Seite 1 von 5 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 46
  1. #1
    Registriert seit
    24.08.2002
    Beiträge
    212

    Standard Windgeneratoren

    Nachdem ich bei den Pionieren war und von Anfang an Windgeneratoren einsetzte, komme ich jetzt dazu, lieber 2 Solarmodule mehr zu verwenden. Die kosten viel weniger und liefern viel mehr Strom. Selbst der Flüstergen nervt bei Nacht und wird daher abgeschaltet. Und bei Tag liefert ein ordentliches Solarmodul mehr Strom.
    Das Problem der WG ist ihre Charakteristik. Stromerzeugung geht mit der 3.Potenz aus def Windgeschwindigkeit. Daher werdenbei 3 oder 4 Beaufort kaum 40 W erzeugt. Und bei 6 schaltet er sich wegen überlastung ab. Die Nennleistung kommt, wie auch bei den Großen im Land auf allen Bergrücken also nie zustande. Nicht mal 25 %..
    Dabei kann man an Bord das Wenige ja gut speichern.

  2. #2
    Registriert seit
    07.10.2012
    Ort
    Mittelfranken, weit vom Wasser
    Beiträge
    2.634

    Standard

    Hallo Groebel, ich meine, das siehst Du zu einfach. Klar, wenn die Sonne scheint, kommt aus den Solarpanels schon was raus, wenn Du viele davon hast und alles ordentlich organisiert hast, vielleicht mehr als Du brauchst.
    Was, wenn die Sonne nicht scheint? Selbst am Mittelmeer können da schon mehrere Tage zusammenkommen, wo Dich die Solarpanels im Stich lassen. Wenn Du nun einfach die Kapazität Deiner Akkus erhöhst, um so eine Durststrecke zu überbrücken, wirst Du damit den vorzeitigen Exitus Deiner Batteriebank provozieren. Es gibt Zeiten, da ist man für jedes mA dankbar, das einem zufließt, auch wenn es mit Geräusch verbunden ist. In so einem Fall wäre die Alternative Hauptmaschine oder Generator. Was macht da mehr Lärm?
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  3. #3
    Registriert seit
    09.07.2014
    Beiträge
    214

    Standard

    Ergo, wenn ich nachts segle nutzt ein noch so großes Solarmodul gar nichts, aber vom Wind könnte schön ein wenig Strom kommen.

    Ein Mix aus beiden Quellen ist oft die optimalste Lösung. Wer hauptsächlich in subtropischen Ankerbuchten liegt wird mehr zum reinen Solar tendieren, wer weiter nördlich auch mal nachts segelt wird den Windgenerator als eine nützliche Ergänzung zum Solar nicht missen wollen.

    handbreit

  4. #4
    Registriert seit
    27.12.2013
    Beiträge
    240

    Standard

    Zitat Zitat von 34fuss Beitrag anzeigen
    Ergo, wenn ich nachts segle nutzt ein noch so großes Solarmodul gar nichts, aber vom Wind könnte schön ein wenig Strom kommen.

    Ein Mix aus beiden Quellen ist oft die optimalste Lösung. Wer hauptsächlich in subtropischen Ankerbuchten liegt wird mehr zum reinen Solar tendieren, wer weiter nördlich auch mal nachts segelt wird den Windgenerator als eine nützliche Ergänzung zum Solar nicht missen wollen.
    handbreit
    Ich habe auf meinem Boot einen Schleppgenerator (15 A bei 7kn) und somit eigentlich immer volle Batterien.

  5. #5
    Registriert seit
    21.04.2001
    Beiträge
    183

    Standard

    Hallo Code Zero,

    darf man fragen welchen Schleppgenerator Du im Einsatz hast?

    Gruß
    Emil

  6. #6
    Registriert seit
    23.12.2009
    Beiträge
    687

    Standard

    Wir haben auch nur Solar.
    Was am meisten gebracht hat, war, den Kühlschrank professionell zu isolieren. Seitdem haben wir keine Energieprobleme mehr.
    Ein bis zwei mal im Jahr muss der Motor mal eine Stunde mithelfen. Das ist wesentlich günstiger und umweltschonender als einen Windgenerator anzuschaffen.
    Im MM sind die Tage ganz ohne Sonne extrem selten.

  7. #7
    Registriert seit
    27.12.2013
    Beiträge
    240

    Standard

    Zitat Zitat von emil Beitrag anzeigen
    Hallo Code Zero,
    darf man fragen welchen Schleppgenerator Du im Einsatz hast?
    Gruß
    Emil
    Natürlich darfst du fragen! Sie PN!

