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  1. #1
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    Standard Yachtkauf in Frankreich

    Hallo,

    Hat schon jemand von euch eine SY in Frankreich gekauft.

    Ich habe vor eine gebrauchte SY zu kaufen. Einige interessante SY habe ich in Frankreich gefunden.
    Die SY haben Französische Flagge und die Steuer ist bezahlt, zumindest steht es so in den Anzeigen.
    Die Anzeigen sind anscheinend auch alle von Maklern.
    Bisher habe ich sie noch nicht kontaktiert.
    Würde gerne von euch wissen wie das ganze Prozedere beim kauf in Frankreich ist?
    Welche besonderheiten gibt es zu beachten?
    Wieviel Zeit sollte ich einplanen von der Entscheidung bis alles "über die Bühne" ist?

    Die SY wird anschließend vorerst im Mittelmeer, Spanien, Portugal verwendet werden.

    vorab schon mal Dank für alle tipps und Angegungen...

    vladi

  2. #2
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    Standard

    Haben wir vor 4 Jahren gemacht. Kauf über Makler. Nach Besichtigung und anschließenden auf französich und englisch geführten Verhandlungen einen Compromis de Vente (für Verkäufer und Käufer verpflichtender Vorvertrag) auf einem Vordruck des Maklers unterzeichnet. 10% per Überweisung angezahlt, den Rest bei Übergabe. Dabei wurde dann auch der Acte de Vente (Kaufvertrag) unterzeichnet, womit das Eigentum übergegangen ist.
    Im Prinzip ist es mit allen Risiken (Schiff geht unter, Verkäufer haut mit dem Geld ab, Makler geht pleite usw.) trotz feiner juristischer Unterschiede genau so wie bei uns. So etwas wie Notaranderkonten o. ä. sind in F nicht bekannt bzw völlig unüblich, daher muss - wer ganz sicher gehen will - man entweder bei Kaufvertragschluss bar zahlen oder die Zeit zwischen Überweisung und Kaufvertrag (den der Vk erst nach Geldeingang unterzeichnet) gute Nerven haben. Denn s. o.: das Eigentum geht mit Abschluss des KV über.
    Ich habe den Verkäufer nie gesehen, nur den Makler. Die Verträge wurden per e-mail mit eingescannten Unterschriften geschlossen. Dh, wir haben den unterzeichneten KV nur als Datei. Es existiert kein original von beiden Parteien unterschriebes Papierexemplar.
    Eine genaue Inventarliste bekam ich vorher nicht, sondern nur die Angabe "so wie Sie es besichtigt haben". Genauer wollten Makler und Verkäufer es nicht machen, schienen sie auch nicht zu kennen. Meine Forderung irritierte sie. Aber ich hatte gefühlt 250 Fotos gemacht, auf denen selbst jeder Zeiser und Reserveschäkel zu sehen war. Und bei Übergabe war alles drauf wie bei der Besichtigung, Makler und Verkäufer hatten Wort gehalten. Vielleicht sind wir Deutschen manchmal zu kompliziert.
    CE-Konformitätserkklärung und MWSt-Nachweis nicht vergessen.
    Das Ganze dauert nicht länger als bei uns auch. Hängt halt alles davon ab, wie schnell man zusammenkommt und sich auf die Übergabe/den Kaufvertagsabschluss einigt. Alles danach ist eigene Organisation.
    So lief es bei uns, völlig problemlos. Ob es andere Makler in F anders machen, weiß ich nicht.
    Viel Glück!

  3. #3
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    Zitat Zitat von vladi Beitrag anzeigen
    Welche besonderheiten gibt es zu beachten?
    Es wird viel Französisch gesprochen!

    Nein, das war jetzt kein Scherz. Obwohl ich nie wirklich irgendwo Französisch gelernt habe, entstand bei mir oft der Eindruck, dass mein Französisch immer noch besser war, als das Englisch der Franzosen, mit denen ich kommunizierte. Optimal wären also fundierte Französisch-Kenntnisse.

    Letztendlich ist es bei mir nie zu einem Vertragsabschluss gekommen; das lag aber nicht nur an den Kommunikationsproblemen
    Globale Erwärmung: Immer mehr Platz zum Segeln aber immer weniger zum Festmachen.

