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  1. #1
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    Standard Dehlya-Refit der Yacht - was nützt das Projekt?

    Es ist wunderbar, wenn alte Boote zu neuem Leben erweckt werden. Ein Freund ist gerade daran, eine Shark 24 aufzumotzen, die er zum Preis eines 6-PS-Aussenborders gekauft hat. Nach etwa 500 Arbeitsstunden und 4000 Euro für Epoxi, Farbe und Ausrüstung wird das Boot eine segelnde Augenweide sein. Ganz anders die Yacht-Redaktion. Sie lässt Profis gratis arbeiten und macht eine Reportage über einen kaum bezahlbaren Edelstahltrailer. Was bitte, hat dies mit der Realität eines Seglers zu tun, der günstig aufs Meer will?

  2. #2
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    Hatte genau den gleichen Gedanken ... macht das ganze Projekt etwas praxisfremd und hilflos. Für etwas mehr als den Preis vom Trailer hätte man ja schon eine vernünftige Dehlya kaufen können. Für jemand mit wenig Geld hat soein Refit-Blog sicher wenig Wert ... und wer soviel Geld ausgeben will, der wird sich was neueres Anschaffen und die Zeit/Nerven fürs Refit sparen.

    Am Ende wird der Refit wohl soviel kosten wie eine gebrauchte Yacht neueren Baujahres, die alles etwas besser kann als die Dehlya ;-)

  3. #3
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    Hallo,

    als Vorbildfunktion.
    Dass der Rumpf durch die untere Sektion nicht außerordentlich steif aufgebaut ist, verbessert nur folgende Situation:
    "Was lange hält, bringt uns kein Geld".


    peter

  4. #4
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    Empfinde die ganze Reportage als Winterloch...

  5. #5
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    Zitat Zitat von IOR Beitrag anzeigen
    Empfinde die ganze Reportage als Winterloch...
    Aber hätte man dann nicht besser irgendein Schiff mit Geschichte (z.B. IOR Dreivierteltonner ala DB2) oder ein Vereinsschiff, dass ein Refit braucht auswählen können und den Nutzern damit einen Gefallen tun können?

    So wird einfach nur Geld verbrannt und die Berichte sind noch nicht mal interessant ...

  6. #6
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    Sicherlich macht es Sinn einen alten Klassiker zu sanieren. Nur eine alte Shark 24 ist nun mal kein Klassiker. Im Grunde wie bei den Autos wo einer meint er müsste einen alten VW-Käfer restaurieren, der im Grunde wenn er auch benutzt wird, zur Dauerbaustelle wird und weniger wert ist als die Materialkosten. Besonders im Boote-Yachtbereich haben wir es mit Hobbybastlern zu tun die immer meinen, mit Schleif – und Streicharbeiten lässt sich ein altes GFK-Boot sanieren. Jedes GFK-Boot nimmt nun mal Feuchte auf, bei jedem GFK-Boot das auch im Wasser lag trennt sich nach Jahren das Laminat vom ISO-Harz das zu quellen beginnt. Es fehlen auch in der Regel die technischen Möglichkeiten um die Beschichtungen bei 60°C zu tempern, was bei mehreren EP-Beschichtungen zwingend erforderlich ist. In der Regel ist und bleiben solche Sanierungen eine optische Aufbereitung von Sondermüll, auch wenn das mancher nicht wahrhaben möchte. Im Grunde wie bei einen alten verrotteten Auto das optisch aufbereitet wird und sicherlich noch fährt. Das größte Übel ist, wenn dann solche Boote auf dem Gebraucht- Bootemarkt angeboten werden, wo sich dann einer seine nicht fachgerechten optischen Sanierungen noch vergolden lässt und meint besser wie neu. Ich kann nur jeden raten den seine Arbeitsleistung nichts wert ist, vergesst solche Träume, denn da fehlt jegliche Verhältnismäßigkeit. Bereits 4000,-€ Materilakosten übersteigen den Wert eines solchen Bootes um den Faktor 3, das sind die ca. Entsorgungskosten in der Müllverbrennung.

    Für 3-4000,-€ bekommt einer locker eine saniert Shark 24 ohne dass einer viel tun muss, obwohl auch ein solches Boot aus den 80-ziger Jahren trotz Sanierung mit ca. 35 Jahren weit - weit überteuert ist.
    Engel

  7. #7
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    Welche Beschichtung muss denn mit 60°C getempert werden? Und wieso trennt sich zwangsweise das Laminat vom Harz?

  8. #8
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    Hallo,

    @Engel
    Hilfe, wie schrecklich!
    Jetzt die gute nachricht: Differenzieren war noch nie deine Stärke .

    Die Dehlya ist von Haus aus, das bedeutet: ab Produktion, relativ instabil.
    Zwischen einer Dehlya und gleich großen Dehler mit Festkiel-Sektion besteht ein Unterschied wie Tag und Nacht.


    Peter

  9. #9
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    Es kommt doch nur auf das Motiv an.

    - Der klamme Segler will segeln ohne die finanziellen Möglichkeite für den Neukauf zu haben
    - der passionierte Bastler will seinem Affen Zucker geben
    - der Gebrauchtbootkäufer muss zwangsläufig in Refit investieren um den Wert und die Gebrauchstüchtigkeit zu erhalten.
    - und die Yacht will vorführen was so alles geht, ohne Rücksicht auf Kosten und laienhafte Möglichkeiten.

    Die Motive sind nachvollziehbar, werden aber unterschiedlich bewertet.
    - Knete satt? Warum soll man sich die Mühe machen.
    - Lust, Geschick und Langeweile? Da kommt ein marodes Boot gerade recht.
    - Anspruch ohne finanzielle Möglichkeiten? Muskelhypothek ersetzt finanzielle Mittel.
    - Warum schreibt die Yacht so etwas? Weil sie sinnvoll ihr Blatt füllen will, zeigen was machbar ist.
    Dass Leuten mit fünf Daumen an einer Hand die Trauben zu sauer sind und sie Refitprojekte eher abschätzig bewerten, ist verständlich.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  10. #10
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Dass Leuten mit fünf Daumen an einer Hand die Trauben zu sauer sind und sie Refitprojekte eher abschätzig bewerten, ist verständlich.
    Hallo,

    wohl eher nicht.
    Meiner Meinung nach ist eine Dehlya als Substrat einfach zu dünnbeinig
    und nur sehr eingeschränkt dauerhaft gebrauchsfähig: gut für Gewässer ohne Welle.

    Bei Welle brechen oder zerreißen ihre Austeifungen im Kajütboden.
    Nicht sofort, aber sie lassen nach. Das ist das Perfide.


    peter
    Geändert von K.Lauer (05.02.2017 um 14:59 Uhr)

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