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  1. #1
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    Standard Ölzeug nach 5 Jahren in die Tonne?

    Ende Oktober waren wir bei Dauerregen von Rostock nach Burgstaaken unterwegs. In Burgstaaken habe ich mein sündhaft teures Musto MPX Ölzeug in die Tonne getreten. Das Ölzeug habe ich Mitte 2009 in Dienst gestellt, Kosten damals rund 1.200 €. In diesen sechs Jahren war ich meist von April bis Oktober auf dem Wasser, doch Ölzeug trage ich wirklich nur, wenn es unbedingt sein muss. Es ist mir einfach zu steif und unbequem. Und jetzt ist es nach 6 Jahren hin, will nicht mehr trocknen und ist schwer. Ja ich weiß, das Salz, aber 1.200 € in die Tonne - das sind 240 € pro Jahr?

    Als ich Fachverkäufer nach der Haltbarkeit bei starker Nutzung frage, erfahre ich entweder, "... das hat ja lange gehalten!" oder anderswo "... da hast du falsche Waschmittel benutzt!" - siehe auch ab Seite 13 meines Logbuches http://www.ralfuka.de/images/pics/downloads/1510.pdf In der Yacht gab es im Frühjahr einen Ölzeugtest (Ausgabe 10/2015, Musto war nicht dabei), doch da wurde neues Ölzeug getestet, von einem Dauer- oder Langzeittest habe ich noch nie gehört. Vielleicht hab' ich den jetzt für Musto geliefert. Trotz guter Pflege, nach der Saison mit Spezialwaschmittel gewaschen, nicht im Trockner getrocknet und dann imprägniert (von außen besprüht). Nur was kaufe ich jetzt? Über ernst gemeinte Hinweise freut sich

    Ralf U

    P.S. Der im Text und hier eingepflegte Link zu Musto ist nicht von mir, sondern wird hier offenbar automatisch generiert!!!
    Geändert von flexi65 (02.11.2015 um 19:01 Uhr)

  2. #2
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    Zunächst mal sind es ja schon 6 Jahre
    Wenn man jährlich dann noch 6 Monate auf See ist, wird das Zeug statistisch überdurchschnittlich viel benutzt. Meistens halten die Hosen ja noch etwas länger, weil man sie seltener trägt.
    Natürlich spielt die richtige Pflege eine Rolle, aber auch nicht zwingend die Entscheidende. Mein Ölzeug kommt seltenst in die Wäsche, weil Regenwasser als Reinigung ausreicht.
    Welches andere stark beanspruchte Kleidungsstück hält denn länger als insgesamt 3 Jahre Dauernutzung?
    Ich kann mit Radsportkleidung vergleichen und muss akzeptieren, dass eine Rennradhose für 250,- € keine 250 Stunden Nutzung und über 100 Wäschen aushält. Also 1€ pro Nutzungsstunde oder 2,50 pro Training quasi.
    Man könnte das als üblichen Verschleiß bezeichnen.
    Wer seine Segeljacke nur 10 Tage im Jahr anzieht hat eben viele Jahre keine Probleme.

    Ich denke das wird nicht ein spezielles Musto-Problem sein, denn GoreTex wird ja zugeliefert und dürfte bei anderen Herstellern eine vergleichbare Qualität haben.

    Gruss
    jan
    Geändert von janoffshore (02.11.2015 um 19:09 Uhr)

  3. #3
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    Upps, da habe ich mich aber verrechnet. Natürlich muss es 6 Jahre heißen und nicht nach 5 Jahren in die Tonne. Dann liegt die "Abnutzung" pro Jahr auch nicht bei 240, sondern bei 200 €. Danke für den Hinweis, Jan.
    Was dennoch bleibt ist die Frage, was kaufe ich jetzt? Über ernst gemeinte Hinweise freut sich weiterhin

    Ralf U

  4. #4
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    Brauchste denn wirklich Offshore? Ich komme mit Coastal gut aus. Das ist auch weniger sperrig und billiger.
    Fährste zur Hanseboot geh zum Gillstand. Da gerad gekauft ein Coastalset 179,- Auslaufware. Aber das ist egal, wir sind ja nicht auf Modenschau. Gill ist ne ordentliche Marke. Deren Zeugs ist dicht. Dicht genug jedenfalls für meine Nutzung. Ich geb ihm auch fünf Jahre. Aber hab auch keine 1200 bezahlt. Carsten

  5. #5
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    Ich habe mittlerweile fast nur noch dünnes Regenzeug an, und das dicke hängt eigentlich nur im Schrank, ausgenommen März, April und Oktober. Im Frühjahr und Sommer zu warm. Und wenn es dann doch mal kalt ist habe ich so einen Ganzkörper-Frottianzug von Marinepool und darunter zur Not noch Thermounterwäsche. Deutlich bequemer und flexibler, sprich mehr Bewegungsfreiheit. Wenn es aber richtig schüttet oder man richtig Nass segelt ist das dicke Zeug schon besser, sprich länger dicht.

  6. #6
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    Ölzeug, die unendliche Geschichte.
    Die Ratschläge der segelnden Freunde sind genau wie Dein Ölzeug für die Tonne.

