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  1. #41
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Den alten Motor würde ich nicht entsorgen, sondern zuhause mal dem Problem auf den Grund gehen, vielleicht ist es ein überraschend simpler Grund.
    Mit nach Hause zu nehmen ist zwar nicht unmöglich, aber doch etwas unkomfortabel. 3000km mit dem Anhänger...
    Aber ich werde ihm noch eine Chance geben:.
    Der hiesige Service ist mir sowieso etwas zu "geschäftstüchtig". Sie haben jetzt einen alten Perkins ausgegraben, den ich unbedingt kaufen soll. 3800 Euro, Motorstunden unbekannt, Vorschaden unbekannt (ja, warum wurde der denn dann ausgebaut?).
    Also werde ich nächste Woche meinen eigenen mal auseinander nehmen und mir eine eigene Meinung bilden.

  2. #42
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    Hallo zusammen,

    falls es noch jemanden interessiert:
    Ich habe keinen attraktiven gebrauchten Motor gefunden. Der alte war hin. Wärmetauscher durchgerostet, Kolben fest.
    Also habe ich einen neuen gekauft.
    Yanmar, Nanni, Sole, Lombardini hätten alle nicht gepasst bzw. größere bauliche Änderungen erfordert (bei Sole hätte es fast gepasst). Also musste es wieder ein Volvo sein.
    Der Motor sollte knapp 14 TEuro kosten. Allerdings stellte in Frankreich der lokale Händler die Bedingung, dass er selbst den Motor einbauen müsse. Gesamtkosten: 25 TEuro.
    Wofür? Keine Ahnung...
    In UK verkauft Volvo denselben Motor für etwas über 9 TEuro. Inklusive neuem Saildrive!

    Ich habe ihn also dort bestellt und selbst eingebaut.
    Früher wäre es mir ein Gräuel gewesen, mit schwarzen Händen an einem Moped herum zu schrauben (deshalb hatte ich keins).
    Früher hat man das auch noch 'Greuel' geschrieben. Die Zeiten ändern sich also, und heute kann ich jedem nur empfehlen, Arbeiten am Schiff lieber selber zu machen, auch wenn es ein Motorwechsel ist. Es ist eine wertvolle Erfahrung.

    Am Ende braucht man eine Überprüfung der Installation durch einen offiziellen Volvo-Mechaniker. Dieser wird von Volvo bezahlt.
    Natürlich wollte "mein" lokaler Volvo Händler dafür zusätzlich 600 Euro "Lösegeld". Ich weiß nicht, warum so eine Pfeife überhaupt das Volvo-Logo an seinem Laden haben darf.

    Immerhin hat Volvo mir dann einen kompetenten, freundlichen Mechaniker aus Toulon geschickt.
    Ende gut, alles gut
    - und ich hoffe, dass ich in Volvos weltweitem Service-Netz nur noch Mechaniker wie den aus Toulon finde und keine Piraten.

  3. #43
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    Danke für die wertvollen Hinweise����

  4. #44
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    Glückwunsch zur geglückten Transplantation. Das wären für mich auch böhmische Dörfer... Aber mal eben 15.000,-€ sparen spornt an.
    Hut ab und viel Freude mit dem Neuen!

  5. #45
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    Hallo Sam,
    inseriere in der Bootsboerse unter Motor , suche,, oder bei EBay Boote Zubehoer als Such-Anzeige.
    In der Bootsboerse werden auch gebrauchte angeboten, und im Segelforum unter Marktplatz Suche gehts auch.
    Viel Erfolg

    Gerhard

  6. #46
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    Hallo Gerhard,
    ich hab's (gefühlt) überall probiert - ohne Erfolg. Es war kein 50-55hp Motor zu bekommen, der gepasst hätte und halbwegs in Ordnung gewesen wäre. Und einen kaputten hatte ich ja schon. ;-)

    Also habe ich einen neuen nehmen müssen. Der "freundliche" Volvo-Händler vor Ort hat mich dann erfolgreich davon überzeugt, dass ich ihn besser selber einbaue (siehe oben).
    Das Thema ist also durch.

    Im Nachhinein bin ich froh, dass es so gekommen ist. Kein "Professioneller" hätte sich die Zeit genommen, das Ding sauber durch den Niedergang zu bugsieren (bei 5mm Spiel auf jeder Seite). Auch was die Elektrik angeht, fühle ich mich so erheblich sicherer...

  7. #47
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    Hallo Samweis2111
    Wo in UK hast deinen neuen Diesel denn bestellt ?
    Stehe vor einem ähnlichen Projekt.

  8. #48
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    Zitat Zitat von montagana Beitrag anzeigen
    Hallo Samweis2111
    Wo in UK hast deinen neuen Diesel denn bestellt ?
    Stehe vor einem ähnlichen Projekt.
    Ich habe ihn hier bestellt:
    www.mechanicalservicesltd.co.uk
    Weitere Infos, E-Mail Adressen und Telefonnummern gibt's auf der Webseite.
    Du kannst ja JJ (John Joseph Joyce) von mir grüßen. ;-)
    Ich war mit dem Service und der Beratung sehr zufrieden und habe auch jederzeit Unterstützung beim Einbau bekommen. - Telefonisch natürlich. Der Weg wäre ja etwas weit gewesen... ;-)

    Viel Erfolg mit dem "Projekt"!

