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  1. #61
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    MC Pomm
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    Moin,

    Die Forderung in Prerow eine große Marina zu bauen zeugt von profunder Unkenntnis der Situatiin.
    Die Anzahl der Segler die auf eigenem Kiel den Darß passieren wird Zukünftig abnehmen. Die Bootseigner sterben aus und Charterkunden werden nicht in Rostock chartern, wenn sie um Rügen Segeln wollen.
    Eine grössere Marina müsste also von Dauerliegern leben. Dagegen spricht aber die Exponierte Lage des Hafens bei "Wetter" die Unatraktivität des Segelgebietes, da kommt zu allen Seiten lange nix und vor allem, die Tatsache, dass es in Prerow keine Grundstücke gibt, die benötigt würden für Winterlager, Werkstatt, Parkplätze, eben alles was der Kunde braucht und wenn es sie gäbe wären sie nicht bezahlbar.
    Selbst 40 Liegeplätze sind noch zu viel.
    Die Forderung nach einem großen Hafen ist schlicht absurd

  2. #62
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    Lieber Blaubär,
    gut daß Du eine gute Situationskenntnis in die Wagschale wirfst, aber ich teile sie nicht. Ja es mag sein, daß die Segler auf
    eigenem Kiel in den nächsten 25 Jahren abnehmen, ausgemacht ist das aber noch nicht. Werf doch mal einen Blick in die
    bestehenden Ostseehäfen an SH-Küste, Fehmarn, Heiligenhafen und MeckPom. Hier liegen tausende von Schiffen die sicher
    nicht ständig, aber in der Saison zwischen 3 und 16 Wochen bewegt werden. Auch wenn deren Eigner demnächst aus Alters-
    gründen verkaufen oder innerhalb der Familie weitergeben, wird das Fahrtensegeln weitergehen und auch in Zukunft Begeisterung für diesen schönen Sport wecken. Mag sein, daß Einige es vorziehen zu chartern, aber Andere werden dabei Appetit auf ein eigenes Schiff bekommen. Ich bin da ganz zuversichtlich.
    Und darum ist eine vernünftige Marina gerade am Darß so wichtig, als Anlauf zwischen westlicher Ostsee und dem Raum Rügen, Hiddensee, Greifswalder Bodden. Hat man ein Rad dabei oder leiht sich ein solches, macht es Spaß auch ein paar Tage im Raum Prerow und Zingst zu verbringen. Nein größer als 40 Plätze halte ich auch für zu hoch gegriffen, es könnten durchaus auch nur 30 Plätze sein, aber es wäre halt schöner, zukunftsicherer und geschützter gewesen, wenn man sich zu einem Durchstich bis zum Boddenhafen von Prerow oder Zingst hätte durchringen können. Die Kosten wären deutlich niedriger, zumal die Infrastruktur bereits vorhanden ist. Leider hat die Vernunft gegen die Ideologie verloren.
    Es ist richtig als Hafen für Dauerlieger kommt Prerow nicht in Betracht, dafür ist einfach die Anfahrt zu umständlich.

    Grüße vom Deichgrafen

  3. #63
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    Prerow stimmt für größte Hafenvariante

    Die Gemeindevertreter in Prerow (Landkreis Vorpommern-Rügen) haben dem Vorschlag des Landes zugestimmt, den Hafen in der größten Planungsvariante zu bauen. Damit würde auf dem Darß mit rund 700 Metern die längste Brücke im Ostseeraum entstehen. Prerow hofft, dass der geplante Inselhafen am Ende der rundum erneuerten Seebrücke mit 47 Liegeplätzen neue Impulse für den Tourismus und die Entwicklung der Region gibt, so Bürgermeister René Roloff zu NDR 1 Radio MV. | 07.02.2018 07:41
    https://www.ndr.de/nachrichten/meckl...ierspaltig.jpg

  4. #64
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    Moin,
    der Bau einer gerade für Nichtsegler attraktiven Seebrücke (s. H.-Hafen) hindert die Gemeinde doch nicht daran, an anderer Stelle doch noch einen echten Sporthafen in Verbindung mit dem Durchstich zu errichten!?
    Handbreit...F.

