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  1. #21
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    Moin,

    ich will Eure gewiß interessante Diskussion (bei der ich zugegebenermaßen nur Bahnhof verstehe) nicht stören, aber danach hat der TO ja 'nu 'nich gefragt. In hoffe nicht, daß ihn das Ganze so erschreckt hat, das er sich hier nicht mehr meldet. Wäre schade, ich hätte gerne die Ursache seines Problems erfahren.
    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

  2. #22
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    Hallo Jürgen, ich gebe zu, die Diskussion hat sich etwas "verbreitert", ich meine aber, sie ist immer noch beim Thema. Ich bemühe mich Erklärungen und Lösungen anzubieten, was in diesem Fall mit Unterstützern möglicherweise gelungen ist, deshalb hat sich der TO wohl ncht mehr gemeldet. Wenn nun in diesem Fall speziellere Fragen (oder Anwürfe) kommen, fühle ich mich genötigt, etwas mehr ins Detail zu gehen, solange ich da mitrede.
    Die Ursache seines Problems war möglicherweise, daß er den Spannungsabfall seiner Trenndioden nicht berücksichtigt hat, dadurch sind seine Akkus besonders schnell sulfatiert, dabei hilft es nicht, einfach einen neuen Akku dazu zuschalten, der ist dann auch schnell hinüber.
    Insgesamt finde ich, daß sich allgemein auch in diesem Forum eine Hörigkeit für Wundermittel breitgemacht hat, ganz gleich ob es sich um Impulsladung, Kennlinienladung, Hochleistungsregler oder sonstiges handelt. Ohne technisches Verständnis kann man seine Akkus nicht richtig handhaben. Das gilt für nasse Akkus genauso wie für AGM oder Gel. Wenn man da scheinbar geringfügige Fehler macht, sind die Dinger halt hin.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  3. #23
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    Hallo Leute,

    die Diskussion ist schon lang, hat aber die Ursache nicht wirklich festegestellt.
    So stelle ich mal die Vermutung auf dass die Ursache recht trivial ist:

    Es sind neue, große Verbraucherbatterien eingebaut worden, die Starterbatterie blieb die alte. Nach einem Segeltag war die Spannung der Verbraucherbatterie höher als bei der alten und höher als die der in die Jahre gekommenen Starterbatterie. Damit floss ein Großteil des Ladestromes in die Starterbatterie. Und das war einfach viel zu viel. Dieser hohe Ladestrom hat der Starterbatt den Rest gegeben.
    So eine Lichtmaschine spuckt nach Motorstart 30, 40, 50 Ampere. Selbst wenn 'nur' die Hälfte davon in die Starterbatt fließt ist das viel zu viel. Die 10 Std. Regel für den Ladestrom von Blei/Säure-Batts ist immernoch aktuell.
    So ein LiMa-Regler regelt zwar bei einer Maximalspannung ab, eine Strombegrezung gibt es aber nicht.

    handbreit
    Jürgen
    Geändert von 34fuss (25.08.2016 um 08:11 Uhr)

  4. #24
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    Moin,

    sorry, aber da muß ich widersprechen: ist ein Akku in die Jahre gekommen äußert sich dies in der Regel darin, daß vor der Ladung die Spannung am Akku mau ist, dann aber superschnell ansteigt. Da keine Spannungsdifferenz zur Lima vorhanden ist, geht der Ladestrom gegen 0! Auch wenn die Lima 70 A oder mehr abgeben kann, ändert sich daran nix.

    Etwas anderes gilt nur bei Zellenschluß, da dann die Akkuspannung auf 10V oder weniger sinkt. Habe ich noch nicht erlebt.
    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

  5. #25
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    Hallo cr838, Zellenschluß erlebst Du vor allem, wenn Du versuchst mit allen Tricks einen eigentlich toten Akku wiederzubeleben (habe ich ein ganzes Bergwerk davon) Ist der Zellenschluß nur mäßig, geht in Ruhe die Spannung z.B. auf 10V zurück (1 Zelle). In diesem Zustand funktionieren noch etliche spannungsunempfindliche Verbraucher, z.B. Glühlampen. Macht man das längere Zeit, so wird die betreffende Zelle umformatiert, weil der Entladestrom diese eine Zelle falschrum lädt. Danach hat der Akku nur noch 8V, hat aber immer noch ein wenig Saft. So einen Akku kann man per "Gewaltladung" scheinbar wieder reparieren, er hat dann während und kurz nach dem Laden wieder normale Werte. Versucht man ihn wieder in Betrieb zu nehmen, wird er sich selbst ohne Verbraucher in Minuten oder Stunden wieder entladen, und man könnte das Spiel wiederholen. Ich habe es ausgiebig probiert, es ist sinnlos!
    Ist der Kurzschluss kräftiger, dann geht die Spannung auch bei 50A Ladestrom nicht mehr in Höhe.
    Solche Machenschaften sind sowieso nur möglich, wenn man Zugriff auf die Säure hat, der Akku also Stopfen hat. Bei derartigen Verfahren wird wg Überspannung immer ein Teil des Elektrolyten zersetzt, man muß nachfüllen. Bei modernen Akkus gibt es keine Stopfen mehr, kann man also auch nicht mehr manipulieren (Es sei denn, man knackt das Gehäuse auf, aber wer will schon einen geknackten Akku auf seinem Schiff?)
    Viele Grüße
    nw

    PS: in ärmeren Ländern wie z.B. Indien geht man das Problem (erfolgreich!) anders an: man zerlegt den Akku komplett, nimmt auch die Plattenpakete auseinander, reinigt alles, leert den Sumpf aus, kratzt mit der Drahtbürste das Sulfat herunter, baut alles wieder zusammen, befüllt und lädt, und der Akku ist wieder wie neu. Bei uns hat man das bis in die 50iger auch so gemacht, als die Akkus noch im Hartgummigehäuse saßen und oben mit Teer vergossen waren. So eine "Verzweiflungstat" würde ich allerdings nur in einer Notlage abseits jeglicher Zivilisation unternehmen.
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  6. #26
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    Moin,

    danke für die Detailinfo's bzgl. Zellenschluß.

