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  1. #1
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    Standard Können Fahrtensegler nicht mehr segeln oder wollen sie nicht?

    Können Fahrtensegler nicht mehr segeln oder wollen sie nicht?

    Der Grund für diese ketzerische Frage ist das Gerücht, dass Beneteau die First-Serie einstellt.

    Die Firsts sind ein gelungener Kompromiss für sportliches und komfortables Segeln, durchaus familienfreundlich und trotzdem schnell, besonders am Wind. Diese gelungene Serie erfüllt seit Jahren nicht mehr die Erwartungen des Herstellers.
    Der Kunde will offensichtlich eine ultraleichte Carbonhöhle oder eine geräumiges Wochenendhäuschen, die Attribute eines schnelles Schiffs reichen völlig.

    Der gemeine Tourensegler hat offensichtlich die Silbe "Sport" vom Wort "Segelsport" abgetrennt.

    Gruß Franz

  2. #2
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    ... die First-Serie...

    Diese gelungene Serie erfüllt seit Jahren nicht mehr die Erwartungen des Herstellers.
    Warum auch sollte ein profitorientierter Unternehmer Produkte herstellen, die niemand haben will?

    Aber der Gebrauchtmarkt ist schließlich riesig...
    Globale Erwärmung: Immer mehr Platz zum Segeln aber immer weniger zum Festmachen.

  3. #3
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Können Fahrtensegler nicht mehr segeln oder wollen sie nicht?

    Der Grund für diese ketzerische Frage ist das Gerücht, dass Beneteau die First-Serie einstellt.

    Die Firsts sind ein gelungener Kompromiss für sportliches und komfortables Segeln, durchaus familienfreundlich und trotzdem schnell, besonders am Wind. Diese gelungene Serie erfüllt seit Jahren nicht mehr die Erwartungen des Herstellers.
    Der Kunde will offensichtlich eine ultraleichte Carbonhöhle oder eine geräumiges Wochenendhäuschen, die Attribute eines schnelles Schiffs reichen völlig.

    Der gemeine Tourensegler hat offensichtlich die Silbe "Sport" vom Wort "Segelsport" abgetrennt.

    Gruß Franz
    Ich glaube nicht das der Tourensegler sich vom Sport entfernt, ich glaube eher die Firsts entsprechen nicht mehr dem Zeitgeist da zu schwer gebaut und nicht gleitfähig, siehe aktuelle First 30, sieht aus wie Pogo segelt aber nicht wie Pogo. Die Konkurrenz von J Archambault,Maree Haute,Pogo,JPK ist halt da, und die sind erfolgreich, das muss ja bei irgendwem zu spüren sein, in diesem Fall wohl bei Beneteau.

  4. #4
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    Das Konzept "First" ist veraltet und nicht mehr zeitgemäß.
    Am besten wir das in dem aktuellen Yachtartikel begründet:

    http://www.yacht.de/panorama/news/st...e/a101827.html


    • Eigner, die sich sportlich weiterentwickeln wollen, favorisieren eher Grand-Prix-ähnliche Konstruktionen, die IRC-optimiert sind, wie die Ker 40.
    • Dann räubern inzwischen auch neue Wettbewerber im angestammten Umfeld. Marken wie Pogo, JPK oder Django haben Merkmale von Class 40 und Open 60 in ihre Yachten aufgenommen und bieten vor allem raumschots mehr Potenzial, teils auch mehr Raumvolumen. Außerdem sind sie für kleinere Crews und Einhandbetrieb optimiert. Dagegen wirken Beneteaus First-Modelle eher konservativ.
    • Zugleich ist das sportliche Segment insgesamt weniger stark nachgefragt, weil sich Eigner mit zunehmendem Alter mehr aufs Fahrtensegeln verlegen – und dafür andere Boote favorisieren.

  5. #5
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    wie man unschwer in anderen Trööts und auf Messen feststellen kann,
    ist doch die eierlegende Wollmilchsau das Mass aller Dinge.

    Genauso, wie der Schreibtischtäter inzwischen die Städte mit den SUV zuqualmt,
    obwohl er nie weiter als 300 mtr ans richtige Gelände rankommt,
    genauso will der marinierte JAWABO nun den Cruiser-Racer, aber mit Stehhöhe overall, Einbau- und Waschküche
    und Wellness-Salon.
    Mit Fahrensegeln ist da genauso wenig, wie beim All-inclusiv-Schnäpchenurlauber bezüglich Pfadfinder...

    So what....
    Den schwimmenden Wohnwagen und Ferienhäusern gehört die Zukunft, da als Masse umsatzträchtig.
    Somit werden die paar gestandenen Segler wieder zur elitären Minderzahl.

    Hat doch auch was ?

    QUERULANT = https://blog650.wordpress.com
    HORIZONTE = https://blog35215.wordpress.com

  6. #6
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    Wobei sich das ganze Thema zeit verzögert auswirken wird....

    Denn der Gebrauchtmarkt ist voll von gut segelnden Booten die auch verkauft werden. Nach meiner Meinung sogar besser als die Wohnwagen.

