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  1. #1
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    Standard Pantaenius Versicherung: da kann kommen was will - außer ein Schaden

    Liebe Yachties überlegt euch gut bei wem Ihr eure Schiffe versichert. Ich habe nach dieser Geschichte nun endgültig die Nase voll von der Pantaenius Versicherung . Beinhahe 30 Jahre Kunde, 3 Schadensfälle und dreimal trouble . Thats enough ! Auch im Bekanntenkreis gab es ähnliche Probleme.
    Vollmundige Werbeslogans – hohe Prämien - Und am Ende keine Leistung
    Andere Versicherer sind bis zu 20 % günstiger und was noch wichtiger ist, bei sehr viel höherer Chance auf Leistung im Schadenfall.
    Vielleicht hat der Unwille von Pantaenius Anspruchsteller hinreichend zu entschädigen etwas damit zu tun das wenn denn tatsächlich einmal eine Schaden reguliert wird gleich eine doppelseitige Hochglanz A4 Bröschüre erstellt wird in der man sich selbstdarstellerisch als Helden der Branche feiert. Diese Broschüren werden millionenfach gedruckt und versendet um die ganze Welt damit zu penetrieren . Da bleibt dann halt weniger für die Geschädigten übrig.

    Im Folgenden wird geschildert was dieses Unternehmen unter „ belastbarer Allgefahrendeckung versteht , oder wie der Slogan „ da kann kommen was will“ wirklich zu verstehen ist :

    „ Sehr geehrter….
    Vielen Dank für die Schadenunterlagen.
    Leider müssen wir Ihnen mitteilen, das die Schäden an Ihrer Yacht nicht durch die Yacht-Kasko -Police gedeckt sind.
    Unterschlagung ist nach § 3 der PANTAENIUS-Yacht-Kasko-Bedingungen PYKB) kein
    versichertes Ereignis. Ähnlich verhält es sich mit dem eingedrungenen Wasser,da es
    über einen länger Zeitraum geschehen ist und die Ursache dafür in keiner der unter § 3
    der PYKB aufgeführten versicherten Gefahren liegt.
    Wir legen Ihnen nahe, die Werft für das Abhandenkommen der Gegenstände sowie für die
    Verschmutzung Ihrer Yacht haftbar zu halten. Leider dürfen wir keine Rechtsberatung für Schäden geben, die nicht versichert sind. „

    usw. bla bla
    Mit freundlichen Grüßen „ Ihre da kann kommen was will Versicherung“ „



    Mein Boot steht am Mittelmeer bei einer Werft an Land. Im letzten Jahr war ich zuletzt im Oktober da, habe alles Winterfest gemacht und sorgfälltig verschlossen. Einen Bootschlüssel habe ich der Werft überlassen. Als ich nach dem Winter das erste Mal im Februar d. Jahres .an Deck stehe finde ich das Steckschot im Cockpit liegend mit dem Schlüssel der Werft im Schloss steckend vor. Ich kann nicht sagen wie lange das Boot schon offen stand und die Kabine der Witterung ausgesetzt war, aber da es auch reichlich Laub im Schiff gab ( welches eher im Herbst anfällt ) dürfte es sich um Monate gehandelt haben. Der Wasserstand im Schiff hat mich ebenso beindruckt wie die an Holz und Einbauten enstandenen Schäden. Aber damit nicht genug, Rettungsinsel, Plotter, Antrieb Autopilot und einiges andere war weg. Abschließend erfuhr ich dann von einem Gutachter ( natürlich nicht etwa ein von der „ da kann kommen was will Versicherung beauftragter Gutachter ) dann noch von Feuchtigkeit im Laminat steuerbordseitig vor dem Niedergang . Da das Schiff doppelschalig gebaut ist dürfte Regenwasser unter die Innenschale gelaufen sein und sich noch immer dort befinden. Schadenhöhe insgesamt vorsichtig geschätzte 11.000,--€ oder mehr.

