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  1. #1
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    Standard Høruphav nur noch Abzocke?

    Moin, moin zusammen,

    wir waren am ende unseres 4-Wochen Sommertörns (Schlei – Limfjord – Rund Skagen – Anholt – Schweden – Kopenhagen – Schlei) in Høruphav. Dort kam zum ersten mal, nach rund 29 unterschiedlichen Häfen, ein unangenehmes Gefühl der Abzocke auf.
    OK, die Sanitäranlagen wurden renoviert und eigentlich auch gar nicht schlecht. Zumindest wenn das dumme Kartensystem nicht gekommen wäre. Man kann mit mehreren Leuten halt nur nacheinander duschen oder braucht mehrere Karten – saublöde Erfindung.
    Und dann der Preis für unser kleines 9m Boot welcher sich wie folgt zusammengesetzt hat:
    - Hafengebühr: 150 Kronen
    - Strom: 18 Kronen
    - Duschen: 15 Sekunden = 0,75 Kronen, also 5 Minuten duschen = 15 Kronen

    Wir waren zu dritt und kamen so auf ca. 210 Kronen (fast 30€).
    Was sagt ihr dazu? Ist das noch normal?
    Für einen Vereinshafen in Süddänemark finde ich das schon sehr ambitioniert. Ich segele jetzt seit über 20 Jahren in dem Revier und bin sehr häufig in Hørup gewesen. Das wird sich nun wohl ändern. Es gibt genügend Alternativen die günstiger sind und nicht so ein dämliches Kartensystem haben. Einige sogar mit kostenlosen Top duschen (Gelting, Bagenkop).

    Bin auf eure Meinungen gespannt.

    Gruss
    Geändert von Ostsee-Hai (15.08.2016 um 21:19 Uhr)
    Lieber vorm Wind segeln als hinterm Ofen hocken.

  2. #2
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    Nunja, die Dänen schwimmen im oberen Preissegment,
    dafür haben sie auch das schönste Segelrevier der Welt, sag´ich mal so.
    - 150 DKR für 9m sind nicht ungewöhnlich, aber außer einem schönen Hafen bietet H. sonst nix.
    - Die Kartensysteme sind nicht nur technisch aufwendig, sondern auch dumm. Intelligente Lösungen sehen anders aus. Sind die Segler aber selbst schuld. Die Kirchturmsegler finden IHRE Karte ganz praktisch, sie haben ja nur eine. Die Reisenden sind grenzenlos weltgewandt, sie würden sich niemals über eine bescheuerte Lösung beklagen, das ist Sache der Spießer. ... und wer lässt schon den Verdacht aufkommen, dass er ewig gestrig ist - Elektonik ist das Mittel des modernen Menschen.
    - Knapp 2,5€ für Strom haben die Segler sich selber eingebrockt. Heißwasser, Toaster, Kaffeemaschine, Heizung, gelegentlich auch Kocher (der ist so schön modern und sauber) erfordern eine Mörder- Instalation und brauchen eine Menge Strom.
    - fünf Minuten Duschen für 2€, Donnerwetter, da muss man aber ganz schön heiß duschen.

    Schade, der Hafen von Höruphav ist ganz nett, aber verzichtbar. Wird sich nichts ändern, der Segler zahlt gern, vor allem wenn er mal ´ne Woche unterwegs ist und "sich das leisten kann"

    Diese Jahr haben wir auf auf PL, S, DK, ff verzichtet. Unser nachbarlichen Freunde, die Grachtenkacker bieten die beste Infrastruktur zum angemessenen Preis, sind gasfreundlich und wissen wo´s lang geht.

    Vor Jahren musste man um einen Liegeplatz in DK kämpfen, heute ist reichlich Platz. Ich fürchte, die Wikinger haben den Schuss nicht gehört. Deutsche Küste, Polen und Baltikum sind auch nicht ohne.