  8. #8
    Registriert seit
    17.09.2011
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    6

    Standard

    Zitat Zitat von Code_Zero Beitrag anzeigen
    Natürlich darfst du fragen! Sie PN!
    dann will ich auch gerne eine PN.... Danke

  9. #9
    Registriert seit
    27.01.2008
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    1.159

    Standard

    Hier unser Erfahrungsbericht mit 2 neuen 100Wp-Solarmodulen von EnjoySolar (Preis 85.-€ pro Stück)

    Im Juli 2015 installierte ich auf unserer Etap-28i 2 neue 100Wp-Solarmodule
    und ersetzte damit die bisherigen 2x50Wp-Module.

    Mit den 2x50Wp hatten wir in den letzten 7 Jahren bereits sehr gute Erfahrungen gemacht, die Platzierung auf dem Bimini (ohne Bimini geht im Mittelmeer in den Sommermonaten gar nichts, es dient im Winter auch als guter Regenschutz…) erbrachte gute Erträge mit nur geringen Abschattungen. Es fehlte jedoch an Reserven bei bewölkten Tagen und im Winter, wenn die Sonnenstunden schwinden. Die Konstruktion ist äußerst stabil und auch bei Windstärken >8Bft standhaft. Auf der Insel Capraia mussten wir 2011 Fallwinde von >40kn abwettern.
    An normalen Sonnentagen im Sommer (immer Mittelmeer) waren wir schon mit den 2x50Wp autark.

    Die Aufstockung auf 2x100Wp erbrachte jetzt einen zusätzlichen Leistungsgewinn, der einen in Euphorie versetzte. Statt der bisher max. 5A Solarstrom am Laderegler waren es jetzt logischerweise 10A.
    Man muss sich das vor Augen halten: 10A nur aus Sonne, ohne Lärm, ohne Nebenwirkungen! Die Batterie(n) waren spätestens gegen Mittag wieder voll, der Laderegler schaltete so ab 11:00 den Ladestrom bereits runter. Nachmittags verpufften so viele, viele wertvolle Ah im Nichts, Batterien voll, was will man mehr. An stark bewölkten Tagen (siehe Foto) lieferten die Module 1-3A, 1A nur dann, wenn es wirklich verdammt stark bewölkt war und regnete.

    Ich hatte über den gesamten Urlaubstörn von 4 Wochen Buch geführt, wie viele Ah der Sunsaver Duo täglich in die Batterien pustete. Der „Counter“ wurde jeweils abends nach Sonnenuntergang zurückgesetzt.
    Es waren in der Regel 30-40Ah, an einem Tag mit besonders hohen Stromverbrauch 58Ah.
    (Der Junior spielte ausgiebig Minecraft an seinem Notebook das 80W zog, also Spannungswandler 12V/220V war aktiv)
    Ich bin eigentlich von einem höheren Stromverbrauch ausgegangen, und war verwundert, das 30Ah das untere Limit waren. Wieviel Ah die Solarmodule wirklich maximal liefern könnten, ließe sich nur durch einen Test ermitteln, bei dem extra viel verbraucht wird. Rechnerisch geht nicht, da die Leistung der Module über den Tag logischerweise stark variiert.

    Die Verbraucher:

    - Kühlschrank mit Waeco-Kühlaggregate Serie 50
    - LED-Navibeleuchtung (AguaSignal Serie 34)
    - LED-Ankerlicht
    - LED-Innenbeleuchtung (7 Lampen je 3W-Warmweisse LED’s, 2xLED-Stripes, 2W-Naviplatzbeleuchtung)
    - UKW-Funk Simrad RS35 mit Ladestation für Mobilteil
    - Stereo-MP3-CD-Autoradio
    - Ventilator 10/20W
    - Plotter Geonav 6
    - Lot/Logge (RaymarineST-40 Serie)
    - Pinnenpilot Simrad TP32
    - USB-Laden Handy/Smartphone (ständig 2-3 Geräte)
    - Navi-Notebook (läuft 5Std. mit Akku, dann ca. 30min. am Tag Laden über Spannungswandler)
    - Spannungswandler Sinus 1000W (Fürs Laden von Navi-Notebook, Video-Kamera, Fotoapparat)

    Da wir oft vor Anker lagen (während der 4 Wochen nicht einen Tag im Hafen) verwunderte es, dass der Kühlschrank relativ wenig verbrauchte. Trotz der hohen Temperaturen von 32C° - 35C° im Bootsinneren. Wir regelten ihn sogar auf extra kalt, da wir ja die Reserven hatten.
    Wieviel die einzelnen Verbraucher wirklich zogen, lässt sich nur schätzen, da der Sunsaver Duo ja nur den gesamten Ladestrom (incl. Verlusten der Batterien) bilanziert.
    Ich schätze die Kühlbox auf so 25Ah innerhalb 24Std. (Im Winter bestimmt noch weniger)

    Die Beleuchtung war durch die langen Tagen bedingt nur ein kleiner Posten, da LED-Ausführung aber auch nicht wirklich relevant.

