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Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Standard Nun habe ich auch die Pest an Bord - Sinnvolle Vorgehensweise zur Beseitigung geseuch

    Moin liebe Segelfreunde,

    nun hat es unser Boot am Wochenende auch nach dem Kranen leider erwischt. Nach kurzem einwandfreien Starten der Maschine ging sie plötzlich und schnell dann auch wieder aus. Yachtservice kam an Bord und die Suche fing an. Nach einiger Zeit stellte man dann fest, dass die Zuleitung am Vorfilter komplett zu war.
    Man vermutete hier schon dann gleich auf Dieselpest. Dieser Befund bestätigte sich
    dann auch, nach dem der Zulauf.-/Ansaugschlauch direkt am Tank entfernt wurde und dort ein dicker Klumpen zäher Schleim am Anschluss klebte. Darauf hin war klar ... DIESELPEST !!! Der Einbautank war also in seinem jetzigen Zustand nicht zu gebrauchen. Hatte im Winter extra vollgetankt mit Diesel von der Autotankstelle und Diesel-Zusatz mit in den
    Diesel gegeben. Naja, also hat man uns nun erst einmal einen "mobile orangen" 27 Liter Kunststofftank eingebaut. Einen neuen Ansaugschlauch eingebaut und mit dem neuen Tank verbunden. Der Rücklauf wurde auch an den Tank angeschlossen. Nun meine Fragen: Kann ich mit dem Tank so wirklich ohne Probleme bis zum Saisonende durchfahren ? Der Vorfilter wurde auch aus dem Kreislauf entfernt, da dieser auch befallen und verdreckt war. Der jetzige und frische Diesel kommt also aus dem neuen Tank und wird nur noch vom Dieselfilter der Maschine gefiltert. Wäre es nicht doch ratsam, einen neuen Tank im nächsten Winterlager einzubauen ? Ich kann an die jetzige Lösung leider meinen Einfüllstutzen nicht anschließen und eine Füllstandsanzeige fehlt dem neuen Tank auch. Der alte konterminierte Tank ist vom Vorbesitzer selbst aus VA geschweist wurden und hat kein Kontroll - Fenster/Öffnung. Wenn ich einen neuen Einbautank im Winter einbauen sollte, aus welchem Material sollte der Tank dann sein ?
    Es gibt wohl Kunststoff.- oder VA Tanks. auf jeden Fall könnte ich dann wieder meine Füllstandsanzeige und
    meinen Einfüllstutzen nutzen. Wichtig ware mir halt, dass man den neuen Tank zu Sichtkontrollen öffnen kann.

    Was meint ihr ?

    Über eure Erfahrungen, Hilfe und Ratschläge würde ich mich sehr freuen.

    Danke und Gruß

    Olli

  2. #2
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    Standard

    Was ist denn aus dem alten Tank geworden? Eine echte Fachfirma kann den nämlich reinigen und dann kann man den wieder einbauen und weiterverwenden.
    Auch den Vorfilter kann man reinigen und dann mit neuer Filterpatrone an den "orangenen" Tank anschliessen. Man muss dabei ja auch nicht die alte Dieselleitung verwenden.....
    Zusammengefasst:
    Alten Tank reinigen(lassen)
    Alle alten Dieselleitungen erneuern
    Vorfilter reinigen
    Gereinigten Tank einbauen
    Leitungen etc. wieder anschliessen
    Und zuletzt mit frischem, biozeugsfreien Diesel (Aral Ultimate oder CARE) füllen.

    Es gibt eine Tankreinigungsfirma mit Sitz in Geesthacht, die reinigen den Tank vor Ort im Schiff......ist aber nicht billig !




    P.S. Eine Alternative könnte sein, das Schiff mit orangem Tank zu verkaufen und sich eines Neues holen!
    Geändert von 2ndtonone (18.04.2016 um 16:06 Uhr)

  3. #3
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    Standard

    Olli, warum nicht selbst ein Inspektionsloch oben in den Tank schneiden, Tank reinigen und die öffnung mit einer VA-Platte verschließen?
    Grüße
    Horst