    Wobei noch anzumerken ist, daß in so einem Fall die noch intakten Zellen mit viel zu zu hoher Spannung "geladen" werden, da ja an der defekten Zelle der Spannungsabfall gegen 0 geht. Folge: heftigstes Gasen. Da Akkus meist tief im Schiff eingebaut sind, kann das unangenehme Konsequenzen haben. Nicht umsonst heißt das entstehende Gas "Knallgas" ...

    Die indische Wiederaufarbeitung finde ich recht rustikal, möchte aber lieber nicht wissen unter welchen Umständen das passiert bzw. wo der ganze Abfall landet ....
    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

  7. #27
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    Hallo cr838, ja das ist richtig. Bei den alten Akkus konnte man noch den Stopfen abnehmen und die Gasung beobachten. Die Zelle ohne Gasung ist die mit Kurzschluß. Leider sind diese Weisheiten nicht mehr wirklich nützlich, weil es eben keine Stopfen mehr gibt. Aber für ein bischen Diagnostik sind solche Kenntnisse noch ganz gut! Solche Experimente habe ich nie im Schiff unternommen, sondern die Akkus immer mit nach Hause genommen.
    Man kann übrigens nach dieser rustikalen Methode gebaute und reparierte Akkus kaufen. Die sind wg. Orginalität in Oldtimerkreisen sehr beliebt. Kosten leider etwa das 5fache.......http://batterie-zippel.de/oldtimer-b...op#toggle-id-1
    Viele Grüße
    nw
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  8. #28
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    Hallo zusammen und vielen Dank für die vielen Antworten!
    War recht lange internetzfrei, daher erst jetzt meine Rückmeldung...

    Ich hab zwar keine Ahnung was TO bedeutet, aber ich vermute mal stark, dass ich das im vorliegenden Fall bin

    Der TO hat also ein wenig herumdiagnostiziert und u.a. als Fehlerausschluss
    - die Servicebatterie (ist ja groß genug) von der Trenndiode abgehängt. Sprich: es wird unter Motor nur noch die Motorbatterie "geladen". Das war’s nicht.
    - Geschaut was passiert wenn die (per Landstrom) vollgeladene Motorbatterie länger stehen gelassen wird: nichts. Sie bleibt voll. Es ist problemlos möglich den Motor etliche Male hintereinander zu starten (inkl. Vorglühen).
    - Geschaut was passiert wenn der Motor lange läuft (12h): die Motorbatterie wird leer -obwohl nur sie von der Lichtmaschine (über Trenndiode) "geladen" wird.

    Sprich ich hab irgendwo ein Problem zwischen Lichtmaschine und Motorbatterie. Kann es sein, dass eine defekte Motorelektronik hier faxen macht? Oder eine "defekte" Trenndiode? Natürlich könnte es auch sein, dass die neue Lichtmaschine wieder kaputt ist. Wobei ich stark vermute, dass nichteinmal die erste defekt ist und ich einfach Lehrgeld gezahlt habe
    Bin für eure Tipps und Ratschläge dankbar!

    liebe Grüße!
    Geändert von blauohnewasser (04.09.2016 um 12:05 Uhr) Grund: Tippfehler & besseres Verständniss

  9. #29
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    Hallo blauohnewasser, ich gebe zu, daß der neudeutsche Jargon auch mich ziemlich im Griff hat: Ein TO ist ein threat opener, also derjenige, der das Thema aufgerissen hat.
    Ja, da hast Du wohl ein Leck im Stromkreis. Du hast schon die üblichen Verdächtigen aufgezählt, da kann man nur mit einem Vielfachmeßinstrument hinterhermessen. Wenn alles aus ist, also kein Strom fließen sollte, eine Verbindung nach der anderen auftrennen und messen, ob da dennoch Strom fließt.
    Generell ist es eine gute Idee, sowohl an Motorbatterie als auch Servicebatterie ein festinstalliertes Amperemeter anzubringen. Dabei dachte ich an simples Ding aus dem KFZ-Bereich mit 0 in der Mitte, die scheinen aber nicht mehr erhältlich zu sein? Dafür gibt es bei Amazon eine ganze Palette von geradezu luxuriösen Digitalinstrumenten, die nicht nur billiger sind, sondern auch erheblich größere Strombereiche haben. http://https://www.amazon.de/EasyWor...mperemeter+kfzSowas an jede Batterie, das klärt solche Fragen sofort!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  10. #30
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    Ja, da hast Du wohl ein Leck im Stromkreis. Du hast schon die üblichen Verdächtigen aufgezählt, da kann man nur mit einem Vielfachmeßinstrument hinterhermessen. Wenn alles aus ist, also kein Strom fließen sollte, eine Verbindung nach der anderen auftrennen und messen, ob da dennoch Strom fließt.
    Oder einfacher: Ne DC-Stromzange kaufen. Gibts in der Bucht und bei Ama... für 30-50 Euronen, wenns etwas gediegener sein soll bei Fluke schauen.

    Gruß

    Carsten

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