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  1. #21
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    @ Tom Wie ist das gemeint mit drei Schäden in 17 Jahren? Drei Schäden die reguliert wurden oder drei Schadensfälle bei denen der Versicherungsnehmer leer ausgegangen ist. ? Vorsorglich habe ich längst selbst gekündigt, damit laufe ich zumindest nicht Gefahr auch noch hinaus geworfen zu werden….

    Das Prinzip der Gegenseitigkeit halte ich für eine feine Sache. Nur aus meiner persönlichen Erfahrung konnte ich Gegenseitigkeit aus diesem Geschäftsverhältnis leider für mich nicht ableiten. Und es ist nicht so als hätte ich nicht meinen Teil dazu beigetragen. Wer ein Vierteljahrhundert ( vielleicht sogar länger) als Kunde treu bleibt kann nicht immer negatives Bild gehabt haben.

    Über Stil kann man streiten - und erst recht über Recht .

    Der allgemeine Konsens hier scheint doch zu sein das der Fall einer Regulierung durch eine Versicherung bedarf – kontrovers wird diskutiert welche nun regulieren soll.

    Diejenigen die der Meinung sind das dies Kosten der Gemeintschaft der versicherten Bootseigner nicht zuzumuten ist sollten vielleicht bedenken, das der gleiche Betrag der Gemeintschaft der Marinaversicherer in Rechnung gestelllt wird, falls die denn tatsächlich zahlen. Ergo zahlen die Marinas höhere Prämien . Die legen das auf die Liegeplatzkosten um – und wer zahlt die ?



    Nehmen wir doch einmal rein hypothetisch an unser Kasko versicherter PKW parkt auf dem Parkplatz vor der heimischen Aldi Filiale. Zum gleichen Zeitpunkt ist ein Südosteuropäischer Reisender mit seinem Eselskarren auch vor Ort um sich mit Spirituosen einzudecken. Der Mann ist leicht alkoholisiert und rammt beim verlassen des Geländes unser KFZ . Nehmen wir weiter an: Totalschaden an unserem PKW. Der Vorfall wird polizeilich aufgenommen und sauber dokumentiert.
    So weit so schlecht.
    Aber begleiten wir unseren Südosteuropäer doch noch ein wenig : Der nämlich hat nun genug vom Stress auf deutschen Straßen und beschließt sich mit seinem Gefährt in Richtung Heimat zu begeben .
    Obwohl reichlich Spiritousen an Bord ist es um passendes Navigationsequipment eher schlecht bestellt. Deshalb landet er unfreiwillig auf dem Gelände der Marina in der unser Boot aufgepahlt an Land steht . Beim Versuch seinen Karren zu wenden nimmt er zwei Pahlhölzer mit. Wir ahnen was passiert : um unsere schöne, bei der „ da kann kommen was will“ versicherten Yacht ist es geschehen, sie fällt einfach um. Auch hier wieder Polizei und Dokumentation.
    Um der Geschichte noch etwas Würze zu verleihen: Der Südosteuropäer selbst ist nicht versichert und behauptet das ihm in beiden Fällen der Esel durchgegangen sei und im übrigen sei er auch nicht Eigentümer ( Halter) des Eselgetriebenen Fahrzeuges . …..

    Was den Vorfall beim Aldi angeht bin ich mir sicher das wir nach einem Anruf bei unserer KFZ- Versicherung einen Leihwagen gestellt bekommen und die Regulierung vom Versicherer übernommen wird .

    Was ist aber nun mit dem schönen Boot und der Versicherung mit der „belastbaren“ Allgefahrendeckung ? …. werden wir den Esel haftbar halten müssen und hoffen das er zahlungsfähig ist .. …. ?

    Was will ich damit sagen? Die Rechtssicherheit für uns Verbraucher scheint im KFZ Bereich
    weitaus ausgeprägter zu sein als im Bereich der Bootsversicherungen . Das dürfte das Resultat
    von ausreichend Wettbewerb und weniger Absprache sein – Auch was die Margen der beiden Branchen angeht vermute ich das die Yachtversicherer ungleich besser gestellt sind . Bei den Bootsversicherern fehlt es offenbar an Transparenz, Wettbewerb und Druck vom Verbraucher .

  2. #22
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    Das artet aber jetzt in einen Aprilscherz aus, oder?

    Ich möchte da noch ein Beispiel zitieren. Kim, der aus NK, schiesst einen Satelliten ins All und verändert somit die Entropie des Systems Erde und Erdatmosphäre. Diese Entropieänderung sorgt dafür, dass eine Mücke das sorgfältig aufgepallte Schiff umstösst, welches dann auf das Auto von Browser fällt. Die Mücke begeht "Fliegerflucht" und ist darüberhinaus nicht Haftpflicht versichert. Welche Versicherung zahlt nun für den Schaden am Schiff und wer kommt für den Schaden am Auto auf?