  4. #4
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    Standard

    Ich sehe das ähnlich. Du brauchst eine Pumpe,die Diesel Pumpen kann, elektrisch geht schneller, kostet aber um die 150 € (bei SVB zB. Eine Marco Zahnradpumpe). Weiter Bohrmaschine, Stichsäge und Topfbohrer, ölfeste Gummihandschuhe, Nitrilgummi (hat SVB von der Rolle sonst techn. Handel, aber Nitril, KEIN Neopren) Und natürlich Kanister.
    Tank anbohren und in das Loch mit einer Stichsäge ein ca 50 mm großes Loch schneiden oder dies mit einem Topfbohrer bohren. Dabei fallen Späne in den tank, ist egal, der wird eh gereinigt.
    Hast du das Loch drin saugst du den Inhalt per Schlauch und Pumpe ab. Dort steht sicher reichlich flüssige Phase. Die musst du entsorgen oder findest einen der das Zeug nimmt in seinem Trecker o ä. Irgendwann wird dein Tank rel leer sein.
    Dann schneidest du wie oben ein weiteres 150 mm Loch in tank, so dass du rein greifen kannst und den restlich Gatsch abziehen und rausschaffen kannst und füllst ihn in ein zu verschließendes Gefäss, ab damit zum Recyclinghof.
    Dann wäscht du den Tank mit frischem Diesel aus und wischt ihn mit Lappen aus bis er optisch sauber ist. Leider bleibt dabei in den Ecken und falzen manch al was stehen. Das geht leider nicht anders. Der Kram wird ebenfalls entsorgt.
    Dann schneidest du oder bestellst du dir neue Deckel in Edelstahl und bohrst dir Rundum die Löcher kleine Löcher für Blechschneidschrauben. Schöner wäre es dort Stehbolzen einzuschweißen aber das ist dann eher was für das Winterlager. Dann den Tank endreinigen, Deckel drauf und wieder verschließen.
    Du wirst die Leitungen zum Vorfilter prüfen müssen, wenn die dicht sind müssen sie auch neu. Versuch es nicht sie zu reinigen.

    Das ist eine Drecksarbeit. Du kannst das machen lassen von der Fa Mikrofiltertechnik, die machen es aber im Prinzip nicht anders, nur filtern sie deinen Diesel und der wird nicht entsorgt. Ob es sich rechnet hängt von deinem Standort ab. Aber nur einen Ersatztank da einzubauen ist an sich keine Lösung für die Saison sondern eher was um noch nach Hause zu fahren.

  5. #5
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    Hallo Odeutschbein, den Notbetrieb aus dem Kanister kannst Du beliebig lange aufrechterhalten. Jedenfalls solange Dich der Kanister nicht stört und Du das regelmäßige Nachfüllen (aus einem anderen Kanister) möglichst ohne Sauerei hinbekommst.
    Außerdem zeigt der funktionierende Notbetrieb, daß der zugehörige Teil des Treibstoffsystems wahrscheinlich von der Dieselpest nicht betroffen ist.
    Tankreinigen geht nicht ohne Handloch. Man kann es selbstverständlich einer "Fachfirma" überlassen, ich habe es selbst gemacht.
    Zuerst versucht man möglichst viel des alten Diesels sauber abzupumpen (wenn er sauber genug ist, zur Wiederverwendung, ansonsten zu Entsorgung). Hierzu nimmt man am Besten die glasklaren 5l Trinkwasserflaschen/Kanister aus dem Supermarkt, da kann man sehr gut sehen, was man drinhat.
    Zu dem restlichen im Tank befindlichen Modder schüttet man Wasser mit reichlich Spülmittel. Man nimmt eine Bürste mit sehr langem Stiel (z.B. eine Bürste vom Heizkesselreinigen), und schruppt die Tankinnenwände ab. Wenn man die Möglichkeit hat, wäre ein Hochdruckreiniger noch besser. Die Dreckbrühe pumpt man mit einer billigen 12V "Faßpumpe" ab und entsorgt sie qualifiziert. Das wiederholt man solange, bis das Spülwasser ebenso klar wieder herauskommt, wie man es hineingeschüttet hat. Das nach dem letzten Abpumpen übriggebliebene Restwasser holt man z.B. mit Babywindeln heraus, bis alles wirklich perfekt trocken ist.
    Soweit Leitungen und Ventile befallen sind, müssen die ausgebaut und ähnlich penibel gereinigt werden.

    In der Zukunft wird man vor allem Wasser im Tank vermeiden, das bedeutet vor allem, den Sumpf regelmäßig abpumpen. Der Einfüllstutzen ist die wahrscheinlichste Wasserquelle, diesen ganz besonders sorgfältig schließen und dichten. Und natürlich Grotamar zugeben. Es wird nicht gelingen, nur besonders reinen oder wasserfreien oder ausschließlich mineralischen Diesel zu tanken, man wird im täglichen Seglerleben nehmen müssen, was gerade zu haben ist.