    Da fragt der Charterer nach Zeug für zehn Tage Mittelmeer nach dem „besten“ Ölzeug. Wie aus der Pistole geschossen: Mein Edel GTI habe ich schon drei Jahre, bin hoch zufrieden. Das Auchgut XYZ ist aber auch hervorragend.

    Zuerst müssen wir uns vom Geschwätz der Marketingexperten freimachen. Da reden die „Fachleute“ von z.B. Verstärkungen und Atmungsaktivität. Das sollte uns schon zu denken geben. Die Verstärkungen sind keine sondern schlicht Ersatz. Die dampfdurchlässige Schicht ist im Bereich der Verstärkung nämlich ausgespart, sie würde die mechanische Belastung nicht aushalten. Atmen tut das Zug überhaupt nicht, weder passiv noch aktiv, Geschwätz. Warum sollten dann die Anderen Behauptungen stimmen. "Die Verstärkungen sind aus hoch abriebfestem Cordura". Kokolores, C. hat eine hohe Festigkeit, reibt sich jedoch bei häufigem Gebrauch auf, verfilzt und hält dadurch viel Wasser und kühlt, wird auch nach relativ kurzer Zeit auch undicht. (So der Hosenboden beim Mustozeug meiner Frau, das billige Neilongewebe bei meinem Prorainer hält seit sieben Jahren). Die Hersteller können sich solchen Murks leisten, die Segler merken es nicht, die Belastung der Ölzeuge ist lächerlich gering.
    - Der Charterer. 10 Tage Mittelmeer, davon 2Tage Regen oder Gischt, 20 Stunden: Regenkleidung vom Discounter reicht völlig.

    - Der Normalosegler. 2 Wochen Urlaub, 15 Wochenenden, 60 Stunden: Egal welche Marke, alle sind gut genug.

    - Der ambitionierte Segler. 4 Wochen Urlaub, Mittwochsregatta, 20 Wochenenden, 100 Stunden: Sorgfältige Auswahl, wobei die Klassifizierung der "Fachleute" Blödsinn ist. Ein Ölzeug "Binnen, Jolle, Küste" wird erheblich härter beansprucht als "Ocean".

    - Der Langzeitsegler. >4 Monate, nördlich Gewässer, >200 Stunden: Kein Cordura(!woduchrch Musto u.a. rausfallen), ansonsten Glücksache.

    Persönliche Vorlieben sind entscheidend, wer z.B. mit Kapuze segelt (wer tut das schon?) kommt mit dem viel gepriesenen Schwerwetterextrahohenkuscheligwarmensturmkragen gut zurecht, andere brauchen dichte Abschlüsse an Hals und Händen aus Neopren, Latex, …

    Alles Geschmacksache, nur das Werbegeschwätz ist dummes Zeug.
    …und das der Preis Aufschluss auf die Brauchbarkeit gibt ist ein Grücht, siehe Flexi #1. Das Seglerzeug ist Schick-Mick-Kram. Warum tragen die Fischer sonst PVC-Pellen? Darin möchte ich aber auch nicht brutzeln.

    Gruß Franz

  7. #7
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    ...ich fahre seit Jahrzehnten mit Ölzeug von Aalesund Oljeklede und bin immer trocken. Für den Kopf klassischer Südwester mit breiter Krempe - einfach genial. Das aber nur bei schwerem Regenwetter. Für normale Schauer reicht - wie schon beschrieben - günstigstes Coastalzeugs. Da aber nur die Hose, als Jacke kommt bei mir nur Landsend auf den Leib :-)) Das ist wirklich wasserdicht, schmaler Taler und hält ewig.

  8. #8
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    Mein Musto hält ganz gut. Trocken? Nein, schon lange nicht mehr richtig trocken. Aber auch nicht nass.
    Bei nördlichen Gefilden kommt es auf die Schichten drunter an,wegen der Kälte.
    Softshell über dem Wärmezeugs ist ganz gut, dann ist es auch wieder trockener.
    Ich habe irgendwo in Spanien eine Garnitur GuyCotton aufgetrieben, dachte das Ölzeug der Fischer wäre hilfreich und kostengünstig.
    Das es auch, aber nur wenn man draussen durchgehend arbeitet. Sitzt man rum friert man schnell
    im eigenen Saft. Ältere erinnern sich zudem an den Geruch. Der ist nicht ohne.

    Zhik ist neu auf dem Markt, mit spannenden Stiefeln, mit neuem Offshore Zeug. Jemand schon probiert?

  9. #9
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    Ich habe mir dieses Jahr ein neues Ölzeug gekauft: Gelb, PVC, nicht atmungsaktiv aber dicht, die schwere Qualität (die für Berufsfischer) und siehe an, Büx und Jacke kosten zusammen nur weniger als 200€ und das Ding ist dicht und hält den Wind ab(dicht) !!

  10. #10
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    Für die einen ist das beste Ölzeug das billigste für den anderen das teuerste, ich würde mir eines kaufen in dem ich mich wohlfühle und mich auch noch bewegen kann damit und dann würde ich erst auf den Preis und was darauf steht schauen.
    VG Alois

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