    Gruß Franz

  3. #3
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    Franz, Dk hat insgesamt ein Kostenproblem. Es gibt kaum Möglichkeiten für sowwas wie 450,- Eurojobs. Viele Häfen sind zu klein für echte Hafenmeister, wie Klintholm ihn nat. Einen älteren Herrn oder eine junge Mutter mit Lust auf Nebenjob geht nicht, unter 25,- Euro die Stunde, die voll zu versteuern sind geht nichts. Selbstgemachtes Elend eines zu regulierten Wohlfahrtsstaates. Daher Automat. Hinzu kommt, Dk schafft rigoros Bargeld ab. Automat, Visa, fertig. Wir haben dieses Jahr auf unserem Sommertörn erstmals in Kopenhagen Bargeld ziehen können, hab sogar ein Softice mit Vis gezahlt. Es gab weder in Gedser noch in Klintholm Geldautomaten.
    Höruphav speziell ist jedoch schon teuer, der Flensburger kommt ja und latzt ab am WE. Das traditionell hochpreisige Klintholm nimmt für 9,50 m 160,-, aber dann ist alles drin. Duschen, Strom, Wasser. Der Gipfel an Freigiebigkeit war Mosede bei Kopenhagen. 50 Dkr für Duschkarte, fünf Duschgänge sind das. Kein Hafengeld, Strom, Wasser frei. Carsten

  4. #4
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Nunja, die Dänen schwimmen im oberen Preissegment,
    dafür haben sie auch das schönste Segelrevier der Welt, sag´ich mal so.
    "Schönstes Segelrevier der Welt" PFFFFFF! Schon mal in Südengland gesegelt ? Wie war das noch mit der Bretagne ???? DAS ist das schönste und schwierigste Segelrevier !

    An den TO: buche es als Lehrgeld ab. Beim nächsten Mal segelst Du da einfach nicht mehr hin !

  5. #5
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Nunja, die Dänen schwimmen im oberen Preissegment,
    dafür haben sie auch das schönste Segelrevier der Welt, sag´ich mal so.

    Schade, der Hafen von Höruphav ist ganz nett, aber verzichtbar. Wird sich nichts ändern, der Segler zahlt gern, vor allem wenn er mal ´ne Woche unterwegs ist und "sich das leisten kann"

    Diese Jahr haben wir auf auf PL, S, DK, ff verzichtet. Unser nachbarlichen Freunde, die Grachtenkacker bieten die beste Infrastruktur zum angemessenen Preis, sind gasfreundlich und wissen wo´s lang geht.

    Vor Jahren musste man um einen Liegeplatz in DK kämpfen, heute ist reichlich Platz. Ich fürchte, die Wikinger haben den Schuss nicht gehört. Deutsche Küste, Polen und Baltikum sind auch nicht ohne.

    Gruß Franz
    Moin Franz,

    yep, der Hafen ist absolut verzichtbar. Zumal es dort absolut nix besonderes gibt.

    Auf unserem 4 Wochen Törn hatten wir, trotz Hauptsaison, nirgends Schwierigkeiten einen Platz zu finden. Nicht einmal in "Hotspot"-Häfen wie Tunø, Skagen, Anholt oder Kopenhagen Langelinie.
    Dänemark stirbt langsam aber sicher....

    Dabei fällt mir gerade auf, das sogar der Zentrumsnahe Hafen Langelinie in Kopenhagen etwas günstiger war als Hørup - Wahnsinn.

    Gruss
    Lieber vorm Wind segeln als hinterm Ofen hocken.

  6. #6
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    Das ist wirklich Pinats,
    da zahlt einer in Kroatien nur für das ankern in einer Bucht.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Engel Beitrag anzeigen
    Das ist wirklich Pinats,
    da zahlt einer in Kroatien nur für das ankern in einer Bucht.
    In Kroatien mag das normal sein aber nicht im Ostseeraum.

    Das sollte mal in der Ostsee jemand versuchen, eine Ankergebühr verlangen. Dann wäre aber richtig was los...