    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  6. #6
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    Zitat Zitat von odeutschbein Beitrag anzeigen
    Moin liebe Segelfreunde,

    nun hat es unser Boot am Wochenende auch nach dem Kranen leider erwischt. Nach kurzem einwandfreien Starten der Maschine ging sie plötzlich und schnell dann auch wieder aus. Yachtservice kam an Bord und die Suche fing an. Nach einiger Zeit stellte man dann fest, dass die Zuleitung am Vorfilter komplett zu war.
    Hallo,

    prüfe, ob die Entlüftungen und Einfüllstutzen mit Sicherheit kein Wasser rein lassen.
    Die Materialmenge, die du beschreibst, kann nur schwerlich durch reine Kondensbildung erreicht werden.

    Versuche deinen Tank in Ruhe zu reinigen und den Schmadder mit verschieden Lösemitteln anzulösen.
    Einmal wirkte bei mir Spirtus, kein Petroleum und kein Benzin.


    gruß

  7. #7
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    Und wie schon geschrieben Grotamar regelmäßig reinkippen. Ich vermute, dass du einen anderen Zusatz (von YACHTICON o.ä.) verwendet hast, die sind alle wirkungslos und rausgeschmissenes Geld. Nur Grotamar wirkt wirklich gegen Dieselpest.

  8. #8
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    Natürlich kann man mit diesem Provisorium erstmal fahren. Aber wie betankst Du das Boot, wenn Du den Einfüllstutzen nicht nutzen kannst? Einen Vorfilter nachrüsten, mit Wechselpatrone und Schauglas, System CAV 296 wäre kein Thema. Günstig, millionenfach in der Landwirtschaft bewährt. Muss nicht immer yacht drauf stehen. 27 l sind genug. Denk mal nach, diese Lösung zur dauerhaften Lösung aufzumotzen. Carsten

  9. #9
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    Moin,

    erst einmal vielen Dank für eure bisherigen Meinungen und Ratschläge.
    Wenn ich einmal Zwischenbilanz aus euren Beiträgen ziehe, dann Folgendes:
    Den jetzigen "temporären Tank" kann ich wohl bis zum Saisonende fahren. Dafür spricht doch eigentlich, dass der Tank und auch der Treibstoff neu sind und so ein erneuter Befall bis zum Saisonende eigentlich ausgeschlossen werden kann. Ich habe mir jetzt Grotamar bestellt und gebe es am kommenden Wochenende noch mit zum neuen Diesel.

    Generell ist die Meinung jedoch hier vertreten, dass der konterminierte Einbautank wohl wieder in Betrieb genommen werden sollte. Einen Einbautank finde ich auch eigentlich besser, zumal ich dann meine elektronische Füllstangsanzeige und die Originalleitung zum Betanken wieder in Betrieb nehmen könnte. Bei der Sauarbeit und dem Aufwand frage ich mich jedoch, ob es nicht mehr Sinn macht, sich einen neuen Edelstahltank (zum Beispiel bei SVB zu bekommen), der passt, zu besorgen. Hier wäre schon eine runde Öffnung im Tank und ein Deckel mit allen Anschlüssen dabei. Tankgeber wieder einbauen Leitungen anschließen, meinen alten (natürlich gereinigten) Vorfilter wieder in die Ansaugleitung bauen und schon sollte ich ein einwandfrei funktinierendes System wieder hergestellt haben. So ein Tank kostet für mein Tankvolumen von 35 Litern gerade einmal 184 Euronen. Dann noch Kleinmaterial und mit 250 Euro Materialkosten sollte man dabei sein oder ?

    Der alte Tank müsste penibel gereinigt werden, ich müsste ein Loch für die Reinigung und spätere Inspektion heraussägen, einen VA Deckel müsste ich mir anfertigen lassen inklusive der Bohrungen/Gewinde im Tank für den Deckel, Dichtung bauen .... usw. Wäre da meine "Ich bau einen neuen Tank ein" Variante nicht besser ? Taugen diese Edelstahltanks vom Versänder etwas ?

    Was meint ihr ?

    Gruß

    Olli

  10. #10
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    Svb hat in der Regel keinen Mist Deine Rechnung spricht fuer neu. Und dein Gefuehl hat es lange entschieden , nur der Verstand sucht noch die Rechtfertigung . Also, mache es. Carsten

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