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  1. #1
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    Standard Ladeprobleme nach Batterievergrößerung?

    Hallo zusammen!

    Ich habe in meinem Boot die Servicebatterie auf 280Ah aufgestockt; die Motorbatterie hat 70Ah. Der Laderegler für Landstrom hat separate Ausgänge für beide und lädt sie problemlos. Aber...

    Die Lichtmaschine versorgt beide über eine Trenndiode und kontrolliert die Spannung direkt an der Motorbatterie. Wenn ich länger (mehrere Stunden) unter Motor laufe, ihn dann ausschalte und später (wiederum etliche Stunden später) wieder einschalten versuche, ist in der Batterie oft kein Strom für den Starter mehr vorhanden.

    Die Lichtmaschine selbst habe ich als Ursache ausgeschlossen (neue gekauft und eingebaut). Hat wer von euch eine Ahnung, wo der Fehler liegen könnte?

    Vielen Dank im Voraus!

  2. #2
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    Hallo blauohnewasser, da ist entweder Deine Motorbatterie kaputt (eine oder mehr kurzgeschlossene Zellen, sulfatiert), oder Du hast einen parasitären Verbraucher im Motorstromkreis. Zum Testen: Wenn nach ausgiebigem Motorbetrieb oder Landstromladen alle Batterien voll sind, klemme die Motorbatterie ab.
    Unmittelbar nach dem Laden sollte die Spannung etwa 13,8V sein. Einige Stunden ohne Verbraucher (weil abgeklemmt) sollte das immer noch deutlich über 12V sein. Ist die Spannung niedriger oder gar unter 12V, ist die Batterie kaputt (Kurzschluß). Ist die Spannung deutlich über 12V, also eher 13V, sollte nach dem Wiederanklemmen der Motor startbar sein. Dreht der Anlasser nicht ordentlich, so ist Deine Batterie sulfatiert (Kapazitäzsverlust, auch kaputt). Wenn der Motor richtig startet, musst Du nach einem vergessenen Verbraucher fahnden.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  3. #3
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    Hallo,
    Könntest mal den Ladestrom messen!Wie groß ist der Spannungsabfall an der Trenndiode bzw.wie groß ist der Spannungsabfall im Ladestromkreis der Zusatzbatterie?

  4. #4
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    Moin @blauohnewasser,

    willkommen im Forum.

    @sucher hat schon alles zur Fehlersuche gesagt - mit der Vorgehensweise sollte die Ursache ermittelt werden.

    Ein paar grundsätzliche Anmerkungen von mir noch dazu:
    Prima, daß die Lima die Spannung per separater Leitung direkt am Akku mißt. Damit wird der Spannungsabfall (ca. 0,7V) an der Trenndiode ausgeglichen.
    Aber: normalerweise ist der Starterakku immer mehr oder weniger voll, da er ja nur kurzzeitig zum Motorstart benötigt wird. Damit wird dessen Spannung aber bei Ladung durch die Lima rasch ansteigen und der Regler nimmt die Spannung zurück. Das ist aber für den/die Serviceakku/s auf Grund des meist schlechteren Ladenzustands ungünstig.
    Daher: die Meßleitung am Serviceakku anschließen. Allerdings besteht die Gefahr, daß der Starterakku damit überladen wird! Dies sollte man überprüfen. Als Abhilfe kann man eine weitere Diode in Durchlaßrichtung in die Leitung zum Starterakku legen. Durch den zusätzlichen Spannungsabfall wird das Überladen zuverlässig vermieden. Ob er dann damit noch vernünftig geladen wird, muß ebenfalls kontrolliert werden.

    Grundsätzlich solltest Du ob der Größe der Akkus über die Installation eines Controllers nachdenken.
    Geändert von cr838 (22.08.2016 um 16:39 Uhr)
    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

  5. #5
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    Hallo,

    leider ist genau das Gegenteil der Fall.

    Deswegen probt man nie direkt am Akku, sondern vor den beiden Verteilerdioden.
    Die Ladungsstärke stellt sich für jeden Akku dann automatisch richtig ein.
    Das ist doch einfach, oder?


