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  1. #21
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    Zitat Zitat von Andreas120 Beitrag anzeigen
    Moin,

    eine Freundin hatte eine Elan19 und war damit in den Schären - auch über See.
    Das geht also im Prinzip..
    Der limitierende Faktor (ich leiere es noch mal herunter) bist Du selbst.
    Wenn Du magst, schick mir eine PN. Vielleicht hat sie Lust, sich mit Dir auszutauschen, z. B. über sinnvolle Ausrüstung und die Grenzen des Bootes.
    Für mich spielt bei solchen Unternehmungen immer die geringe Reisegeschwindigkeit derartiger Kleinstkreuzer eine Rolle.
    Daran könnte ich mich nicht mehr gewöhnen, glaube ich.
    Wie häufig habe ich mitleidig geguckt, wenn so ein Floh viele Stunden nach uns mit erschöpfter Crew in den Hafen einlief.
    Entweder hat sie die Abendflaute noch voll erwischt oder der ungünstige Winddreher zum Schluss unter Land oder das aufziehende Gewitter, das wir bereits unter der Dusche verbrachten.
    Irgendwas ist immer. Hartes Brot, das. Jedenfalls wenn man sich lange Strecken vorgenommen hat.

    Lies doch mal das Buch von Digger über den more oder minder verhinderten Langzeitsommertörn auf der VA18.
    Nicht das Leben an Bord ist entscheidend, sondern das schneckenartige Vorankommen, die vielen Hafentage und Abbrüche.
    Er hat es sich und uns (den Lesern) schöngeschrieben aber der Frust kommt aus jeder Zeile.
    Ich denke man kann sowas machen wenn man kein Ziel hat und sich nicht unter Druck setzt. Das ist pschüschologisch die hohe Kunst. Und bangemachen gilt natürlich auch nicht....

    Gruß
    Andreas
    [off-topic]
    Andreas,
    das Segeln mit solchen Kleinkreuzern ist nicht frustrierend! Ich bin auch mal mit 22ft lange Strecken gesegelt, auch bei Schietwetter und gegenan.
    Man muss sich VOR der Tour halt klarmachen, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit nur max. 4kn betragen wird.
    Was die Schlechtwettertage (Sturmtage) betrifft, ich habe es häufig genug erlebt, wie grössere Yachten lieber im Hafen blieben, während ich mit Sturmbesegelung (Sturmfack und 2 Reffs im Gross) auslief. Also, die Frage ob jemand ausläuft oder nicht und vor allem warum, ist NICHT IMMER an der Schiffsgrösse festzumachen.
    Ich persönlich schere mich nicht darum, dass Du mit Deinen 40ft halt später ausläuft und früher ankommst ! Das ist nunmal Physik und lässt sich nicht ändern. Ausserdem bist Du ja auch froh, wenn so ein Kleiner gegen 20:00 einläuft und bei Dir festmacht und so verhindert, dass die mit 8 Chartergästen einlaufende 40ft Yacht deswegen beim Nachbarn festmacht.
    Aber, ich gebe zu, mein alter Engländer ist sicherlich nicht mit einer Elan 19 oder VA18 zu vergleichen.
    Frust entwickelt man nur, wenn man übertriebene Anforderungen an das Schiff richtet und neidisch auf die großen guckt.

    P.S. Das einzige, was mich an Bord meines Schiffes mal so richtig gefrustet hat, war der Ausfall meines Motors im NOK. Da war ich kurz davor diesen Mist-Jockel in ein Ankerreitgewicht zu verwandeln. Aber, damals war ich Student und ohne Kohle.....
    [off-topi]
    In anderen Worten: die elan 18 ist für die geplante Tour geeignet, nur ob es der Skipper ist, das können wir nicht beurteilen!

  2. #22
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Man muss sich VOR der Tour halt klarmachen, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit nur max. 4kn betragen wird.
    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Ich persönlich schere mich nicht darum, dass Du mit Deinen 40ft halt später ausläuft und früher ankommst ! Das ist nunmal Physik und lässt sich nicht ändern.
    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Frust entwickelt man nur, wenn man übertriebene Anforderungen an das Schiff richtet und neidisch auf die großen guckt.

    Ganz genau - man wechselt eben in die Welt des Bootes. Was gibt es da zu vergleichen? Schnellere gibts immer und langsamere auch. Für die persönliche Leistung ist es völlig unwichtig, ob die Bootsgröße eine Faktor 4 oder 5 oder 6 ergibt.

    Problem und Frust entsteht jedoch schnell, wenn man mit unterschiedlich schnellen Booten zusammen segeln will, oder sich der Vergleich irgendwie sonst aufdrängt.

