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  1. #1
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    Standard Von der Türkei nach Hause

    Liebe Yachtgemeinde,

    wir haben eine Yacht in der Türkei esrtanden und wollen diese innerhalb der nächsten 12 Monate in die Ostsee überführen. In den Foren und Blogs scheiden sich die Segelgeister über Sinn und Unsinn eines Wintertörns im Mittelmeer. Auch die weitere Törnplanung außerhalb des MM gibt Rätsel auf. Hat jemand Erfahrungen, Ideen oder Tips zu einem solchen Segelvorhaben?

    Die Rahmendaten:
    - Fellowship 33 ( guter Zustand trotz 80iger Bj.)
    - Zeit bis juli 2016 ab jetzt
    - schmaleres Budget
    - große Motivation

    Vielen Dank für Eure Hilfe
    FoMo

  2. #2
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    Standard

    Das Mittelmeer gilt in der Großschiffahrt als ein Gebiet, für welches im Winter die gleichen Sicherheitsanforderungen gelten wie für den Nordatlantik.
    Ich würde mir sehr überlegen, da im Winter durchzugehen. Dies gilt besonders für den Löwengolf, das sturmreichste Revier Europas. Da mußt Du durch, wenn Du binnenwärts die Rhone hoch willst oder durch den Kanal du Midi gehen willst.
    Der Mistral kann Dich aber auch noch packen, wenn Du weiter südlich, etwa von Sizilien aus auf die Balearen willst. Und es gibt da nicht nur den Mistral ... Ist aber alles nur Statistik, vielleicht hast Du ja Glück und dümpelst da friedlich durch; ich täts nicht. Habe vor ein paar Wochen mit einem Fischer auf Menorca gesprochen. Der sagte klipp und klar, daß Yachten im Winter in diesem Seegebiet nichts verloren hätten.

    Zur Route: Ohne die jetzt geprüft zu haben böte sich an

    a: außen rum, aber da wird unter Berücksichtigung des vorher gesagten der Zeitrahmen evtl. knapp
    b: die Rhone und Saone hoch, dann ein Stück Kanalfahrt ( mehrere Möglichkeiten ) und z.B. die Mosel und den Rhein runter. Dann via Mittellandkanal ostwärts
    c: Kanal du Midi von der Rhonemündung nach Bordeaux in die Gironde. Abmessungen und Tiefgang samt Höhe über Wasser bei gelegtem Mast berücksichtigen.
    d: Durchs schwarze Meer in die Donau. Ich weiß von einigen Törns Donau abwärts. Ob das aufwärts realistisch ist müsstest Du ggf. checken.
    Geändert von Pilgrim (09.09.2015 um 22:16 Uhr)
    Gruß
    Winfried

    www.heinkele.net

  3. #3
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    Frage bei verschiedenen Yachttransporteuren an wegen einer Rückfracht von Portoroz/Koper/Slowenien. Die werden in der Regel günstig angeboten und das Boot ist nicht so groß. Die Maße kennst Du ja.
    Damit wäre der Zeitplan einzuhalten und Du kannst das Boot eventuell auch noch in der Nordadria eine oder mehrere Saisons nutzen. Es kommen zum Ende Oktober immer einige Boote zur Gebrauchtbootbörse nach Lignano auch aus der Türkei und die Strecke ist in guten 14 Tagen zu machen.

    Grüße
    Uwe

  4. #4
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    Man kann auch über die Krim nach St. Petersburg und dort in die Ostsee.

    http://www.water-ways.net/d/index.php

    Aber wir "Deutsche" haben ja bekanntlich Probleme mit dem russischen Winter

    VG

  5. #5
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    Kommt darauf an, wie du segeln willst. Wenn du bereit bist Nachtfahrten (auch mehrere hintereinander) einzulegen, sollte das eigentlich in der Zeit kein Problem darstellen. Wenn du nur Küstensegeln möchtest sehe ich das problematisch.
    Ich weiß ja nicht, wo in der Türkei, aber sagen wir mal Marmaris.
    Wenn du jetzt lossegelst kannst du bis Ende Oktober in Südspanien sein. Das sind ca. 1700-1800 sm. Im Oktober hast du meist noch brauchbares Wetter, auch wenn das da schon die eine oder andere Überraschung bereithalten kann.
    Wenn du nicht ausgesprochenes Pech hast, sollte das zeitlich funktionieren. Wir haben die gleiche Strecke (allerdings nur bis Korfu) im April/Mai in Gegenrichtung in der gleichen Zeit gemacht und in den ersten vier Wochen viel gebummelt.
    An der Costa del Sol (z.B. Almerimar) läßt du das Boot den Winter über liegen und fährst ab Ende März weiter, so daß du die portugiesische Küste vor Einsetzen des Portugalpassats hoch kommst. Im Mai über die Biscaya und dann bist du ja fast schon zu Hause.
    Muß dir aber klar sein, daß dabei auch sehr viele Motorstunden anfallen können und du öfters mal 1-2 Nächte durchsegeln mußt.
    Michael
    http://www.sioned.de

  6. #6
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    Hallo fomo2015, der direkte Weg für Dich wäre die Donau raufwärts. Da gibt es allerdings über weite Strecken starke Strömung, das geht nur mit starkem Motor, viel Diesel und noch mehr Geduld. In meinem Revierführer "Donau" ist zu lesen, man kann sich auch von der Berufsschiffahrt schleppen lassen. Falls sowas klappt, wäre das vermutlich die beste und schnellste Möglichkeit.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  7. #7
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    Erstmal vielen Dank für Eure Hilfe. Mir schwebt momentan vor, die Restsaison in der Türkei und Griechenland zu versegeln (auch um das Boot kennenzulernen), nach der Einwinterung dann im April/Mai richtung Westen. Auf dem Weg könnte man dann recht spontan entscheiden, ob außenrum (vielleicht sogar über die Azoren?) oder Abkürzung durch den Canal du midi, mit Chance auf einen Kurzbesuch in Irland. Was haltet ihr davon?

    Danke nochmals
    Fomo

  8. #8
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    Hallo fomo2015, wenn Du erst nächstes Jahr nach einer Überwinterung anfängst, schaut das ganz anders aus. Im Wesentlichen hängt das davon ab, wieviel Zeit Du für die Tour hast. Weil Deine Fahrt im Sommer stattfindet (nicht im Herbst) sind vermutlich alle Varianten möglich. Da möchte ich Dir noch die Binnentour Rhone- RheinRhone Kanal, Rhein, usw empfehlen, in dieser Richtung problemlos, Du könntest die "Restsaison" nutzen, um Dein Boot nach Marseille zu verlegen, dort im Port Napoleon überwintern, und im Sommer dann binnen bis zur Ostsee zu fahren.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  9. #9
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    Wenn Du erst mal die Türkei und dann noch GR kenngelernt hast, dann treffe die Entscheidung ob du das MM wirklich zu Gunsten der Ostsee verlassen willst.

    Ansonsten, wie schon vorgeschlagen nach Slovenien und dann mit Rücktransport ohne zeitliche Festlegung rel. preiswert zurück.

    Achim

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