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  1. #1
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    Standard Wie erkennt man gefälschten Sicherungsschein bei Charter einer Segelyacht

    Hallo, ich habe mal eine rechtliche Frage zu Sicherungsscheinen beim Chatern einer Segelyacht.

    Ich habe die Vermutung, daß uns für die Yacht, die wir bereits im letzten Jahr gechartert hatten und auch erneut chartern wollten, ein gefälschter Sicherungsschein übergeben wurde. wie bekomme ich das heraus, ob wir richtig liegen, bzw. uns im günstigsten Fall irren. Macht es Sinn beim angeblichen Versicherer nach zu fragen?

    Ich bedanke mich shcon einmal im Voraus

    Melodie

  2. #2
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    Genau das würde ich als erstes machen, wenn ich so einen verdacht hätte. darf man mal fragen, worauf sich der verdacht gründet?
    Gruss Gunnar

    Moderator Yacht-Forum

  3. #3
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    Es gab einen Hinweis von jemandem, der das gleiche Boot auch chartern wollte und sagte, daß weder die Fa, der das Boot gehört in Gr. noch das Boot beim Versicherer gelistet seien. Ich rufe dort morgen selber einmal an. Vielen Dank

  4. #4
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    Zitat Zitat von Melodie Beitrag anzeigen
    daß weder die Fa, der das Boot gehört in Gr. noch das Boot beim Versicherer gelistet seien.
    Das Boot selber ist nie bei der Versicherung gelistet, sondern nur der Vercharterer und die Agentur.

    Um welche Firma in GR und um welchen Versicherer handelt es sich hierbei?

    Im übrigen, hier zum zum wiederholten mal. Es gibt keine Sicherungsscheine bei Charter einer Segelyacht,
    da eine Agentur für Yachtcharter oder direkt charter bei einem Vercharterer, diese kein Reiseveranstalter sind.
    http://www.deutschertourismusverband...sicherung.html
    Geändert von Achterspring (27.10.2016 um 09:47 Uhr)
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  5. #5
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    Schau dir doch mal den (Ver-)Sicherungsschein genau an. Möglicherweise deckt er nur das Insolvenzrisiko der Agentur ab, und nur die ist dann beim Versicherer gelistet. Dann hast du nur Schutz, wenn die Agentur deine Zahlung nicht weiterleitet - nicht aber bei Insolvenz des Vercharterers.

    MuS - Wolfman

  6. #6
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    richtig - http://www.charterpartner.de/sicherungsschein.htm

    Aber: wenn man den Verdacht hat, sollte man direkt den Versicherer kontakten, deren Rechtsabteilung handelt dann effektiv.
    Nicht zu raten sind - wie hier - öffentliche "Fragen", also Vermutungen über Agentur oder Vercharterer, dies könnte zu Geschäftsschädigung und Regressforderungen führen (Rufschädigung)

    Ist der Vorgang eindeutig belegt und beweisbar, kann mann dann auch Ross und Reiter nennen, wobei dennoch bei solchen Rechtsfragen immer der Einzelfall entscheidet.
    Wenn jemand aber eine Versicherungspolice (Sicherungsschein) fälscht, ist das Urkundenfälschung und Betrug...

    Gerade im branchüblichen Vorkassegeschäft ist es daher sehr zu raten, sich bei einer bekannten und etablierten Agentur oder Firma einzubuchen, auch, wenn es scheinbar woanders "billiger" ist...

    Ich wundere mich jedesmal, wie jegliche Vorsicht auch bei Geschäftsleuten, Steuerberatern und sogar Anwälten über Bord geht, wenn die ein Schiff "billiger" bekommen, und seien es nur ein paar Euro!
    Da buchen dieselben 6-8 Topverdiener, die mit Benz, Porsche oder SUV zum 4 Sterne+ Hotel für 300 EUR/Nacht fahren, ihre Segelyacht unter höchsten Rechercheaufwänden bei irgendeiner Internet-Sumpfdotterblüte mit bunter website aber ahnungsfreiem Callcenter oder direkt bei einer der aus dem Boden schiessenden Direktvercharterer im fernen Ausland...Hauptsache billiger... es ist wirklich ein seltsames Phänomen! Da werden edle Yachten gewählt, bester Service verlangt, aber es darf nichts kosten.... und das eben bei Gut- bis Bestverdienern, umgelegt geht es um ein paar Euro/Tag/Mitsegler.... bissi schizophren ist das schon!
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  7. #7
    Ausgeschiedener Benutzer Gast

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    Zitat Zitat von Achterspring Beitrag anzeigen
    Es gibt keine Sicherungsscheine bei Charter einer Segelyacht,
    da eine Agentur für Yachtcharter oder direkt charter bei einem Vercharterer, diese kein Reiseveranstalter sind.
    http://www.deutschertourismusverband...sicherung.html
    Es gibt keine Pflicht der Agentur oder des Vercharterers, eine entsprechende Insolvenzversicherung abzuschließen, und deshalb gibt es auch nicht diesen bei Reiseveranstaltern üblichen Versicherungsschein.

    Wenn die Agentur erklärt, der Vercharterer sei versichert, wird man darauf vertrauen dürfen. Ob die Agentur die Zahlungen sofort weiterleitet, sodass es unwahrscheinlich wird, dass die Zahlungen bei einer Insolvenz der Agentur verloren gehen, ist eine andere Frage.

    Gruß t...
    Geändert von Ausgeschiedener Benutzer (27.10.2016 um 13:07 Uhr)

  8. #8
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    Zitat Zitat von bonifaz Beitrag anzeigen
    Es gibt keine Pflicht der Agentur oder des Vercharterers, eine entsprechende Insolvenzversicherung abzuschließen, und deshalb gibt es auch nicht diesen bei Reiseveranstaltern üblichen Versicherungsschein.
    Richtig, eine Pflicht besteht nicht!