    Gruss
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  8. #8
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    "Schönstes Segelrevier der Welt" PFFFFFF! Schon mal in Südengland gesegelt ? Wie war das noch mit der Bretagne ???? DAS ist das schönste und schwierigste Segelrevier !

    .......
    Ja.

    Ob Bay de Quiberon, Basin de Arcachon oder die Bucht von Auray, ... und England ist für die aus´m Westen ein Katzensprung, alles schon mehrfach gehabt.
    Gegen das was die sich da fragen ist Höruphav noch recht bescheiden, und darum ging es doch.
    Wenn ich aber meiner Liebsten was von 4 Monaten Tidensegeln erzähle tippt die mir an´n Kopp. ...und mir ist das auch zu usselich.
    Als bekennender Seeheld gibt man sich natürlich mit der lieblichen dänischen Südsee nicht ab

    Carsten, klar ist´s in DK etwas teurer, das nimmt man ja gerne inkauf, im letzten Jahr fast drei Monate lang. Warum die Betreiber sich aber teure Kartensysteme von Telly oder Sijsner aufschwatzen lassen, deren Investition auf Biegen und Brechen wieder reingeholt werden muss, bleibt mir ein Rätsel. Seit Menschengedenken gibt es in Faaborg ein Poletsysten, funktioniert zuverlässig, mannlos und leicht verständlich.
    Es wäre doch so einfach:
    Meter plus Personen mal X, Strom und Wasser extra mittels Groschengrab, fertig. Das Risiko des Aufbruchs der Groschengräber ist gegen die Servicekosten der Sc...dingselektronik ein Katzendreck.

    Wenn ich einmal groß bin, dann ändere ich das alles!

    Gruß Franz

  9. #9
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Ja.

    Carsten, klar ist´s in DK etwas teurer, das nimmt man ja gerne inkauf, im letzten Jahr fast drei Monate lang. Warum die Betreiber sich aber teure Kartensysteme von Telly oder Sijsner aufschwatzen lassen, deren Investition auf Biegen und Brechen wieder reingeholt werden muss, bleibt mir ein Rätsel. Seit Menschengedenken gibt es in Faaborg ein Poletsysten, funktioniert zuverlässig, mannlos und leicht verständlich.
    Es wäre doch so einfach:
    Meter plus Personen mal X, Strom und Wasser extra mittels Groschengrab, fertig. Das Risiko des Aufbruchs der Groschengräber ist gegen die Servicekosten der Sc...dingselektronik ein Katzendreck.

    Wenn ich einmal groß bin, dann ändere ich das alles!

    Gruß Franz
    oder noch besser gleich kostenlose Duschen ganz ohne Technik per Mischkalkulation. Immer mehr Häfen gehen in die Richtung.

    Vielleicht kommt der Høruper Vereinsvorstand noch auf die Idee in der Høruperbucht Ankergebühr zu verlangen....

    Gruss
    Lieber vorm Wind segeln als hinterm Ofen hocken.

  10. #10
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    Poletautomat Faaborg ist Vergangenheit. Da steht nun auch so ein Hightech Touchscreenknecht und gibt ne Hafenkarte für Strom und Sani raus.
    Das sie das alle machen, hat was damit zu tun, das Bargeldhandling in Dk sehr teuer ist. Erstmal nehmen enorm viele Bankfilialen selbst in Grosstädten wie Cph. gar kein Bares mehr an oder zahlen gar aus. Die Wechselstuben spriessen da deshalb wie die Pilze aus dem Boden. Und wenn doch, dann zahlste richtig Gebyr. Sie wollen mit Gewalt unbar. Neueste Masche, im Brugsen in Copenhagen zahlte fast jede Stine und Kathrine mit I fone. Pass ma auf, irgendwann weinen wir dem Automaten noch nach, wenn es in Höruphav heisst, nur noch Smartfonepay, sonst 15 dkr tillaeg. Aber da wir ja nun alt werden, machen wir ja eh bald nur noch Ferien per Wohnmobil und juckeln die Mosel lang. Carsten

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