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  1. #1
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    Standard Risiken mit Charterverträgen

    Hallo Sailors,
    ein stetes Ärgerniss in meinem Charterseglerleben sind die "Knebel-Charterverträge" mit denen so gut wie alle Risiken auf den Kunden verlagert werden. So lange nichts passiert.....Ich habe nach Mustercharterverträgen im Internet gesucht und den "CharterFairtrag" der Fa. Yacht Pool zu einem Praxistest verwendet. Keine der von mir angeschrieben Charterfirmen wollte diesen von (angeblich)Juristen erstellten Vertrag anwenden. Stets wird auf die eigenen AGB und entsprechenden Verträge hingewiesen. In vielen Punkten würden die AGB aber einer gerichtlichen Auseinandersetzung nicht standhalten. Im Bereich Haftpflichtversicherung der Boote ist zu bedenken dass stets das Versicherungsrecht des Landes gilt, in dem die Boote versichert sind. Und hier entsprechen die gesetztlichen Deckungssummen zum Teil gerade mal dem Zeitwert des Bootes. Hier haftet der Charterer/Skipper voll mit seinem gesamten Privateigentum. Auch ist in vielen Fällen der Vercharterer nicht der Eigentümer des Bootes und so sind im Streitfall weitere Ärgernisse vorprogrammiert, noch dazu oftmals der Gerichtsstand irgendwo im Ausland ist.
    Gibt es ähnliche Erfahrungen von Skippern/Charteren im Umgang mit Charterverträgen. Eine interessante Publikation hierzu, kommentiert vom Rechtsexperten der Yacht Dr. Wychodil, ist : Die Haftung des Skippers
    WaSchoSpa

  2. #2
    Ausgeschiedener Benutzer Gast

    Standard

    Ich nehme an, die meisten Yacht-Charters sind dermassen günstig dass da nicht Luft für 'Herumüberlegen' bleibt. Ausserdem wären die Firmen ja schön blöd einfach so einen fremden Vertrag anzuwenden. Vermutlich ist dies rechtlich gar nicht möglich da sie ja auch gebunden sind.

    Es gibt bestimmt Vercharterer die deinen (gerechtfertigten) Ansprüchen genügen, musst dann halt tiefer in die Tasche greifen. Und/oder Zusatzversicherung abschliessen.


    Zitat Zitat von WaScho Beitrag anzeigen
    Hallo Sailors,
    ein stetes Ärgerniss in meinem Charterseglerleben sind die "Knebel-Charterverträge" mit denen so gut wie alle Risiken auf den Kunden verlagert werden. So lange nichts passiert.....Ich habe nach Mustercharterverträgen im Internet gesucht und den "CharterFairtrag" der Fa. Yacht Pool zu einem Praxistest verwendet. Keine der von mir angeschrieben Charterfirmen wollte diesen von (angeblich)Juristen erstellten Vertrag anwenden. Stets wird auf die eigenen AGB und entsprechenden Verträge hingewiesen. In vielen Punkten würden die AGB aber einer gerichtlichen Auseinandersetzung nicht standhalten. Im Bereich Haftpflichtversicherung der Boote ist zu bedenken dass stets das Versicherungsrecht des Landes gilt, in dem die Boote versichert sind. Und hier entsprechen die gesetztlichen Deckungssummen zum Teil gerade mal dem Zeitwert des Bootes. Hier haftet der Charterer/Skipper voll mit seinem gesamten Privateigentum. Auch ist in vielen Fällen der Vercharterer nicht der Eigentümer des Bootes und so sind im Streitfall weitere Ärgernisse vorprogrammiert, noch dazu oftmals der Gerichtsstand irgendwo im Ausland ist.
    Gibt es ähnliche Erfahrungen von Skippern/Charteren im Umgang mit Charterverträgen. Eine interessante Publikation hierzu, kommentiert vom Rechtsexperten der Yacht Dr. Wychodil, ist : Die Haftung des Skippers
    WaSchoSpa

  3. #3
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    Standard

    Auch mit nachgewiesenen Versicherungen: Skipper Haftpflicht-, Skipper Rechtsschutz-,Skipper Unfall-,Charter Folgeschadeversicherung hat keiner der angeschriebenen Vercharterer diesen Vertrag akzeptiert. Und rechtlich ist es möglich einen Vertrag "frei" auszugestalten. Deswegen steht ja meist unter "Sonstiges" der Hinweis, dass Nebenabreden der schriftlichen Form bedürfen. Wenn sich mehr Charterer nicht einfach dem Diktat von Charterfirmen unterwerfen würden, wäre sicherlich ein Umdenken zu bewerkstelligen.
    WaScho