    Der Ventilator war in diesem Urlaub neben der Kühlbox der größte Posten. Er lief, durch eine Hitzewelle bedingt, täglich stundenlang.

    Der immer stärkere Einsatz von Smartphones führte dazu, dass eigentlich ständig 2 Smartphones an den 12V/USB-Adaptern hingen. Das sind über 24h auch einige Ah, die es früher so nicht gab.

    Das Navi-Notebook diente auch einige Male als Filmvorführer für „Kinoabende“ lief dann unter Akku und wurde am nächsten Morgen wieder geladen. Dabei kamen Aktiv-Lautsprecher von Creative zum Einsatz. (Deren Aktiveinheit wird normalerweise beim Musikhören über das Autoradio umgangen)

    Wir hatten 2 lange Schläge incl. Nachtfahrten, (120sm Rom-Olbia, 27std. und 90sm Maddalena-Giglio20std.) dabei war die Navi-Beleuchtung aktiv, die Funke, Navi-Notebook für AIS, der Pinnenpilot, Lot/Logge, Kühlbox und der Plotter. Auch da gab es keine Engpässe.

    Man fühlte sich nun fast wie zu Hause, kein Ständiges nervöses Beobachten des Ladezustandes der Batterien mehr. Strom war einfach vorhanden!
    Ausgestattet ist unsere Etap 28i zurzeit mit einer 100Ah Service und einer 100Ah Starterbatterie. Laderegler ist der Sunsaver Duo von Morningstar und Monitormodul, der beide Batterien mit einstellbarer Priorität lädt.
    Die nächste finale Ausbaustufe wäre dann eine zusätzliche Starterbatterie von ca. 50Ah und die Parallelschaltung der bisherigen Batterien zu einer Service-Einheit von 200Ah. Für Mehr ist der Platz ist einfach nicht vorhanden…

    Auch wenn hier schon oft propagiert wurde, ein MPPT-Laderegler kommt für uns nicht in Frage, wir haben ja jetzt schon einen Solarstromüberschuss….es krankt eher an der Batteriekapazität.

    Fazit:
    Mehr als 200Wp geht bei 28 Fuß platzmäßig kaum noch und muss auch gar nicht sein, die Montage auf dem Bimini ist der optimale Ort, so gut wie unsichtbar die Module unterzubringen. Auch Abschattungstechnisch gibt es keinen besseren Ort. Der Solarstromertrag reicht uns aus und lässt uns autark sein, solange die Schlechtwetterperioden nicht zu lange andauern. Zu optimieren wäre nun höchstens noch die Batteriekapazität.

    Viele Grüße,

    Marian
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  10. #10
    Registriert seit
    14.03.2005
    Beiträge
    10.917

    Standard

    Der Themenstarter hat nach Erfahrung den Windgenerator aus gutem Grund in die Tonne gekloppt. Diese Grinde hatten wir vor unserer ersten Baltikumreise auch schon befürchtet und auf Solar gesetzt ( wären auch damals schon nicht nötig gewesen). 10 Jahre haben die Panels (90 W(p)) brav einen Anteil am Stromverbrauch geliefert, dann gingen sie entzwei. Wir haben sie ersatzlos entsorgt.
    Die Erfahrung der letzten 15 Jahre hat uns gelehrt, man kommt ohne eigene Stromerzeugung aus. Das gilt allerdings nur wenn man nicht mehr als zwei Tage ohne E-Tropf oder ausgiebigen Motorbetrieb auskommen muss. Dabei haben wir nur 2 x 70 Ah an Bord und der Kühlschank läuft immer.
    "he süd et wirklich uns wie bei uns zuhus" singen die Bäck Föös. Ja muss es den wirklich so aussehen?
    - Kühlschrank läuft durch, das soll auch so sein, Lebensmittel und Bier müssen kalt sein.
    - Beleuchtung ist auf LED umgerüstet "kein" Stromverbrauch
    Dafür reicht der minimalistische Stromvorrat, was will man mehr?

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

Ähnliche Themen

  1. Laderegler 12 V für Windgeneratoren
    Von momo im Forum Privater Verkauf
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 15.09.2018, 18:58
  2. Windgeneratoren
    Von bluechris im Forum Privater Ankauf
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 19.10.2010, 00:04
  3. Sicherheit Windgeneratoren
    Von skiplk im Forum Technik & Elektronik
    Antworten: 18
    Letzter Beitrag: 18.01.2010, 22:40
  4. Windgeneratoren: Superwind oder D.400?
    Von Scorpionsailor im Forum Technik & Elektronik
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 25.08.2008, 22:01
  5. Windgeneratoren Air Marine
    Von Capella1 im Forum Technik & Elektronik
    Antworten: 28
    Letzter Beitrag: 06.02.2004, 13:30

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •