedanken um "Übertriebenheit von Windsteuerungen auf der Ostsee" macht.
    Lies und Du findest meine Empfehlung bez. Elektr. Piloten, nämlich b-calmxp.
    Da ich aber über mehr Erfahrung verfüge als nur über E-Pilot, weise ich auf die Alternative Steuerung per Windautomatik hin.
    Dass dann jemand kommt und die Neben-Alternative meint mit Vorurteil pauschal abweisen zu müssen, ist eben lustig und leider typisch Forum.

    Im übrigen ist Windsteuerautomatik überhaupt nicht abseitig hier im trööt.
    Gefragt wurde nach einem Autopiloten für Pinne.
    Eine Windsteuerung ist ein Autopilot. Ein Steuerautomat (sowohl Pinne als auch Rad möglich). Einer ohne Strom. Wo ist das Problem ?
    Geändert von Hai-710 (11.08.2015 um 15:00 Uhr)
    Hai 710 KS www.hai-710.de.vu - Perfektes Segeln mit dem Trailerboot - Törns: www.hai-710.blogspot.de

  9. #9
    Registriert seit
    19.09.2003
    Ort
    Moers
    Beiträge
    1.889

    Standard

    Begriffstechnisch: Für mich ist ein AP elektrisch und verfolgt einen Kompass- oder GPS-Kurs, eine Windsteueranlage folgt einem scheinbaren Windeinfallswinkel.
    Ich habe seit je einen Raymarine Pinnen-AP vom St2000+ über 4000+, S1 und nun den Evo 100 Pinne.
    8 Jahre hatte ich zusätzliche eine Windsteueranlage von Windpilot, die ich nun verkauft habe. Ich bin wohl ein AP-Typ. Zugegeben, die Windpilot ist unschlagbar beim Höhelaufen. Aber ich möchte auf ein Ziel zu fahren und brauche dann beim AP nur bei welchselnden Strom zu korrigieren. Bei einer Vernetzung mit GPS fällt das auch weg. Aber der EV100 hat keinen NMEA 0183 Eingang. Man braucht bei einem externen GPS Gerät also einen teuren Adapter oder eine Plotter (Mulitfunktionsdisplay) von Raymarine.
    Der normale Antrieb der Schubstange vom Evo 100 Pinne hat keinen Freilauf, wie schon gesagt. Eigentlich sollte man meinen, daß der Kurscomputer ACU 100 auch einen Linearantrieb am Quadranten ansteuern kann, er gibt ja nur Stromimpulse mit welchselnder Spannungsrichtung aus. Aber der PiPi ist auf eine bestimmte Entfernung des Antriebspunkts an der Pinne zur Ruderwelle ausgelegt. Wenn der kürzer ist, wird mehr Kraft gebracht, und vielleicht ist auch die Wirkung nicht mehr abgestimmt. Da wäre ich sehr skeptisch. Also auch der normale Pinnenantrieb, Schubstange, kann nicht beliebig dicht zur Ruderwelle angebracht werden. Das notwendige Aushängen der Schubstange erfolgt normalerweise nach dem Umstellen auf Standby, kann aber im Panikmodus auch sofort erfolgen. Gegen eine ungewollte Lösung der Schubstange bei starkem Schwell oder Wellengang von der Pinne hilft ein Gummiring. Der hindert auch nicht beim Abnehmen.

    Gruß
    Manfred
    www.sy-stups.de
    www.ohlson-88.de

  10. #10
    Registriert seit
    29.11.2004
    Beiträge
    1.087

    Standard

    Wenn Du den Platz für einen Einbaupiloten hast, dann solltest Du den auch nutzen. Das Steuerverhalten vom Raymarine EV mit Einbauantrieb oder Pinnenantrieb ist nicht so verschieden aber das Handling schon sehr. Bei einem Einbaupiloten ist es ein Druck auf die Fernbedienung und beim PiPi muss der erst mal einjustiert und eingehängt werden. Einen Freilauf gibt es dabei nicht.

    Grundsätzlich würde ich die Frage nach dem "richtigen" AP aufteilen in :

    a) der richtige Antrieb - PiPi / elektrisch linear / hydraulisch die es von mehreren Anbietern gibt und in der Regel auch kombiniert werden können
    b) dem Kurscomputer , wo es neben Raymarine auch noch Simrad, ... , B&G, NKE gibt.

    Steuern auf Wegpunkt nutze ich nie sondern Kompass sowie Steuern nach scheinbarem sowie (bei Vorwindkursen auf dem Mini sehr oft) wahrem Wind.

    Für Deine Bavaria, die ja nicht so der Raumschotsgleiter ist, sollte eine Raymarine Evo oder SPX10 mit Linearantrieb ein ganz guter Komromiss sein. Alles andere wäre mir entweder zu umständlich (PiPi) oder zu teuer (NKE, B&G).
    www.berlin-ocean-racing.com / Pogo Charter/Training/Regatten

Ähnliche Themen

  1. Montage eines Autopiloten auf einer Bavaria 30
    Von Ulrich vom See im Forum Bodensee
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 21.04.2013, 15:19
  2. Einbau des Autopiloten
    Von areopoli im Forum Technik & Elektronik
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 18.03.2013, 10:44
  3. Jefa Autopiloten
    Von utanaute im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 27.11.2008, 10:38
  4. Frage zum Autopiloten
    Von Hafengeyer im Forum Technik & Elektronik
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 30.04.2004, 12:28
  5. Autopiloten
    Von tommes03 im Forum Technik & Elektronik
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 11.12.2003, 19:17

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •