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  1. #1
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    Standard Welches (gebrauchte) Boot?

    Wir (M+F+2Kinder) sind auf der Suche nach einer kleinen gebrauchten Yacht. Weil wir sie im Wattenmeer segeln wollen, soll sie kaum Tiefgang habe. Also ein Hubkieler oder Schwenkkieler oder Ähnliches. Kann man da für 5000€ was gutes Gebrauchtes bekommen? Und was?

    Grüße
    Matthi
    Geändert von Matthi (28.11.2015 um 23:45 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Matthi,
    Scon mal an einen Kimmkieler gedacht? Hat wenig Tiefgang, ist trotzdem seetüchtig, und sind meistens auch sehr geräumig. Etwa die Snapdragon 24 oder 747. Handlaminiert, viel Platz und extrem seetüchtig. Natürlich schon älter, das muss aber kein Nachteil sein.

  3. #3
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    5000 ist wenig, denn du wirst bei vier Personen so in den Bereich von 22-25 Fuß länge gehen müssen, wenn du damit auch noch Nordsee segeln willst. Stell dich darauf ein, dass du nichts "gutes gebrauchtes" für den Preis bekommst. Du bekommst was, aber du steckst allein an Instandhaltungsmaßnahmen, die das Schiff seesicher genug fürs Wattenmeer machen wahrscheinlich nochmals das gleiche hinein.

    Schau mal nach:

    Etap 22 (der alte Backdecker, Hubkiel)
    Delanta 75 (Kielschwert)

    Es gibt ein paar ehemalige Englische Werften, die da viel im Angebot hatten:
    Leisure
    Westerly
    Moody
    Hurley

    Du kannst natürlich auch ne Nummer kleiner kaufen, aber das bedeutet dann, dass du Abstriche in der Seetüchtigkeit machst. Im Gezeitengebiet der Bretagne wird z.B. die Challenger Micro viel gesegelt:

    http://p9.storage.canalblog.com/99/6...4/72629736.jpg
    Geändert von Fmarx (29.11.2015 um 11:19 Uhr)

  4. #4
    Ausgeschiedener Benutzer Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Fmarx Beitrag anzeigen
    5000 ist wenig, denn du wirst bei vier Personen so in den Bereich von 22-25 Fuß länge gehen müssen, wenn du damit auch noch Nordsee segeln willst. Stell dich darauf ein, dass du nichts "gutes gebrauchtes" für den Preis bekommst. Du bekommst was, aber du steckst allein an Instandhaltungsmaßnahmen, die das Schiff seesicher genug fürs Wattenmeer machen wahrscheinlich nochmals das gleiche hinein.

    Schau mal nach:

    Etap 22 (der alte Backdecker, Hubkiel)
    Delanta 75 (Kielschwert)

    Es gibt ein paar ehemalige Englische Werften, die da viel im Angebot hatten:
    Leisure
    Westerly
    Moody
    Hurley

    Du kannst natürlich auch ne Nummer kleiner kaufen, aber das bedeutet dann, dass du Abstriche in der Seetüchtigkeit machst. Im Gezeitengebiet der Bretagne wird z.B. die Challenger Micro viel gesegelt:

    http://p9.storage.canalblog.com/99/6...4/72629736.jpg
    Das kann ich nur unterstreichen! Schnäppchen sind sehr, sehr teuer.

    Auch der Hinweis auf die alten Engländer ist gut. Die haben nämlich in der Substanz sehr stabile Boote mit hervorragenden Segeleigenschaften gebaut. Herausragend: Westerley Centaur (Siehe http://www.boatshop24.com/de/westerl...rr4tY9uZq0t.97 ). Mit dem Boot habe ich schon Leute in den entlegensten Winkeln gesehen, bis nach Finnland hoch. Und: der hat Kimmkiele, also ideal zum Trockenfallen im Tidengewässer.

