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  1. #1
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    Standard Risse zwischen Rumpf und Kielplatte

    Moin ,
    ich brauch mal wieder () Euer Wissen und eure Erfahrungen.
    Bei meiner Contest sind Risse zwischen Rumpf und Kielplatte aufgetreten.Besonders ärgerlich ist, dass das Unterwasserschiff 2016 für viel Geld mit 5 Lagen Epoxi neu aufgebaut worden ist, die Risse waren im November beim Auskranen definitiv nicht zu sehen. Hat sich das Schiff zu sehr im Lagerbock bewegt?
    Was ist zu tun, hat das Zeit bis nach Ende der Saison ??, Ich will die bisherige Werft auf keinen Fall mit der Sanierung beauftragen, weil irgendwie bin ch ziemlich enttäuscht.IMG_0358.jpgIMG_0359.jpgIMG_0361.jpgIMG_0360.jpg

  2. #2
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    Jammer nich 'rum !
    Das müssen keine Risse sein, die durch den Rumpf gehen oder zwischen Rumpf und Kielplatte nun alles offenlegen !

    Nur mal so zum Nachdenken:
    Wie tief sind die Risse?
    Wie wäre es erstmal das Antifouling wegzuschleifen, um zu sehen was hinten den Rissen steckt?
    Dann frag mal den Heini, der Dein U-Schiff gepönt (gemalt) hat, was der dazu sagt!

    Wenn ich jedesmal wegen ein Paar lächerlichen Rissen in der Antifoulingschicht in Panik geraten wäre, dann hätte ich vor lauter Enttäuschungen das Segeln schon längst aufgegeben!
    Geändert von 2ndtonone (01.04.2017 um 20:10 Uhr)

  3. #3
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    Könnten Schrumpfungsrisse durch Trocknung sein. Evtl. ist da drunter der Kiel ja nochmal elastisch eingedichtet gewesen. Vielleicht hing der Kiel am Rumpf? ( Macht er aber im Wasser immer) Hätte auf Bavaria getippt.
    War mal heftige Grundbehrung, weil das nur im Vorderen Beteich des Kieles ist?
    Ist innen alles fest?
    Wenn beim Kranen kein Wasser kommt, kannst erst mal beruhigt sein! Schleifen, mehrere Lagen Glasfaser drüber, spachteln, schleifen und neu streichen. Gut ist!!

  4. #4
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    Hallo,

    der Riss markiert wohl den Übergang GFK - Gußeisen.
    Das ist normal, wenn man den Übergang wie geschehen einfach so überpönt.
    Man muß sich fragen, wie der Kiel befestigt ist.


    peter

  5. #5
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    Ich würde auch zuerst mal an den Rissen die Beschichtung bis zum Kiel bzw. Gelcoat entfernen, musst ja nicht gleich Grossflächig machen, sagen wir mal etwa 30 cm an 2 Stellen.

    Wenn unter dem Antifouling eine Dichtmasse ist wie etwa Sikaflex dann reisst das Antifouling weil die Basis nicht mit dem Sika verträgt.
    Wenn Epoxy darüber appliziert wurde dann, wohl ebenfalls nicht fachgemäß.
    Klarerweise kann auch der Kiel locker sein, das könnte man zb. beim Kranen leicht sehen sobald dieser auf die Holzplanke aufsetzt.

  6. #6
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    Hallo,

    abgesehen davon.
    Ich würde mal die Werft aufsuchen und mit einem Meister, der mit im Film ist, reden.


    peter

  7. #7
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    Hallo Meikelvet,

    grundsätzlich stellen harte Gillungen (hier ca. rechter Winkel) ein Problem bei der Krafteinleitung Kiel - Rumpf dar. Es ist davon auszugehen, dass sich jeder Rumpf im Seegang und bei Krängung bewegt. Sind diese Bewegungen unterhalb des Elastizitätsmoments des Material angesiedelt, passiert normaler Weise nicht viel oder gar nichts. Bereits ein angedeuteter S-Spant ist sehr wirkungsvoll bei der Kraftverteilung vom Kiel zum U-Schiff. Nicht umsonst verfügen die Rümpfe häufig über einen GfK-Flansch zur Aufnahme des Kiels, weil hier bei der Kraftübertragung kein direkter Anschluss zwischen GfK und Eisenkiel entsteht.