    peter

  6. #6
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    Hallo, da ist etwas unklar. Ein Laderegler der Lima ist gewöhnlich auf die Ladeschlußspannung (13,8V) fest eingestellt. Nur wenn diese Spannung am Akku korrekt erreicht wird, wird der Akku richtig voll. Legt man in die Ladeleitung eine Siliziumdiode, wird die Flußspannnug dieser Diode entsprechend den physikalischen Gegebenheiten von dieser Spannung abgezogen, die Spannung erreicht dann nur noch 13V, der Akku wird nicht voll! Nur wenn der Lima-Regler eine Sense-Leitung hat und diese direkt am Akku angeschlossen ist, kann man trotz Diode und ihrem Spannungsabfall den Akku auf die Ladeschlußspannung vollladen.
    Hat man nur einen Laderegler ohne Sense-Leitung (beim Kfz üblich) und hat eine Diode in der B+-Leitung, oder hat die Sense-Leitung auf der Lima-Seite der Diode angeschlossen, bleiben immer die letzten vielleicht 30% der Akkukapazität ungeladen, und werden kurz oder lang sulfatieren. Beim nächsten Zyklus bleiben dann von den verbleibenden 70% wieder 30% ungeladen und gehen verloren usw. Dann ist eher schnell der Zustand erreicht, daß der Akku scheinbar voll geladen ist, aber dennoch die Maschine nicht mehr starten kann.
    Also die Sense-Leitung immer direkt am Akku anschließen. Kleiner Trick: In den +Pol des Akkus senkrecht von oben ein M3-Gewinde anbringen. Dort per Kabelschuh mit Schraube die Sense-Leitung (nur diese!) anschließen. Dann vermeidet man auch den Spannungsabfall an der Klemme.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  7. #7
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    Oder genau umgekehrt. – Eventuell könnte die Starterbatterie durch Gasung geschädigt sein, weil sie mehrfach überladen wurde, falls die Senseleitung, sofern vorhanden, an den Versorgungsbatterien hängt. Was in der Regel der Normallfall ist.
    Gruß Peter

  8. #8
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    Moin,

    ... richtig, deshalb empfielt sich auch eine Überwachung der Akkus.

    BTW: meiner Meinung nach sind Trenndioden wegen des Spannungsabfalls nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluß, denn es kann dort erheblich Energie verbraten werden. Deshalb müssen die auch mit entsprechenden Kühlkörpern versehen werden und sind entsprechend teuer.

    Meine Alternative: die B+ Leitung von der Lima direkt an den Serviceakku anschließen, das minimiert Spannungsabfälle und macht eine "Sense-Leitung" überflüssig. Den Starterakku über ein Trennrelais (einfaches reicht, da keine hohen Ladeströme) zuschalten. Wer die Überladung des Starterakkus, sowie einen möglichen Ausgleichsstrom vom Starter- zum Serviceakku vermeiden will, baut eine Diode in die Leitung zum Starterakku ein.

    Kosten: 5 - 10 €
    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

  9. #9
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    Hallo,

    das mit den Trenndioden ist halb so wild und zum Spannungsausgleich gibt es für den Regler an der Lima eine dritte Diode.

    Kritischer ist eher eine Art Trennrelais, kurz VSR.
    Wenn das die leere Batterie aufschalten, strömt plötzlich relativ viel Ladung in kürzester Zeit darüber weg.

    Kurz:
    - Trenndioden bei tiefem Ladezyklus
    - VSR bei flachem

    Und noch ein Tipp:
    - selbst ernannte "Hochleistungsregler" besser meiden, an der Lima nicht rummanipulieren, sie im Auslieferungszustand belassen.


    Peter
    Geändert von K.Lauer (23.08.2016 um 15:42 Uhr)

  10. #10
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    Hallo, nein sehr klar ist das nicht. Dioden haben (leider) keine rein vertikale Kennlinie, sodern einen stromabhängigen Spannungsabfall. Will man mit einer Diode am Fußpunkt des Regler die Diode in der Ladeleitung kompensieren, so müßten alle beteiligten Dioden nicht nur die exakt identische Kennlinie haben, sondern auch vom gleichen Strom durchflossen werden. Das ist zwar theoretisch möglich, praktisch aber fehlerbehaftet. Die beste automatische Kontrolle der Ladespannung ist in jedem Fall die direkt am Akku angeschlossene Sense-Leitung, denn damit hat man alle möglichen Spannungsverluste ob durch Dioden oder Übergangswiderstände perfekt im Griff.
    Ich meine auch, sinnvoll ist immer wieder mal die Akkuspannung händisch zu überprüfen, da kann man Probleme wie die des TO frühzeitig abfangen.
    Auch bin ich ein Fan des manuell einstellbaren Lima-Reglers. Unabhängig von irgendwelchen Kennlinien kann ich aus der Lima die maximale Leistung herauskitzeln, wenn es benötigt wird. Der Preis dafür ist der Zwang zur ständigen manuellen Überwachung, denn man kann damit auch Akkus und Lima gefährden.
    Letztlich muß man bedenken, daß für den Normalbetrieb auf einem Segelschiff die Blei/Schwefelsäure-Technologie schlicht ungeeignet ist. Wenn man sich nicht speziell drum kümmert, bezahlt man das mit frühem Akkutod!
    Viele Grüße
    nw
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