Hallo Ihr, bei meiner Reinigungsaktion habe ich mir die Produkte der Dieselpest genau angesehen, und habe mindestens 4 in Konsistenz und Aussehen unterschiedliche Stoffe gefunden. Der im Volumen größte und wahrscheinlich in der Wirkung fatalste ist ein farbloser, transparenter Glibber. Sowas kennt man in einem anderen Bereich als Götterspeise oder auch als Sülze. Götterspeise ist ein Polysaccharid und Sülze ein Protein, beides mit reichlich Wasser. Es liegt nahe, in der Dieselpest eine ähnliche Zusammensetzung zu vermuten. Diese beiden Stoffe sind bei Normaltemperatur in nichts löslich, man kommt der Sache mit keinem Lösungsmittel bei, man könnte es allenfalls enzymatisch angehen, deshalb wird ordinäres Geschirrspülmittel noch die besten Ergebnisse bringen. Anders ist das bei höheren Temperaturen >80°, da könnte man das richtig auflösen, auch wieder mit Geschirrspülmittel. Beim Tank habe ich mit einer "Faßpumpe" die besten Ergebnisse bekommen. Diese Pumpe hat eine verhältnismäßig große Ansaugöffnung, und unmittelbar dahinter der schnelllaufende Impeller. Da wird der Glibber mechanisch zerhackt und dadurch pumpbar. Ich habe das eine zeitlang im Kreis herum gepumpt, bis die großen Fladen alle zerkleinert waren, und dann alles herausbekommen. Mehrere Male nachspülen, und der Tank war wieder sauber.
Die anderen 3 Formen waren vor allem in den Leitungen zu finden:
- etwa 2-3 mm kleine, rundliche oder schuppenförmige schwärzliche Partikel von eher harter Konsistenz,
- ebensolche, aber von roter Farbe
- weiße, weiche, opaque, schmierige Körner, etwa wie Hüttenkäse.
Vermutlich wird das alles durch die Art des Wassers, die Sorte des Diesels, und durch die Materialien des Tanks und der Schläuche beeinflußt, sodaß in jedem Tank was anderes wächst.
Ich nehme an, ein Mikrobiologe könnte mehr dazu sagen.
Viele Grüße
nw