    Keine Frage, Fahrlässigkeit der Werft – Ich habe die Ansprüche auch gleich dort angemeldet und zunächst hat der Chef auch Übernahme der Kosten signalisiert. Allerdings kam dann letztendlich nur der Hinweis ich solle mich an meine Versicherung wenden und finales Schulterzucken. Da fühlt man sich dann doch ziemlich allein, nicht @ home, keine ausreichenden Sprachkenntnisse, - ratlos und bis zu den Knien im Wasser.

    Naja dachte ich, aber habe doch diese renomierte „ come what may“ Versicherung (noch ein Werbeslogan) . Da kann doch nix passieren.

    Im Glauben mit einer Kaskoversicherung auf der sicheren Seite zu sein voller Zuversicht fluchs eine Schadensmeldung per mail an die „ Da kann kommen was will Versicherung gesendet .
    Da kam dann aber nichts. Das zum Thema „ Unser Schadenteam leistet schnelle Hilfe“ Nach 6 Tagen habe ich noch einmal per mail daran erinnert das ein Schadensereignis statt gefunden hat. Nach 2 weiteren Tag kam dann folgende Antwort :


    Damit wir Ihren Schadenfall bearbeiten können, senden Sie uns bitte folgende Unterlagen:
    Die Schadenanzeige und die Inkassovollmacht ausgefüllt und unterschrieben
    Kostenvoranschläge für schadenbedingte Reparaturen und/oder Neukäufe
    Detaillierte Fotos der Schäden an Ihrer Yacht
    Kopie der polizeilichen Anzeige sowie den Ankaufvertrag für die Yacht.
    Um Ihren Versicherungsschutz nicht zu gefährden, beachten Sie bitte genau unsere Weisungen im Versicherungsfall.
    Sobald uns alle Unterlagen vorliegen, entscheiden wir, ob wir einen Sachverständigen beauftragen und melden uns bei Ihnen. Bitte stellen Sie sicher, dass bis dahin keine Reparaturen durchgeführt werden. „

    Hier wird dann langsam deutlich das die Realität dann doch ein wenig abweicht von den vollmundigen Versprechungen ( „Unsere Schadenexperten sind mit einer zuverlässigen und kompetenten Abwicklung für Sie da. Das hat bei Pantaenius höchste Priorität.Unser Schadenteam leistet schnelle und unbürokratische Hilfe, um Ihnen im Fall der Fälle hilfreich zur Seite zu stehen“).
    Nachdem ich nach 2 Tagen Lauferei und Papierkram zuversichtlich war alle geforderten Unterlagen beisammen zu haben sendete ich diese wiederum per mail an die Abteilung welche die „ Exellente Schadenabwicklung“ ( alles der Werbung entnommen ) im Hause „ da kann kommen was will“ betreibt .
    Weitere 6 Tage gingen ins Land ohne Reaktion. Nichts vom Yachtversicherer welcher lt. eigener Aussage „den Standard setzt“ . Bei einem Telefonat erfuhr ich dann das neben der schon vorliegenden Schadenanzeige auch noch eine Diebstahlschadenmeldung ( noch einmal mehrere Seiten ) verlangt wird. Die exellente „ da kann kommen was will Versicherung“ teilt dies aber nur auf Nachfrage mit und legt den Fall einstweilen bei Seite. Immerhin hat der Sachbearbeiter mir Hoffnung gemacht auf eine Regulierung..( noch ein falsches Versprechen, diesmal ganz persönlich) .
    Als ich soweit alles beisammen hatte kam aber dann die Ablehnung einer Regulierung recht zügig .
    Ich bin kein Jurist, aber mir erscheint die Begründung mit der die „ da kann kommen was will Versicherung“ mich mit einem Schaden über 11.000,--€ im Regen stehen lässt wie das Konstrukt eines Winkeladvokaten. Mir erschließt sich auch nicht was dieser Fall mit Unterschlagung zu tun hat. Wer soll etwas unterschlagen haben. Ich habe einen veritablen Schaden am Schiff verursacht durch Wassereinbruch und Diebstahl .