  5. #65
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    Moin !
    Als `luxuriöse Lösung´ bezeichnete´ die Redaktion der `YACHT´ in der Ausgabe 4/2018, Seite 11, die neueste Idee des Landwirtschaftsminister Backhaus M.V., der zugleich Umweltminister und zudem für den Küstenschutz zuständig ist. Es wäre besser gewesen, die Nachteile dieser `kuriosen Lösung´ aufzuzeigen, denn es ist und bleibt eine `Mausefalle´ , wie sie nur von absoluten Laien erdacht worden sein kann.

    Warum einen `Weltrekord´ für die längste Seebrücke an der Ostseeküste aufstellen, den keiner braucht, zumal wenn damit u.a. folgende Nachteile verbunden sind :

    1. Das Einlaufen in den Hafen bei Starkwind und Seegang ist kaum möglich. Die Gefahr an der Mole quer zu schlagen, oder am Strand aufzulaufen ist sehr groß, ebenso die Gefahr unter die Seebrücke abgetrieben zu werden ( es gibt hierzu interessante Filme bei YouTube, dort kann man sehen was passiert ! )
    2. Yachten, die es bei Sturm in diese Mausefalle geschafft haben, werden am Liegeplatz von der Gischt eingedeckt, die über die Mole `fliegt´ - eine Belastungsprobe für alle an Bord bleiben müssen, weil die Seebrücke bei Sturm nicht begehbar ist .
    Man kann davon ausgehen, dass diese Crews nie wieder kommen werden – so etwas spricht sich schnell herum !
    3. Auf einen Hubschrauber-Landeplatz hat man glücklicher Weise verzichtet – warum wohl ?
    4. Die Crew des Seenotkreuzers wird bei Sturm ihre liebe Müh´ und Not haben, den Liegeplatz zu erreichen – mit einem Haveristen auf dem Harken kaum möglich.
    5. Ein Rettungswagen wird die Seebrücke bei Sturm kaum befahren dürfen ! Alle Brücken in Deutschland werden bei Sturm für leichte Lkws, Wohnwagen, etc. gesperrt – warum wohl ?
    6. Sollte der Rettungswagen dennoch Patienten vom Rettungskreuzer übernommen haben, muss er sich über die schlecht erhaltene Landstraße über Ahrenshoop, usw., nach Ribnitz-D. durchquälen – da möchte in nicht auf der Trage liegen . . .
    7. Der geplante Liegeplatz für ein Fahrgastschiff ist viel zu klein. Keine Reederei wird wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit Schiffe auf dem Seeweg fahren lassen, die zu wenige Passagiere aufnehmen können – das rechnet sich nicht . Unbeantwortet bleibt auch die Frage, wie bei Sturm und Regen z.B. hundert(e) Fahrgäste den Weg in den Ort Prerow nehmen sollen, und später zurück.

    Viele wünschen sich den Erhalt des idyllischen Hafen `Darßer Ort´ , das ist verständlich. Doch sollte bedacht werden, dass die sich dort weder die maritime touristische Entwicklung fördern lässt, noch der Zugang zu den vielen sanierten Häfen im Boddenrevier verbessert wird.

    Genau dieses ist aber dringend notwendig, denn viele dieser kleinen Häfen verschlammen zunehmend und sind nur noch schlecht befahrbar. Zudem verschlechtert sich die Wasserqualität.

    Außer dem Verein `Boddendurchstich-Zingst-Jetzt e.V.´ ( www.bdzj.de ) bemüht sich niemand , z.B. aus der Kommunalpolitik, um eine sinnvolle Gesamtlösung, die ebenso einen geeigneten Nothafen, wie auch einen geeigneten Durchstich für Yachten, Fahrgastschiffe und kleinere Kommunalfahrzeuge bietet .
    Andererseits werden weiter Millionen in eine sinnlose und vollkommen unbrauchbare Projektierung vor Prerow investiert – nur um den Hafen `Darßer Ort´ zu ersetzen – komme was der wolle !
    Ein schlechtes Projekt wird nicht dadurch besser, in dem man es ´zu Lasten des Steuerzahlers `aufbläht´!