    Den junge dynamische Segler die kaufen schon gerne sportlich (demnach bin ich auch noch dynamisch) Die Jungen im Bekanntenkreis kaufen die First Boote gerne! Aber natürlich gebraucht.

    Den ich schätze mal das 90% der verkauften Boote gebrauchte sind. Und der Rest vom Kuchen ist halt die Kundschaft der 45+ Generation. Denn wer hat den mit 35 Jahren schon mal 150 - 180 K€ für eine neue ausgerüstete First 35.

    Auch das nicht sportlich segeln wollen ist ein deutsches Problem! Das kennen die Segler in NL, B, GB und F nicht. Aktuelles Beispiel ist die Meldeliste des Antwerprace. 225 Yachten sind gemeldet. Davon 1 einzige mit deutschen Segelzeichen nämlich wir! Alles andere NED und BEL. Und das Verhältnis von 1:225 spiegelt nicht die Belegung der Yachthäfen in Zeeland wieder. Eher so 10-25% Deutsche.
    Gruß Norbert

  7. #7
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    Sportlich Segeln, also Regattasegeln: Kommt nur in Frage, wenn Du entweder echt Geld hast oder nahe am Boot wohnst und daher keine schwimmende FEWO nötig ist. an der Ostsee in den Bereichen FL, KI, OH, HL, HRO und HST/HGW ist das nicht tot, da genügend Locals es betreiben, die kaum Anfahrt haben. Gestern Abend Miitwochsserie SVH: 39 TN, 21 in der wertung mit mindestens 7 gesegelten Rennen.
    Sportlich segeln kann auch einfach nur "sportlich segeln" heissen, ohne Startschuss und Linie. da ist das Problem, dass die neuen CR-Designs das nicht gerade fördern. die Schiffe sind zu übertakelt, zu nervös. Die X 34 war ein tolles Tourenboot mit Racepotential, die XP 33 ist es nicht mehr.(Ausnahme: Z.T. bei Dehler zu finden) Sowas muss man sich als Spielzeug leisten können, als Tourenboot unbrauchbar. Ich halte übrigens Deine J111, Norbert, als Tourenboot nicht geeignet.Ich würde damit nicht in Urlaub segeln wollen, den Charme einer Kühlkammer muss ich mir nicht geben. Für den Chartermarkt sind solche Konstruktionen eh ungeeignet. Und der nimmt eben immer noch Stückzahlen auf.
    Den guten Segler mit Potential für ne Yardstickregatta gibt es noch in Schweden, aber das kostet dann eben. Arcona, Linjett z.B.
    Was Beneteau angeht: Man könnte auch ne Oceanissportline auflegen. Die Rümpfe sind oft ganz ok. Mit besserem Kram an Deck, etwas mehr Kielgewicht und Masthöhe, ordentlichem Cockpitt kann so eine Oceanis 34 durchaus Spass machen, dann braucht es keine Firsts mehr. Carsten

  8. #8
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    Nicht zu vergessen: die guten Regatta-Platzierungen nach berechneter Zeit, z. B. im ORC- oder IRC-Handicap.
    Ich z. B. habe ein altes IOR-Boot, das nach ORC int. und IRC sehr günstig, also "langsamer" vermessen ist als es tatsächlich läuft.
    Man beachte z. B. auch den Gewinner des letzten Giraglia Rolex Cup 2015 nach ORC gesamt:

    http://www.yachtclubitaliano.it/uplo...ORC-Class.race

    Eine HR 41, das ist ein Fischkutter :

    http://www.hallberg-rassy.com/hr41/hr41.shtml

  9. #9
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Die Firsts sind ein gelungener Kompromiss für sportliches und komfortables Segeln...
    Ich habe den Eindruck, dass genau der Kompromiss nicht mehr der Mode entspricht. Kompromisslosigkeit ist in! Kompromisslose Rennboote - so speziell dass sie nur für die designierten Rennen/Kurse wirklich zu gebrauchen sind. Im Gegenzug Wohnboote, die zwar auch moderne Rümpfe haben und ganz gut laufen - aus denen man aber bestimmt nichts rauskitzelt. Weil man nicht auf die Kaffeemaschine/Kühltruhe/Dusche verzichten will - kompromislose Entschleunigung. Schließlich trennen sich die Lager der Regattasegler und Fahrtensegler auch immer weiter auf.

    Offenbar gehts nur endweder/oder.

    Gruß R.

  10. #10
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    Norbaer hat es im Prinzip richtig erkannt:
    Nur max. 10% aller verkauften Yachten sind Neu, alle anderen sind gebrauchte Yachten.
    Um, wie Beneteau, eine Serienproduktion aufrecht zu erhalten, braucht es die Vercharterer. Wenn die nun keine sportliche First ordern, dann lohnt sich die Produktion eines solchen Schiffes (leider?) nicht mehr.
    Hein Blöd kauft höchstens einmal in seinem Leben eine neue Yacht und pflegt diese zu Tode, wobei davon die Herstellerwerft nix hat.

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