    Seriöse Versicherer würden in diesem Fall zunächst den Schaden regulieren. Damit tritt der geschädigte Versicherungsnehmer seinen Ersatzanspruch gegenüber dem Verursacher an die Versicherung ab, die dann versucht, die Kosten für die Schadensregulierung beim Verursacher wieder einzutreiben. Wurde ein Schaden von einem Dritten verursacht, hat die Regressforderung an diesen keine Auswirkungen auf den Versicherungsnehmer. Für diesen ist dann auch unerheblich, ob der Regress erfolgreich durchgesetzt werden kann.
    Versicherer können grundsätzlich jeden Verursacher eines Schadens in Regress nehmen, der zulasten des Versicherungsnehmers geht. .
    Regulieren und Regress- das wäre der seriöse Weg , so ist es bei allen KFZ Versicherern da gibt es keine Ausnahmen, oder versichert Pantaneius etwa auch Autos , dann nehme ich alles zurück…

    ….und zum Schluß noch einmal Werbung:
    „Pantaenius setzt den Standard!
    "Unser Versprechen
    "Da kann kommen, was will!" *
    • Herausragender Kundenservice
    • Optimaler Versicherungsschutz
    • Exklusives Schadenmanagement
    Wir stehen zu unserem Wort! „“


    Fazit: in diesem Fall hätte kommen können was will außer § 3 und ein Versicherungsvertrag mit denen die den Standard setzen …..

  2. #2
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    Standard

    Na denn Herr browser,

    angemeldet um hier einen Sermon abzulassen - sportlich. Wahrscheinlich wird man per copy & paste den Beitrag nun in jedem Forum wieder finden. Sei es drum.

    Mein Erfahrungen sind bislang IMMER positiv gewesen.

    Ein Diebstahl, der noch nicht einmal ein Einbruch war - tja, da wird es kritisch. Vielleicht wäre der Griff zum Telefon besser gewesen als das Schreiben einer E-Mail.

    Dein Problem ist grundsätzlich, dass das Schiff offensichtlich mit einem Schlüssel aufgeschlossen wurde. Den Schlüssel hast Du zu treuen Händen an die Werft gegeben. Nun ist die Werft dran, niemand sonst. Mag sein, dass es, hätte es denn Einbruchsspuren gegeben, Pantaenius in Vorleistung gegangen wäre und dann versucht hätte die Werft in Regress zu nehmen. So, wie sich der Schaden darstellt, kam es aber nicht zu einem Einbruch und wann der Diebstahl erfolgte steht irgendwo geschrieben.

    So ärgerlich das alles ist, ich denke, dass man noch nicht mal einen Versicherungsfall daraus "konstruieren" kann.

    Übrigens sind solche Aktionen (shitstorm im Web erzeugen wollen) immer kontraproduktiv und niemals zielführend. Pantaenius wird sich sicher nicht mehr um das Anliegen kümmern wollen.
    So long -> Tom

  3. #3
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    Standard

    moin Tom,

    freut mich für dich das deine Erfahrungen so positiv sind - woran das wohl liegen mag ?!

    ein shitstorm ist etwas anderes - dies ist die Beschreibung eines Versicherungsfalles und dessen Ausgang, mit einigen
    Hinweisen darauf wie diese Firma wirbt und gesehen werden möchte -

    -sorry wenn es dir nicht gefällt - jeder mag sich sein Urteil bilden -

    Der kleine Bericht soll auch nicht produktiv sein, sondern informativ !

    Und ja - es wird auch in anderen Foren zu sehen sein und gerade ins englische Übersetzt .

    Lies doch noch mal: Die " da kann kommen was will " Versicherung hat sich doch schon in feinster Weise um das Anliegen gekümmert die haben nämlich den § 3 .

    Und ich habe das Bewertet, erlaube ich mir einfach mal

    it´s done Tom ! Und ich habe jetzt fertig

  4. #4
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    Standard

    Schau,

    bei mir wurde letztes Jahr in das Schiff eingebrochen. Die Wasserschützer meinten nur lapidar: "Na ja, so wie Schiffe verschlossen sind kann man im Grunde fast nur noch von einfachem Diebstahl reden und nicht von Einbruchdiebstahl" - genau hier ist der Unterschied. Einfacher Diebstahl = Schiff ist offen und es werden Dinge gestohlen. Einbruchdiebstahl = Schiff ist so verschlossen, dass nur durch Zerstörung der Schließvorrichtungen entwendet werden kann.