    Aber eine verantwortungsvolle Agentur hat natürlich mehrere Möglichkeiten,
    dem Kunden sehr wirkungsvolle Alternativen anzubieten.
    Benutzt hier einfach mal die Suchfunktion im Forum.
    Ich habe keine Lust das Thema immer und immer wieder neu hier runterzupinnen.


    Zitat Zitat von bonifaz Beitrag anzeigen
    Wenn die Agentur erklärt, der Vercharterer sei versichert, wird man darauf vertrauen dürfen. Ob die Agentur die Zahlungen sofort weiterleitet, sodass es unwahrscheinlich wird, dass die Zahlungen bei einer Insolvenz der Agentur verloren gehen, ist eine andere Frage.
    Nicht wenn der Kunde zu diesem Thema umfassend aufgekärt wurde und entsprechende Maßnahmen verfasst wurden.
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  9. #9
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    Zitat Zitat von bonifaz Beitrag anzeigen
    Es gibt keine Pflicht der Agentur oder des Vercharterers, eine entsprechende Insolvenzversicherung abzuschließen, und deshalb gibt es auch nicht diesen bei Reiseveranstaltern üblichen Versicherungsschein.
    Ersteres ist richtig, da MIETE keine laut Reiserecht definierte VERANSTALTUNG ist, und der Vercharterer ist de jure meist selbst nur Generalagent und nicht Zwischenmieter - würde man allerdings "päbstlicher als der Pabst" sein wollen, wäre die "verbundene Leistung" ein Definitionskriterium.... ggfls. müsste man das halt mal gerichtlich in jedem Einzelfall klären lassen, der Aufwand steht nicht dafür.
    Allerdings ist mit der als "Sicherungsschein" inhaltlich gleichwertigen Zahlungsverlustabsicherung, die durch verschiedene Versicherer ausgereicht wird, ein adäquater Ersatz vorhanden...aaaaaber...


    Wenn die Agentur erklärt, der Vercharterer sei versichert, wird man darauf vertrauen dürfen.
    auch das kann und sollte man prüfen... oder sich wenigstens schriftlich geben lassen (was mit einem gefälschten Sicherungsschein dann der Fall wäre... ob´s aber was nützt?
    Daher doch ggfls. im Zweifel einfach nachfragen - ein Telefonat zum Versicherer oder seiner Agentur und schon ist alles klar - das dauert weniger lang, als hier zu posten :-)

    Ob die Agentur die Zahlungen sofort weiterleitet, sodass es unwahrscheinlich wird, dass die Zahlungen bei einer Insolvenz der Agentur verloren gehen, ist eine andere Frage.

    Gruß t...
    Nun ist dieses Risiko sehr begrenzt - jede Charterfirma lebt ja auch von den Vorauszahlungen und daher sind normalerwise keine hohen Zahlungsbeträge "im Feuer", wenn es um Vermittlungsleistungen unabhängiger Drittfirmen geht. Anders, wenn die Agentur ein vorgeschalteter de jure unabhängiger Subsidiary der Charterfirma wäre, also eine Generalagentur (nur oder auch überwiegend) Schiffe aus der eigenen Flotte vermittelt.... das ist bei den meisten Firmen und auch Agenturen allerdings nicht der Fall.

    Hier könnte man durchaus sehr gruselige Gestaltungsszenarien annehmen, aber mit ein wenig Mitdenken und Nachdenken lassen sich Unklarheiten beseitigen und solche Fragen leicht mit 1 oder 2 kurzen mails oder Telefonaten klären - oder man nimmt gleich jemanden, der das schon ne Weile macht... die Agenturkonkurse der vergangenen Jahre hielten sich trotz schwieriger werdenden Umfeldes und einer massiven Zunahme von Direktbuchunge in Grenzen - wenn man den Gesamtmarkt betrachtet, ist das überhaupt nicht erwähnensaert.

    Nichtsdestotrotz ist es natürlich berechtigtes Anliegen des TE, wenn (nicht nur) er sich fragt, wie er einen erhaltenen Sicherungsschein verifiziert!
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  10. #10
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    Also es handelt sich um einen Sicherungsschein, der ausgegeben wird, als Charterpreis-Absicherung. Da drauf steht Bürgschaft für die Yacht-Charterzahlungen.

    Ich habe bei dem Versicherer angerufen und bestätigt bekommen, daß es keine Listung der FA in Griechenland bei Ihnen gibt und ihnen das Schiff auch nicht bekannt sei.

    Ich werde hier eine Teufel tun und weitere Namen nennen, da dies nur eine fernmündliche Auskunft gewesen ist. Mir kam das so vor, als wenn man sich da raus reden wollte. Es hieß zwar, für 2017 sei da nichts gelistet, zu diesem Jahr hat sie sich um die Antwort gedrückt.

    Komisch fand ich halt zusätzlich, daß es hieß, es seien sicher keine schlechten Firmen, weder der Brooker in D, noch die FA vor Ort. Auf meine direkte Frage, ob ich die denn dann überhaupt noch buchen könne und ob die dann inzwischen eventuell woanders gelistet sein könnten, hat man mir nur ausweichend geantwortet: "daß dies nicht heißen würde, daß es sich hier um schlechten Firmen handele, weder der Brooker, noch die FA vor Ort. Ich werde da ganz sicher nicht mehr chartern, zumindest nicht über den Vermittler, der auf seiner HP mit den Sicherungsscheinen wirbt.

    Ich danke Euch für Eure Antworten, die mich nur z.T. weiter brachten. Trotzdem vielen Dank

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