  5. #5
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    Wobei gerade die Centaurs sehr oft Probleme mit den Kielen haben. Viele Eigner haben den Bodenbereich aufwändig verstärkt, damit die Kiele wieder fest sind. Eine Centaur hat auch schon mal einen Kiel verloren. Die Snapdragons haben einlaminierte Eisenkiele, da gibt es weniger Probleme. Weniger bekannt, aber hat auch schon Weltumsegelungen überlebt: Kingfisher22 oder 26. Oder die Newbridge Yachten, gebraucht sehr günstig zu bekommen. Vor allem in den Niederlanden und England lassen sich solche Kleinkreuzer nur sehr schwer verkaufen, da gibt es viele günstige Schnäppchen.

  6. #6
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    Die Reparatur der Centaur Kiele ist so aufwendig nicht. Meist sind es lose Kielbolzen, die man dann gegen neue (Stahl verzinkt) austauscht. Gute tipps gibt es über die Westerly Owner Association.....

    Zum TO:
    5000€ sind zu wenig und wenn das Budget nicht mehr hergibt, vergesst es. Mit dem Schiffskauf ist es alleine nicht getan, da werden noch Liegegebühren, Versicherungsbeiträge und Winterlagergebühren fällig. Dann wird man am Schiffchen noch selber arbeiten müssen, kostet Zeit und für das Verbrauchsmaterial wird auch Geld fällig. Je nach Liegeplatz und Umfang der Winterarbeiten waren es bei mir (22ft, Kimmkieler) immer so 1500 DM, jetzt 1500€.... Gut, ich war schon immer ein Pedant und alles muss tiptop in Ordnung sein, vielleicht reichen auch 1000€/Jahr für alles zusammen im Vereinshafen.
    Wenn sich dann das gekaufte Schmuckstück als nicht passend outet, dann muss es wieder verkauft bzw. entsorgt werden. Ersteres erfordert die weitere Bezahlung des Liegeplatzes, zweites kostet Entsorgungsgebühren (ca. Um die 1000€) und man wird auch beim Verkauf seine Kosten nicht wieder einspielen.....

    Prüft also, ob ihr wirklich das Geld habt, Euch so ein Schiffchen leisten zu können.

    Wenn die ernsthafte Prüfung ergibt, dass genug Geld vorhanden ist, dann guckt Euch in den Yachthäfen um. Dort gibt es "schwarze Bretter" an dem interessante Anzeigen hängen. wenn man Glück hat, kann man das Verkaufsobjekt bei einem durchwandern des Winterlagers entdecken und so wenigstens sich von unten und aussen einen Eindruck verschaffen. Ist der Eigner an Bord, kann man durch freundliches Fragen auch das Ding sofort besichtigen.

    Ansonsten chartet lieber, da habt ihr dann mehr Spass und auf Dauer kann es billiger sein und kostet vor allem weniger Zeit, da das Ganze Brimborium in Herbst, Winter und Frühjahr wegfällt....
    Geändert von 2ndtonone (29.11.2015 um 12:53 Uhr)

  7. #7
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    ....... da habt ihr dann mehr Spass und.........
    ....muss es denn unbedingt ein Kreuzer sein?
    Auf so einem Kleinkreuzer kann eine vierköpfige Familie eh nicht wohnen, warum dann nicht eine Jolle oder ein offenes Kielboot? Conger, Lis, oder 16², Valk, .... Valk oder 16² (auch fälschlich BM genannt) werden erfolgreich als Schulungsboote eingesetzt, sind simpel und robust und haben Platz für die Familie. Im Winter können sie in eine Scheune bei Oma oder dem Bauern um die Ecke geschoben werden, kein Gedöns mit Elektrik, weichem Deck, undichten Fenstern, ... und das Budget reicht dann auch für ein altes Schätzchen das noch in Ordnung ist. So ´ne BM gibt es schon mal für 2k€. Mit handwerklichem Geschick macht man daraus ein ordentliches Boot und wenn die 5000 investiert sind hat man ein Schmuckstück mit neuen Segeln.

    Gruß Franz

    PS: http://www.botentekoop.nl/open-zeilb...r-1995/1665011
    Geändert von grauwal (29.11.2015 um 14:51 Uhr)

  8. #8
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    Dufour T6 oder T7 werfe ich noch ins Rennen.