    Gruß R

  3. #23
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    Alles schon gesagt:
    - klein ist anspruchsvoller als groß
    - jeder Meter hilft.

    Nochwas:
    Da Du alleine segelst und so ein kleines Boot nicht das steifste ist, sollte das Reffen (und Ausreffen) leicht und schnell von der Hand gehen. Praktisch, wenn man sich den Weg aufs Deck zu den Reffhaken ersparen kann.
    Als wir anfingen mit dem Jolli auf offenes Wasser zu gehen, habe ich durch die vorderen Reffaugen, ebenso wie durch die achteren Leinen gezogen und nach achtern gelegt. Das System hat sich so gut bewährt, dass wir es auf den folgenden Booten ebenso eingesetzt haben.
    Fockfall, Spifall, Dirk nicht nach achtern, da wird vielleicht was frei.

    Gruß Franz
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  4. #24
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    Ich sehe mich ja mit unseren Erfahrungen irgendwo in der Mitte zwischen 2nd und Andreas.

    Klar ist es manchmal frustrierend, nicht weiter zu kommen, weil die Bedingungen einfach zu schlecht sind. Bzw. weil es sich einfach nicht lohnt, mit Minibesegelung tagelang gegen gut entwickelten Seegang gegenan zu segeln. Man reibt sich dann nur auf.

    Und wir hatten auch schon diesen Frust, tagelang warten zu müssen, wenn man eigentlich nur weiter will. Dann muss man sich eben mal innerlich vom Segeln lösen und etwas anderes suchen. Landausflug, Lesen, was auch immer. Der Witz ist: Die größeren Boote laufen normalerweise auch nicht früher aus als wir (da bin ich ganz bei 2nd). Bei uns an Bord ist das Segeln dann eben sportlicher, bzw. unkomfortabler.

    Andererseits hat Andreas natürlich auch den Charme und das Glücksgefühl unterschlagen, dass mit dem Segeln eines kleinen Bootes einhergeht. Ob es das Gefühl ist, weit entfernte Ziele mit einem besonders kleinen Boot zu erreichen, ob es das Gefühl ist, kleine Ecken anzusteuern, wo größere nicht mehr hinkommen - es gibt da eine ganze Palette von Situationen, wo man das Reisen einfach bewusster und besser erlebt als mit einem großen komfortableren Boot. Ich könnte da eine ganze Liste aufzählen.

    Ein Beispiel, woran man evtl. nicht so denkt: Unser Boot ist ja eher simpel und einfach ausgestattet. Auf unserer langen Reise habe ich tatsächlich öfter gedacht, wie schön es ist, das ich nix zu reparieren habe. 4 Monate um die Ostsee und wir hatten keinen einzigen Schaden, keinen Geräteausfall o.ä. Nicht mal tiefentladene Akkus...

    Letztlich ist das aber eine Frage des Typs. Bin ich jemand, der eher sicher geht? Oder der einen Mindestkomfort braucht?
    Oder habe ich auch Spaß daran, mit kleinen Mitteln voranzukommen?
    Nicht jeder mag segeln. Und nicht jeder Segler hat den gleichen Spaß mit dem gleichen Boot.

    Wir werden aber sicher auch irgendwann die Vorteile eines größeren Bootes genießen.

    Holger

  5. #25
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    Leute,

    bitte missversteht mich nicht - ich möchte hier nicht generell gegen kleine Boote argumentieren. Hatte schließlich selbst eines und das jetzige ist nach heutigen Maßstäben auch nicht groß (2nd..., wie kommst Du denn auf 40ft?).
    Es geht um die langen Törns, um die großen Ziele mit kleinen Booten bzw hier durchaus: Kleinstkreuzern.
    Der Schnitt von bestenfalls 4kn als Reisegeschwindigkeit trifft es schon.
    Das schlaucht einfach mehr, gerade mit kleiner Crew oder gar einhand. Ebenso die Bootsbewegungen, die reduzierten Möglichkeiten unterwegs zu regenerieren.
    Die Reisezeit für vergleichbare Strecken geht um mindestens 50 % hoch, an der Kreuz kann sie sich gern auch verdoppeln.
    Das Warten auf Wetter- und Windfenster wird länger.
    Alle Faktoren zusammengenommen ergeben auf längeren Törns zur "normalen Fahrtenyacht" einen Unterschied wie Tag und Nacht. Das muss man halt wissen und - ich wiederhole mich - schauen wie man damit klarkommt.
    Soweit meine Erkenntnisse rückblickend. Je kleiner das Boot, desto höher wiegt die persönliche Komponente. Drücken wir es mal so aus. Insofern kann ein Forum nur sehr begrenzte Hilfestellung bei einer derartigen Entscheidung geben. Der TO liegt nicht bei uns auf dem Sofa

    Gruß
    Andreas

  6. #26
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    Andreas, von fünf auf vier Knoten sind keine 50% sondern 20%. Mit der Elan an der Kreuz hat man gemessen am üblichen Fahrtenyachtmittel keine Nachteile und das Thema Windfenster ist oben zu genüge geklärt.