  4. #4
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    Der Idealfall: Das Boot ist ok. Du hast einen mit, der gut Französisch kann. Du bist innerlich bereit zu handeln. Der Preis ist gefunden. Ihr schaut Euch tief in die Augen und gebt Euch die Hand. Ihr geht in das Maklerbüro, er setzt den Kontrakt auf, dein Freund, der Französisch kann, checkt das, du setzt Dich an den PC des Maklers, machst die SEPA Überweisung, druckst das aus, er gibt Dir die Schlüssel. Plus die Papiere. Nun ist es Deines.
    Der nicht so ideale Fall: Das Boot ist gut, du willst kaufen, der Freund, der Französisch kann ist dabei, aber die Wasserpumpe leckt. Du willst das erst gefixt haben, bevor Du kaufst. Ihr schaut euch tief in die Augen, Hand drauf, ihr macht Vertrag mit Anzahlung. Das ist normal, machen hiesige Makler auch so, um die Ernsthaftigkeit des Kaufbegehrens zu prüfen. Rest bei Abnahme. nun musst Du vertrauen, müsstest Du hier auch. der Makler steht nur mit seinem Namen für die Anzahlung ein. Rest bei erfolgreicher Übernahme, Procedere s.o.

  5. #5
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    Ein gebrauchtes Boot kauft man mit defekt.
    Will man Garantie muss man neu kaufen.

    Geiz ist geil.

    Du solltest im Kaufvertrag vereinbaren, das der Verkäufer die Ausflaggung veranlasst.
    Das hat von mir zwar niemand je verlangt, sollte aber vorhanden sein.

    Kann Spanien empfehlen, dort ist ein Schiff einem Haus gleichgestellt und es sind im Schiffsregister die Eigentumsverhältnisse klar ausgewiesen.
    Da kauft man nicht die Katze im Sack.
    Wer kann, kann auch mit einer Oceanis segeln! ;)

  6. #6
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    Vor zwei Jahren Boot in Frankreich gekauft, kein Problem. Mehrkosten in Kauf genommen für "notarielle" Beurkundung des Kaufvertrags und der Übergabe, dafür Eintragung ins deutsche Schiffsregister problemlos.

    Bzgl der Steuer solltest Du Dir aussagekräftige Unterlagen, zB Rechnungen mit ausgewiesener Steuer geben und später auch im Original übergeben lassen. Die brauchst Du auch, um zB bei einem späteren Verkauf nachweisen zu können, dass die Steuer bezahlt wurde.

    Zeitplanung ist schwierig. Ist nicht bös gemeint, aber was Fristen und Termintreue anbelangt haben viele Franzosen eine andere Einstellung als wir.

    Ohne ins Detail zu gehen bzw gehen zu können, das französische Recht ist eigentlich ser Käuferfreundlich. Je nach Kaufsumme kann es sich aber lohnen, über eine spezialisierte Kanzlei die Zahlung über ein Anderkonto abzuwickeln.

    Bei der Überführung 2013 hatte ich nur das Problem, dass mein Böötchen aus dem franz. Register raus, im deutschen aber noch nicht drin war bzw ich die Papiere nicht hatte. Dafür habe ich dann 300€, nach Verhandlung 150€ bezahlt, als ich kontrolliert wurde. Letztlich mein Fehler, ich hätte mir aus HH eine Bestätigung schicken lassen können, dass die Eintragung in Bearbeitung ist, das hätte gereicht.
    42!

  7. #7
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    Zitat Zitat von carsten.sauerberg Beitrag anzeigen
    ... du setzt Dich an den PC des Maklers, machst die SEPA Überweisung...
    ... und Dank des dort installierten Keyloggers bist Du dann auch bald Dein übriges Geld los.
    Globale Erwärmung: Immer mehr Platz zum Segeln aber immer weniger zum Festmachen.

  8. #8
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    Irgendwas kann immer sein....es gibt auch ein Bauchgefühl...

  9. #9
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    Ja er kommt auch an deine Tans.
    Wie naiv!!!!

    Man kann auch bei seiner Bank eine Blitzüberweisung erstellen und diese Vorort per Telefon ausführen.
    Selbst schon gemacht.

    Man man.

    Kannst auch deinen eigenen Laptop mitnehmen und eine eigene Datenkarte.

    Zum Schluss gibt es noch Bares.
    Geändert von Belle Vie (26.08.2015 um 10:37 Uhr)
    Wer kann, kann auch mit einer Oceanis segeln! ;)

  10. #10
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    Zitat Zitat von Belle Vie Beitrag anzeigen
    Ja er kommt auch an deine Tans.
    Wie naiv!!!!
    verstehe ich nicht, schon mal was von sms tan gehört, da wird dir mit der sms auch die zu überweisende summe gesendet und der tan ist nur 5 min gültig.

    ich sehe da keine probleme.
    ACHTUNG: manchen beiträgen könnten auch "wiener schmääh" beinhalten

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