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  1. #1
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    Standard Tod einer Kadettin

    Habe heute zum ersten Mal den Film der ARD gesehen, auch den Nachspann mit den Erklärungen.
    Dabei kam zur Sprache, das das Opfer kein Wasser in der Lunge hatte. Kann man da noch von einem Unglück sprechen?

  2. #2
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    Zitat Zitat von Code_Zero Beitrag anzeigen
    Dabei kam zur Sprache, das das Opfer kein Wasser in der Lunge hatte. Kann man da noch von einem Unglück sprechen?
    Aus rechtsmedizinischer Sicht ist bei fehlendem Wasser in der Lunge ein Ertrinken nahezu ausgeschlossen.
    Ein "Unglück" hat in jedem Fall stattgefunden...die Kadettin war tot oder hatte Apnoe (Atemstillstand)
    vor dem Fall ins Wasser...

  3. #3
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    Für mich war überraschend, wie niedrig die Reling / das Schanzkleid auf dem Vorschiff waren.
    Ein Tradi nach neuen Richtlinien bekäme wahrscheinlich kein Zertifkat.....
    Bei 7Bft. und ein wenig Welle mag es dort vorne nicht nur ungemütlich, sondern auch etwas unsicher sein.
    Jan

  4. #4
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    ... mich brachte der Film mal wieder zum nachdenken. Über Quoten. Hier speziell die Frauenqoute.

    naja, so what...
    Vic

  5. #5
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    Da die Theamtik bereits ein alter Hut ist (sogar hier im Forum), aber die Renovierung der GF ein Thema..
    schien irgendjemand wohl Interesse an den TV-Quoten gehabt zu haben ?

    Da inzwischen ein Übungsmast an Land besteht und auch anscheinend gesundheitliche Fitness-Tests gemacht werden (?),
    sollte eigentlich - rein bodymäßig - einer Damenriege an Bord nichts mehr im Wege stehen ?
    Also hat man das ganze flott psychisch etwas aufgebrezelt.
    Da ich mir die volle Länge erspart haben, weiß ich auch nicht,
    ob man noch eine Liebesgeschichte mit eingebaut hat. Würde mich nicht wundern.

    Sachliche Aufarbeitung sieht anders aus. Da ändern auch ein paar Interviews mit marinierten Verantwortlichen
    bzw. Zeitzeugen nicht viel. Denn die Marine (übrigens auch die BW) gibt nie etwas zu, was schief gelaufen ist.
    Hauptsache unsere Frau Oberadmiralin kann wieder neue Milliardenkohle abrufen...
    Und wenn es nur dafür ist, das es genderkorrekt an Bord zugeht
    und das marinierte "Fähnlein Damenstrumpf" sich als "mannhaft" beweisen kann ?

    Als ob wir nicht genügend olle Fregatten und aufgetakelte Dschunken auf jedem Marine-Ball hätten.

    Warte noch auf das BW-gesponserte TV-Format : "Germany next Topmatreuse"

    QUERULANT = https://blog650.wordpress.com
    HORIZONTE = https://blog35215.wordpress.com

  6. #6
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    Hallo Ihr, ich war nie beim Militär, kenne die Problematik nur indirekt.
    Viele junge Menschen, und offenbar auch diese Kadettin haben das starke Bestreben, Medizin zu studieren (man könnte das Berufung nennen (man beachte den Konjunktiv!)). Das ist jedoch in den meisten Fällen nicht leicht zu erreichen bis ausgeschlossen. Wer wg. Numerus Klausus keine Chance hat, könnte das über den Militärdienst versuchen. Dort gibt es für die Zulassung zu dieser Ausbildung andere Kriterien (Meine persönliche Erfahrung ist, daß diese Kriterien noch abwegiger sind als der NC, sehr vorsichtig ausgedrückt). Für die Kadettin, die offenbar fest mit der Zulassung zu dieser Ausbildung gerechnet hat, hat sich diese Möglichkeit zunehmend verschlossen, siehe dienstliche Beurteilungen. Irgendwo da könnte ein Grund für einen Suicid zu suchen sein, letztlich also in der Struktur des Militärs.
    Traurige Grüße
    nw

    Wieso läßt man einen Ausguck bei so einem Wetter ohne Sicherheitsgurt raus? Wenn sich ein Éric Tabarly das leistet, ist es sein Problem, aber bei einem abhängig Beschäftigten ist der Vorgesetzte dran!
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  7. #7
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    Ich bin vor Jahrzehnten eine Zeitlang Zerstörer in der Verwendungsreihe 36 gefahren (Z-Hamburg). War Decksältester und konnte in einem Fall, den zu schildern, ich mir hier erspare, nur durch rohe Gewalt Schlimmeres verhindern. Glücklicherweise war ich aufgrund meiner sportlichen Vergangenheit dazu in der Lage, sonst wäre es übel für mich ausgegangen. Ja, ich habe viele von den Charakteren erlebt, wie sie im Film dargestellt wurden. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie diese Typen versucht hätten, mit jungen Frauen umzugehen. Das heute bekannte Mobbing hatte ich in den verschiedensten Varianten erleben müssen.