    Da die Versicherung P. Was gut zu machen hat, erklärt sie sich bereit, den Schaden am Schiff zu übernehmen. Muss sie nun auch den Schaden am Auto bezahlen?
    Nach einer endlosen Pöbelei im Internet, beschliesst P. Browser den Schaden am Kfz. Auch zu bezahlen, weigert sich aber unanständigerweise den 25 Jahre alten Toyota durch einen neuen 740i BMW zu ersetzen.
    Welche Versicherung muss denn nun den neuen 7er bezahlen, P. Oder wer anders?

    Die Mücke meldet sich nach 6 Wochen und teilt Browser mit, dass sie bei dem Unfall mit dem Gestell, ein schweres Flügeltrauma erlitten hat. Mit Hinweis auf die Verordnung zur Kennzeichnung von Bootswinterlagergestellen zur Vermeidung von Flugunfällen von Mücken, fordert sie mittels Anwalt 150.000€ Schadenersatz von Browser. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, besetzen sie und ihre Familie die Yacht.
    Welche Versicherung muss zahlen?
    🤑😎

  3. #23
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    Für mich hört sich dieser hier eher nach Aprilscherz an

    " Da die Versicherung P. Was gut zu machen hat, erklärt sie sich bereit, den Schaden am Schiff zu übernehmen"

    aber der ist noch besser:


    "Nach einer endlosen Pöbelei im Internet, beschliesst P. Browser den Schaden am Kfz. Auch zu bezahlen ,

    Das hier allerdings steht außer Frage - die Mücke hat lt. Verordnung zur Kennzeichnung von Bootswinterlagergestellen zur Vermeidung von Flugunfällen
    Anspruch auf Schadenerstaz - da browser das Winterlagergestell aber nur angemietet hat ist der Eigner
    des Winterlagergestelles haftbar zu halten und somit hat browser diesmal Glück gehabt ....

  4. #24
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    Nur mal zum Versicherungsrecht, gemeint sind die Unternehmen als solche.

    Die Gründung und die Gewinnerzielung ist recht komplex geregelt. Lebens- oder Rentenversicherungen z.B. dürfen keine Gewinne erwirtschaften. Es gibt natürlich Geschäftszweige, die Gewinne erwirtschaften dürfen. Die Geldanlagen müssen mündelsicher sein, Also im Grunde darf nicht spekuliert werden. Überschüsse, die aus den Geldanlagen entstehen und nicht zur Abdeckung von Versicherungsleistungen benötigt werden dürfen als Dividende Ausgeschüttet werden.

    Aber noch einmal, welche Blüten das alles getrieben hat steht auf einem anderen Blatt, genau so wie die Zwangsweise "Umfirmierung in AG, SE oder Versicherungsgesellschaft auf Gegenseitigkeit. Es sollt erreicht werden, dass Versicherer Kapitalstark genug sind um bei Schäden nicht insolvent zu werden. Erreicht wurde vieles was nicht gedacht war. Was man am Ende davon hält ist ein ganz andere Sache.

    Ansonsten, browser, Es ist schon abenteuerlich, ein Pflichtversicherung und eine freiwillige Versicherung zu vergleichen. Du scheinst mir der Typische "ich will" zu sein. Mietwagen bei einem Unfallschaden? Dann lies mal genau durch was in deinen Bedingungen steht. Nur wenn Du das Fahrzeugt tatsächlich brauchst sonst schaust in die Röhre. Und wenn, dann bekommst Du meist eine Klasse tiefer als Dein Fahrzeug. Aber das ist alles witzlos. Du bestehst darauf ein Anrecht auf die Regulierung zu haben. Berate Dich mit einem Anwalt und klage - mal sehen was dabei heraus kommt.
    So long -> Tom

  5. #25
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    Tom,

    eine Yachtkasko ist eine Pflichtversicherung ? Dachte das sei die Yacht Haftpflicht, von der will ich nichts.

  6. #26
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    Bei einer solchen Geschichte würde ich eigentlich erwarten, dass Pantaenius den Schaden zunächst begleicht und dann versucht, das Geld vom Hafenbetreiber zurückzubekommen. Die Obhut des Schiffes war in die Hände des Marinabetreibers gelegt. Er ist also dafür verantwortlich, dass alles sauber abgewickelt wird. Somit ist er verantwortlich für den Schaden.

    Im Nachbarforum wurde einem Eigner im Aussenwinterlager der Bug übelst beschädigt. Kein Verantwortlicher angeblich da. Ich erwarte, dass der Hafen, der das Schiff in Obhut hatte, Verantwortung übernimmt. In solchen Fällen gehen gute Versicherungen oft in Vorleistung und holen sich das Geld beim Verantwortlichen zurück.