    Das untaugliche Projekt `Inselhafen vor Prerow´ kostete inkl. bisheriger fehlgeschlagener Planungen, Baggerarbeiten an der Zufahrt `Darßer Ort´ , Abriss der dortigen Sandfallen, Spundwände und Steganlagen, u.v.a.m. , bisher geschätzte sieben bis acht Mill. € , dazu kämen mindestens 28 - 30 Mill. € für den geplanten Inselhafen - das ist etwa die Hälfte, die der Durchstich bei Zingst kosten würde und nur mit dem kann man die Zukunft dieses Reviers voranbringen : binnen wie buten !

    Der Boddenkieker

  6. #66
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    Zitat Zitat von Boddenkieker Beitrag anzeigen
    Moin !

    Das untaugliche Projekt `Inselhafen vor Prerow´ kostete inkl. bisheriger fehlgeschlagener Planungen, Baggerarbeiten an der Zufahrt `Darßer Ort´ , Abriss der dortigen Sandfallen, Spundwände und Steganlagen, u.v.a.m. , bisher geschätzte sieben bis acht Mill. € , dazu kämen mindestens 28 - 30 Mill. € für den geplanten Inselhafen - das ist etwa die Hälfte, die der Durchstich bei Zingst kosten würde und nur mit dem kann man die Zukunft dieses Reviers voranbringen : binnen wie buten !

    Der Boddenkieker
    Du machst die Rechnung auf, daß bei 38 Mio etwa die Hälfte der Durchstichkosten erreicht wären. Ich kenne die Zahlen nicht, kann mir aber nicht vorstellen, daß der Durchstich 100% teuerer sein soll. Vielleicht kommt er auch kostenlos. Kurz vor
    Prerow, zwischen Binnenhafen und Ostsee ist der Damm nach meiner Erinnerung max. 10m breit. Irgendwann wird ein
    Wintersturm den Durchbruch auf seine Art erledigen, könnte ich mir jedenfalls vorstellen, aber wann weiß halt keiner

  7. #67
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    Zitat Zitat von Deichgraf15 Beitrag anzeigen
    Du machst die Rechnung auf, daß bei 38 Mio etwa die Hälfte der Durchstichkosten erreicht wären. Ich kenne die Zahlen nicht, kann mir aber nicht vorstellen, daß der Durchstich 100% teuerer sein soll. Vielleicht kommt er auch kostenlos. Kurz vor
    Prerow, zwischen Binnenhafen und Ostsee ist der Damm nach meiner Erinnerung max. 10m breit. Irgendwann wird ein
    Wintersturm den Durchbruch auf seine Art erledigen, könnte ich mir jedenfalls vorstellen, aber wann weiß halt keiner
    So ein Durchstich wäre ja nicht nur 10m lang.
    Er braucht auch eine Tiefe von einigen Metern die über den eigentlichen Strand gewährleistet werden muss . In der Regel geschieht das durch zwei Steinmolen die einige hundert Meter weit bis in's tiefe Wasser reichen. Solch Steinmolen sind nicht einfach lange , in's Meer gekipte Steinhaufen . Genauso wie Buhnen ( für Hamburger " Stacks") liegen solch Molen , Buhnen, Leitdämme auf großen Reisigfundamenten ( sog. Senkstücke ,aus dünneren , mit Draht verbundenen Ästen ) damit sie nicht ratzfatz versacken. Die Senkstücke werden zu Beginn auf Position geschleppt, danach schaufelt man die Steine darauf.
    Man Erschafft also zwei nicht versackende " Mauern" zwischen den der Strand nicht " nachsacken" kann. Spätestens hier wird deutlich das diese Leitdämme bis in's Tiefe reichen müssen, mindestens. Aufwändig das Ganze.
    Hier das Bild eines im Bau befindlichen Senkstücks, es wird gerade von der " Helling" geschleppt:
    https://www.deutsche-digitale-biblio...6R5/full/1.jpg
    Alternativ könnte man natürlich Spundwände rammen, was aber noch teurer käme.
    Alle paar Jahre ausgebaggert werden müsste so ein Durchstich übrigens auch.