    Die Nachteile liegen also nicht in der von Dir beschriebenen Dimension. Ambitioniert muss man sein dafür - ohne Frage. Je mehr Ambition um so kleiner wird der Nachteil.

    Gruß R.

  7. #27
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    Zitat Zitat von RunTanplan Beitrag anzeigen

    Die Nachteile liegen also nicht in der von Dir beschriebenen Dimension.
    Meiner Erfahrung nach schon. Mal reelle Zahlen von mir, Logbuch ausgewertet über längere Törns mit einer Delanta (also mit 25 Fuß deutlich größer), allerdings Motoranteil <5%, wir sind also wirklich immer gesegelt: 2013 Durchschnittsgeschwindigkeit 3,7kn, 2014 Durchschnittsgeschwindigkeit 3,1kn. Das sind die letztendlich erreichten durchschnittlichen Geschwindigkeiten zum Ziel, also beim Aufkreuzen (das gabs 2014 ziemlich viel) VMG.

    2015 sind wir auf 35 Fuß umgestiegen, da habe ich noch keinen Schnitt ausgerechnet, dürfte aber irgendwo um 5,5kn liegen. Das allerdings auch mit mehr Motoreinsatz. Den benutzt man auf einem großen Boot aber auch einfach mehr, denn mit einem ruhig laufenden sparsamen Einbaudiesel mit 6kn Marschfahrt (Fahrzeit pro Tankfüllung etwa 60h) unterwegs zu sein macht mehr Spaß als auf 19 Fuß mit knatterndem Außenborder mit 4kn unterwegs zu sein, wo der 12L-Tank nach 8h leer ist.

    Alles über Sommertörns von mindestens 4 Wochen und mindestens 1000sm gemittelt.
    Geändert von txgtxg (26.11.2015 um 13:45 Uhr)

  8. #28
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    Run, ich glaube, Andreas hat schon Recht.

    Nimm mal unseren Kahn: Der geht locker gegen den Wind wie ein "normales" 10 oder 11m Fahrtenboot. Ist kein Problem, auch nicht im Tourenmodus. Aber es ist ein ganz anderes Segeln als auf dem großen Boot. Wir können bei Schräglage und Welle nicht mehr kochen. Es ist meist dauerhaft nass an Deck, das Boot bewegt sich ganz anders.

    Das ist schon erheblich viel sportlicher. Ich habe z.B. auf der langen Reise echt viel gegessen. Auch viel Zucker etc.. Und habe trotz vieler Hafentage usw. über 8kg abgenommen. Ich hatte auf manchen langen rauen Etappen einen Hungerast, den ich sonst nur von meiner Rennradzeit kannte.

    Da ist man eben schon leichter mal am Limit. Einfach weil es anstrengender ist.

    Was bei uns aber noch anders ist als beim "normalen" großen Fahrtenboot: Es geht schon bei Leichtwind ordentlich los.
    Bei solchen Bedingungen segeln wir dann eben noch mit vielleicht 3-3,5 Knoten. Während der größere Tourer mit 6 Knoten vorbeidieselt...

    Holger

  9. #29
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    Zitat Zitat von ronja-express Beitrag anzeigen
    Das ist schon erheblich viel sportlicher. Ich habe z.B. auf der langen Reise echt viel gegessen. Auch viel Zucker etc.. Und habe trotz vieler Hafentage usw. über 8kg abgenommen. Ich hatte auf manchen langen rauen Etappen einen Hungerast, den ich sonst nur von meiner Rennradzeit kannte.
    Ich glaube das hängt eher mit der eigenen Art des Segelns zusammen als mit der Bootsgröße. Auf den größeren Booten sind die Kräfte die man braucht auch schnell viel höher. Ich habe nach längeren Törns immer ziemlich genau 1kg pro Segelwoche abgenommen, unabhängig von der Bootsgröße.

  10. #30
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    Euer Speiseplan stimmt einfach nicht!
    Aber das Abspecken hat auch noch keinem geschadet. Abgenommen habe ich nur bei einem Canal de Midi/Canal Lateral - Trip (hin und zurück ion 10 Tagen) durch das, zumindest damalige, hundertfache Schleusenkurbeln.
    Herzliche Grüsse aus Wien
    Peter

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