    Pantaenius scheint mittlerweile einen anderen Weg eingeschlagen zu haben. Bei den sehr hohen Prämien hatte ich das nicht erwartet. Meine Versicherung (HLP Hanse) kostete 50% der P-Prämie, bei mind. gleichen Bedingungen. Als ein Schadenfall eintrag, zahlten die anstandslos.
    Handbreit - Ralf

  7. #27
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    Zitat Zitat von TomM Beitrag anzeigen
    Nur mal zum Versicherungsrecht, gemeint sind die Unternehmen als solche.

    Die Gründung und die Gewinnerzielung ist recht komplex geregelt. Lebens- oder Rentenversicherungen z.B. dürfen keine Gewinne erwirtschaften. Es gibt natürlich Geschäftszweige, die Gewinne erwirtschaften dürfen. Die Geldanlagen müssen mündelsicher sein, Also im Grunde darf nicht spekuliert werden. Überschüsse, die aus den Geldanlagen entstehen und nicht zur Abdeckung von Versicherungsleistungen benötigt werden dürfen als Dividende Ausgeschüttet werden.
    ...
    ALLE Gesellschaftsformen, ob VVaG, Aktiengesellschaft, GmbH, eingetragene Vereine, Koerperschaften des oeffentlichen Rechts (z.B. Religionsgemeinschaften) oder andere, duerfen Gewinn erzielen. Auch Lebensversicherungen, Rentenversicherungen oder hier Bootsversicherungen ist GewinnERZIELUNG gestattet.

    Was eingeschraenkt wird, ist die GewinnVERWENDUNG, also z.B. die Gewinnausschuettung, wie z.B. beim eingetragenen Verein, oder beim VVaG.

  8. #28
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    moin Ralf,

    so sehe ich das auch!
    Und was Pantaenius angeht liegst du wohl auch richtig. Schade eigentlich.
    HLP Hanse ist 50% - günstiger, das ist doch mal eine Hausnummer. .

  9. #29
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    Zitat Zitat von browser Beitrag anzeigen
    Für mich hört sich dieser hier eher nach Aprilscherz an

    " Da die Versicherung P. Was gut zu machen hat, erklärt sie sich bereit, den Schaden am Schiff zu übernehmen"

    aber der ist noch besser:


    "Nach einer endlosen Pöbelei im Internet, beschliesst P. Browser den Schaden am Kfz. Auch zu bezahlen ,

    Das hier allerdings steht außer Frage - die Mücke hat lt. Verordnung zur Kennzeichnung von Bootswinterlagergestellen zur Vermeidung von Flugunfällen
    Anspruch auf Schadenerstaz - da browser das Winterlagergestell aber nur angemietet hat ist der Eigner
    des Winterlagergestelles haftbar zu halten und somit hat browser diesmal Glück gehabt ....
    Wann ist überhaupt mal der Browser verantwortlich? Fragt sich besorgt die Mücke, die der Landessprache des Browsers nicht mächtig ist. Auch ein Mieter hat Pflichten, auch am 1.4.

  10. #30
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    Zitat Zitat von browser Beitrag anzeigen
    „ Sehr geehrter….
    Vielen Dank für die Schadenunterlagen. Leider müssen wir Ihnen mitteilen, das die Schäden an Ihrer Yacht nicht durch die Yacht-Kasko -Police gedeckt sind. Unterschlagung ist nach § 3 der PANTAENIUS-Yacht-Kasko-Bedingungen PYKB) kein
    versichertes Ereignis. Ähnlich verhält es sich mit dem eingedrungenen Wasser,da es über einen länger Zeitraum geschehen ist und die Ursache dafür in keiner der unter § 3 der PYKB aufgeführten versicherten Gefahren liegt.
    Wir legen Ihnen nahe, die Werft für das Abhandenkommen der Gegenstände sowie für die Verschmutzung Ihrer Yacht haftbar zu halten. Leider dürfen wir keine Rechtsberatung für Schäden geben, die nicht versichert sind. „
    usw. bla bla
    Mit freundlichen Grüßen „ Ihre da kann kommen was will Versicherung“ „
    Ist doch alles richtig.

    Siehe Seite 7, § 5, Pkt. 2 und 3 unter https://www.pantaenius.com/pantaeniu...ht_Bedingungen

    Unterschlagung und Allmählichkeitsschäden sind gängige Ausschlüsse (Auto, Haus, etc.), aber hier wurde ja bereits der Hinweis gegeben, Versicherungsbedingungen (vorher) zu lesen. Noch besser: Zu vergleichen.

    In älteren Versionen der "Pantaenius-Yacht-Kasko-Bedingungen" z.B., aus der Zeit vor der Allgefahrendeckung, findet man Begriffe wie "Unterschlagung" oder "nicht plötzliche Witterungseinflüsse" gar nicht.

    Allgefahrendeckung ist noch lange kein Rundum-Sorglos-Paket, hat der Martin Baum ja jüngst im Interview mit der Yacht selbst so gesagt.

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