    Die im Foto gezeigten Risse sind häufig an solchen Rumpf-Kiel-Verbindungen zu sehen, also kein Einzelfall.
    Ferndiagnose ist immer so ein wenig Kaffeesatz auslesen. Aber nach dem Foto zu urteilen, scheint mir rund um den Kielflansch eine elastische Dichtmasse aufgebracht worden zu sein. Dass darauf appliziertes Epoxy in mehreren Schichten zwangsläufig reißen wird, ist klar. Sollte es so sein, scheint mir die Firma etwas fahrlässig vorgegangen zu sein. Dramatisch finde ich das aber nicht.

    Sollte es von der Bauwerft geplant gewesen sein, den Kielflansch mit einer elastischen Masse zu umschließen, muss der Auftrag von Epoxy unter Auslassung dieser elastischen Fuge erfolgen.

    Sollte alles so sein, wie ferndiagnostisch (unsicher) beurteilt, schließe ich mich den Beiträgen 2 und 4 an.

    2: Ganz sicher sind die Risse keine dramatische Angelegenheit, eben hauptsächlich unschön. Ist der Auftrag des Epoxy fachgerecht auf dem GfK erfolgt, wird auch kein Wasser unter die Epoxyschichten eindringen.

    4: Konstruktionsbedingt wirst Du Dich mit der dargestellten Angelegenheit abfinden müssen. Ich kann mir allerdings schwer vorstellen, dass der Kiel nun lose unterm Rumpf herumwackelt.

    Vergiss den ganzen Kram, entferne vielleicht das Epoxy von der elastischen Naht und freu Dich auf die Saison, die schon Lauerstellung eingenommen hat!

    Liebe Grüße
    Klaus

  8. #8
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    Danke für alle Antworten, insbesondere die letzte von Klaus, war eigentlich auch meine Meinung, bin nur von einem anderen Segler ganz wuschig und kirre gemacht worden

  9. #9
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    Zitat Zitat von meikelvet Beitrag anzeigen
    Danke für alle Antworten, insbesondere die letzte von Klaus, war eigentlich auch meine Meinung, bin nur von einem anderen Segler ganz wuschig und kirre gemacht worden
    Das ist leider oft Hobby von einigen Bootseignern: Bei den eigenen Schäden salopp hinwegsehen (das bekommen wir beim Bügeln wieder hin, sagte der Schneider, nachdem er den Hosenlatz hinten vernäht hatte), aber gern bei anderen die Mücke zum Elefanten machen.

    Bloß nicht kirre machen lassen, sondern auf den eigenen Verstand hören.

    Liebe Grüße
    Klaus

  10. #10
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    Fugen zwischen verschiedenen Materialien werden nie spannungsfrei.
    Geht die Werft hin und überspachtelt so eine Fuge, sind Risse vorprogrammiert. Die Fugen müssen dauerelastisch ausgeführt werden. Schlamperei.
    Die oberflächlichen Risse sind nicht das Problem, sondern das Wasser das zum Gusseisen vordringt und die Korrosion beschleunigt. Rost hat ein vielfaches Volumen vom Guss, d.h. das rostende Eisen sprengt die Beschichtung großflächig ab, nicht sicherheitsrelevant aber hässlich.

    - die beschädigte Beschichtung großzügig entfernen
    - den Kiel rostschützen
    - *Beschichtung am Rumpf bis zur Fuge (und nicht weiter!) rekonstruieren.
    - *dauerelastische Fuge anschließen
    - *Beschichtung am Kiel aufbringen
    - glätten

    *alternativ
    - Platzhalter vorübergehend auf die Fuge kleben
    - Kiel und Rumpf beschichten
    - Platzhalter entfernen und Fuge dauerelastisch ausspritzen.

    Viel Arbeit, die hat sich die Werft gespart, wird das aber wortreich erklären können.

    Gruß Franz

    PS: Parallele zum Refittrööt: Das wäre einem sachkundigen Laien nicht passiert, der steht weniger unter Zeitdruck.
    Geändert von grauwal (06.04.2017 um 10:47 Uhr)
    halber Wind reicht völlig

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