  4. #4
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    Standard

    Der Verchartere ist meist wohl auch nur Laie. Und hat kein Interesse sich hinterher von seinem Anwalt sagen zu lassen das er sich mit deinen Änderungen in die Nesseln gesetzt hat. Oder er hat den Vertrag ausarbeiten lassen und die Kohle will er nicht nochmal ausgeben für eine Beratung deiner Wünsche.
    Man kann sich auch zuviel Sorgen machen? Und es gibt auch andere Hobbys und Möglichkeiten...
    Geändert von siggy (21.07.2016 um 18:51 Uhr)

  5. #5
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    Der Vercharterer macht das Geschäft so, wie er will. Ist doch klar. Wenn da Herr und Frau Supermann mit 30 Versicherung und einem eigenen Vertrag ums Eck kommen passiert höchstens eins: Alarmglocken! Problemkunde!

    Ich würde beides nicht tun: mir als Vercharterer einen fremden Vertrag aufschwatzen lassen oder als Kunde ein "Umdenken bewerkstelligen" wollen.
    Viel, viel, viel wichtiger ist, dass id Segel gut sind, Blöcke leicht laufen etc.
    Gruß R.

  6. #6
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    Lieber Siggy, ich weiß nicht wo du charterst, aber die Vercharterer sind gewiss keine Laien. Und ich habe keine Änderungen vorgenommen sondern einen von vielen neutralen Rechtsanwälten ausgearbeiteten Vertrag benutzt. Ich wünsche dir, dass du stets schadlos durch dein Seglerleben manöverierst. Vorbeugen war schon immer besser als heilen, wie uns das tägliche Leben zeigt.

  7. #7
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    Standard

    Du suchst einen Vercharterer, der Dir eine Yacht für einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung stellt.
    Dann kommst Du und willst den Chartervertrag geändert wissen.
    Nun sagt der Vercharterer, dass er das nicht will (das ist nämlich sein gutes Recht !).

    Dein Recht auf die freie Ausgestaltung des Vertrages wurde gewahrt, Dein Vertragsvorschlag wurde aber nicht akzeptiert.
    Nun hast Du 2 Möglichkeiten:
    Du charters dort, wo man Deine Vertragsbedingungen akzeptierst, oder
    Du charters nicht.

    Wie Du ja weißt, gibt es auch außerhalb der Charterbranche, AGB's die man als Verbraucher nicht so prickelnd findet. Wenn z.B. deine Bank Von Dir die Zustimmung zu veränderten AGB's haben will, Du aber diesen AGB's nicht zustimmst, dann werden Deine geschäftlichen Beziehungen zur Bank ihrerseits gekündig und Du kannst Dir eine Neue Bank suchen. Die Bank wird sich mit Dir ebenfalls nicht auf Verhandlungen einlassen, die sagen einfach "Njet" und Du bist 'raus.

  8. #8
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    Zitat Zitat von WaScho Beitrag anzeigen
    Lieber Siggy, ich weiß nicht wo du charterst, aber die Vercharterer sind gewiss keine Laien. Und ich habe keine Änderungen vorgenommen sondern einen von vielen neutralen Rechtsanwälten ausgearbeiteten Vertrag benutzt. Ich wünsche dir, dass du stets schadlos durch dein Seglerleben manöverierst. Vorbeugen war schon immer besser als heilen, wie uns das tägliche Leben zeigt.
    In der Tat werden AGB's und Verträge von welchen Unternehmen auch immer, durch Rechtsanwälte ausformuliert. Der Unternehmer müßte also Deinen Vertragsvorschlag seinem Rechtsanwalt zur Prüfung vorlegen und das kostet Zeit und Geld, Geld was Du ihm nicht erstatten wirst und Zeit die er nicht hat, da Du die Yacht ja diese Jahr chartern willst.

  9. #9
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    Soso, nen eigenen Vertrag ... Nen besseren Indikator um nen Kunden zum Wettbewerb zu schicken kann man sich als Anbieter kaum wünschen.

    VG

  10. #10
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    Genau. Es gibt nur eine Lösung: die eigene Yacht

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