    Immer wieder habe ich den Eindruck dass die Wasserbauer, die Wasserwirtschtschaftsämter der Ostsee manchesmal nicht die Notwendigkeit nachhaltiger , d. h. qualitativ hochwertiger Wasserbauten (er)kennen. Ein Blick jenseits des NOK, also auf die Strombauten in Elbe und Weser, auf die Leitdämme der ostfr. Sielhäfen, könnte helfen.
    Geändert von supra (10.02.2018 um 20:15 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder

  8. #68
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    ........
    Alle paar Jahre ausgebaggert werden müsste so ein Durchstich übrigens auch.


    ......
    Wer weiß das schon?
    Der wasserbauliche Sachverstand scheint in MC nicht zuhause zu sein, wenn man. das Theater z.B in Saßnitz oder Greifswald ansieht.
    Dabei haben wir in greifbarer Nähe das Mekka des Wasserbaus, nämlich Holland. Dessen Projekte lassen die Maßnahmen an der Ostsee lächerlich erscheinen.
    Sieht man die Molen in IJmuiden oder Scheveningen glaubt man kaum das so niedliche Wälle, wie in Prerow geplant, ein Problem sein können.
    Müssen es tatsächlich so lange Molen sein? ...und müssen die soviel kosten? Die in Thorsminde sind deutlich kürzer und vor Rotterdam hat man das Problem anders gelöst (Man beachte die Kosten bei diesen gigantischen Ausmaßen) :
    https://de.wikipedia.org/wiki/Sandmotor
    Wenn Laien Projekte angehen gibt das nix. Des wohlfundierte Halbwissen von Politikern und hiesigen Amateurbüros reichen eben nicht.

    Gruß Franz

    PS: ...dass mit den Senkstücken ist hochinteressant. Beim Deltasperrwerk gab es Ähnliches "...Um ein stabiles Fundament zu gewährleisten, wurden spezielle Kunststoffmatten entwickelt, die mit Steinen gefüllt auf dem Meeresboden ausgebracht wurden. Auf diese wurden dann die Türme abgesenkt, anschließend mit Sand aufgefüllt und von außen mit Steinen beschwert. ...." https://de.wikipedia.org/wiki/Oosterscheldekering
    Geändert von grauwal (11.02.2018 um 10:56 Uhr)
    halber Wind reicht völlig

  9. #69
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    Zitat Zitat von Deichgraf15 Beitrag anzeigen
    Du machst die Rechnung auf, daß bei 38 Mio etwa die Hälfte der Durchstichkosten erreicht wären. Ich kenne die Zahlen nicht, kann mir aber nicht vorstellen, daß der Durchstich 100% teuerer sein soll. Vielleicht kommt er auch kostenlos. Kurz vor
    Prerow, zwischen Binnenhafen und Ostsee ist der Damm nach meiner Erinnerung max. 10m breit. Irgendwann wird ein
    Wintersturm den Durchbruch auf seine Art erledigen, könnte ich mir jedenfalls vorstellen, aber wann weiß halt keiner
    Ja das hatten wir schon in Prerow gehabt, der graben war dann ca 5 ´Meter tief eine Nacht hat ausgereicht

  10. #70
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    Zitat Zitat von GREIF Beitrag anzeigen
    Ja das hatten wir schon in Prerow gehabt, der graben war dann ca 5 ´Meter tief eine Nacht hat ausgereicht
    Die Wassertiefe ergab sich aus der Differenz des Wasserstandes zw. Ostsee und Binnenhafen/Bodden bei Sturmflut, d. h. die dadurch bedingte Strömungsgeschwindigkeit ( siehe auch "Brake" oder "Brack").
    Dieser Durchbruch ist von der Ostsee , also vom Strand her , sicher wieder schnell versandet ( siehe Darßer Ort) ----deswegen der obige Hinweis auf weit in den Strand reichende Dämme f. solch einen Durchbruch.
    Geändert von supra (11.02.2018 um 13:59 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder

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