    Notfalls ginge auch ein flachgehender Festkieler (z.B. Waarschip 570 [für die Holzbastler], Shark 24, beide gehen als Kielboot max 1m tief), wäre aber die schlechtere Variante. Grauwals Idee passt natürlich auch, bei handigem Wetter kann man mit einer Lis oder einer Fam oder einer Varianta auch hinter den Inseln fahren.

    Die Geldfrage sehe ich nicht so sehr entscheidend, falls die 5k€ nicht schon das Ende der Fahnenstange für alle Ewigkeiten sind. Dann kann man mit wachsender Erfahrung auch das Fahrtgebiet und damit die Ausrüstung verkomplettieren. Wobei aber viele der kleinen Pocket Cruiser schon überraschend gut ausgerüstet sind. Manche gehen einfach günstig weg, weil das neue Boot schon gekauft wurde. Mir wurde aus diesem Grund mal eine Leisure 23 für 3k€ angeboten, die noch ordentlich aussah.

  9. #9
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    Die Centaur ist tatsächlich schon relativ groß. Ich würde mal wie mein Vorredener schon sagte nach einer Leisure 23 in der Kimmkielversion schauen. Die gibt es auch auf dem deutschen Markt, wo sie nicht so geprügelt worden sind, wie die englischen Schiffe es häufig werden und zwar zu einem annehmbaren Preis.

    Die hier hat keinen Kimkiel, sieht aber noch halbwegs aus und ist preislich im Rahmen:
    http://www.boatshop24.com/de/brinecr...elboote/739020

  10. #10
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    Ich habe einen guten Bekannten, der bei ähnlichen Vorraussetzungen (Familie mit zwei Kindern) auch mit 5000 Euro und 23 ft eingestiegen ist. Da waren die Kinder schon 8+10 Jahre. Das ist in mehrfacher Hinsicht schiefgegangen, obwohl das Schiff selbst gute Substanz hatte.

    1. Auf so einem kleinen Schiff braucht schon recht sportliche Nehmerqualitäten. Nach den ersten Törns war dann aber für die Kinder das große Abenteuer raus und bald schon hatte außer dem Skipper keiner mehr so richtig Lust auf Segeln.

    2. Die Kinder wurden größer und dann war schon rein geometrisch auf diesem Schiff nicht mehr Platz genug für alle. Und so musste schon sehr bald ein größeres Schiff her, das aber nicht viel mehr kosten durfte. Und das war dann eine 27er und fast zwangsläufig ein Gerät mit gewaltigem Arbeitsbedarf, um es nur halbwegs segelfähig und über Wasser zu halten.

    3. Nach einigen weiteren, Arbeits- und Kosten-intensiven Jahren war das Segelprojekt so gut wie gescheitert. Der Skipper war überfordert mit dem ständigen Basteln, Schrauben und Flicken. Der Rest hatte auch keine rechte Lust mehr auf das immer noch recht beengte Wohnen.

    4. Gekippt ist das Projekt schließlich, als die Kinder in die Pubertät kamen und naturgemäß nicht nur anstrengender wurden, sondern auch die Eltern für sie nicht mehr die wichtigsten und liebsten Menschen auf der Welt waren, sondern ihre Freunde. Und für die war natürlich erst recht kein Platz auf der 27er.

    Wir haben als Familie mit drei Kindern das Glück gehabt, das uns zum einen jemand vor genau diesen Schwierigkeiten gewarnt hat, und wir zum anderen finanziell mehr Spielraum hatten. Aber auch unser erstes Schiff, ein 29ft Raumwunder, war schon nach zwei Jahren zu klein und dann haben wir auf eine 346er Feeling gewechselt. Die ist mit ihrem Integralschwert nicht nur flache Gewässer ideal, sondern wird mit ihren 3 festen Kajüten nach wie vor gerne von allen genutzt, sehr häufig übrigens auch mit Freunden an Bord. Aber das ist natürlich von den Kosten her eine ganz andere Größenordnung.

    Mein Rat: Das Budget reicht nicht für ein eigenes Boot. Aber man kann ja chartern.

    Handbreit ...
    Geändert von 4five (30.11.2015 um 10:55 Uhr)

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