  9. #49
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    Nur rein Interesse halber: Was war denn an dem Motor defekt? Bootsdiesel sind die simpelsten Motörchen überhaupt, weswegen ich mir nicht vorstellen kann, dass man die nicht retten kann.

    Ich würde damit allerdings nicht zu einer Werft (die neigen zur Abzockeritis) gehen, sondern zu einem professionellen Motoreninstandsetzer, oder einer Autowerkstatt.

    Aus den vorherigen Postings schließe ich, dass die Zylinderwände korrodiert sind. Wäre die Kurbelwelle fest, kann das eigentlich nur auf einem Lagerschaden beruhen, das aber halte ich für ausgeschlossen, weil der Motor dann vor dem Stillstand einen Riesenlärm gemacht hätte. Rost kann es an der Kurbelwelle nicht sein, weil das Motoröl davor schützt.

    Der Rost im Zylinder muss eine Ursache haben, ich halte es für wahrscheinlich, dass das entweder an einem defekten Schnüffelventil (unbedingt prüfen, sonst ist der neue Motor ratzfatz wieder im Eimer) liegt oder einem Fehler im Auspuffsystem, sehr unwahrscheinlich aber auch möglich ist eine defekte Zylinderkopfdichtung oder ein Riss im Zylinderkopf.

    Alles das ist kein Hexenwerk.

    Wenn der Motor mit dem Saildrive ohnehin mal raus ist, unbedingt zugleich die Saildrive-Manschette erneuern, denn ansonsten bedeutet der Austausch einen Riesenaufwand (ich habs einmal gemacht, nie wieder). Ich würde dann auch die Ventile neu einschleifen lassen, denn dieser Motor neigt zum Qualmen, außerdem ist zu befürchten, dass derart beschädigte Ventile zu Kompressionsverlust führen und dazu, dass die Ventile verbrennen.

    Der genannte Motor hat tatsächlich keinen besonders guten Ruf, aber der bezieht sich eher auf die Anbauteile, die im Zuge der Marinisierung verbaut worden sind und nicht auf den Block (bei mir stammt der von Perkins). Ich selbst habe den VP 2030 a, bei dem klapperten die Ventil nervtötend und ich habe x-fach vergeblich versucht, die Ventile einzustellen. Den Grund habe ich erst viel später gefunden, als ich die Kipphebel abgebaut habe und feststellen musste, dass sich die sehr harten Ventile in die vergleichsweise weichen Kipphebel eingefressen hatten, sodass ich mit der Lehre nicht dazwischen kam.

    Bis auf dass Hohnen der Zylinder und ggf. Planen des Z-Kopfes kann man eigentlich alles unschwer selbst machen. Ich erledige an meinem Boot schon immer grundsätzlich alles selbst, nicht so sehr, um Geld zu sparen, als vielmehr nicht auf Werkstätten angewiesen zu sein, die es auf hoher See nicht gibt.
    Geändert von RuppertTom (21.01.2018 um 14:04 Uhr)

  10. #50
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    Zitat Zitat von RuppertTom Beitrag anzeigen
    .........

    Alles das ist kein Hexenwerk.

    ........
    Klar, so´n Motor ist wie Lego.
    Nach dem Lesen eines schlauen Buchs kann man ihn zerlegen und wieder montieren. Er läuft dann sogar wieder. Für zahllose unserer segelnden Zunftgenossen ist das gar kein Problem. Darum machen sie das auch ständig.

    Manche Segler möchten das nicht ständig, sondern überhaupt nicht machen.
    Gelernte Autoschlosser, Machatroniker oder andere Berufe aus der Metallbranche durchlaufen beim Wechsel in die Motorenbranche eine weitere (verkürzte) Ausbildung um den Besonderheiten zu genügen, die der Laie gar nicht kennt.
    Der kann nicht mal
    - eine Oberfläche beurteilen,
    - ein Toleranzkette berücksichtigen
    - ein Lagerspiel beurteilen
    - hinreichend genau messen
    - besitzt nicht mal die Messwerkzeuge (oder wer hat z.B. Grenzrachenlehren oder - Lehrdorne in der Werkstatt rummliegen?)
    - kann nicht mal damit umgehen
    - beurteilen was er allen nicht kann.
    Ich habe vor vielen Jahren den vornehmen Beruf des Maschinenschlossers gelernt, ich kann beurteilen was ich nicht kann und ich lasse die Finger davon.

    Der Themenstarter hat mit dem Kauf des neuen Rumpfmotors eine gute Entscheidung getroffen. Wenn nach Jahren die verschiedenen Komponenten, die er verwendet hat noch harmonisieren, hat er sogar die richtige getroffen.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

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