    Was den Film angeht, wird mir hier zu viel plakativ dargestellt. Aber es ist (leider) ein Problem, beide Geschlechter, wobei das weibliche Geschlecht in der Minderheit ist, auf so engem Raum friedlich unter zu bringen. Insgesamt fährt die Gorch Fock traditionell überbemannt. Die große Personaldichte ergibt auch ein großes emotionales Problem. Man denke nur daran, dass die viel größeren P-Liner mit ca. 25 Leuten bemannt wurden. 200 sind es auf der Gorch Fock.

    Mein persönlicher Eindruck war, dass die Filmemacher darauf hinweisen wollten, dass eine fachgerechte seemännische Ausbildung nur in Form des Gender-Sailing möglich ist. Da ist sicher was dran.

    Wenig hilfreich war die Suche nach dem Sündenbock, da das aufgrund fehlender Fakten nicht möglich ist.

    Ganz nebenbei bemerkt: Sollte das vorgestellte Gesundheitsprofil der Kadettin der Wahrheit entsprechen, ist ihre Zulassung nur mit der geforderten Frauenquote verständlich. In den Zeiten, in denen ich selbst in ähnlichen Verhältnissen unterwegs war, hätte der vorgetragene Gesundheitsstatus ganz sicher zur Borduntauglichkeit geführt.

    So hätte der Tod des Mädchens schon im Vorfeld verhindert werden können.

    Gruß
    Klaus

  8. #8
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    Standard

    Zitat Zitat von Code_Zero Beitrag anzeigen
    Habe heute zum ersten Mal den Film der ARD gesehen, auch den Nachspann mit den Erklärungen.
    Dabei kam zur Sprache, das das Opfer kein Wasser in der Lunge hatte. Kann man da noch von einem Unglück sprechen?
    Ich hatte den Trööt eröffnet um eure Meinungen zu hören, wie es sein kann, dass ein Mitglied der GF über Bord geht, ohne anschließend zu ertrinken!
    Mir ging es nicht um die filmische Darstellung der Situation an Bord und auch nicht um die verschiedenen Charaktere, sondern ausschließlich um die Tatsache, dass ein junger Mensch ins Wasser "fällt" (egal wie) ohne zu ertrinken!
    Sie muss also beim Überbordgehen schon Tod gewesen sein - oder???
    Das ist doch imho kein Unglücksfall! (?)

  9. #9
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  10. #10
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    Standard

    Ich lese zum ersten Mal, daß die bedauernswerte Kadettin kein Wasser in der Lunge hatte.
    Ist das wirklich amtlich?

    Das bedeutet in der Tat, sie wäre nicht ertrunken.
    Wenn sie tatsächlich ohne Fremdeinwirkung (z.B. einfach ausgerutscht oder z.B. kurzzeitiges Kreislaufproblem) ins Wasser gestürzt wäre, könnte es ja sein, daß sie mit dem Kopf irgendwo angekommen ist, bewußtlos. Würde solch ein Zustand auch dazu führen, daß Atmungsreflexe aussetzen und kein Wasser in die Lunge gelangen kann ?

    Wenn kein Wasser in der Lunge, was ist denn die offizielle Todesursache ?
    Gab es Kopfverletzungen ?
    Andere ?

    Spiegel-Zitat: http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-997903.html
    Ihrer Einschätzung nach könne ihre Tochter nicht ertrunken sein, denn laut Obduktionsergebnis hatte sie kein Wasser in der Lunge. Zudem gebe es keine Erklärung dafür, dass sie keine Stiefel anhatte, als sie gefunden wurde.

    Oh, das mit den fehlenden Stiefeln ist ein zweites Indiz (neben kein Wasser in der Lunge) auf etwas besonderes ?
    Wie fest sitzen die Seestiefel ? Können die beim 12-tägigen Treiben im Wasser verloren gegangen sein ?
    Oder vorher von wem auch immer ausgezogen ?

    Das schlimme ist, daß leider tatsächlich einigen Individuen auch in unserer Zeit (oder 2008) zuzutrauen ist, eine schwache Person anzugehen. Wenn bekannt war, daß sie schläfrig ist, dazu Frau, ist vorstellbar, daß weniger zart besaitete Besatzungsmitglieder evtl. bösen Schabernack in ihrer Nachtwache mit ihr gespielt haben.
    Aber daß es dann ausartet bis zum Überbordgehen ?
    Geändert von Hai-710 (07.04.2017 um 12:38 Uhr)
    Hai 710 KS www.hai-710.de.vu - Perfektes Segeln mit dem Trailerboot - Törns: www.hai-710.blogspot.de

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