    Nun rate mal mit Rosenthal was eine Versicherung, welche auch immer, zu einem einfachen Diebstahl zu sagen hat...

    Der Rest, wie schon geschrieben, ist ärgerlich nur leider ein Folgeschaden. Gestohlen hat hier einer, der Zugang zum Schlüssel hatte. Ergo, die Werft trägt die Verantwortung, die solltest Du namentlich nennen und bei denen solltest Du Dich beschweren.
    So long -> Tom

  5. #5
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    Standard

    Moin,

    es ist ein Irrglaube, dass es Aufgabe einer Versicherung ist Menschen zu be - oder unterstützen. Der einzige Sinn einer Versicherung ist es Gewinn zu erwirtschaften! Dies tut sie in dem sie einerseits das Gefühl von Sicherheit verkauft, andererseits dadurch, dass sie möglichst wenig auszahlt. Um dies zu realisieren ist den vollmundigen Werbeslogans das Kleingedruckte gegenübergestellt. Wer eine Versicherung auf Grund von Werbeslogans abschließt und das Kleingedruckte nicht gelesen hat, macht sich lächerlich, wenn er sich hinterher lauthals beschwert, auch auf Englisch.

    LG Jürgen

  6. #6
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    Was steht denn in deinem Vertrag für Winterlager?

  7. #7
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    Standard

    Mal angenommen Browser, Du würdest Dein Auto auf einem privat überwachten und verschlossenen Parkplatz für ein halbes Jahr abstellen. Den Zweitschlüssel deponierst Du beim Wächter, falls dieser umparken muß. Bei Deiner Rückkehr ist die Scheibe etwas offen und das Regenfallrohr vom benachbarten Haus hat sich monatelang ins Gefährt entleert. Alle Sitze und Fußmatten hinüber, Radio geklaut, aber keine Einbruchspuren. Der Parkplatz Wächter hat einfach nur vergessen nach dem Umparken vor vier Monaten das Fenster zu schließen. Wen rufst Du an, den Parkplatz Manager oder Deine Versicherung?

  8. #8
    Ausgeschiedener Benutzer Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Käptain Blaubär Beitrag anzeigen
    Der einzige Sinn einer Versicherung ist es Gewinn zu erwirtschaften! ......
    ..... genauso, wie Busunternehmer nicht dazu da sind, Leute zu transportieren, Ärzte nicht zum Kranke heilen, Lehrer nicht zum Kinder ausbilden, Baggerführer nicht zum Baggern usw. usw. - sondern alle nur dazu, mit irgendeiner frei gewählten Methode möglichst viel Geld für sich aus irgendeinem System rauszuholen. Ist schon klar.

  9. #9
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    6.943

    Standard

    Ichnhätte auch gedacht, dass die Versicherung hier zahlt.
    Gerade von P. hätte ich das erwartet. Carsten

  10. #10
    Ausgeschiedener Benutzer Gast

    Standard

    3 mal Trouble, hoho, ist sicher ne Freude so zu versichern...

    Bei P. bin ich zwar nicht (weil mir die Prämien zu teuer waren), aber das Versicherungs-Gebashe dünkt mich unangebracht. Vielleicht ein Einzelfall, aber meine hat mich explizit darauf hingewiesen, dass sie einen (kleinen) Schaden bezahlen und ich nicht selber zahlen müsse. Ich habe sogar zweimal nachgefragt und eher gemeint, naja, eigentlich ist es ja meine eigene Schuld. Nein, wir bezahlen das.

    Ich war sehr positiv überrascht. Und ich bin sicher, die P. (und andere) werden oft auch so oder ähnlich reagieren. Bestimmt gibt es auch ein paar schwarze Schafsversicherungen (und bestimmt noch tausendmal mehr Schafsversicherungsnehmer (ist jetzt aber allgemein gemeint).

    Tut mir leid für Deinen Schaden. Aber irgendwo müssen ja auch Grenzen sein.

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